Frage von Kurasaki, 40

Lohnt sich eine Steuererklärung in meinem Fall (Berufseinsteiger)?

Hallo, ich spiele mit dem Gedanken eine Steuererklärung abzugeben - bin aber unsicher, ob sich das in meinem Fall überhaupt lohnt...vielleicht kann mir hier jemand weiter helfen?!

Zu meiner Situation... 2014 habe ich bis Mitte September Vollzeit gearbeitet, Januar bis Mai war meine Fahrt zur Arbeit 15km (einfach), Juni bis September 30 km und ab Mitte September habe ich Vollzeit eine Weiterbildung besucht (21 km). Für die Zeit von Juni bis September habe ich eine Fahrtkostenpauschale von 5€/Tag bekommen...würde sich denn eine Erklärung für dieses Jahr lohnen? Ich habe ja soweit ich weiß 4 Jahre die Möglichkeit eine Steuererklärung einzureichen?!

2015 habe ich komplett die Weiterbildung besucht (21 km)

2016 habe ich bis Mitte Juni die Weiterbildung besucht (21 km) und arbeite jetzt seit Mitte Juni wieder Vollzeit (29 km) und bekomme eine Fahrtkostenpauschale von 10€/Tag...

Hoffe mir kann jemand weiter helfen! Vielen Dank schonmal im voraus ;)!

Antwort
von zonkie, 10

Wie bereits von kevin erwähnt ist es in Jahren in den du nur Teilweise gearbeitet hast häufig der Fall das mit einer Erstattung zu rechnen ist (Soweit kein ALG oder derartiges gezahlt wurde das verzerrt das Ergebnis wieder). Zumindest deute ich es das ab Sep kein Gehalt/Lohn mehr gezahlt wurde ?

Nehm dir einfach die 30min und teste es. Auf https://www.elster.de/elfo_home.php kannst du dir die Software des Finanzamts ziehen und einfach mal deine Hand voll Zahlen eintragen. Der Zeitaufwand wird nicht hoch sein und die Software ist immerhin so gut das sie dir sagt welche Felder noch auszufüllen sind. Anschließend errechnet sie dir anhand deiner Angaben deine Steuerlast. Das Ergebnis ist natürlich nicht verbindlich aber soweit du nichts vergessen/experimentiert hast i.d.r. zutreffend. (Denke an Kosten für z.b.  Haushaltsnahe Dienstleistungen; Spenden, Hapftpflichtversicheurngen ?)

(Dank Jahresübernahme kannst du von 2014 dann um so schneller 15 und 16 machen.. irgendwann wirst du wohl eh eine Erklärung machen und hast spätestens dann den Aufwand der Stammdaten. Also jetzt schauen was geht :D)

Ach auch wenns zu vernachlässigen ist bei den aktuellen Zinsen .. Mein Freudneskreis ist nicht in der lage Freistellungsaufträge für ihre Tagesgeldkonten zu stellen und hat entsprechend wenige €€ Steuern darauf gezahlt .. die immer wieder holen wenn vorhanden :D

Antwort
von Petz1900, 25

Vermutlich würde sich das lohnen, ab ca 13 km Fahrtweg ist das meist der Fall.
Einfach das kostenlose Elster-Programm runterladen und mal einklimpern:
https://www.elster.de/elfo_home.php

Antwort
von kevin1905, 17

Da du 2014 unterjährig gearbeitet hast ist der Lohnsteuerabzug im Verhältnis zur Einkommensteuerschuld wahrscheinlich viel zu hoch gewesen.

Dazu kommen die Fahrtkosten, also ja, kann sich lohnen.

Erzähl mal was zur Weiterbildung, wer hat das finanziert? Hast du da irgendwie Geld verdient in der Zeit?

Kommentar von Kurasaki ,

Ich habe meinen staatlich geprüften Betriebswirt an einer öffentlichen Fachschaft gemacht. Finanziert habe ich das durch Meisterbafög, was ich ja soweit ich weiß nicht in die Steuererklärung mit rein nehmen kann...

Kommentar von tinibini123 ,

es lohnt sich immer mal alle ausgaben die im Zusammenhang mit der Weiterbildung stehen aufzuschreiben (kursgebühr, Fachbücher, schreibmaterial etc.) meist sind die höher als das bafög und die höheren kosten kannst auch absetzen..... auch musst du mal gucken ob das bafög in zuschuss und darl. aufgeteilt ist.... dass was darl. ist musst zu nicht abziehen da dies ja keine kostenerstattung ist. auch ist darüber nachzudenken ob evtl verpflegungsmehraufwand angesetzt werden kann..... ist so pauschal allerdings schwer zu sagen.....

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