Wieselchen1 am 11.01.2008 um 8:35 Uhr
http://wirtschaft.t-online.de/c/13/91/55/44/13915544.html Bislang galt die Riester-Rente als probates Mittel, um die spärliche staatliche Rente im Alter aufzubessern. Laut einem Bericht des ARD-Magazins Monitor dürften viele Geringverdiener trotz Riester im Alter keinen Cent zusätzlich erhalten. Der Grund: Viele Renten könnten künftig unterhalb der Grundsicherung liegen. Doch in diesem Fall wird die Rente mit den Zusatzeinkommen aus der Riesterrente verrechnet.
Es trifft also wieder mal den kleinen Mann. Wie soll man sich denn nun absichern!!?? Weiß einer Rat?

Zwar kenne ich Dein Alter nicht, aber falls Du nicht schon relativ nah am Rentenalter sein solltest, dann dürfte es ja kaum möglich sein abzuschätzen, wie sich Deine Einkünfte in den nächsten Jahrzehnten noch weiter entwickeln werden und ob Du tatsächlich unterhalb der Grundsicherung liegen wirst.
Falls Du heute eine Riesterrente anspartest, dann bekämst Du ja vom Staat - also uns allen, als Steuerzahler - einen Zuschuss, in der Hoffnung, dass Du dadurch später NICHT unterhalb der Grundsicherung landen wirst.
Falls Du im Rentenalter tatsächlich unterhalb der Grundsicherung landen - wie hoch oder niedrig die dann auch sein wird - und auf Geld vom Staat angewiesen sein solltest, dann ist es doch nicht unfair, wenn der Staat den Riesteranspruch, den wir alle ja zu einem wesentlichen Teil über unsere Steuern mitfinanziert hatten, dagegen rechnet.

Rat weiß ich da leider auch keinen.
So wie es aussieht ist es wohl egal woher du deine Einnahmen zur Altersabsicherung beziehst. Es wird alles erst einmal auf die Grundabsicherung angerechnet und den Rest bezahlt der Staat.
Sprich:
Wenn du weniger Rente aus der staatlichen Rentenversicherung erhältst als die Grundversorgung ausmacht, dann wird erst einmal alles was du selber angespart hast (private Renten und so) angerechnet und der Staat springt erst ein wenn dann die Grundversorgung immer noch nicht gesichert ist.
Glücklich bist du erst dann wenn du mit der staatlichen Rente plus einer privaten Absicherung über die Grundversorgung kommst.
Der Staat zahlt zwar dann nichts weiteres, aber du hast wenigstens ein paar Kröten mehr.
Es hängt also sehr von deinen persönlichen Verhältnissen ab ob sich eine private Rente, egal welcher Form, überhaupt lohnt.
Der teufelskreis an der ganzen Sache ist doch der, dass diejenigen die heute schon zu den Geringverdienern zählen
erstens: sowieso nicht viel für die private Altersvorsorge zur Seite legen können
zweiten: wohl später eine geringe Rente erhalten und dann mit den paar Kröten die sie zur Seite legen konnten immer noch nicht an oder über die Grundversorgung kommen und daher eigentlich mehr oder weniger sinnlos sich eine private Altersvorsorge vom Mund abgespart haben.
Wieselchen1 am 11. Januar 2008 09:18 Das ist genau das, woran ich beim Lesen dieses Artikels denken musste, DH!
Gerade war Walter Riester im ARD-Morgenmagazin und hat es so erklärt: Es sei falsch, dass was abgezogen würde, im Gegenteil: Wenn staatliche Rente und private Rente (also auch Riester) nur so viel ausmachten dass man in die Sozialhilfe rutscht, dann würde der Staat dazubuttern. Also genau anders herum, als die Redakteure von Monitor sagen.
Wenne am 11. Januar 2008 09:05 Aber nur so viel dass man die Grundversorgung (Sozialhilfesatz) hat und nicht mehr! Wenn der Staat schon ab der staatlichen Rente dazu buttern würde und man die private dann noch zusätzlich hätte wäre es lukrativer.
Wieselchen1 am 11. Januar 2008 09:12 Ja, aber auch dann wird die Riesterrente doch bei dem Sozialhilfesatz angerechnet. Also habe ich doch so oder so keinen Anreiz, jetzt in die Riesterrente einzuzahlen. Denn wenn ich so oder so noch Sozialhilfe benötige, warum soll ich dann nun Geld sparen und damit den Staat entlasten? Ich finde es eh eine Frechheit, dass ich jeden Monat ein Heidengeld dem Staat in den Rachen werfen muss, und was kommt dabei rum? Wenn ich in Rente gehe gibts nur noch Einheitsrente in Höhe des Sozialhilfesatzes.
Genau! Wir sorgen privat ebenfalls vor (ist ja schon ein Privileg dass wir uns das leisten können!). Es kann locker paasieren, dass die, die sich vielleicht für eine private Vorsorge finaziell krummlegen, am Ende die Dummen sind. Der Schlimmste von allen war Blüm mit, "Die Rennnde is sischä" - eine Unverschämtheit schon damals.
ja das ist schon richtig, aber wenn man keine Riesterrente hätte würde man genauso viel bekommen, bzw. dann mehr vom Staat weil der bis zur Grundsicherung auffüllt. Der wollte sich nur rausreden.. weil er genau weiß daß es ein Fehler ist, bzw. so gewollt.
Die Sache ist verflixt. Wenn du abschätzen kannst, daß du als Renter Antrag auf Grundsicherung stellen mußt, dann nützt dir keine Altersvorsorge, wie sie zur Zeit umworben wird. Denn wenn du die Grundsicherung beantragst, dann mußt du dich offenlegen. Solltest du dann noch dicke Fondvermögen haben, dann mußt du die erst aufbrauchen. Dann gibt es nur eins: wenn du etwas erübrigen kannst, stecke es in den guten alten Sparstrumpf, verstecke ihn gut und sag keinem etwas davon. Dann kannst du im Alter davon zehren.
Wieselchen1 am 11. Januar 2008 09:18 Ich glaube auch bald, dass das die einzige Möglichkeit ist, aber die bringt natürlich auch keine Zinsen und Zuschüsse :-(
Der Sparstrumpf ist definitiv keine Lösung - bedenke mal die Inflation über einen Zeitraum von 20, 30, 40 Jahren, je nachdem, wie alt Du heute bist...

Wenn du im Alter so wenig Rente hast, dass du ergänzende Grundsicherung (Sozialhilfe) beantragen musst, wird die Riesterrente abgezogen. Laut Monitor muss ein Durchschnittsneurentner des Jahres 2030 sogar 32 Jahre einbezahlt haben, um mit seinen gesetzlichen Alterbezügen über dem Grundsicherungsniveau zu liegen.
Wieselchen1 am 11. Januar 2008 09:49 Stell dir das mal vor!
Wenn aber der Arbeitnehmer seinen Anteil der Rentenversicherung selbst anlegen würde/könnte - dann gibts wesentlich mehr....
Sorge privat vor. Auch wenn jetzt die Abgeltungssteuer kommt, sollten Fonds langfristig immer noch eine Alternative sein. Die Attraktivität sinkt durch die Abgeltungssteuer zwar (du wirst später von den Gewinnen 25% abführen müssen), aber bei durchschnittlich 8%/Jahr ergeben sich immer noch beachtliche Renditen. Wenn es zwischenzeitlich fällt, dann bieten Sparpläne durch den regelmäßig gleichen Sparbetrag einen durchschnittlich geringeren Einkaufspreis. Schlecht wäre es nur, wenn gerade drei/vier Jahre vor deinem Rentenbeginn ein größerer Börsencrash passiert. Da musst du dann eben noch etwas länger auf deine Rente warten, da sich bis jetzt aber innerhalb von 5-7 Jahren jeder Crash erholt hat, ist das auch nicht so tragisch.
Vorteil der rein privaten Altersvorsorge: Außer bei Hartz IV, Privatinsolvenz oder Sozialhilfe kommt auch niemand ran.
Nachteil: genau die 3 Punkte, die oben genannt sind. Wenn du auf andere Hilfe angewiesen bist, dann musst du dein Vermögen offenbaren und dann wird rein privates Anlagevermögen hinzugerechnet :(
Wieselchen1 am 11. Januar 2008 09:17 Wir reden gerade von Geringverdienern. Die sind froh über jede müde Mark und waren froh, dass es bei Riester die Möglichkeit gab, mit "nur" 14,-- € trotzdem schon was für die Altersvorsorge tun zu können. Nun schmeißen sie aber diese 14,-- €, die in diesen Familien eine Hose für das Kind oder das Haushaltsgeld für einen ganzen Tag bedeuten, aber doch weg... Schließlich hilft die Riesterrente ja dann nur dem Staat, das Loch zwischen Rente und Sozialhilfesatz zu verkleinern, sprich, die Hilfe vom Staat zu verringern.
Das ist mir sehr wohl bewusst. Natürlich sehen auf dem Papier die Riesterzuschüssen gerade für diese Leute gut aus. Man investiert 14 EUR/Monat und hat (zumindest theoretisch) einen Rentenanspruch in Höhe von xy EUR. Wenn diese xy aber von der dann (ziemlich niedrigen) staatlichen Rente abgezogen werden, dann ist es das angemerkte Nullsummenspiel. Wenn aber monatlich 14 EUR in eine reine Privatvorsorge gesteckt werden (möglichst bei einer Bank, welche nicht gleich wieder die Hälfte mit Gebühren einzieht) und diese Anlage realistische Prozente abwirft (Anlageversprechen von 20 und mehr Prozent sind Risikopapiere und für Geringverdiener wohl eher nicht geeignet, hier können sich Spekulanten austoben, die auch mit einem Verlust klar kommen), dann hat man nach 20 Jahren tatsächlich ein gewisses Sümmchen angespart. Dieses wird aber nicht auf eine eventuelle staatliche Rente angerechnet!
Die zum Auszahlungszeitpunkt fällige Steuer mindert dieses zwar, fällt aber nur auf Gewinne an - man muss es nur einkalkulieren.
Das kommt aber darauf an, wie zu diesem Zeitpunkt das Thema "Grundsicherung", um das es hier ja geht, behandelt wird. "Grundsicherung" heisst dann wahrscheinlich, dass die staatliche Rente aus dem Sozialhilfetopf aufgefüllt wird, denn sonst wäre es eine staaliche Mindestrente und das ist mit dem heutigen Modell nicht finanzierbar. Wenn Sozialhilfe dazugeschossen wird, werden <b>sehr wohl</b> die privaten Vermögensverhältnisse gecheckt und einbezogen!
Warum 14€??Die Mindestbeitrag bei Riester ist 5,-€ monatlich, bzw 60,-€ im Jahr!!!
Der Bericht ist aber auch nicht besonders hilfreich! Wer kann denn schon 30-40 Jahre vor der Rente absehen wieviel er sein ganzes Leben verdienen wird und ob er bei Renteneintritt unterhalb der Grundsicherung liegt? Als Harz4 Empfänger macht es natürlich keinen Sinn einen Riestervertrag abzuschließen. Aber nur weil eine Mutter zur Zeit ein kleines Kind hat (1-3 Jahre) und sie deshalb nicht viel arbeitet, heißt das doch nicht, daß sie den Rest ihres Lebens Geringverdiener bleibt. Wenn jemand verheiratet ist und der Ehepartner ausreichend Rente bezieht, bekommt man sowieso nicht mal die Grundsicherungsrente - in dem Fall wäre Riesterrente also trotzdem sinnvoll auch wenn man selbst später nur 100 Euro bekommt. Man würde dann so oder so nichts zusätzlich vom Staat bekommen. Wenn man so denkt, daß man darauf hinarbeitet später unterhalb der Grundsicherung zu liegen, darf man gar nichts sparen da alles Vermögen und angespartes für die spätere Grundsicherung angerechnet wird. Eventuell gibt es ja aber auch noch Gesetzesänderungen die die Riesterrente bei einer Grundsicherung nicht anrechnen und man das dann obendrauf bekommt. Dann würden sich wieder alle ärgern die es nicht gemacht haben.
Wieselchen1 am 11. Januar 2008 09:47 Ob der Bericht hilfreich ist oder nicht, steht doch gar nicht zur Debatte! Letztendlich geht es doch darum, dass anscheinend alle Kleinverdiener wieder die Dummen sein werden. Sie können nicht adäquat vorsorgen und Wenn sie riestern, entlasten sie damit nicht ihren eigenen Haushalt sondern nur den Staat.
Niemand arbeitet freiwillig darauf hin, unterhalb der Grundsicherung zu bleiben, hmmm? Und wenn dein Ehepartner "ausreichend" Rente bezieht.... Wir sprechen hier von denen, bei denen es eben nicht reichen wird.
im übrigen dürfte ja niemand etwas sparen oder zusätzlich für die Altersvorsorge tun, da auch ein Gutverdiener von heute auf morgen arbeitslos werden kann und dann in Harz4 abrutschen. Wenn er dort verbleibt bekommt auch dieser später nur eine Grundsicherung.... aber niemand weiß doch genau was die Zukunft bringt
Wieselchen1 am 11. Januar 2008 15:00 Tja, das ist dann die Quintessenz der tollen Zusatzrenten.... Hau dein Geld lieber jetzt aufn Kopp, später kriegste sowieso nix dafür...."
ja .. gilt aber nur für ein paar Pronzent der Bevölkerung. Für die Leute die wissen daß sie ihr 65. Lebensjahr nicht erreichen müssen sowieso nicht sparen

ich möchte ein paar Stichworte in die Diskussion werfen: - Was ist beser: 8-12% Rendite und Abgeltungssteuer zahlen? oder 2,25-5% Rendite auf einen nicht definierten Sparanteil? Und dann nach dem Halbeinkünfteverfahren besteuert werden? - 1-2,5% Guthabenzinsen in Bausparverträgen? Bei ca. 3% Inflation?
Ich hab letzen Herbst mit einer jungen Sekretärin gesprochen. die hatte frisch bei "ihrem" Versicherungsberater Riester und eine Lebensversicherung abgeschlossen. SIngle? Keine Kinder? Was soll sie mit Riester, frage ich sie? Aber der Mann von der Versicherung hat schon die Mama und die Oma beraten ... dann muß er ja gut sein,ODER? Von Ihrem kleinen Gehalt zahlt sie 153 € monatlich. Und der Berater reibt sich die Hände weil er der WIRKLICHE Gewinner ist.
Und die junge Frau? Ich hab ihr DIE Alternative aufgezeigt. Sie hats mir nicht geglaubt weil sie von Versicherungen verblendet sich echte RENDITEN gar nicht vorstellen konnte. Aufwachen wird sie wenn ihr hart verdientes Geld bereits den Bach runter ist.
Menschen seid schlauer! Informieren! Eigene Meinung bilden! Und dann RICHTIG sparen.
Wieselchen1 am 27. Februar 2008 11:45 Wo ist dein Rat?
Mal ganz Grundsätzlich:Wenn du regelmäßig in die GESETZLICHE!! Rentenversicherung einzahlst wird auch das auf die Grundsicherung angerechnet.D.H. Grundsicherung gibt es nur dann wenn im prinzip gar nix da ist.Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Ich sorge doch lieber selbst vor um eben nicht auf diese Grundsicherung angewiesen zu sein. Das sollte doch das bestreben von jedem sein. Wer weiß ob es diese Grunsicherung in vielen Jahren überhaupt noch so gibt.
Wieselchen1 am 4. April 2008 12:27 Hallo? Wie in dem Titel - schon lange zurückliegend gestellten - Frage ging es hauptsächlich um Geringverdiener. Und auch nicht darum, dass du deine Meinung dazu abgibst, sondern darum, wie man absichern soll.
Es ging darum, dass die Leute, die froh sind, mit ihrem Geld so grade noch unterzukommen, sich die sogenannte Riesterrente vom Mund absparen müssen um dann am Ende festzustellen, dass sie trotzdem nicht mehr Geld haben als ihre Grundsicherung. Und dann diese Andeutung, dass es die Grundsicherung in vielen Jahren nicht mehr geben könnte.... Genauso wird darüber spekuliert, dass es in vielen Jahren eh die Einheitsrente geben wird und alles, was der zukünftige Rentner an eigenem Vermögen, an Einkommen usw. noch hat, wird von der Einheitsrente abgezogen.
Also. Wenn du keinen Rat hast, dann unterlasse doch bitte auch deine einseitig geprägte Meinungsäusserung, die mir unter anderem noch zeigt, dass du meine Frage noch nicht einmal richtig gelesen - oder zumindest nicht richtig verstanden hast. Vielen Dank.
OK dann antworte ich auf eine andere Art. Bei einem Geringverdiener der ein Leben lang so wenig verdient das er evtl. mal nur die Mindestrente bekommt und der Riester macht, reduziert sich sein Eigenanteil auf bis zu 5,-!!!Euro pro Monat.Je nach dem wieviel er wirklich verdient.Bekommt er mehr, so das er auch einen größeren Eigenanteil als diese 5,-€ an der Riesterrente berappen muß,zahlt er in der Regel auch mehr in die ges. Rentenversicherung ein.Im Normalfall wird dieser auch nicht die Mindestrente bekommen.
Ob es die Mindestrente später noch so geben wird oder nicht ist selbstverständlich Spekulation.Ich wollte nur damit ausdrücken das es gefährlich ist,sich auf diese Mindestrente allein zu verlassen. Was man selbst angespart hat, das gehört einem auch. Ob man die Einführung der Riesterrente und die damit verbundene Kürzung der ges. Rente für richtig hält oder nicht bleibt jedem selbst überlassen. Da es das Gesetz jedoch nun mal gibt, tut sich jeder Förderberechtigte gut daran dies auch zu nutzen, auch wenn es dann evtl. später auf eine Mindestrente angerechnet wird. Das Problem haben dann eher diejenigen welche Riester nicht nutzen. Die ges. Rentenkürzung haben sie trotzdem, sie haben es aber nicht entsprechend kompensiert.Auf jeden Fall wünsche ich Dir das Du mal später nicht auf eine Mindestrente angewiesen bist. War das jetzt besser so?;-)
Ich bin 41 Jahre alt. Aber ich zahle doch auch die Steuern, die den Riesteranspruch begründen. Ich zahle Steuern, Rentenversicherung und auch den Rest der Sozialversicherung. Wie jeder mit einem Job. Also auch ein Geringverdiener zahlt diese Steuern. Ist es denn fair, wenn dann andere gar nicht vorsorgen und trotzdem einen Ausgleich bis hin zur Höhe des Sozialhilfesatzes bekommen? Ist es denn fair, wenn andere, die ihre Rente über dem Niveau der Grundsicherung haben, dann die Riesterrente auch noch zusätzlich bekommen?
Ich finde es nicht fair. Ich gönne jedem sein Geld im Alter, null Problemo. Aber ich finde, hier läuft wieder einmal alles schief.
@Tanzwiesel:
Ist es denn fair, wenn dann andere gar nicht vorsorgen und trotzdem einen Ausgleich bis hin zur Höhe des Sozialhilfesatzes bekommen?
Eindeutig nein!
Ist es denn fair, wenn andere, die ihre Rente über dem Niveau der Grundsicherung haben, dann die Riesterrente auch noch zusätzlich bekommen?
Das schon, denn sie hatten ja über viele Jahre auf einen Teil ihres Einkommens verzichtet.
Ich verstehe Dein Problem, habe aber auch leider keine Lösung dafür.
"Ist es denn fair, wenn andere, die ihre Rente über dem Niveau der Grundsicherung haben, dann die Riesterrente auch noch zusätzlich bekommen?
Das schon, denn sie hatten ja über viele Jahre auf einen Teil ihres Einkommens verzichtet."
Entschuligung, die Frage war von mir nachlässig gestellt: Es fehlte der Zusatz "Fair in Relation gesehen zu denen, deren Grundsicherung nicht erreicht wird, und deren Riesterrente also eher dem Staat als dem dient, der ja über viele Jahre auf einen Teil seines Einkommens verzichtet hat."
@Tanzwiesel 2:
Fair in Relation gesehen zu denen, deren Grundsicherung nicht erreicht wird, und deren Riesterrente also eher dem Staat als dem dient, der ja über viele Jahre auf einen Teil seines Einkommens verzichtet hat
Natürlich könnte man das als unfair bezeichnen, aber letztlich ist das nichts anderes als wenn jemand vor Erreichen des Rentenalters stirbt und der Staat das gesamte Geld kassiert, das er im Laufe seines Lebens zwangsweise in die "normale" Rentenversicherung eingezahlt hatte - auch das ist sicher nicht "fair", aber so funktionieren nun mal alle Risikoversicherungen.