Seltsam... was ist eigentlich mit dieser Würde gemeint? Wieso sterben Menschen unter LSD-Einfluss denn nicht in Würde? Die Sterbenden haben dem Experiment doch zugestimmt, waren also keine willenlosen Karnienchen, sondern hatten, wie ich das sehe, den Mut gefasst ein ungewöhnliches Experiment mit zu machen.
Mancheiner benutzt gerne Ausdrücke wie "Drogentrip", wobei das Wort Drogen einen traurigen Beigeschmack hat und diesen wohl auch verursachen soll. Jedes Medikament, jedes Schmerzmittel ist eine Drogen (Alk., Nikotin, Coffein sind alles Drogen)
Ich denke bevor man eine Meinung bezüglich LSD in irgendeiner Form abgeben kann, sollte man wissen, wie es wirkt. Alles andere können nur Vorurteile sein.
Also müsste in jedem Kommentar auch die Information vorhanden sein, ob schon LSD-Erfahrungen gemacht worden sind oder nicht.
Aus meiner Erfahrung mit LSD kann ich sagen, dass es nichts tut, als eine verblüffende Wahrheit zu präsentieren. Man erkennt Zusammenhänge, die außerhalb der Sprache liegen. Dieses Erkennen, kann das vorige Weltbild, was man sich durch Wahrnehmung von innerer und äußerer Welt konstruiert hat und natürlich konstruieren lassen hat, so erschüttern, so ängstigen, dass man unter schlechten Umständen paranoid oder psychotisch werden könnte. Der eigentliche Wahnsinn ist das vorige Bild, das man hatte, nicht die Wirkung des LSDs. Es ist nicht die Substanz, die einen zum Lachen bringen kann, sondern die einhergehenden Erkenntnisse.
(Zu Set und Setting kann ich sagen: Vorher sollte man erholt und gut geschlafen haben, ein paar Stunden Meditation(Versenkung), gesund ernährt und Freunde, die einen so lassen und so lieben, wie man ist, die einem in der Not helfen...)
Solange die Einwilligung des Sterbenden zur Verabreichung von LSD besteht, ist es für mein Gefühl absolut ethisch vertretbar. Ich persönlich würde es als Geschenk ansehen, kurz vor dem Ende des Lebens noch einmal die unermessliche Welt des Unbewussten zu erahnen, Schranken zu erkennen und sie zu öffnen.
Ich kann aber auch gut verstehen, dass sich viele dagegen sträuben, es vehement abwehren und in ihrer sicher scheinenden Realität leben wollen. Womit ich sagen will, dass Realität nur ein Konstrukt aus verschiedenen Konzepten ist, von denen man überzeugt ist.
Das Thema Sterben ist wahrhaftig ein schweres Thema..., besonders, wenn man es sich so schwer macht und machen lässt...
Oder ist der Tod, so wie die Geburt, einfach ein Teil des Lebens und in Wahrheit überhaupt nichts Schlimmes?
Ich habe Leute getroffen, die haben vergessen zu leben und zu lieben, nicht mehr gegessen, nicht geschlafen, weil sie glaubten der Tod sei etwas Schlimmes und sie wunderten sich noch, warum sie so sehr leiden mussten, nicht wissend, dass sie leiden wollten.
liebe Grüße
PS: Weis jemand wie viele Sterbenden teilgenommen haben und wie viele in einen Horrortrip geraten sind?
Komplette Zustimmung. Ich hoffe, dass "meine lieben Kinderlein" das ebenso einschätzen, auch ohne dass ich ihnen dies vorgebe.
Danke Dir für Dein Statement. :-)