Frage von bayer88, 131

Mach ich mich strafbar, wenn ich falsche Angaben im Lebenslauf mache und es als Nachweis über eigene Bemühungen beim Berufsberater vorlege?

Hallo leute mein berufsberater vom arbeitsamt , will ein nachweis über mein Vorausgegangene Bewerbung ,, das Problem ist ich bin langzeitarbeitslos und hab noch nie gearbeitet , ich bewerbe mich beim Zeitarbeits unternehmen mir falschen angaben im lebenslauf , beispiel ich hab bis jetzt in 5 firmen gearbeitet mein lebenslauf ist lückenlos ,, nur mein berufsberater weis ja davon bescheid was passiert wenn ich an ihm nachweis über eigene bemühungen bzw bewerbung und lebenlslauf schicke mach ich mich dann irgend wie strafbar ?

Antwort
von Parhalia, 109

Nachdem das Thema "Urkundenfälschung" durch den User @hauseltr bereits im Sinne Deiner Fragestellung erörtert wurde, so bliebe hier im Endeffekt eher eine "zivil- / wie arbeitsrechtliche" Komponente.

Das bedeutet :

Wenn Du einen Arbeitgeber durch falsche Angaben Deiner beruflichen Erfahrungen ( nicht verwechseln mit "beruflicher Qualifikation / Ausbildung " ) darüber täuschst, was Du tatsächlich in Deinem Arbeitsleben bisher gemacht hast, so KÖNNTE das zumindest arbeitsrechtliche Konsequenzen wie :

 - fristlose Kündigung wegen Täuschung

 - Regressforderungen bezüglich Lohn und ggf. Schadenersatz

 - Sperrfrist beim Jobcenter wegen eigenverantwortlichem Grund der Kündigungsursache

nach sich ziehen.

Mit der allgemein strafrechtlichen Vorwerfbarkeit eines "Betruges / Betrugsversuches" bin ich hier mal bewusst ganz zurückhaltend und vorsichtig, wenn Du mit Deinen "schönenden" ( aber dennoch unwahren ) Angaben lediglich eine Anstellung für einfachste Helfertätigkeiten ohne jegliche ( besondere ) Kenntnisse und ( Berufs- ) Erfahrung anstreben würdest.

Gegenüber dem Jobcenter oder der Arbeitsagentur würdest Du Dich in direkter Weise Deiner Bewerbungsbemühungen aber durchaus ebenfalls sanktionsgeeignet oder gar erstattungspflichtig machen, wenn Deine Angaben im Lebenslauf einer Arbeitsanbahnung nachweislich entgegen stehen. Somit sind falsche Angaben im Lebenslauf auch hier eine "Gratwanderung" 

Dann bleibe besser sofort bei der Wahrheit und schreibe nur DAS in Deinen Lebenslauf, was Du auch wirklich ( schulisch / beruflich ) gemacht hast und somit auch nachweisen kannst. Damit umgehst Du von vornherein o.g. Problemsituationen als Möglichkeit. 😉

Antwort
von hauseltr, 92

Fundsache Internet:

viele glauben, dass Urkundenfälschung etwas mit der Wahrheit der Urkunde
zu tun hat. Das ist aber falsch. Es geht "nur" darum, dass der Inhalt
tatsächlich von dem stammt, der als Aussteller erscheint. Der Bewerber
kann mit seinem eigenen Lebenslauf also keine Urkundenfälschung begehen,
sondern nur an Fremddokumenten, indem er z.B. Zeugnisse verfälscht.

Allerdings können auf Grund deiner falschen Angaben erhaltene Leistungen gekürzt und auch zurück gefordert werden.

Kommentar von Rockuser ,

Stimmt. Ein Lebenslauf ist "nur" ein Dokument.

Was die Sache an-sich aber nicht deutlich verbessert.

Kommentar von bayer88 ,

er weis bescheid das ich falsche angaben im lebenslauf mache ich hab ihm ehrlich gesagt , aber er will trotzdem nachweis über meine eigene bemühungen das ich job suche :S das sage ich ihm morgen beim beratungsgespräch persönlich hoffe er hat verständnis dafür :S

Antwort
von Rockuser, 110

Ja, das ist Urkundenfälschung. Wenn Du einen Job bekommst und der Schwindel auffliegt, kann die Firma dich sofort entlassen. Was das Arbeitsamt dazu sagt, weiß ich nicht.

Kommentar von bayer88 ,

Ja das stimmt ,,, aber mein berufsberater will ein nachweis über eigene bemühungen und ich soll ihm bewerbung und lebenslauf vorlegen , aber das problem ist mein lebenslauf die ich gesendet habe ist von a-z falsch ich habe gar nicht in den firmen gearbeitet , hab jetzt angst ob ich mich strafbar mache Wenn ich es bei meinem berufsberater vorlege ? :S

Kommentar von Rockuser ,

Das weiß ich nicht. Mit dem Arbeitsamt hatte Ich im Leben nicht viel zu tun.

Kommentar von bayer88 ,

ich geh nummer sicher bevor ich vor staatsanwalt lande lege ich gar nichts vor ich erklär im die sachlage vielleicht hat er verständnis dafür

Kommentar von Parhalia ,

Dann gehe lieber "aktiv" auf Deinen Arbeitsvermittler zu und sage ihm :

Hey, ich habe leider etwas Mist gebaut und nicht vorher nachgedacht. Ich habe aus Dummheit in meinem Lebenslauf Zeiten der Beschäftigung genannt, welche ich in der Realität ja nie ausübte. Ich habe mich so geschämt, noch nie gearbeitet zu haben und deswegen in meinem Lebenslauf falsche Angaben gemacht.

Dann legst Du dem Sachbearbeiter halt auch noch Deine abgesandten Bewerbungsunterlagen vor. Wird zwar auch ein "Gespräch" ergeben, aber besser "offensiv" den Fehler einräumen, als die Sache "abzuwarten".

Dir müsste doch selbst klar sein, das sich ein potenzieller Arbeitgeber nach Durchsicht Deiner Bewerbungsunterlagen mit grosser Wahrscheinlichkeit auch ggf. an die erfundenen Arbeitgeber Deiner "Legende" richten wird.

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