Frage von Wolkenkind000, 108

Lohnt sich Therapie/ Aufenthalt in einer Klinik bei Depressionen?

Kurz zu mir: w/16 Okay, hab schon so oft überlegt das hier zu schreiben. Keine Ahnung. Ich fang mal irgendwie an: Seit mmindestens einem Jahr habe ich das Gefühl ich falle in ein gedankliches Loch. Mir geht es einfach immer und immer schlechter und ich weiss nicht mehr was ich tun soll und wie ich da rauskommen soll. Ich zeige anzeichen einer schweren Depression (echt keine energie das hier weiter auszuführen) und seit ein paar Monaten kreisen meine Gedanken unaufhörlich darum, wie ich mir selbst am besten wehtuen kann. Ich denke auch über Selbstmord nach, habe aber zu wenig Energie um das wirklich zu tun. Es ist mir auch irgendwie egal (auf eine schlechte Art). Jedenfalls möchte ich da irgendwie rauskommen und hab über Psychotherapie nachgedacht. Jetzt ist es halt so dass ich enorme Angst vorm telefonieren habe und ich habe mir einen Therapeuten in meiner nähe rausgesucht , habe aber Angst da irgendwie anzurufen und einen Termin zu machen. Und ich weiss noch nicht mal ob mir das wirklich hilft weil es ja heisst "du musst dich selber aus dem Dreck ziehen weil es kein andrer für dich macht." und so, aber ein wenig Hilfe hätte ich schon gerne. Und meine besten Freunde sagen auch ich sollte zügig zu einem Therapeuten aber ich bin skeptisch obwohl ich Hilfe möchte. Ich habe auch über einen aufenthalt in einer Klinik nachgedacht, aber ich bin zu ängstlich um dort direkt nachzufragen oder überhaupt was zu tun. Habe auch keinen plan ob dass das richtige für mich ist.

Um mal zur Frage zurückzukommen, findet ihr das Therapie oder ein Aufenthalt in einer Klinik sich lohnt? Habt ihr Erfahrungen damit gemacht?

Antwort
von joellesta1, 17

Wenn man eine Besserung will und bereit ist, dafür etwas zu tun, dann lohnt sich ein Therapie immer.
Bei einem Klinik Aufenthalt ist das ähnlich.
Ob sich eine Therapie lohnt, ist bei jedem unterschiedlich, wenn du was ändern willst, dann schaffst du das auch und dann wird sich eine Therapie auch lohnen. Und wenn es schlimmer wird und du in die Klinik musst oder freiwillig reingehst, dann musst du es wollen, dass sich was verbessert und du musst mitarbeiten und wenn du das tust, dann wird sich auch ein Klinik Aufenthalt lohnen.
Aber den ersten Schritt solltest du machen, in dem du da einen Termin machst. Wenn ich könnte, würde ich für dich anrufen :)) aber mit dem Schreiben scheinst du ja kein Problem zu haben. Vielleicht ist es ja möglich Kontakt zu der Praxis aufzunehmen über E-Mail oder Fax. Erkundige dich da mal. Ansonsten würde ich sagen, dass du dich einfach trauen musst, aber das hilft dir wahrscheinlich eher weniger. Du brauchst auf jedenfall keine Angst zu haben, denn du wirst nicht die erste sein, die da anruft und Angst hat, entweder generell vorm Telefonieren oder vor diesem Gespräch. Vielleicht kann dir auch ein Freund helfen,in dem er dich unterstützt und vielleicht dabei ist, wenn du da anrufst.
Ich wünsche dir ganz viel Glück, Erfolg und eine schnelle Besserung deiner Situation!

Antwort
von Realisti, 42
  1. Eine stationäre Therapie ist super. Allerdings gibt es Wartezeiten. Wenn du aber akut selbstmordgefährdet bist, bist du ruck-zuck drin.

  2. Einen Termin beim Psychologen bekommt man auch erst nach einer Wartezeit. Auch dort mußt du dich auf eine Liste setzen lassen. Dann gibt es einen Erst-Termin. Dabei schätzt man ein, wie dringend dein Fall ist. Das bestimmt deinen Warteplatz.
  3. Beginne deine Behandlung, indem du dich bei deinem Hausarzt meldest. Es gibt auch organische Gründe für Depressionen. Der kann eine Ersteinschätzung treffen und leitet dich an den passenden Facharzt weiter. Der hat Adressen und Namen von Kollegen die was taugen. Wenn es dringend ist, erledigt er alles Nötige für dich.
Kommentar von Wolkenkind000 ,

Sorry, was genau heißt "stationär"? 

Akut gefährdet bin ich noch nicht.Die Wartezeiten in einer Klinik in Hamburg sind dann wahrscheinlich ganz schön lang. 

Kommentar von Realisti ,

Stationär: Auf der Station einer Klinik. Also richtig mit längerem Aufenthalt in der Klinik, ohne Heimfahrten.

In Hamburg kenne ich mich nicht aus. Aber diese Frage kann dir der Hausarzt beantworten bzw. die Antwort ermitteln.

Antwort
von Kdnskndkndb, 52

Ich denke du solltest deinen Freunden auch das mit dem telefonieren erzählen !
Die sollen einen Termin für dich vereinbaren
Die Stelle mit dem " jeder muss sich selbst helfen", finde ich nicht 😁
Psychologen schreien immer und immer wieder man muss sich Hilfe holen, denn nicht in allen Sachen kann man sich selbst helfen.. Vor kurzem hatte ich auch leichte Depressionen ( ist egal warum ), welche immer schlimmer geworden sind weil ich sie in mich reinfressen gelassen habe, im Gegensatz zu dir aber habe ich es für mich behalten..
Mein Freund machte sich irgendwann Sorgen und lies mich ausheulen, er half mir wieder da raus zu kommen ..
Bitte verzichte niemals auf eine Hilfe ! Jeder ist wunderbar auf seine eigene Weise !!
Ich wünsch dir noch viel Glück !!!

Antwort
von Thaliasp, 21

Ich würde mich um eine Therapie bemühen. Ambulante regelmässige Gespräche können sehr hilfreich sein. Eventuell brauchst du am Anfang Tabletten damit deine Depressionen zumindest schwächer werden. Der Hausarzt könnte dir bestimmt geeignete Adressen geben. Um eine psychische Erkrankung zu behandeln kann ein Klinikaufenthalt ein Anfang sein, ich würde es zuerst mit ambulanter professioneller Hilfe versuchen.

Antwort
von BellaCharline, 19

Als ich 14 war ging es mir ähnlich. Also ich bin von zu Hause abgehaun und hab bei meiner Freundin gewohnt, hab mich geritzt und mit 16 hatte ich meinen ersten selbstmordversuch. Stationär wollt ich nicht aufgenommen werden das hat mir unheimlich Angst gemacht aber ich wollte nach 2 Jahren wirklich was ändern. Meine Freundin hat für mich einen Termin bei einer Psychologin gemacht und 1 Monat später war ich auch schon dort. Ich bin jetzt 19 und seit gut 3 Jahren in Behandlung & nehme zusätzlich auch seit 2 Jahren antidepressiva und ich bin echt froh darüber. Ich habe so Riesen Fortschritte gemacht und auch wenn ich noch nicht am Ziel bin, ich gehe so gerne zu meiner Psychologin.
Was für dich am besten ist musst du selbst entscheiden, wichtig ist, dass du was ändern willst! Dann wird dir auch geholfen :)

Antwort
von allesklar7676, 17

Bevor du dich selbst diagnostizierst und  dich da in was künstlich reinsteigerst, solltest du  erstmal mit jemanden reden der Ahnung davon hat.

Und wenn du dich nicht selbst um ein Therapeuten kümmerst,  kann dein Leidensdruck nicht allzu groß sein.

Zudem ,,einfach mal so" in ne Klinik ist nicht (außer du bist akut selbstmordgefährdet) Wartezeit ca. 1 Jahr und das auch nur mit einer gesicherten Diagnose von einen Facharzt. 

Und wie willst du das mit der Schule machen? Musst das Jahr dann halt wiederholen. Ist halt schlecht sowas beim  Bewerbungsgespräch zu erklären. 

Antwort
von kokomi, 37

geh erst einmal zum hausarzt

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