Mache gerade ne Ausbildung als Informatikkaufmann und will wissen wie gut die Chancen stehen, danach sich zum Systemadmin weiterbilden zu können?

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1 Antwort

Ich habe selbst mal eine Zeit lang Informatikkaufmann gelernt und dann abgebrochen, weil ich so wie du gemerkt habe, dass ich eigentlich Techniker sein will. Nur wollte ich eher programmieren, sprich, ich wollte Anwendungsentwickler werden. Letztendlich habe ich das auch gemacht. Wie du ja schon selbst gemerkt hast, hat Informatikkaufmann wenig mit Programmierung oder Netzwerk-Administration zu tun. Es ist primär kaufmännisch. Die Berufsschule als Fachinformatiker ist gänzlich anders gelagert. Und die Ausbildung im Betrieb ist es auch. Deswegen habe ich so meine Zweifel, dass du als Informatikkaufmann später irgendwo als System-Admin einsteigen kannst. Dafür fehlen dir doch sämtliche Grundlagen. Und sogar, wenn du dich privat viel mit Netzwerktechnik beschäftigst, dass Ganze dann in einem Rechenzentrum mit mega komplexen Netzwerken umzusetzen ist nochmal ne ganz andere Nummer. Wieso sollte ich als Chef dafür dich einstellen, wenn es genug Systemintegratoren gibt, die bereits Erfahrungen im Rechenzentrum gesammelt haben?

Es ist natürlich nicht ausgeschlossen. In dem Betrieb, wo ich einst Informatikkaufmann gelernt habe, saß auch ein sich in der Ausbildung befindlicher Informatikkaufmann in der Entwicklungsabteilung. Aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich. In einem kannst du dir jedenfalls sicher sein. Das, was du in der Berufsschule an Netzwerk-Technik und Programmierung hast, ist im Gegensatz zu dem, was du als Fachinformatiker hättest, rein gar nichts. Das reicht nicht im Ansatz, um dich später irgendwo als Programmierer oder System-Admin beschäftigen zu können.

Meine Empfehlung für dich wäre also ganz klar die Ausbildung zu wechseln, wenn es eine Möglichkeit gibt. Solltest du dich für die Programmierung entscheiden, würde ich versuchen,eine Ausbildung als mathematisch technischer Software-Entwickler zu bekommen. Das wäre noch besser, als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Aber du scheinst ja mehr auf die Admin-Schiene zu stehen, was ja auch in Ordnung ist. Deutlich mehr Kohle gibt es aber in der Entwicklung.

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Kommentar von fohllhonk
31.10.2016, 15:14

Danke erstmal für deine Antwort, das bestätigt nur mein Gefühl, dass ein Wechsel sinnvoll sei.

Da ich mein Studium jedoch auch schon abgebrochen habe, hab ich den Drang auch mal was vollenden zu wollen :P

Zudem bin ich vor kurzem mit meiner Freundin zusammengezogen und ein Ausbildungswechsel wäre gleichbedeutend mit einem Umzug, was sich beziehungstechnisch mit Sicherheit nicht positiv auswirken würde.

Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit dieser Ausbildung glücklich werde recht gering... Echt ne drecks Situation^^

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Kommentar von Marbuel
31.10.2016, 17:25

Etwas zu Ende zu bringen macht schon auch Sinn. Ich selbst war Weltmeister im abbrechen. Du hast ja immerhin dein Abitur gemacht. Ich hab damals in der 12ten die FOS geschmissen, weil ich vom blau machen so viel Rückstand hatte, dass es nahezu aussichtslos war. Es gibt kaum was, was ich so bereue, wie meine Jugend bzw. was ich durch meine Faulheit alles kaputt gemacht habe. Diverse Abbrüche hätten mir beinahe das Genick gebrochen. Deswegen ist dein Ansatz löblich. Auf der anderen Seite weiß ich aber auch, dass es kaum schlimmeres gibt, als sich jeden Tag zur Arbeit quälen zu müssen. Und während meiner Lehre als Informatikkaufmann war das so. Am Ende musst du es wissen. Schwierige Situation! :-(

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