Frage von JakobBusch, 190

Luftgewehr verstecken?

Ich gehe regelmäßig zu einem Freund und dann schießen wir mit ihm und seinem Vater auf deren gelände Luftgewehr.(keine angst Das gelände ist umfriedet wir sind älter als 14 und wir haben eine hang als natürlichen Kugelfang). Meine Frage wäre wie könnte ich mein luftgewehr gut verstecken wenn ich zu ihm laufe ca.750m ? ich nutze einen Gewehrkoffer aber die Leute schauen mich trotzdem bescheuert an

Antwort
von Laestigter, 92

Allein schon das rumlaufen (auch im Gewehrkoffer) ist Dir nicht erlaubt, es stellt sich also gar nicht die Frage "wie", sondern "ÜBERHAUPT NICHT".

WaffG §2 (1) Der Umgang mit Waffen oder Munition ist nur Personen gestattet, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. (Umgang mit einer Waffe oder Munition hat, wer diese...verbringt...mitnimmt... damit schießt...)

Könnte also für deine Eltern ein böses und teures Nachspiel haben, wenn sie erklären müssen, wieso sie Minderjährigen den Zugang zu Waffen ermöglichen und diese sogar noch damit rumlaufen lassen...

Was die Beschreibung des "Schießplatzes" betrifft - da ist also alles dort abgesperrt, oder was bedeutet für dich "umfriedet"? - Wohin fliegt denn die "Kugel" wenn du über den Hang drüber schiesst? oder dich umdrehst und in die andere Richtung versehentlich schiesst? - was kann es dort alles treffen?

Die Kugel darf das Grundstück nicht verlassen können - Auch nicht, wenn Du über den Hang oder irgend eine andere Richtung schiesst!

Kommentar von Jake1865 ,

Da steht nichts von transportieren. Verbringen und Mitnehmen haben eine völlig andere Bedeutung. Siehe Anlage 1 zum WaffG

Gruß Jake

Kommentar von Laestigter ,

@Jake1865


???

Waffenrechtliche Begriffe
Im Sinne dieses Gesetzes
2.
besitzt eine Waffe oder Munition, wer die tatsächliche Gewalt darüber ausübt...

Darf ich ab jetzt auch meinen A-Schrank und B- Würfel bei irgend einem Clown unterstellen, weil Ich ja die Schlüssel habe? - Wäre mir neu, daß sich da was geändert hat..

Bei mir kotzte sich schon der Sachbearbeiter aus, als Ich anfragte, ob Ich meine Behältnisse in meinen Kellerraum aufstellen darf. (Mehrfamilienhaus, keine Chance, es könnten ja andere dort eindringen - vielleicht hätte Ich den Einwand bringen sollen, daß das ja verschlossen ist und Ich die Schlüssel der Behältnisse habe) - Aber meinen Sohn darf  Ich nach deinen Worten mit meinen Kurzwaffen in einem abgeschlosssenen Behältnis zu einem Schützenkameraden schicken, der mir einen Matchhammer in meinen 1911er einbaut.? - Jetzt wirds unglaubwürdig...

Dann kannst du dich gleich aufmachen und die hier alle korrigieren, denn wenn der Westfälische Schützenbund das falsch sieht, dann sollte man die schon draufhinweisen:

http://www.wsb1861.de/wp-content/uploads/2012/09/Waffentransport.pdf

Und auch den katholische Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, der das seinen 400.000 Mitgliedern falsch erklärt:

http://schuetzen.erzbistum-koeln.de/export/sites/schuetzen/Schiesssport/Aktuelle...


Forum Waffenrecht auch noch gleich Bescheid sagen, die hier nicht korrekt informieren:

http://www.fwr.de/waffenrecht/die-rechts-ecke/rechtslage-in-deutschland/einzelan...[tt_news]=17&tx_wecknowledgebase_pi1[backPid]=122

Und denen auch noch gleich Bescheid, sagen, daß das hier angeblich nicht nötig ist, weil da sowieso erlaubt:

http://www.sg-holzolling.de/pdf/Unter18\_Transport.pdf

Und so weiter, alles Stellen, die das wohl nicht verstanden haben.(auf die Feinheiten "vereinswaffe" und "Privatwaffe" gehe Ich gar nicht erst ein)

Oder kann es sein, daß Du hier falsch liegst?

Kommentar von Jake1865 ,

So wie es nach dem Studium deiner Links aussieht scheine ich eher richtig zu liegen.

1. Westfälischer Schützenbund:

Die berufen sich auf den §2 was unsinnig ist. Denn bei einem Transport findet weder ein Umgang mit der Waffe statt, noch üb der Transporteur die tatsächliche Gewalt über die Waffe aus. So er denn keinen Schlüssel für das Transportbehältnis hat.

2. Erzbistumlink:

Völliger Blödsinn was da steht:

Der Transport einer Waffe ist
grundsätzlich als Führen im waffenrechtlichen Sinne zu sehen. Das Führen einer erlaubnispflichtigen
Waffe wiederum setzt zunächst eine Erwerbs- und Besitzerlaubnis in Form einer Waffenbesitzkarte
voraus.

QUATSCH !!!!  Der Beweis im nächsten Absatz:

• Führen von Waffen

Nach dem Waffenrecht führt jemand eine Waffe, wenn er die tatsächliche Gewalt darüber außerhalb der
eigenen Wohnung, Geschäftsräume oder des eigenen befriedeten Besitztums ausübt. Für das Führen
von Waffen ist regelmäßig eine separate Erlaubnis, der sogenannte Waffenschein, erforderlich. Die
Erteilung eines Waffenscheins kommt nur in ganz besonderen Ausnahmefällen in Betracht

RICHTIG. Transport ist somit auch kein führen. Da man beim Transport eben nicht die tatsächliche Gewalt ausübt.

Jetzt der Absatz der eher meine Argumentation unterstützt:

• Erlaubnisfreier Waffentransport
Ein Waffentransport ist jedoch dann erlaubnisfrei, wenn

-  die Waffe nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit von einem Ort zu einem anderen befördert wird und

-  sofern er zu einem von seinem Bedürfnis umfassten Zweck oder im Zusammenhang damit erfolgt.

Waffentransport ist ERLAUBNISFREI !

Link 3 konnte ich leider nicht öffnen, aber link 4 von der Bayrischen Schützenjugend unterstützt sogar meine Argumentation:

Die Antragsstellung auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für unter 18-Jährige 

vom Alterserfordernis zum Transport erlaubnisfreier Schusswaffen muss wirklich 

eine Ausnahme 

bleiben. Es werden hier vom Gesetz sehr enge Grenzen gesteckt.

Eine Erlaubnis wird sicher bei Anfängern nicht erforderlich sein (Anmerkung: nicht erforderlich, aber dennoch möglich und erlaubt), da dürften für das Training Vereinswaffen genügen.

Jetzt kommt das Beste: 

Grundsätzlich: Das Kind bzw. die/der Jugendliche(r) muss zuverlässig sein und den Anweisun

gen der Eltern und der Verantwortlichen im Verein Folge leisten können. Die Waffe muss in einem 

verschlossenem Behältnis transport werden.

 Dazugehörige Munition darf sich nicht in diesem Be-

hältnis befinden.

Begründungen für eine Ausnahme könnten eventuell sein

aus der Sicht der Erziehungsberechtigten:

–  Aufgrund des kurzen Weges von der Wohnung zur Schießstätte und des Alters möchten wir unsere(n) zuverlässige(n) Jugendliche(n) nicht derart in ihrer/seiner Entwicklung zu einem verantwortungsbewussten Menschen einschränken.

–  Aus Zeitgründen ist es uns nicht immer möglich, unsere(r) Jugendliche(r) zum Leistungstraining zu begleiten.

aus der Sicht des Vereinsvorstandes:

–  Die/der Jugendliche zeigt sich im Schützenverein zuverlässig und verantwortungsvoll, so dass ihm aufgrund seines Alters ein Transport zugetraut werden kann.

–  Unser Schützenverein kann weder für alle Vereinswaffen und dazu noch für zusätzliche eigene Waffen der jungen Mitglieder die Aufbewahrung, die nach dem Gesetz erforderlich ist, stellen. Aus diesem Grund ist es uns ein Bedürfnis zuverlässigen und verantwortungsvollen Jugendlichen, die Waffe mit nach Hause zu geben und dort sicher zu verwahren, bzw. in die Obhut der Erziehungsberechtigten zu geben.

–  Bei der/dem Jugendlichen handelt es sich um eine(n) Kaderschützin/en. Aufgrund des vermehrten Leistungstrainings bitten wir dem Antrag der Erziehungsberechtigten zuzustimmen.

Also ist es grundsätzlich doch erlaubt, wenn man den Verantwortlichen aus Bayern glauben mag.

Meine Argumente nochmal aufgezählt:

Transport ist kein Umgang mit der Waffe.

Transport im verschlossenen Behältnis ist keine tatsächliche Gewaltausübung mit der Waffe, noch fällt Transport unter Führen.

Ich kann meine Waffen jederzeit in einem verschlossenen Behältnis versenden, verschicken, oder mit Boten transportieren lassen. Oder wie machen das die Waffenhändler? Mein WBK-pflichtiges Luftgewehr kam jedenfalls ganz normal mit der Post.

Deshalb mein ich das ein Jugendlicher, eine Erlaubnisfreie Waffe in einem verschlossenem Behältnis zu dem er keinen Zugang hat, zur Schießstätte (vom Bedürfnis umfasster Zweck) und wieder nach Hause zurück transportieren.

Gruß Jake

PS: Ich habe meine Jugendsportleiterschein beim Westfälichen Schützenbund gemacht. Die haben da sehr eigene Ansichten zum Waffengesetz, die nicht mit den Erkenntnissen aus meiner Sachkundeausbildung zusammenpassen.

Kommentar von Jake1865 ,

Ganz sicher bin ich trotz aller Argumente immer noch nicht. Aber ich finde kein sehr eindeutiges Argument was gegen den Waffentransport sprechen würde.

Gruß Jake

Kommentar von Laestigter ,

Nachdem du hier schreibst, daß die genannten Vereine und institionen "blösinn" schreiben, also niemanden bei denen auff ällt, das das ja gar nicht so ist und du das besser weist, , kann Ich auch nichts mehr machen.

Ausserdem glaube Ich - und ich hatte extra!! darauf hingewiesen, daß du hier Vereinswaffen und Privatwaffen vermischt, wenn es um "Schiessstätte" und Transport ect.. geht. Der Fragesteller "transportiert aber von "Privat" zu "Privat"

Aber Ich lasse das damit- dann schreiben die halt Blödsinn und schulen alle Mitglieder falsch und du hast Recht. Im Zweifelsfall hast ja nicht du den Ärger, sondern der Fragesteller, der sich auf deine Aussage verlassen hat...

Gute Vorgehensweise, wenns ums WaffG geht, einfach mal vermuten, wird schon gutgehen..

Und daß deine "Waffenhändler" deine WBK-Pflichtigen Waffen mit der Post schicken, ist schon traurig genug, das sollte man nicit auch noch herumtropeten .- mein letztes Gewehr kam (So wie das zuvor) mit Overnite und hat 29 euro Versand gekostet, weil die meisten Versanddienstleister ja gar nicht Waffen versenden. Wer will sicherstellen, daß der Postbeamte beim nichtantreffen das nicht wie in den AGBs erlaubt beim Nachbar abgibt, der keine WBK hat? - oder bei nichtantreffen (weil eigenhändig) in der Poststelle hinterlegt, wo du es abholen kannst? - Lies dich mal ein, dann weist du was der falsch gemacht hat..

Wahrscheinlich ist auch Frankonia  nur zu dämlich, meine Bestellungen  normal zu versenden und benutzt extra einen speziellen HERMES- Dienst, wo der Fahrer die nötige Erlaubnis zum Transport von Waffen und Munition hat und mich vorher telefonisch kontakiert, um sicherzustellen, daß Ich anwesend bin. Sie hätten die Waffe ja auch in einem verschlossenen Behältnis irgend jemanden mitgeben können, der in meiner Gegend vorbeikommt, sogar einem Minderjährigen, deiner Meinung nach!

Damit erledigt, schönen Dienst dem Fragesteller erwiesen - wenn er sich fürs falsche entscheidet, haben er und seine Eltern ja dann genügend Material, sich herauszureden..

Kommentar von Jake1865 ,

Alleine schon deine Aussage:

"Ausserdem glaube Ich - und ich hatte extra!! darauf hingewiesen, daß du hier Vereinswaffen und Privatwaffen vermischt, wenn es um "Schiessstätte" und Transport ect.. geht. Der Fragesteller "transportiert aber von "Privat" zu "Privat"

zeigt das du dich offensichtlich nicht mit dem WaffG auseinandergesetzt hast. Du glaubst lieber den Unfug den die Vereine und Verbände schreiben.

Nirgendwo im WaffG wird ein Unterschied zwischen Vereinswaffen und Privatwaffen gemacht. Schon gar nicht beim Transport.

Aber wenn Du mir DAS im WaffG zeigen kannst, nehme ich alles zurück und ändere meine Meinung.

Falls aber nicht erzähle bitte nicht mehr so was:

"Gute Vorgehensweise, wenns ums WaffG geht, einfach mal vermuten, wird schon gutgehen.."

Damit triffst Du dich dann nur selbst.

Ich bin hier nicht auf Streit, sondern auf richtige Klärung eines Sachverhaltes aus.

Hast du überhaupt gelesen was in deinen Links drin steht?

Wie ich bereits schrieb: In link 4 wird ausdrücklich auf die legale Möglichkeit des Transportes durch Jugendliche hingewiesen.

Einfach mal selber lesen, das hilft manchmal....


Gruß Jake




Kommentar von Laestigter ,

Ich gebe es auf..

DU GEBE DIR RECHT, WAS AUCH IMMER DU SAGST UND BEHAUPTEST (Ich sage nicht, daß Du Recht hast) - Wenn Du jemanden zum diskutieren suchst, besonders im Bezug, ob das nun Schiessportlich oder Privat ist und ob es da einen Unterschied gibt, dann hier: http://meisterschuetzen.org/thread/5364-transport-ohne-wbk/?pageNo=1

Was den letzten meiner Links betrifft, denn du so ausweidest - lies dir mal die erste Seite von dem PDF durch, vielleicht findest du ja selbst irgendwo heraus, daß alle Gründe, die da als mögliche Begründungshilfe aufgeführt sind was mit Verein zu tun haben und gar nichts mit "Privat". Warum nur muß man überhaupt diesen Antrag stellen und etwas "begründen" ,wenn es doch sowieso "erlaubt" ist, auch seltsam...

Ich persönlich halte mich an den "sicheren" Blödsinn, dafür sind mir meine 3 WBKs zu wichtig (für dich nur vorauseilender Gehorsam)

NOCHMAL - ICH GEBE DIR RECHT - Und dem Fragesteller wünsche Ich, daß er die richtige Entscheidung trifft, wie er das ab jetzt handhabt, denn Ich lese heraus, daß er irgendwann mal in einen Schützenverein will und dort eine WBK ewerben möchte..

Kommentar von Jake1865 ,

Also gut, da Du deine Ausagen immer noch nicht auf das WaffG stützt, sondern statt dessen auf Vereins- und Forumsgelaber und außerdem meine Argumentation mithilfe des WaffG UND der Wiederlegung deiner eigene angebenen links, nicht wiedersprechen möchtest oder es nicht kannst, macht eine Diskussion wirklich wenig Sinn.

Ich bin auf deine Argumentation eingegangen, während du meine Wiederlegung ignorierst. Das ist keine Diskussion sondern Polemik. Mit so jemandem kann man nicht Diskutieren. Ich kann dir genauso vorwerfen das du nur Recht haben willst. Aber im Gegensatz zu mir, sind dir die Argumente wohl ausgegangen, denn sich mit dem Totschalgsargument "Ich gebe Dir Recht, ohne Dir Recht zu geben" aus der Affäre zu ziehen, zeugt von wenig Diskussionskultur.

Vieleicht findet sich hier noch jemand der Vernünftig mithilfe des WaffG beweisen kann das ein Waffentransport einer Erlaubnisfreien Waffe NICHT durch einen Jugendlichen zur Schießstätte und zurück stattfinden darf.

Gruß Jake

Kommentar von Jake1865 ,

Ich nehme das "Vereinsgelaber" zurück und ersetze den Begriff durch "Vereins- und Verbandsinterne Regelungen".

Erstaunlich das die Bayern den Transport ausdrücklich erlauben und der WSB nicht.

Kommentar von Laestigter ,

Ein letztes Mail - Die Bayern "erlauben" das (schon gar nicht) nicht ausdrücklich , das ist  - Es muß ein Antrag gestellt werden, dann kann es sein, daß es erlaubt wird! - Das entscheidet die Ordnungsbehörde! - hier gut vom mittlerweile in Rente gegangenen, aber immer noch für Anfragen zu kontaktierenden obersten Spezialisten im Bayr. Staatsministerium beschrieben, der hier in Bayern jahrelang für das Waffenrecht und dessen Umsetzung zuständig war :

https://www.bssb.de/bssb/Waffenrecht/Ranninger/Transport_Schusswaffen_Ranninger_...

Deutlicher geht es nicht - Seite 2, da wird alles genau erklärt, auch wie "volljährige" Eltern die Waffen Ihrer Minderjährigen tragsportieren dürfen, ect - Was nach deinen worten ja hinfällig, ist, weil die Minderjährigen das ja selbst machen dürfen..

Wie du das auf einen privaten Waffentransport ummünzen kannst, bleibt dir überlassen, es wird immer!! nur auf Sportschützen hingewiesen und geschrieben - Wie sollte denn so ein Antrag bei "privaten" aussehen?

Und deshalb gibt es da nichts mehr zu "diskutieren", weil amtliche  Vorgaben von Dir einfach ignoriert werden!

Du kannst aber mit dem Herrn Ranninger gerne selbst "diskutieren",

Der hat für den BSSB (die bayrische Untergruppe des DSB) eine wöchentliche Sprechstunde

http://www.bssb.de/waffenrecht/sprechstunde-waffenrecht.html

Und  - genügend Eier in der Hose, das anzugehen, oder reichts nur dafür, hier bei GF weiter selbstgebautes herumzuposaunen?

Kommentar von Jake1865 ,

Ganz wunderbarer Artikel. Vielen Dank.

Ich werde das mithilfe des WaffG klären.

Zitat 1 aus dem vg. Artikel:

Transport von Schußwaffen

Allerdings besteht hinsichtlich des Umgangs mit Waffen, also auch im Bereich des Transportes durch Kinder und Jungendliche, eine gesetzliche Ausnahmemöglichkeit. Nach dieser Vorschrift kann die zuständige Waffenbehörde auf Antrag insbesondere für Jugendliche im Einzelfall Ausnahmen von Alterserfordernissen zulassen, wenn besondere Gründe vorliegen und öffentliche Interessen nicht entgegenstehen.

Das ist der §3 Absatz 3 WaffG der den Umgang mit Waffen durch Kinder und Jugendliche regelt.

Wer hat Umgang mit einer Waffe
oder Munition?

Umgang hat, wer erwirbt, besitzt, überlässt,

führt, verbringt, mitnimmt, schießt, herstellt,
bearbeitet, instand setzt oder Handel treibt.

Jemand der eine Waffe im verschlossenen Behältnis transportiert hat keinen Umgang mit dieser Waffe weil:

-er die Waffe nicht herstellt,schiesst, bearbeitet, instand setzt oder Handel treibt. Das versteht sich hoffentlich von selbst ohne das ich das WaffG zitieren muß.

- er die Waffe nicht verbringt oder mitnimmt. WaffG Anlage 1:

Abschnitt 2: 
Waffenrechtliche Begriffe 
Im Sinne dieses Gesetzes 
5. 
verbringt eine Waffe oder Munition, wer diese Waffe oder Munition über die Grenze zum dortigen Verbleib oder mit dem Ziel des Besitzwechsels in den, durch den oder aus dem Geltungsbereich des Gesetzes zu einer anderen Person oder zu sich selbst transportieren lässt oder selbst transportiert, 
6. 
nimmt eine Waffe oder Munition mit, wer diese Waffe oder Munition vorübergehend auf einer Reise ohne Aufgabe des Besitzes zur Verwendung über die Grenze in den, durch den oder aus dem Geltungsbereich des Gesetzes bringt, 

- er die Waffe

nicht erwirbt, besitzt, überlässt, f ührt

 WaffG Anlage 1:

Abschnitt 2: 

Waffenrechtliche Begriffe 

Im Sinne dieses Gesetzes 

1. 

erwirbt eine Waffe oder Munition, wer die tatsächliche Gewalt darüber erlangt, 

2. 

besitzt eine Waffe oder Munition, wer die tatsächliche Gewalt darüber ausübt, 

3. 

überlässt eine Waffe oder Munition, wer die tatsächliche Gewalt darüber einem anderen einräumt, 

4. 

führt eine Waffe, wer die tatsächliche Gewalt darüber außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume, des eigenen befriedeten Besitztums oder einer Schießstätte ausübt, 

Sachkundeprüfung:

Was versteht man unter „Ausübung

der tatsächlichen Gewalt“?

Die tatsächliche Gewalt über eine Waffe übt
aus, wer die Möglichkeit hat, ber die Waffe
nach eigenem Willen zu verfügen.
Es kommt
dabei nicht auf die Eigentumsverhältnisse an.

Wenn die Waffe in einem verschlossenem Koffer ist, kann nicht über die Waffe nach eigenem Willen verfügt werden.

Richtig oder Falsch ?

Man kommt ja schon gar nicht mal an die Waffe heran um nach eigenem Willen darüber zu verfügen, oder irre ich mich da?

Somit kann man aus der vorliegenden Argumentationskette, schliessen, das sich der Herr in dem Artikel auf einen gar nicht zutreffenden §3 beruft.

Weiter gehts mit Zitat 2:

Transport von Schußwaffen

Der Umgang mit Waffen und Munition, also auch der Transport, ist in der Regel nur
Personen gestattet, die das 18.Lebensjahr vollendet haben.

Falsch, siehe oben zitiertes WaffG. Transport nach Vorgaben des WaffG ist und kann kein Umgang im Sinne des WaffG sein, da keine tatsächliche Gewalt über die Waffe ausgeübt wird.

Ich habe Herrn Ranninger angeschrieben und um Aufklärung gebeten.

Gruß Jake

Kommentar von Jake1865 ,

Nochmal zur Erläuterung:

Es geht mir nicht darum Recht zu haben, sondern eine Argumentation zu finden, die es unserem Verein und den Eltern erleichtert, die erlaubnisfreien Waffen zum Schießplatz zu bekommen. Bei unserem Verein können die Waffen z.B. nicht am Schießplatz gelagert werden. Eltern haben auch nicht immer Zeit die Kids zum Platz zu fahren. 

Der Gesetzgeber hat sich beim WaffG so komplizert ausgedrückt, das weder Polizisten noch Sachbearbeiter oder auch jeder andere Waffeninteressierte den vollen Durchblick haben (können).

Sonst gäbe es nicht diese ewigen Diskussionen durch alle Foren und es hätte nicht 10 Jahre gedauert bis endlich die Durchführungsverordnung zum WaffG (WaffVwV)

fertig geworden wäre. Die Experten die diese varfasst haben, hatten wohl selber große Schwierigkeiten den Willen des Gesetzgebers zu interpretieren.

Gruß Jake


Kommentar von Jake1865 ,

Apropos Willen des Gesetzgebers.

In der WaffVwV haben ich noch einige Argumente zum Thema tatsächliche Gewalt ausüben gefunden:

Zu Abschnitt 2:

Anl.I-A2-1

Unter Erwerben ist das bewusste Erlangen der tatsächlichen Gewalt zu verstehen,

d. h. die Möglichkeit, über den Gegenstand nach eigenem Willen zu verfügen
. Als
tatsächliche Gewalt ist hierbei die unabhängig von rechtlichen Befugnissen rein tat-
sächlich bestehende Möglichkeit anzusehen, mit der Waffe nach eigenen Vorstellun-
gen umgehen zu können.
Die Dauer einer derartigen Sachherrschaft ist für die waf-
fenrechtliche Bewertung wie das Bestehen einer Weisungsabhängigkeit oder die
Anwesenheit weisungsberechtigter Personen unerheblich; erfasst werden in diesem
Zusammenhang vielmehr auch die Sachherrschaft etwa in den Fällen eines Kurzbe-
sitzes oder der Umgang mit Waffen als Besitzdiener. Rein schuldrechtliche Rechts-
geschäfte (z. B. Kaufvertrag, Schenkung) ohne Änderung der tatsächlichen Herr-
schaftsverhältnisse führen daher nicht zu einem Erwerben im waffenrechtlichen Sinn.
Es kommt für die Beurteilung dieser Vorgänge ferner nicht darauf an, ob das Eigen-
tum an der betreffenden Waffe übergeht oder ob dem Erwerben ein zweiseitiges
Rechtsgeschäft zu Grunde liegt. Ein Erwerb ist daher auch in den Fällen des Erlan-
gens der tatsächlichen Gewalt durch Erben, Finder oder deliktisch vorgehende Per-
sonen anzunehmen. Kein Erwerb und Besitz liegt dagegen im Bereich der zivilrecht-
lichen Besitzkonstruktionen (z. B. mittelbarer Besitz, Erbenbesitz) vor, sofern diese
Rechtspositionen nicht wiederum mit einer ausreichenden tatsächlichen Einwir-
kungsmöglichkeit verbunden sind.

Anl.I-A2-2

Die Ausübung der tatsächlichen Gewalt setzt einen Herrschaftswillen und damit
Kenntnis vom Entstehen der Sachherrschaft voraus. Die tatsächliche Gewalt erfordert nicht die Anwesenheit des Inhabers; so bleiben z. B. Waffen, die in einer Woh-

nung eingeschlossen sind, in der tatsächlichen Gewalt des abwesenden Inhabers.

Über verlorene Gegenstände übt der bisherige Inhaber nicht mehr die tatsächliche
Gewalt aus.

Nach den Umständen des Einzelfalles können auch mehrere Personen zusammen
die tatsächliche Gewalt über einen Gegenstand ausüben, z. B. nach § 10 Abs. 2 oder
Eheleute, die beide selbstständigen Zugriff haben.

Anl.I-A2-3

Für das Überlassen gilt das zum Erwerben (Anl.I-A2-1) Ausgeführte sinngemäß. Ein
Überlassen im waffenrechtlichen Sinne liegt demnach vor, wenn die tatsächliche
Gewalt einer anderen Person eingeräumt wird.
Es ist nicht Voraussetzung, dass der
Überlassende selbst seine tatsächliche Gewalt vollständig aufgibt. Ein Überlassen ist
vielmehr auch dann anzunehmen, wenn lediglich einer weiteren Person die Aus-
übung der tatsächlichen Gewalt ermöglicht wird
(z. B. Begründung der gemeinschaft-
lichen Ausübung, Mit- und Nebenbesitz im zivilrechtlichen Sinne; Aushändigung von
Zweitschlüsseln
).

Fazit: Ohne Schlüssel = keine Ausübung der tatsächlichen Gewalt !

und ohne Ausübung der tatsächlichen Gewalt ist ein Transport durch Jugendliche nicht verboten.

Der Wille des Gesetzgebers wird auch deutlich bei den Regelungen durch Jungjäger (14 bis 18 Lebensjahr).

Die dürfen sogar Feuerwaffen legal transportieren ! 

    WaffVwV Seite 50 Inhabern von Jugendjagdscheinen:

      Insbesondere dürfen sie auch Schusswaffen anderer Berechtigter

    (Leihwaffen) im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten nicht schussbereit führen; zum Beispiel also auch Jagdwaffen und Munition auf demWeg zur Jagdausübung bzw. zur Schießstätte (insoweit auch ohne jagdlich erfahrene Aufsichtsperson) getrennt und nicht zugriffsbereit ohne behördliche Erlaubnis transportieren

Da wird dem Transport von erlaubnisfreien Luftplempen, wohl nur wenig entgegenstehen.

Gruß Jake

Kommentar von Laestigter ,

Also nicht die Eier, dich mit demjenigen auseinanderzusetzen, der hier jahrelang in Bayern, also im Staatsministerium  dafür zuständig war? - hatte Ich mir gedacht.

Aber seine Aussagen als "Falsch" fett zu brandmarken - Du weist nicht, wer der Herr Ranninger war und ist, du hast keine Ahnung! (von dem kamen Vorgaben schon Jahre vorher hier in Bayern, die dann später genau so! in die WaffGVwV 2012 übernommen wurden, gerne Beispiel, z.b. Aufbewahrung Waffen  während Reisen oder unterbrechung der Fahrt zum einkaufen, wenn man Waffen dabei hat)

Da hilft es auch nicht, sich die "Rosinen" aus einem Link heraus zu picken  und Fett zu markieren. Es gäbe eine "..eine gesetzliche Ausnahmemöglichkeit..." - Aber ein paar Worte später den wichtigen Teil zu unterschlagen "..kann die zuständige Waffenbehörde auf Antrag insbesondere für
Jugendliche im Einzelfall Ausnahmen von Alterserfordernissen zulassen
" - ANTRAG!!!  -KANN!! - ZUSTÄNDIGE WAFFENBEHÖRDE, Und du münzt das um auf " brauche keinen Antrag", " Behörde hat nichts zu entscheiden", Abgeschlossen ohne den Schlüssel selbst zu haben und gut brauche Ich niemanden zu fragen"

Google mal "Ranninger, Regierungsrat", dann weist du, wen du hier der Falschauskunft bezichtigst! - Das ist so dumm, da fällt einem nix mehr ein. auch deien selbst eingefügten Kommentare in die gesetzlichen Schriften, die beim ersten lesen so aussehen, als ob sie Teil des zitierten wären, helfen dir da nicht weiter, das ist billige Beeinflussung ("..Jemand der eine Waffe im verschlossenen Behältnis transportiert hat keinen Umgang mit dieser Waffe weil:

-er die Waffe nicht herstellt,schiesst, bearbeitet, instand setzt oder Handel treibt. Das versteht sich hoffentlich von selbst..")

Aber vielleicht wachsen dir ja noch Eier und du traust dich mal, bei einer Sprechstunde mit dem Mann selbst zu reden - Was Ich bezweifle, nach all den Winkelzügen, mit denen du versuchst, dir das hier schönzureden...

Lass es also - du bist nicht mal Manns genug zuzugeben, wenn du falsch liegst und bist zu feig, hier mit jemanden zu reden, der solche Gesetze mit aufgesetze hat - Leb weiter in deiner eigenen Welt aber hör auf, andere mit reinzureissen!

Einfach nur noch traurig, wenn irgend ein Hinz und Kunz rotzfrech meint, er wüsste mehr als jemand der im Sachgebiet Waffenrecht in der Staatskanzlei bis zu seiner Pensionierung gearbeitet hat, und den Schiesssport auch danach immer noch als Fachreferent Rede und antwort steht!

Kommentar von Jake1865 ,

Zitate von Dir:

1. Also nicht die Eier, dich mit demjenigen auseinanderzusetzen, der hier jahrelang in Bayern, also im Staatsministerium  dafür zuständig war? - hatte Ich mir gedacht.

2. Aber vielleicht wachsen dir ja noch Eier und du traust dich mal, bei einer Sprechstunde mit dem Mann selbst zu reden - Was Ich bezweifle, nach all den Winkelzügen, mit denen du versuchst, dir das hier schönzureden...

3. Lass es also - du bist nicht mal Manns genug zuzugeben, wenn du falsch liegst und bist zu feig, hier mit jemanden zu reden, der solche Gesetze mit aufgesetze hat

Ich weiß nicht weshalb Du meine Kommmentare nicht richtig liest (ob das Faulheit, Unwissenheit oder schlimmeres ist....) aber mit Dir diskutiere ich deshalb nicht mehr. Hier ein Zitat von mir aus meinem Kommentar:

"Ich habe Herrn Ranninger angeschrieben und um Aufklärung gebeten."

Lesen scheint bei Dir irgendwie nicht die Stärke zu sein, stattdessen blöckst Du hier sinnlos (ohne Sachaussage und obrigkeitshörig) gegen mich herum, wie die obigen drei Zitate von Dir beweisen.

Dazu  als Antwort ein Zitat von Dir, mit dem Du viel über dich selbst aussagst:

"- Das ist so dumm, da fällt einem nix mehr ein."

Richtig !  :-)))

Gruß Jake

PS: Herr Ranninger hat übrigens noch nicht geantwortet. Ich denke mal das dauert ein paar Tage. Vielleicht wird er aber auch gar nicht antworten, da ich nicht zu seinem "berechtigten" Personenkreis gehöre.

PPS: Zitat: Einfach nur noch traurig, wenn irgend ein Hinz und Kunz rotzfrech meint, er wüsste mehr als jemand der im Sachgebiet Waffenrecht in der Staatskanzlei bis zu seiner Pensionierung gearbeitet hat, und den Schiesssport auch danach immer noch als Fachreferent Rede und antwort steht!

Noch Obrigkeitshöriger gehts wohl nicht mehr. Immer schön die anderen Denken lassen. Da kann ich nur den Kopf schütteln. 


Kommentar von Laestigter ,

Und - was sagt der Herr Ranninger? - konntest du Ihn überzeugen, daß er 45 Jahre blödsinn erzählt hat?

Antwort
von freenet, 117

Kannst Du das Gewehr nicht beim Vater Deines Freundes deponieren? Das wäre doch die einfachste Lösung und keiner könnte sich daran stoßen, wenn Du "allein" zu Deinem Freund gehst.

Kommentar von JakobBusch ,

naja wäre theoretisch möglich aber müste ich da was gesetzlich einhalten?

Kommentar von freenet ,

Sprich mal mit ihm, denn er müsste das Teil ja verwalten.

Antwort
von Kreidler51, 107

Du machst alles richtig Koffer oder Tasche verschlossen,(abgeschlossen) anders darf man sie nicht transportieren.

Kommentar von Laestigter ,

Der ist 14!

Kommentar von Kreidler51 ,

Na und er darf sie nicht kaufen aber transportieren.

Kommentar von ES1956 ,

Seit wann ist transportieren kein Umgang?

http://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__2.html

Kommentar von Laestigter ,

So eine falsche Nachfrage, dabei hatte Ich in meiner eigenen Antwort extra aus dem WaffG zitiert: " Umgang mit einer Waffe oder Munition hat, wer diese...verbringt...mitnimmt... "

Kommentar von Jake1865 ,

Transportieren ist gem. Anlage 1 tatsächlich kein Umgang.

Verbringen und mitnehmen bedeutet: Ins Ausland bringen.

Er darf die Waffe sehr wahrscheinlich transportieren wenn er keinen Zugriff darauf hat.

Sprich: Ein abgeschlossenes Behältnis für den er keinen Schlüssel hat, sondern ein Erwachsener.

Gruß Jake

Kommentar von Laestigter ,

"sehr wahrscheinlich" - schon näher - lies meinen anderen Post unter deiner anderen Antwort.

Kommentar von JakobBusch ,

zu eurer Info ich bin 15 !!!

Kommentar von Laestigter ,

Minderjährig bedeutet unter 18 - Wie das deine Eltern sehen, hast du auch noch nicht erzählt, die werden dann "befragt", wenn dich die Polizei im auto zurückfährt und dürfen sich dann erklären, sind schliesslich auch dann unter Verdacht eines Vergehens gegen das WaffG..

Antwort
von AssassineConno2, 24

In einem Waffenkoffer. Und selbst dann bist du dtan wenn die Polizei kommt....U18 = nicht erlaubt waffe zu besitzen = Illegaler Waffenbesitz und Waffe wird vernichtet.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten