Frage von dreammaster30, 43

Machen Leistungsschutzrechte es zu riskant, über etwas zu schreiben?

Schon länger beschäftige ich mich mit dem Gesetz der Anziehung (also dass Gedanken das Leben beeinflussen usw...). Ich möchte ein Blog zu dem Thema starten. Hier würde ich über eigene Gedanken, Erlebnisse, Ansichten schreiben, aber auch einige Background-Infos zum Thema geben. Natürlich gibt es zum Thema Gesetz der Anziehung usw. unzählige Bücher. Jetzt gibt es neben dem Urheberrecht auch Leistungsschutzrechte. Heißt es im Klartext, dass mich jetzt 100 potenzielle Verlage abmahnen könnten, nur weil ich über etwas schreibe, was vielleicht auf dem Werk von jemanden basiert? (ich meine nicht, was abschreiben...) Kann man dann überhaupt noch über etwas berichten, ohne Gefahr zu laufen, abgemahnt zu werden? Es gibt ja auf dem Markt hunderte Bücher zu jeden Thema.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ThomasMorus, Community-Experte für Urheberrecht, 8

Hallo dreammaster30,

du brauchst dir da keine Sorgen zu machen. Du verletzt durch das, was du vorhast keine Urheberrechte. Und schon gar keine "Leistungsschutzrechte." Ich fange mal von vorne an.

Das "Urheberrecht" schützt grundsätzlich nur "Werke" und "Werke" müssen eine gewisse kreative "Schöpfungshöhe" erreichen. Das "Leistungsschutzrecht" schützt bestimmte Dinge, die etwas ähnliches wie Werke sind, aber die notwendige "Schöpfungshöhe" nicht ganz erreichen.

Zum Beispiel einfache Lichtbilder, wissenschaftliche Ausgaben oder neu herausgegebene Nachlasse.

Prominent ist natürlich das "Leistungsschutzrecht der Presseverleger". Dadurch sollten kurze Textausschnitte von Online-Publikationen geschützt werden, die nicht selbst urheberrechtlich geschützt sind. Dieses Gesetz ist aber 2013 nicht verabschiedet worden.

(Ich schätze mal über die Debatte bist du überhaupt auf den Begriff "Leistungsschutzrecht" gestoßen. Der ist nämlich in täglichen Rechtsgeschäften eher ungebräuchlich)

Wenn du kein Verlag bist, brauchst du dir über Leistungsschutzrecht keine Gedanken zu machen. Sondern über Urheberrecht. Aber auch das kommt in deinem Fall nicht zum tragen.

Informationen, Fakten und Sachverhalte sind nicht urheberrechtlich schützbar. Nur der genaue Wortlaut von Büchern ist urheberrechtlich geschützt. Insofern darfst du den Inhalt problemlos wieder geben.

Auch einzelne Sätze aus den Büchern als "Zitat" einbauen ist nach §51 UrhG gestatte. Du musst dich dann nur auch mit den zitierten Inhalten auseinandersetzen und die Quelle angeben.

Ist also alles halb so schlimm. Ich wünsche dir viel Erfolg für dein Blog-Projekt.

Antwort
von rallytour2008, 12

Hallo dreammaster30

Abschreiben,kopieren und den Inhalt verändern fällt unter das 

Leistungsschutzrecht.

Jetzt ist jeder Mensch ja auch auf geistiger Höhe.Nur viele wissen das nicht 

und wissen auch nicht wie die geistige Höhe aktiviert wird.

Da sie das nicht wissen wird abgeschrieben,kopiert und Inhalte verändert.

Wer jetzt aus eigener Kraft etwas schreibt und das auch veröffentlicht,kann 

es vorkommen das sich deine Texte mit weiteren Texten ähneln.Auch vom 

Inhalt her.Das ist nicht Abmahnfähig.

Die Vorraussetzung dafür ist das die Texte deiner Person zugeordnet sind 

und von dir stammen.

Was viele machen ist 1 zu 1 kopieren.

Das hat bei Online Shops Inhaber Konsequenzen.Das war bisher der Fall.

Durch den Datenabgleich lässt sich ein Original Shop von anderen 

unterscheiden.Ein Original Shop ist einem Inhaber zugeordnet.

Tauchen jetzt weitere Kopien vom Online Shop auf haben die Pech gehabt.

Gruß Ralf

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