Lohnt sich mit Mitte 40 noch eine Altervorsorge?

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15 Antworten

Lohnt sich mit Mitte 40 noch eine Altervorsorge?

Das kommt drauf an

  • Wie hoch das bereits erworbene Versorgungsniveau ist (hast du beantwortet mit 900,- €, dieser Wert wird steigen, aber nicht so stark wie die Inflation. Es ist gewollt, dass die Renten geringer steigen als die Löhne).
  • Welcher Lebensstandard angestrebt wird
  • Wie viel Geld regelmäßig dafür aufgebracht werden kann. Dieser Betrag wird ungleich höher sein, als bei einem Menschen Mitte 20 um das gleiche Level zu erreichen. Unter 100 bis 150,- € muss man kein Gespräch führen, denn es wird nicht ausreichen.

Am liebsten ja einen Betrag der vom Bruttogehalt abgezogen wird, dann tut es finanziell ja nicht so weh

Wenn du eine bAV willst, solltest du mal mit dem Arbeitgeber sprechen, ob er sich dran beteiligen würde. Du machst keinerlei Angaben zu deinem Verdienst, deinem Job, Tarifbindung etc. drum kann ich hier auch nicht konkreter werden.

Ob die bAV die sinnvollste Vorsorgeform ist, kann man auch nicht abschließend beurteilen. Bei Verdienst im Durchschnitt oder drunter mit kindergeldberechtigten Kindern fährt man ggf. mit Riester besser, kommt aber wie schon angedeutet auf die Ausgestaltung der bAV an.

Ohne Zahlen schlicht nicht mal ansatzweise einschätzbar.

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Hallo pinacolada42,

was erwartest du von der Gemeinschaft auf dieser Plattform? Die Frage kann dir niemand pauschal beantworten, wenn er deine persönliche Situation nicht vollkommen kennt.

Erst einmal musst du für dich selbst entscheiden wie viel du im Alter an Geld benötigst, um über die Runden zu kommen und deinen Lebensstandard zu halten. Diesen Geldbetrag legst du unter der Basis der heutigen Kaufkraft zugrunde. Du musst für dein Alter also noch einmal die Inflation hinzurechnen, die sich bis dahin ergibt. Hier kannst du deinen persönlichen Prozentsatz wählen oder den staatlich vorgebenen Wert einkalkulieren. Das ist dir überlassen.

Nach dieser Berechnung ziehst du deine aktuellen Versorgungen ab. Das bedeutet, dass du deine voraussichtliche Rente abziehen kannst und natürlich brauchst du kein Geld mehr für Wohnraum ausgeben, denn diesen hast du schon bezahlt. Es bleiben die laufenden Kosten zu stemmen. Am Ende erhälst du einen monatlichen Betrag, den du in den nächsten 24 Jahren ansparen musst, um bis zu deinem voraussichtlichen Tod damit auszukommen.

Jetzt setzt du dich hin und schaust wie viel Geld du monatlich oder auch jährlich weglegen kannst, um dein Ziel zu erreichen. Das ist der Grundstock, der ohne Zinsen zusammen kommt. Im nächsten Schritt berechnest du die Zinsen, die du zusätzlich erwirtschaften musst, um dein Ziel zu 100% zu erreichen. Nachdem du diese Zahlen hast beurteilst du dein persönliches Risikoprofil. Das heißt: Wie viel Risiko möchte ich eingehen? Reicht dieses Risiko für den entsprechenden Zinssatz aus? Lautet die Antwort ja, dann informierst du dich über entsprechende Produkte, die zumindest diesen Zinssatz erwirtschaften können. Ein nein bedeutet, dass du deine Alterplanung noch einmal neu überdenken musst und ggf. Abstriche machen musst.

Aus dieser Analyse deiner eigenen Situation ergibt sich am Ende das Produkt oder der Weg den du gehen musst. Du kannst natürlich auch gewisse Produkte kombinieren. Eine von dir angesprochene betriebliche Altersvorsorge kann die Basis sein, um die entsprechende staatliche Förderung mitzunehmen und deinen monatlichen Eigenbeitrag zu reduzieren. Das ist aber erst einmal eine Frage deines Weges.

Am Ende kann deine Frage mit "ja" beantwortet werden, wenn du bereit bist die oben genannten Schritte zu gehen und du bereit bist für dein Alter vorzusorgen. Deine Mittel und dein persönlicher Bedarf entscheiden.

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Ist ja ok wenn Du von Riester nichts hältst, ich halte auch nicht viel davon, trotzdem muss man fallbezogen auf die individuellen gegebheiten sehen um eine Empfehlung für oder gegen Riester geben zu können. Wenn Riester sich für den Anleger lohnt und man eindringlich vermittelt dass Riester Jahr für Jahr auf den Prüfstand gestellt werden muss und evtl. ein kurzes Gastspiel sein kann dass für den Rest des sparerLebens als beitragsfreie Rentenversicherung schlummern kann..... Dann kann Riester in Einzelfällen eine sehr gute Lösung sein

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Kommentar von Samy795
05.01.2016, 11:45

Nur wenn man sich nicht mit der Kostenstruktur der Riester Verträge auseinandersetzt. Mir persönlich ist da noch kein einiger untergekommen, der unterm Strich wirklich rentabel ist, und ich hab schon viele gesehen. Ich lass mich da aber auch gerne eines Besseren belehren, dann aber bitte mit Detailangabe der Kosten und nicht nur das typische Versicherungsvertreter - Wischiwaschi.

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Kommentar von RudiRatlos67
05.01.2016, 13:10

Die Kosten lassen sich nicht wegdiskutieren. Das ist einer der großen Nachteile von Riester. Weiter großer Nachteil ist das Verfahren um die Zulagen zu beantragen. Meiner Meinung darf es eigentlich nicht sein, das ein Produkt, dass für den kleinen Mann geschaffen wurde letztendlich der Staatsbereicherung dient. Trotzdem, wer hohe zulagen erhält (mindestens 100 % auf seine gezahlten Beiträge) und das voraussichtlich mehrere Jahre so bleibt, der kann nach Anderung der familiären oder Einkommenssituation beruhigt den Vertrag beitragsfrei fortführen und behält immer noch einen sehr großen Anteil an Eigenkapitalrendite zum Ablauf des Vertrages. Wird das Kapital dann für mehrere Jahrzehnte in eine gut gemischte Fondsanlage untergebracht, ist ein satter Gewinn zum Ende der Laufzeit so gut wie unausweichlich. All dem steht auch noch die bruttobeitragsgarantie, die garantiert das bei Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge zur Verfügung stehen. Allerdings halte ich es für ausgeschlossen, das eine Fondsanlage die sich aus mindestens 5 unterschiedlichen Fonds zusamsetzt, nach 20 oder 30 Jahren keinen fetten Gewinn aufweist. Fonds sind Sachwerte wie Immobilien, firmenbeteiligungen Rentenpapieren usw. All diese Beteiligungen stellen Investitionen dar, die geschaffen sind um Gewinne zu erzielen, bei fünf Gattungs unterschiedlichen Fonds investiert man in rund 300 Unternehmen, Immobilien, Banken, Renten, vestverzinslichen Wertpapieren usw. Selbst wenn einige dieser Investitionen den Bach runter gehen sind die verbleibenden zum Gewinn über mehrere Jahrzehnte verflucht und bescheren dem Riester Sparer unausweichlich Gewinne

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Prinzipiell lohnt sich eine zusätzliche Vorsorge immer. Die Frage ist was du unter lohnend verstehst? Fakt ist das die Versorgung durch die gesetzliche Rentenversicherung im Alter nicht ausreicht, jeder tut also gut daran-und je früher desto besser-für das Alter vorzusorgen. Beginnt man damit erst relativ spät benötigt man verständlicherweise mehr Geld als wenn man schon mit einem Eintrittsalter von 20 Jahren begonnen hätte, denn dann hatte das Geld ja auch mehr Zeit zu arbeiten. Aber lohnen wird es sich in jedem Fall, denn du wirst dann im Alter mehr Geld haben als dies ohne deine Vorsorge der Fall wäre

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Auf jeden Fall lohnt es sich für deine Altersvorsorge was zu unternhemen. Du solltest aber zuerst darüber im Klaren sein, wieviel du für deinen wohlverdienten Ruhestand als Gesamtrente (netto) brauchst. Ich finde zwar Riester gut, lohnt sich aber bei zinsgarantierten Produkten ab 45 Jahre gar nicht mehr. Du hast auch ein Anrecht auf Betriebsrente (bAV) mit dem Vorteil der Entgeltumwandlung. Das heisst, deine Beiträge werden aus deinem Bruttogehalt abgezogen und du sparst dir somit die Sozialversicherungsbeiträge und Einkommensteuer. Deine Rente ist aber Einkommensteuerpflichtig, wenn deine Einkünfte über die Bemessungsgrundlage liegen. Es gibt viele Formen der bAV. Am besten fragst du deinen Arbeitgeber was er vorsieht. Traditionelle Rentenversicherungen verzinsen das Rentenkapital mit dem garantierten Zinssatz, der bei Vertragsabschluss festgelegt wurde. Neuere Vertragsvarianten garantieren dir den Höchstrechnungszins zum Zeitpunkt des Rentenbeginns. Du kannst auch private Rentenversicherungen abschließen, die dir je nach persönlicher Finanzlage höchste Flexibilität bieten. Deine Rente wird auch nur mit dem Ertragsanteil versteuert.

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24 Jahre sind fürs Sparen eine lange Zeit. Der Haken sind die praktisch nicht vorhandenen Zinsen, die man derzeit bekommt.

Erkundige Dich ausführlich bei verschiedenen Anbietern von Lebensversicherungen etc.. Alles ist besser, als gar nix zu tun.

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Kommentar von kevin1905
05.01.2016, 11:10

Der Haken sind die praktisch nicht vorhandenen Zinsen, die man derzeit bekommt.

Das ist nicht wirklich ein Problem. Wenn man bedenkt, dass alleine im Euroraum ein Volumen an Risikokrediten von etwa 1 Billion € steht, frage ich mich warum man überhaupt festverzinslich anlegen wollen würde. Die Blase hier ist größer als es der Aktien oder Immobilienmarkt je gesehen hat.

Ergo: Altersvorsorge fondsgebunden. Für Immobilien braucht man ein gewisses Einkommen und Know-How. Denke mal da fehlt es der Fragestellerin etwas dran.

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Rücklagen zu bilden für eine Altersversorgung lohnt sich immer, auch dann wenn man schon so steinalt ist (also mit 40).

Dafür kann man in der heutigen Zeit mehrere Möglichkeiten ergreifen.

Für Arbeitnehmer ist eine betriebliche Altersversorgung zu empfehlen. Hier hat der Arbeitgeber ein sogenanntes Direktionsrecht - bedeutet er kann bestimmen, bei welchem Versicherungsunternehmen der Vertrag abgeschlossen werden muss. Also kontaktiere zuerst einmal deinen AG und informiere dich darüber.

Ansonsten empfehle ich Rücklagen zu bilden in Form von Eigentumswohnungen zur Vermietung. Hier kann man meist eine Rendite von über 5 % erreichen.

Alternativ kämen für mich noch Anlagemöglichkeiten in Form von Investment-Fonds in Frage. Bitte hier beachten, Fachleute dürfen lt. Gesetz dazu keine Informationen ohne Beratung preis geben. Auch nicht in einem Forum.

Ich habe quasi noch nichts für mein Alter getan. Allerdings ist bis dahin die Wohnung bezahlt und ich bekomme so 900€ . Ich verhungere also nicht.

Und dir ist heute schon bekannt, was in 25 Jahren diese 900 € noch wert sind. Vielleicht gibt es dann die Währung Euro überhaupt nicht mehr und es gibt dann nur noch umgerechnet dafür 250 Drachmen.

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Kommentar von grubenschmalz
14.02.2016, 07:21

Ansonsten empfehle ich Rücklagen zu bilden in Form von Eigentumswohnungen zur Vermietung. Hier kann man meist eine Rendite von über 5 % erreichen.

Das ist wohl eher utopisch. Gab kürzlich eine Studie, dass der Großteil der privaten Vermieter keine oder nur eine Rendite von ca. 1% macht. 

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Sicherlich und auf alle Fälle macht eine private Altersvorsorge Sinn. 24 Jahre sind ein lange Zeit, da kann schon ein wenig was zusammen kommen.

Bei 900.- € netto hast Du allerdings kaum eine Möglichkeit, mit der privaten Altersvorsorge Steuer zu sparen, da Dir nicht sehr viel Steuer abgezogen wird.

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Kommentar von RudiRatlos67
05.01.2016, 08:25

Der Fragesteller denkt an eine direktversicherung und dabei ergibt sich neben dem faktisch kaum vorhandenen Steuervorteil der volle Sozialabgabenvorteil, bei der schlechten Kapitalmarktrendite hat er die knapp 20 % Sozialabgabenvorteile dagegen fest in der Tasche

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Kommentar von pinacolada42
05.01.2016, 17:06

Nein, ich hab nich 900 netto, ich hab später 900 Rente

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Ich arbeite daran, bald nicht mehr arbeiten zu müssen und unabhängig von einer Rente zu sein ;-). Deswegen lohnt sich das auf jeden Fall zu schauen, wie du dir ein weiteres EInkommen zulegen kannst.

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Hallo, Sparen fürs Alter ist immer richtig! Es gibt viele Möglichkeiten im Alter auf Geld zu kommen. Bitte löse dich von den Rentengedanken!!! Es gibt wenige Versicherer die eine vernünftige Rente aus den Sparkapital bieten bzw. erwirtschaften können. Alles was steuerlich gefördert wird ist im Alter auf Rente ausgerichtet, die nicht gerade berauschend sind. Es gibt moderne Rentenversicherungen die flexibel in den Bedingungen sind und auch im Alter Auszahlungen und Rentenoptionen bieten. Erst mit 80-85 Lebensjahr entscheiden welche Rente und vorher flexibel über das Geld entscheiden(z.B. Entnahme). Das Wichtigste ist das in den modernen Altersvorsorgen alle Möglichkeiten der Geldanlage genutzt und jeder Zeit kostenfrei angepasst werden kann. Von verzinsten Tagesgeld bis zu Vermögensverwaltungen und Fonds in alle Anlageklassen bieten die Produkte immer die beste Möglichkeit der Geldanlage zum Sichern oder Rendite erwirtschaften. Wer lernt damit richtig umzugehen  und seine Sparmöglichkeiten gut nutzt sollte im Alter gut klar kommen. Das Geld muss immer dir gehören und  in jeder Lebenssituation nutzbar sein. Auch sind Beitragsferien und Geldennahme im Sparvertrag immer möglich, ohne das der Vertrag beendet wird, wie bei vielen Versicherungen. Viel Glück! constein

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Kommentar von BenLam
05.01.2016, 18:43

Ich mag Werbefloskeln nicht. Das ist die moderne Klassik der Lebensversicherung die du beschreibst. Nichts besonderes und hilfreiches.

Das ist mittlerweile der neue Standard.

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Hallo,

25 -27 Jahre sind noch viel Zeit und wenn man es ernsthaft will, kann man es ernsthaft betreiben.

Umfangreiche Beratung kann den besten Weg herausfinden, mit den entsprechenden finanziellen Mitteln.

Beste Grüße

Dickie59

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Ja es lohnt sich und du brauchst qualifizierte Beratung eines versierten Maklers m/w. Frag' deinen Chef danach, denn der hat sicherlich einen Kontakt, weil du in deiner Frage ja schon die Direktversicherung anschneidest.

Allein deine Aussage du bekämst 900 EUR scheint mir dem aktuellen Rentenbescheid entnommen! Dieser ist aber hinsichtlich KVdR, Steigerungssätzen und Inflationrate eher geschönt dargestellt. Bereinigt könnten sich um 750 EUR/mtl. ergeben, was dich zu einem Aufstocker werden ließe - das mit dem "Verhungern" ist dann näher als gedacht.

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Kommentar von grubenschmalz
05.01.2016, 08:45

Ja es lohnt sich 

Ja es lohnt sich 


Kann man so pauschal nicht sagen. Wenn sie eh nur Grundsicherung im Alter bekommt, brauch man da großartig nichts mehr machen, Riester wird ja z.B. angerechnet. 

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Was bekommst du 900 Euro? Rente oder Lohn?

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Kommentar von FreierBerater
05.01.2016, 08:24

Steht eindeutig in der Frage!

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Kommentar von pinacolada42
05.01.2016, 17:14

Das ist die Höhe meiner Rente

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Naja.... also von Riester halte ich nichts. Die Zinsen sind im Keller, achte darauf dass - wenn Du etwas machst - es evtl. auch versteuert wird. Das verschweigen die Anbieter sehr, sehr gerne. Von Lebensversicherungen wird allgemein abgeraten.... Es ist sehr schwierig. Wenigstens hast Du ja Eigentum....


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Kommentar von grubenschmalz
05.01.2016, 08:24

Warum hältst du pauschal von Riester nichts? Das macht nicht für jeden Sinn, das ist richtig.

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Kommentar von kevin1905
05.01.2016, 11:12

Naja.... also von Riester halte ich nichts.

Medienpropaganda erfolgreich.

Es gibt gute und schlechte Riesterverträge, es gibt Kunden zu denen es passt und andere bei denen es keinen Sinn macht. Ohne die Daten des Kunden zu haben, kann man nicht seriös sagen, ob Riester oder eine bAV oder etwas anderes sinnvoll wäre oder nicht.

Das ist wie Darts im Dunkeln mit dem Rücken zur Scheibe.

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Kommentar von BenLam
05.01.2016, 18:48

Ich halte von Riester auch nichts, aber die Gründe überschreiten mein Zeitkontingent.

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