Machen PC-Spiele dumm. Ich weiß, dass die Frage oft schon gestellt wurde..aber trotzdem würde mich eine richtige Expertenmeinung mal interessieren?

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3 Antworten

PC-Spiele sind eine Kunstform, in der Menschen ihre Gedanken, Gefühle und Emotionen ausdrücken können. Sie sind ein Teil der menschlichen Kultur und die Auseinandersetzung mit ihnen macht dich genauso so wenig dumm, wie das Lesen von einem guten Buch oder die Beschäftigung mit Skulpturen und Gemälden.

Der Grund, warum Videospiele einen schlechteren Ruf haben, als Bücher, Musik, Filme oder bildende und darstellerische Künste, ist einfach nur die Tatsache, dass das Medium noch relativ jung und damit noch nicht so anerkannt ist, wie andere Künste es sind. Allerdings ändert sich das mit der Zeit, da es immer mehr Kulturpreise gibt, die auch an Spiele verliehen werden. In 100 Jahren wird man in den Schulen Aufsätze über klassische Spiele schreiben, so wie man es heute mit Büchern tut.

Spiele haben den Vorteil, dass sie dich viel direkter in fremde Welten versetzen können, als dies jede andere Art der Darstellung möglich machen würde. Du bist ein Teil des Geschehens und kannst die Gefühle und Emotionen aus erster Hand erleben.

Darüber hinaus ist zu sagen, dass es Unmengen an Studien gibt, die belegen, dass Computerspiele einen positiven Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten, wie Reflexe und das logische und strategische Denkvermögen haben könnte.

Die Aussage, Videospiele würden dumm machen, ist also nachweisbar falsch und einfach zu widerlegen. Allerdings gilt hier, wie bei allem im Leben. Die einseitige Beschäftigung mit einem Thema schränkt den eigenen Horizont ein. Das Spielen von Computerspielen sollte im gesunden Verhältnis zu anderen Aktivitäten stehen und menschliche Beziehungen ebenso wenig negativ beeinflussen, wie die persönliche Entwicklung in Schule, Studium oder Beruf.

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Kommentar von MarkusLesch
02.11.2016, 12:53

Danke für deinen Beitrag. Das hat es eigendlich zu 100℅ getroffen! :-)

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Kommentar von flipsi32
02.11.2016, 14:16

Sehr gut gesagt. Am besten sind ja noch diese Ausreden von "Experten" das die Amokläufer Amokläufer wegen Shootern sind.

Shooter/Videospiele sind das Medium, eine andere Realität in die sich einige Leute aus der echten Realität flüchten - so wird man auch süchtig, dass sollte man nicht machen.
Diese Leute stauen so viel Aggressionspotenzial aus bsp. Schicksalsschlägen/Lebensumstände aus dem echten Leben an und können diese halt nicht abbauen, sodass sie durch Kurzschlussreaktionen halt das tun was Amokläufer so machen.

(grob gesagt)

Die Shooter sind meiner Meinung nach nur eine Ausrede, damit sich der Staat nicht darum kümmern muss die wahren Probleme zu bekämpfen.  

Ich darf seit der 2.Klasse Shooter spielen (Resident evil 4 war das) und bin wahrscheinlich einer der friedlichsten Menschen auf Erden.

Leute müssen sich nicht in Videospiele flüchten, um Amokläufer zu werden. Es kann auch ein anderes Medium sein, wie z.B. lesen, essen, putzen, schreiben, Sport; einfach alles in das man sich hineinversetzen kann um aus der Realität zu fliehen.

Eigentlich könnte in den Nachrichten ja auch erwähnt werden: "Der Amokläufer hatte alle Romane von Shakespeare bei sich daheim. Unsere Experten vermuten einen Zusammenhang"

(Nur um dieses Klischee auch mal angesprochen zu haben)

Um zu der Frage zurückzukommen, egal ob ich das jetzt in einem Kommentar schreibe oder nicht - eigentlich hab ich ja nur kommentiert um zu schreiben dass das eine gute Erklärung war und ich hier keinen Roman schreiben muss, aber egal:

Ich gebe den anderen vollkommen Recht. Das ist individuell. Es tritt eine Intelligenzbereichsverschiebung auf, wie schon erwähnt. Logisches Denken, Kontrastsehen, die Reflexe, Strategie, evtl. auch Teamarbeit werden gefördert, je nach Spielart und Spielverhalten.

Wie auch schon erwähnt werden im Felde der Intelligenz die sprachlichen Fähigkeiten abgebaut, wegen der Chatkommunikation. Aber genau durch diese kurze Kommunikation kann es sein, dass die Jugend (zu der auch ich zähle, 16) mehr konstruktiv und schneller an die Sachen rangeht.

Das einzige was meiner Meinung nach unkonterbar ist, ist dass Videospiele die Augen schädigen, und da man ja nur vor dem Pc/Konsole/Handheld ak. Mini-Konsole/Handy/Tablet                   sitzt ist es auch nicht gerade die bewegungsfreudigste Freizeitaktivität.

Andererseits beeinflussen Videospiele je nach Psyche und Alter von dem Spieler den Moral-&Teamfähigkeitssinn. Natürlich kann dass durchaus ins Positive gehen, da ist es die Aufgabe der Eltern eben nicht zwingend den FSK einzuhalten sondern ihr Kind zu kennen und die Spielinhalte zu kontrollieren und folglich zu entscheiden, ob das Spiel für das Kind geeignet ist. Hier bitte nicht sagen nur Minecraft. Sonst verliert das Kind die Lust an Minecraft, und das wäre Schade :P. Btw, ich jemanden der durfte nur Minecraft spielen und ist trotzdem ein Ar*ch*och. Jetzt hat er sich COD geholt und seine Eltern angelogen, dass es ein Minecraft Mod ist.

Die Kreativität und Lösungsdenken wird auch gefördert, und besonders je nach dem wie verbissen man ist auch die Verbissenheit im echten Leben in schwierigen Situationen nicht aufzugeben sondern zu tryharden.

Je nach Spielsystem würde ich auch Perfektionismus im Sinne von Maximalprinzip oder das Gegenteil davon im Sinne von Minimalprinzip dazunehmen.

Mehr fällt mir spontan nicht ein.

Inwiefern diese Sachen ausgeprägt werden hängt davon ab, wie man ist.

Ich würde sagen, zocken ist ein Hobby. Und wie bei jedem Hobby sollte man auch noch genug andere Sachen neben diesem machen, sonst ist das zu eintönig, man wird zu eintönig gefördert und geschädigt, weil alles hat positive wie negative Seiten.

Stell dir vor du fährst den ganzen Tag nur Fahrrad. Dann hast du zwar mega die Oberschenkelmuskeln, aber dein Rücken sagt autsch.

(Glaub ich zumindest, mein Papa hat gesagt er kann wegen seiner Bandscheibe nicht fahrradfahren. Aber man findet bestimmt auch andere Beispiele dazu. :P)

Ps. Hab recherchiert, fahradfahren ist doch sogar gut für den Rücken. Damit ich doch irgendwie recht behalte, sagen wir man bekommt dann ein Sportlerherz und wird körperlich abhängig. :D

~tüdelüüüüüüü

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Hey Ho,
es kommt immer auf die art des Spiels, Wie lange Zocke ich, und was mache ich noch neben dran.

Man kann auch Zocken und Schlau sein, man muss sich nur nicht "nur" aufs Zocken konzentrieren, weil dan vergisst man "Prüfung" lernen und man weiss halt dan nicht soviel wie die anderen.....also in normalen Zeiten spielen und auch mal etwas anderes machen

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Keinesfalls. PC Spiele fördern die Intelligenz bei Kindern um 11 IQ Punkte, hat eine Studie der Uni Würzburg ergeben. Dumm wäre nur, aus den Reaktionen der Spielfiguren die Intelligenz von Berufsgruppen im realen Leben abzuleiten. Ich denke da an Polizei, Heer, usw.

Fazit: Jedes Spiel bei dem du lösungsorientiert "arbeiten" musst, ist der Intelligenz förderlich.

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