Unterleibsschmerzen und sehr starke Blutungen veranlassen Ärzte gelegentlich, eine Gebärmutterentfernung zu befürworten. Was sind denn dabei die Risiken, hat da jemand schon Erfahrungen mit gemacht? Wie sind die Risiken abzuwägen?

Es gibt immer wieder klinische Situationen, in denen eine Gebärmutterentfernung empfohlen werden muss. Früher war die totale abdominale Hysterektomie (Entfernung von der gesamten Gebärmutter durch einen großen Bauchschnitt) die einzige Art der Hysterektomie, die Frauen angeboten wurde. Heute können jedoch dank der Entwicklung besserer Operationsinstrumente und innovativer Techniken weniger invasive Verfahren durchgeführt werden. Auch die Dauer des Krankenhausaufenthalts und der Genesungszeit hat sich verkürzt.
http://www.universitaetsfrauenklinik-tuebingen.de/bereiche/operative-gynaekologi...
Da Deine Frage sehr allgemein gehalten ist, schau' mal ins Internet unter dem Stichwort "Gebärmutterentfernung". Vielleicht kannst Du dort selbst abwägen.

Es gibt die "ganz normalen " Risiken wie bei jeder OP : Nachblutung, Thrombose & Embolie, Infektion, Schmerzen usw. Das was in jeder Op-Aufklärung stehen sollte. Das Risiko von behandlungswürdiger Blasenschwäche ist nicht von der Hand zu weisen, aber evtl. mit Beckenbodengymnastik zu behandeln. Falls vorher schon eine Blasenschwäche besteht, gibts OP´s die man in gleicher Sitzung "mitmachen"lassen kann. Ein verantwortungsbewußter Gynäkologe wird darüber entsprechend aufklären. Erfolgsgarantien gibts natürlich nicht !

Kommt auf den Einzelfall an. Schau doch mal hier.. http://www.chirurgie-portal.de/gynaekologie/entfernung-gebaermutter-gebaermutter...

Hier findest du sicherlich gute Infos mitsamt einem Video ;-)
http://www.universitaetsfrauenklinik-tuebingen.de/bereiche/operative-gynaekologi...
Ob sich hier einige Frauen finden, die aus eigener Erfahrung berichten können, weiss ich nicht. Aber im u.a. Link gibt es einen Thread von knapp 100 Seiten mit zahlreichen Erfahrungen darüber.
Ich würde es nur tun, wenn alle anderen Maßnahmen (medikamentös etc.) versagen oder die Gefahr/ der Verdacht eines bösartigen Tumors besteht. Ohne GM würde ich mich nicht mehr so recht als "Frau" fühlen... ?
Minax am 6. Januar 2008 16:43 Hier der Link zum Thread: http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=9309
Ich habe gelesen, dass Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde, in den Folgejahren nach der Operation häufiger wegen Blasenschwäche behandelt werden mussten als andere! (Laut einer Analyse schwedischer Forscher!)

Ich bin froh, dass ich sie habe entfernen lassen - eine Kollegin gleichermaßen. Ohne diese Maleste, die man vorher hatte, fühlt man sich wie neu geboren. Allerdings gab es weder bei mir noch bei ihr irgendwelche Komplikationen.
Da jede OP die üblichen Risiken haben kann, muss das aber jede selbst entscheiden. Natürlich am besten in Absprache mit dem Gynäkologen des Vertrauens :-)