Ich habe gelesen, dass die Abgeltungssteuer Investitionen auf Pump attraktiver macht. Allerdings verstehe ich nicht genau, warum das so sein soll. Kann mir das jemand erklären? Danke!
Das erzählen Dir nur die Leute die mit dem Anlegen Dein Geld verdienen. Ansonsten ist es völlig egal ob mit oder ohne Abgeltungssteuer. Risikoanlagen nur mit Geld was man entbehren kann. Und wenn Du einen Kredit dafür aufnehmen mußt, ist das ein hinreichendes Kriterium dafür das Du das Geld nicht übrig hattest.

Nein es macht keinen Sinn. Denn die Schuldzinsen kannst du nicht mehr abschreiben.

Niemals, und ich betone ausdrücklich niemals Geld aufnehmen, um es in irgendwelche Aktien oder Investmentanlagen anzulegen. Der Schuss kann nach hinten losgehen: Du bist das Geld los und musst noch den Kredit abbezahlen. Nur wenn Du selbst Geld übrig hast, kannst Du das investieren. Das mit der Abgeltungssteuer funktioniert folgendermassen: Die bis zum 31.12.2008 gekauften Aktien kannst Du dann, wenn Du sie mindestens ein Jahr gehalten hast, steuerfrei verkaufen. Bisher musstest Du nur eine Spekulationssteuer bezahlen, wenn Du die Aktien vor Ablauf eines Jahres mit Gewinn verkauft hast. Für Aktien, die ab 01.01.2009 gekauft werden, tritt beim Verkauf die so genannte Abgeltungssteuer in Kraft. Dann musst Du beim Verkauf den Gewinn versteuern, auch wenn Du sie länger als ein Jahr im Depot hattest. Und zwar mit 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag 5,5 % und ggf. Kirchensteuer, das sind ca. 27-28 % Deines Gewinns. Das gleiche gilt für alle Kapitaleinkünfte. Du hast lediglich 801 Euro (für 1 Person) jährlich frei (Freistellungsauftrag). Wenn Du Dich mit allem noch nicht auskennst, würde ich nicht so blauäugig sein und blindlings Geld aufnehmen, um es in irgendwelchen Investments o.ä. anzulegen.
Darf man als Anlageberater oder sonstiger Berater eine Anlage auf "Pump" nach derzeit geltendem Recht überhaupt empfehlen? Das kommt denk ich idR nicht von einem seriösen und professionellen Berater, sondern auf die Idee kommen idR die jenigen selbst.
Wenn Sie Fragen rund um die Abgeltungssteuer haben, die 2009 eingeführt werden soll, gibt es im Internet verschiedene Seiten, wo man sich informieren kann. Beispielsweise unter http://www.2009-abgeltungssteuer.de/ . Wenn Ihnen irgend ein Anlageberater, Bankberater, etc. irgend etwas vorschlagen sollte in Verbindung mit Abgeltungssteuer, zum Beispiel den genannten Kredit, sollte dieser in der Lage sein, seine Argumentation logisch darzulegen. Für Sie nachvollziehbar. Kann der Anlageberater seine Empfehlungen nicht logisch darlegen, sind sie möglicherweise auch nicht logisch. Ein Berater für Kapitalanlagen sollte auch alle Empfehlungen für die Abgeltungssteuer ausführlich schriftlich mit nach Hause geben. Dann kann man sich die "Empfehlungen" für die Abgeltungssteuer zum einen nochmal durch den Kopf gehen lassen und zum Beispiel auf der oben genannten Webseite mal überprüfen, ob die "Tipps für die Abgeltungssteuer" wirklich gute Tipps sind. Oder auch bei anderen Quellen rund um die Abgeltungssteuer. Die Zeitschrift Finanztest hat in Bezug auf die Abgeltungssteuer schon mehrere Male Informationen veröffentlicht.
Eine sehr gute Frage....bin echt gespannt auf die Antworten !!! Ich persönlich kann keine Begründung finden