Frage von edadefne, 100

Lohnt sich ein Nebenjob überhaupt, wenn Eltern Hartz4 beziehen (18, Schülerin?

Hallo,

ich bin 18 würde mich gerne um einen Nebenjob bewerben. Ich weiß, dass von dem Einkommen 100€ anrechnungsfrei sind und ich von dem Restbetrag nur 20% behalte. Beispiel: Einkommen beträgt 400€, davon behalte ich 160€ (=100€+20% von 300€)

FRAGE: Kommen diese 160€ auf die mir zustehenden 324€ Hartz4 Betrag dazu, so dass es quasi am Ende 484€ sind ? Denn dann lohnt es sich für mich, da ich immerhin 160€ mehr als vorher zur Verfügung habe (obwohl ich eigentlich für 400€ schufte, aber besser als nichts)

Bitte korrigert mich, wenn ich falsch liege. Falls es sich nicht für mich lohnt, lasse ich es lieber und konzentriere mich voll auf mein Abitur, wovon ich letzendlich mehr habe, obwohl etwas mehr Taschengeld für meine Geschwister und mich nicht schlecht wäre.

Schon mal Danke!

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Hartz IV, 17

Im Prinzip hast du recht !

Es stünden dir dann bei 400 € Brutto wie Netto 160 € Freibetrag zu,dein anrechenbares Nettoeinkommen läge dann bei 240 € und diese würden deinen Eltern von deinen Leistungen abgezogen die sie für dich bekommen.

Du müsstest ihnen dann aus deinen 400 € diese 240 € selber zahlen,es blieben dir dann die 160 € Freibetrag für dich.

Deine Eltern würden dann aber im Endeffekt 270 € weniger für dich bekommen,weil dann deine 30 € Versicherungspauschale ( ab 18 ) entfällt,die dir bis dahin auf sonstiges Einkommen,also auf dein Kindergeld zugestanden haben.

Diese würden dann aber entfallen,weil in deinem Grundfreibetrag von 100 € diese 30 € schon einmal enthalten sind,die werden aber pro Person nur 1 mal berücksichtigt,es wird dann also dein volles Kindergeld angerechnet.

Zu viel solltest du also nicht verdienen,solange deine Eltern noch Kindergeld für dich bekommen,denn wenn du soviel Einkommen hättest das du deinen Bedarf nach Abzug deiner Freibeträge auch ohne bzw.nur mit einem Teil des Kindergeldes decken könntest,dann würde der Überschuss deinem Kindergeld zugerechnet und auf den Bedarf der übrigen BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) angerechnet,du würdest dann nicht mehr zur BG - gehören und müsstest deinen Bedarf aus eigenem Einkommen voll selber abdecken.

Du kannst aber in den Ferien pro Jahr in bis zu 4 Wochen bis zu 1200 € Netto zusätzlich ohne Anrechnung auf deinen Bedarf dazu verdienen,muss natürlich alles vorher mitgeteilt werden,so wie jede Veränderung in den wirtschaftlichen wie finanziellen Verhältnissen.

Antwort
von Panazee, 44

Ja, du siehst das richtig. Am Ende würdest du 484.-€ in der Tasche haben anstatt nur 324.-€.

Allerdings würde ich an deiner Stelle schauen, ob es nicht eine Arbeit gibt, bei der du weniger als 400.-€, aber mehr wie 100.-€ verdienst. Wenn du 18 bist, dann hast du ja bald Abiturprüfungen und da wäre es schon gut, wenn du viel Zeit in die Schule investierst. Wirklich lohnen würden sich die ersten 100.-€ und die könntest du in maximal 12 Stunden verdienen. 12 Stunden im Monat würden wohl nicht allzu sehr weh tun was das Abitur angeht. Für 400.-€ können es schon 48 Stunden werden. Das ist das dreifache an Zeit für 60.-€ mehr.

Ich finde es übrigens sehr nett von dir, dass du mit an deine Geschwister denkst bei der Sache.

Kommentar von edadefne ,

Ich hoffe ich finde etwas entsprechendes, danke für deinen Tipp!

Antwort
von Elfi96, 36

Fast richtig. Ja, du kannst zu deinem Bedarfssatz 160€ deines Verdienstes behalten, ABER: da dir der AG den ganzen Verdienst überweist/ auszahlt, (bleiben wir mal bei deinem Beispiel von 400€) wird das Amt deinen Eltern/ eurer Bedarfsgemeinschaft einen  um 240€ gekürzten Satz überweisen,  so dass du diese 240€ (240 +160= 400) deiner Familie  aushändigen musst. LG 

Antwort
von DerSchopenhauer, 29

"Falls es sich nicht für mich lohnt, lasse ich es lieber..."

Das ist die fatale falsche Denkweise, die sich in Deutschland bei vielen Menschen eingebürgert hat.

Du bist 18 Jahre alt und hast schon eine Denkweise vermittelt bekommen, die schon zweifelhaft ist; Du bist noch Schüler und nicht zwingend zur Arbeit verpflichtet, aber jetzt bereits zu kalkulieren, daß Sozialleistungen zu beziehen eine Selbstverständlichkeit ist, anstatt dafür zu sorgen, daß man aus der Leistung möglichst schnell herauskommt oder die Hilfebedürftigkeit zu verringern, ist mehr als bedauerlich - zudem geht das auf Kosten der Allgemeinheit, die das durch Steuerzahlungen finanzieren muß.

Nicht falsch verstehen: Ich mache Dir keinen Vorwurf; Dir scheint das durch das Elternhaus und auch durch die Schule nicht entsprechend anders vermittelt worden zu sein; Dein Denken ist keine Seltenheit; insbesondere in Familien, die "hauptberuflich" Jahre oder Jahrzehnte Sozialleistungen beziehen, wird diese Einstellung als Mem auf die Kinder vererbt.

Du solltest Dir die Auswirkungen Deiner Ansicht überdenken; für einen angehenden Abiturienten sollte das möglich sein.

Grundsätzlich solltest Du Dich aber auf das Abitur vorbereiten und eine Nebentätigkeit zurückstellen.

Kommentar von edadefne ,

UM DAS MAL KLARZUSTELLEN: Sie haben nicht das Recht zu behaupten, dass ich so eine Denkweise besitze und wie mir irgendetwas "vermittelt" wurde, das finde ich richtig dreist, denn Sie kennen mich nicht! 

Desweiteren, mit "nicht lohnen" meinte ich, dass mein Abitur darunter leidet, dass ich nebenbei arbeite und das resultierende Einkommen es der Zeit nicht wert ist, welche ich besser in die Schule investieren könnte. Keinesweg meinte ich das, was Sie fälschlicherweise angenommen haben.

Ich muss mich zwar nicht rechtfertigen, aber falls es Sie interessiert: Ich habe keineswegs vor, meine Lebenssituation bzw. die meiner Eltern beizubehalten, sondern  sie zu verbessern, wozu ich zunächst mal einen vernünftigen Schulabschluss brauche.

Jedoch kann ich Ihren falschen Eindruck von mir etwas nachvollziehen , da es durchaus solche Situationen gibt, die Ihre Ansicht bestätigen.

Vielleicht achten Sie in Zukunft darauf, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und lassen sich nicht von Vorurteilen beeinflussen, die zu fälschlichen Annahmen über eine Ihnen fremde Person führen. :-)

Antwort
von rallytour2008, 32

Hallo edadefne

Soweit ist das ok.

Kleiner Tipp:Nicht sozialpflichtige Jobs bringen etwas mehr.

Vorraussetzung ist das Du körperlich gut Fit bist.

Gruß Ralf

Kommentar von edadefne ,

Was wären denn Nicht sozialpflichtige Jobs? Hast du vielleicht ein paar Beispiele :) ?

Kommentar von rallytour2008 ,

Jo klar.Alle Jobs die lediglich meldepflichtig sind und nicht bei der Minijobzentrale angemeldet werden müssen.

Das wären:Finde es selber raus.

Hier sind überall Spione die das wissen wollen und Gegenmaßnahmen ergreifen die voll bekloppt sind.

Gruß Ralf

Kommentar von AalFred2 ,

Wieder eine der Theorien aus dem Reich der Fantasie des geheimnisvollen Ralf. Um es mal deutlich zu sagen, eine legale solche Tätigkeit gibt es nicht.

Kommentar von rallytour2008 ,

Du komischer Hinterweltler.

Antwort
von DahleRieger, 13

Es lohnt sich immer denn es geht hierbei auch um die innere Einstellung.

Antwort
von juvel, 47

Hallo ist richtig so

Kommentar von edadefne ,

Okay, danke !

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