Frage von auaauamehr, 176

Lohnt sich arbeiten Gibt es eine Verpflichtung zu arbeiten?

Ich frage mich seit geraumer Zeit ob sich Arbeiten lohnt. Ich sehe in meinem Umfeld, ob Bekannte, Freunde, Verwandschaft oder Arbeitskollegen, nur Wenige, die aus ihrer Arbeit etwas positives ziehen können. Im Gegenteil..die Arbeit macht die Menschen krank und stiehlt Lebenszeit. Die Arbeit die man ausführen muss ist nicht selbstbestimmt und für die meisten Menschen alles andere als erfüllend.

Eine bekannte arbeitet Vollzeit, in Wechselschicht (6 Tage, 6.30-15.00 und 14.00-22.30) und bekommt dafür, netto einen Lohn von 1248 Euro. Zusätzlich zur Arbeit kommen noch, die Abeitswege von je 30 Minuten, Anschaffung eines Fahrzeugs + Unterhalt wie Sprit und Versicherung, Kosten und Zeitaufwand für die Anschaffung und das Waschen der Arbeitskleidung. 

Sie hat Zwei Kinder, die sie für ganze 2 der 4 Wochen eines Monats überhaupt nicht sieht. Mit ihrem Freund und auch ihrem Freundeskreis kann sie sich die hälfte ihres Lebens nicht treffen und das sorgt natürlich für Probleme. 

Das Geld was sie verdient ist zum leben für sie ok aber es reicht nicht um sich eine Rücklage zu schaffen. Einen großen Teil ihres Geldes gibt sie wieder für Auto und co aus. Brauchen die Kinder etwas oder geht, der Wagen/die Waschmaschine kaputt dann muss sie Überstunden schieben. 

Sie leidet unter den Umständen ganz allgemein und ihre Gesundheit leidet unter der ständigen Angst, dass sie ihre Arbeit verlieren könnte und die körperliche Belastung verursacht Rückenschmerzen weshalb sie Sport betreibt. 

Sie ist keineswegs unabdingbar für ihren Betrieb und hat in ihrer Tätigkeit, mal abgesehn davon, "die Arbeit zu schaffen"..keinerlei Erfolge, die sie erreichen könnte oder anderes, das ihr ein gutes Gefühl vermitteln könnte.

Ich könnte noch ewig lange, weitere negative Dinge aufzählen und Einige werden nun sagen, dass sie sich weiterbilden soll oder dergleichen... aber, realistisch betrachtet können einfach nicht alle Menschen eine Arbeit haben die sie erfüllt oder anderweitig nützlich ist.

Oft frage ich mich daher, ob sich Arbeit überhaupt lohnt wenn man berücksichtigt, dass es unmöglich ist, dass alle Menschen etwas positives aus ihrer Arbeit "ziehen" können. 

Wäre es nicht besser zb. bei meiner bekannten sie könnte die Zeit ihrer Familie und den Menschen in ihrem Umfeld widmen. Ihre Mutter zB. wird in den nächsten Jahren nicht gesünder und dafür muss sie dann auch noch Die Zeit und Kraft finden.

Die Auswirkungen auf ihre Umwelt sind außerdem sehr beachtlich! Rohstoffe für Auto Kleidung Sprit usw. fallen nicht vom Himmel..

Von ihrem brutto Jahreslohn zahlt sie etwa 300 Euro/Jahr in die Arbeitslosenversicherung..wobei eine Arbeitslosigkeit dem Staat etwa 20000 Euro/Jahr kostet. 

Für Solizuschlag, Lohnsteuer, Kirchensteuer,Krankenvers.,Pflegevers. und Rentenversicherung zusammen!.."leistet" sie etwa 6000 Euro/Jahr..

Lohnt es sich für Arbeitnehmer? Lohnt es sich für den Staat? Ist es denn überhaupt vertretbar darauf zu bestehen, dass jemand arbeitet?

lg

Antwort
von Caila, 73

Eine schwierige Frage.

Einerseits lohnt es sich in der Hinsicht das man sich sein Geld verdient hat.
Zum Anderen das man, je nach Job, mehr verdient als wenn man als Harz4 oder Sozialhilfeempfänger Zuhause sitzt.

Was dein Beispiel mit den Kindern angeht. Genau deshalb gibt es Halbtagsjobs.

Wenn der Lohn angemessener wäre würde es sich noch mehr lohnen, andererseits würde dann auch alles teurer werden.
Wobei es das jetzt schon ständig wird.

Eine Freundin von mir ist Harz4 Empfänger. Sie findet das Geld zu wenig, gerade wenn man noch Kinder hat.
Ja sicher es gibt auch Einige die sagen das es genug ist.
Ich persöhnlich stimme ihr zu. Kinder kosten ein Haufen Geld, aber die Konsequenz keine mehr zu bekommen ist auch nicht sonderlich schön.
In ihrer Wohnung ist vieles kaputt, was ersetzt oder wenigstens repariert werden muß. Zum Teil von einem Fachmann.
Das kann sie sich nicht leisten.

Dennoch will sie bald möglichst wieder arbeiten. Nicht etwa um mehr Geld zu haben bzw nicht vorrangig sondern um ein Vorbild für ihr Kind zu sein.

Vieles läuft hier falsch. Theoretisch müßte man das Geld überall erhöhen. Nicht nur bei den Arbeiten, sondern auch bei Jenen die Rente, Arbeitslosengeld und Sozialhilfe bekommen.

Was denkst du was mit Praktikanten oder 1Euro Jobern gemacht wird? 1 Euro Jober sind billige Arbeitskräfte.
Praktikanten ebenso.

Bsp. Als ich aufgrund meiner Ausbildung ein Praktium machte, mußte ich um 6 Uhr morgens dort sein. Um kurz nach 7 ging die Arbeit aber eigentlich erst los. Dann durfte ich die ganzen Zeit pausenlos arbeiten. Mittagspause war mir 15 Minuten vergönnt. Und wehe ich machte etwas falsch (was Praktikanten durchaus mal tun, dafür lernen sie ja schließlich noch)

Anderes Beispiel. Ich mußte auch schon erfahren wie es ist 1 Euro Jobber zu sein.

Morgens 6 mußte ich da sein, dann ging es los in alte Häuser die wir überprüfen sollten ob sie Denkmal geschützt werden müßen (ohne das wir die geringste Ahnung davon haben) Das ging bis 16 Uhr mit einer halben Stunde Mittagspause.
Wohlgemerkt es war im November, es war arschkalt, gab keine Möglichkeit sich aufzuwärmen. Und wenn wir mal aus Klo mußten, mußten wir um Erlaubnis bitten und in den nächsten busch gehen. (außer es gab ein Gasthaus in der Nähe wo wir gegen Bezahlung aufs Klo durften)

Ein Bekannter von mir mußte als 1 Euro Job nähen, an richtig alten Schreibmaschinen die teilweise sogar so alt waren das sie noch ohne Strom funktionierten. Und bei 20 alter Schreibmaschienen in einem Raum die alle nicht gerade leise sind, kannst du dir vorstellen was für ein Lärm es ist.

Ich habe ihn da mal besucht. Es war so laut das man sich nicht mal mit seinem Nachbarn unterhalten konnte. Ohrenschutz gabs naürlich keinen und waren auch nicht erlaubt. Sonst würde man ja nicht verstehen was die "Vorgesetzte" sagt. (die saß übrigends am Tisch und lackierte sich munter die Nägel als ich da war. (und es war keine Pause)

Bei sowas bekommt man natürlich total Lust darauf zu arbeiten ...nicht?

Kurz gesagt. Rein theoretisch betrachtet lohnt es sich nicht. Praktisch würde aber das ganze System zusammen brechen wenn Niemand mehr arbeiten gehen würde.

Kommentar von auaauamehr ,

Hi ich denke was Du schildert betrifft sehr viele Menschen und grade bei den total sinnfreien Tätigkeiten erschließt sich mir der... äh ja..."Sinn".. nicht

Das mit dem Geld ist ja real betrachtet so, dass einfach nichts übrig bleibt und das liegt nicht, an einem ausschweifendem Lebensstil sondern, das sie zu wenig bekommt. 

Ich finde es etwas schade, dass HartzIV betroffene immer gleich mit Nichtstun und Sitzen in Verbindung gebracht werden..das muss doch gar nicht der Fall sein. Und in diesem Sinne finde ich, die Einstellung Deiner Freundin ist nicht recht zu Ende gedacht. 

Ich meine ist es denn überhaupt erstrebenswert seinen Kindern zu vermitteln, einer Arbeit nachzugehen, obwohl es einem dadurch schlechter geht. Ist es Sinnvoll, seinen Kindern zu vermitteln, sich gesellschaftlichem Druck zu beugen und sich so seiner Lebenszeit berauben zu lassen? Aus welchem Grund sollte man sowas tun?

Wenn man seine Lebenszeit nicht, mit Arbeiten im Job verbringt hat man ja Zeit sich um die wichtigen Dinge zu kümmern. Zeit zB. um sich mit Politik zu beschäftigen oder der Kindererziehung. 

Ich denke mal sie geht davon aus, dass sich die Arbeit für ihre Kinder lohnen wird aber für wie viele Menschen ist das denn überhaupt möglich? Kann ja gut sein, dass mein Kind zu denen gehört die von ihrer Arbeit überhaupt nicht profitieren können wie zB. meine Bekannte..

Ich verstehe wie man zu einer solchen Einstellung kommt aber, wenn ich weiter nachdenke ist es doch ziemlich absurd.

Vieleicht kannst Du, Deine Freundin mal fragen wie sie das sieht.

Und vielen Dank für deine Antwort:)

Kommentar von Caila ,

Sie möchte ihrem Kind nur nicht vorleben das es toll wäre auf Kosten Anderer zu leben.  Das ihr Kind später nicht womöglich auf den Weg kommt.  "Ach ich hab kein Bock und leg lieber faul die Beine hoch"  Quasi ein sogenannter Sozialschmarotzer wird.

Was sie selbst betrifft.  Ich glaube das sie auch arbeiten gehen möchte, weil sie sich zu oft anhören mußte sie wäre faul und eben ein sogenannter Sozialschmarotzer.

Dabei würde ich gerade wenn man Kinder hat nicht gerade sagen das man nichts tut. 

Kommentar von auaauamehr ,

danke Dir

Scheint einfach ein tief verwurzelter Gedanke zu sein, das man immer Faul sein "muss" wenn man nicht in einem Job arbeitet und das man jemandem auf der Tasche liege..sehr schlimm. 

Ich wohne, in einem großen Ballungsraum, mit einem riesigem Aufkommen an Berufsverkehr..auf meine Kosten..wieso wird nie über schlechte Luft, Lärm und Umweltverschmutzung geklagt?

Schade wenn sie sich zur Arbeit schleift, um den Vorwürfen gerecht zu werden. Ich will sie nicht verurteilen..eigentlich müsste ihr das ja bewusst sein?! Als Mutter ist sie, mit sicherheit weit weg vom nichtstun. Wenn die Kinder älter sind und mehr Zeit bleibt könnte sie sich, für etwas einsetzen zB im bereich der Pflege, Politik, soziales oder sich anderweitig selbst verwirklichen und so ihren Kindern vorleben, aktiv zu sein und Ziele zu erreichen, wie man sich verwirklicht und ein spannendes Leben gestaltet. Das ist übrigens nicht gegen Deine Freundin gerichtet auch, wenn es sich auch teils so lesen mag.

Ich verstehe es halt langsam nicht mehr, wieso die Menschen ihr Leben hergeben sollen. Es sind so viele davon betroffen und niemand scheint zu hinterfragen ob das überhaupt richtig und gut für den Menschen ist.

lg

Kommentar von CBA123ABC321 ,

Sozialschmarotzer finde ich aber einen ungerechten Ausdruck für Leute die nicht arbeiten. Es gibt auch genug Leute die sich bemühen um eine Stelle oder die aufgrund ihrer Behinderung schwer eine Arbeit finden. Jeden kann außerdem das Schicksal drohen seinen "Job" zu verlieren, nur die meisten denken gar nicht daran, weil es denen so gut geht. 

Außerdem finde ich wer so etwas sagt und so urteilt über andere, ist kein besserer Mensch. Das sind genau die Menschen, die anderen auch schlecht machen würden oder lästern und ausgerechnet solche Leute sind schuld, dass manche die gerne arbeiten würden, wieder herausgemobbt werden von Betrieb. 

Kommentar von Caila ,

Naja es gibt auch Leute die gern mit Harz4 leben. Keine Arbeit, faul herum hängen weil Andere bezahlen ja schon.

Ich denke daher kommt auch die Bezeichnung und auch die Abwertung von Arbeitslosen.

Ich selbst kenne einige Harz4 Empfänger die nicht aus "Kein Bock" arbeitslos sind. Sondern weil sie Arbeit nicht schaffen würden aus gesundheitlichen Gründen, oder weil Arbeit zu gesundheitlichen Problemen führen würde.
Dabei wollen sie durchaus was tun.

Einer zB wollte sich von Zuhause weiter bilden per Fernstudium.
Aber das zahlt ja keiner und es ist sehr teuer. Eben etwas was sich ein Hartz4 Empfänger nicht leisten kann. Außer er schafft es sehr sehr lange Geld auf die Seite zu legen um es zu sparen.

Die Freundin von der ich oben erzählt habe, würde zB gern mal in den Urlaub fahren. Nichts besonderes einfach irgendwo ans Meer.
ABer wie soll sie dafür sparen , wenn das Geld nicht mal reicht um die nötigen Reperaturen vorzunehmen oder neue Sachen zu kaufen.
Ihr Kind zB schläft bei ihr im Bett weil seines kaputt ist. Und sie hat nicht mal das Geld um ein gebrauchtes zu kaufen.

Ja ich finde auch das Sozialschmarotzer ein harter Ausdruck ist. Es mag auf manche Individuen zutreffen, aber das ist nicht die Norm.
Zumal man auch gar nicht beurteilen kann wie das Leben Anderer ist.

Manchmal ist es einfach so das etwas für Person A kein Problem ist , für Person B aber unüberwindbar. Nur versteht das nie wirklich jemand.

Kommentar von auaauamehr ,

Klasse Beitrag! Ich sehe das ganz genauso..

Aber wie kommt es dazu, das so viele glauben HartzIVler wären Faul? Und wenn man seinen Pflichten nachkommt was ist an Faul sein dann eigentlich schlimm? Oder zählt es auch zur Pflicht sich ausnutzen zu lassen und sein Leben für einen Fragwürdigen Zweck von fremden bestimmen zu lassen?

lg

Antwort
von CBA123ABC321, 67

Die Arbeit lohnt sich für mich persönlich nur, wenn mich keiner da drin grundlos mobbt, weil er unzufrieden mit sich selber ist. 

Ehrlich, habe die Erfahrung schon gemacht und solche Sachen meide ich wie die Pest. Leider sehe ich in manch anderen Bereichen, z. B. in einer bestimmten Bäckerei, auch solche Menschen die ständig nur lästern und unzufrieden sind mit sich selbst.

Ich kann unter solchen Bedingungen nicht arbeiten, wenn man mich schon in der 1. Sekunde an ignoriert und mich so behandelt, als wäre ich nicht am Leben. 

Leider habe ich aufgrund eines Unfalls und einer OP zurzeit keinen Job und ich weiß, dass ein Wiedereinstieg im Berufsleben nach längerer Krankheit oft erschwert wird, wenn man körperlich nicht mehr das bringen kann, was man bringen konnte. 

Einerseits will ich endlich wieder arbeiten, weil ich in der Arbeit praktisch auch mehr sehe, als nur eine Zeitverschwendung. Es erfüllt mich auch, wenn ich einen einfachen Job habe, weil einfach die Abwechslung da ist und ich sonst nicht wüsste, was ich 24 Stunden jeden Tag machen soll. Es würde mich frustrieren, wenn es nichts gebe. Ich merke es schon, wie depressiv und krank mich das Leben macht und wie langweilig alles ist. 

Andererseits ist da auch die Angst vor Ignoranz, Ablehnung, Isolierung, grundlosen Mobbing, was in mir solche Ängste hervorruft, dass ich sogar gar nicht weiß, wo ich mich jetzt, also wenn ich wieder arbeiten darf, bewerben soll. Ich habe wirklich sehr große Angst und auch Angst, dass mein operiertes Knie nichts aushält. 

Kommentar von auaauamehr ,

Ja verstehe zu gut was Du schreibst..

Aber mal ehrlich was ist an einem Job den besser, als zB. das Angagement für eine bestimmte Sache, die Sache würdest Du dann ja auch frei wählen können und so zB. Mobbing oder einseitigkeit bei der Arbeit aus dem weg gehen. Wenn sie auch noch für Andere nützlich ist um so besser.

Ein Freund macht sich seit Jahren in der Jugendarbeit stark und er sagt selber, dass er, im Gegensatz zu seiner Arbeitsstelle..dort Erfolg erfährt und Anerkennung für seine Arbeit bekommt. Er ist Jungeselle und hat nach der Arbeit die Zeit dazu.

lg

Kommentar von CBA123ABC321 ,

Ich würde einen Job gar nicht als besser sehen. Ich wäre froh, wenn ich irgendwie in meinen ausgelernten Beruf eine Stelle bekomme. Selber habe ich leider nicht die große Wahl, weil ich weder Abitur habe noch längerer Zeit in meinen ausgelernten Beruf  arbeite. 

Für meine Verhältnisse reicht es, wenn ich akzeptiert werde von Arbeitskollegen und einen Job habe, der mich zufrieden stellt. 

Ich kann aber schon verstehen, dass ein Job eher monoton, einseitig ist, aber mir wäre es lieber, als daheim zu sitzen, weil hier ist es auch langweilig. Wie geschrieben, habe ich auch nicht die Qual der Wahl, was ich machen könnte. 

Kommentar von auaauamehr ,

Wieso gehst Du Dich denn nicht irgendwo ehrenamtlich betätigen? Das wäre sicher kein Problem dort eine Stelle zu finden!

Darf ich fragen, was dein Beruf ist und wie alt Du bist?

lg

Kommentar von CBA123ABC321 ,

Ich bin Mitte 20, Bürokauffrau und ehrenamtlich wäre keine schlechte Idee. Ob ich das einfach so darf, weil ich noch krankgeschrieben bin, weiß ich nicht.

Kommentar von auaauamehr ,

Das kommt sicherlich darauf an was Dir fehlt;) 

Magst Du mal bei den Pfadfindern vorbeischauen? Dort wird Kinder- und Jugenderziehung betrieben und mit deinen 20 Jahren passt Du sehr gut dort hinein. Es ist ein großer und gut organisierter Verein. Die Pfadfinder sind, von der Altersstruktur her eher jung und es gibt, in so ziemlich jedem Dorf eine Gruppe. Das Feld der Aktivitäten ist ausserdem sehr breit, man kommt mit vielen verschiedenen in Kontakt und somit ist auch für fast jeden etwas dabei, was seinen Interessen und Fähigkeiten entgegenkommt. 

Schau doch mal auf der Internetseite der DPSG und/oder ein paar Stammes-seiten vorbei oder schreibe mich an wenn Du magst:)

Und eine gute Besserung!

lg

Kommentar von CBA123ABC321 ,

Danke schon einmal für die gute Besserung :-)

Antwort
von Ifosil, 55

Das ist zurecht eine Kritik, doch ohne geht es nicht. Unser gesamtes System lebt davon. 
In den letzten Jahrzehnten hat es viele negative und auch positive Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt gegeben. Das heutige Hauptproblem sind Millionen von Jobs, die unterbezahlt sind. 
Diese Menschen bilden auch den Nährboden für Parteien wie der AFD. Diese Leute sind dermaßen unzufrieden, dass sie für mehr Wohlstand die Demokratie an die Wand fahren würden.

Das ist aber nicht nur bei uns so, es ist ein globales Problem. Im nationalen Alleingang, kann man das nicht lösen. 

Kommentar von auaauamehr ,

Danke für Deine Antwort! Ich beziehe mich mit Absicht auf unsere Situation hier in Deutschland. Ich denke auch das sich das global eher nicht lösen lässt. Würdest Du denn sagen das meine Bekannte oder, analog etliche Andere einen hohen (auf D bezogen) Wohlstandsgrad besitzt? 

Es geht mir nicht nur um das Geld obwohl, das natürlich ein Faktor ist. Wenn ich aber sehe wie, groß der Schaden ist, der durch einen Job angerichtet wird Frag ich mich wie das gehen soll und ob das Argument es ginge nicht anders überhaupt greift.

lg

Kommentar von Ifosil ,

Also gesehen auf Deutschland, hat sie definitiv kein hohen Wohlstandsgrad. Ich würde schon sagen, armutsgefährdet. 

Kommentar von auaauamehr ,

Und die Lebensqualität finde ich ist auch nicht vorhanden bzw das ganze Leben durch den Job bestimmt. 

Es gab eine Diskussion im Freundeskreis, weil eine Bekannte nicht bereit war für 1200 Euro Brutto Ihren Wohnort zu wechseln. Und das ganze Umfeld hat regelrecht auf sie eingehackt. 

Kommentar von BTyker99 ,

Ich sehe das mit der AfD genau andersherum: Ich wäre bereit auf Wohlstand zu verzichten, um Demokratie umzusetzen. Also konkret würde ich die Arbeit niederlegen, um die Steuereinnahmen zu verringern und das System zu Fall zu bringen, da ich die Entscheidungen der Regierung nicht unterstützen möchte, z.B. in der Einwanderungs-Frage. Das nennt man Abstimmung mit den Füßen.

Antwort
von turnmami, 57

Wer würde die Steuern erwirtschaften, von denen die meisten Sozialleistungen bezahlt würden, wenn die Menschen nicht arbeiten würden?

Warum soll man für Nichtarbeiten bezahlt werden? Stell dir mal vor, in Deutschland hören sofort alle auf zu arbeiten...

Dann geht überhaupt nichts mehr. Keiner bekommt mehr Geld und keiner kann sich mehr Lebensmittel usw. kaufen. Und dann??

Keine Schulen mehr, kein Verkauf, keine Produktion mehr. Nur noch hungrige Menschen. 

Ist es nicht doch vertretbar, dass Menschen arbeiten??

Kommentar von auaauamehr ,

Werden denn überhaupt Überschüsse erwirtschaftet? Ich meine, bei 45 Jahren, die meine Bekannte zu arbeiten hat.. kommen nur rund 270000 Euro abgaben an den Staat zusammen und ich hab meine Zweifel, dass damit die Kosten, die entstehen, auch nur anährend bezahlt werden können. Renten- Pflege- Krankenkasse, Umweltschäden,Arbeitslosigkeit und noch sehr viel mehr..

Damit Dir als Mensch eine Wahl bleibt zB. und damit ein selbstbestimmtes Leben möglich ist. Ohne Arbeit geht es natürlich nicht aber, für den Menschen und, auch für die Gesellschaft wäre es doch gut, wenn es sich lohnt..oder? 

Warum lohnt es sich zu produzieren um die Produktion aufrecht zu erhalten und wer profitiert davon? ZB. wären wirklich viele Autos völlig überflüssig müssten nicht millionen von Arbeitnehmern Täglich pendeln..weniger Straßen und bessere Luft...fände ich nicht schlecht

Ich hätte dazuschreiben sollen, das ich mich auf Deutschland beziehe wenn ich frage ob es sich lohnt und ob es vertretbar ist wenn man große Teile unserer Gesellschaft... für nix und wieder nix... nur, "der Arbeit wegen" zur Arbeit anhält die das Leben verschlingt und einem selbst und der Gesellschaft schadet?

Also ist es vertretbar? 

Kommentar von turnmami ,

Woher nimmst du dann das Geld um die Sozialleistungen zu bezahlen, wenn keiner mehr arbeitet? 

Wenn der Staat keine Steuern bekommt, dann steht alles still. Von Verwaltung bis Hartz 4.

Ein selbstbestimmtes Leben, in dem mir alles bezahlt wird ist wohl der Traum jeden Menschen. Nur in keinem Land der Welt zu verwirklichen

Kommentar von auaauamehr ,

Wie Du bestimmt schon erkannt hast warte ich hier nicht mit einem fertigen Konzept auf. Vielleicht ist dir auch aufgefallen, dass ich mich darum bemühe, Ansichten zu bekommen und versuche Denkanstöße zu bekommen und zu geben. Ich frage nach, wenn etwas unklar ist oder für mich nach einer bloßen Behauptung aussieht und hoffe etwas daraus zu erfahren und zu lernen. 

Das gestaltet sich leider sehr schwierig wenn mein Gegenüber überhaupt nicht auf meine Beiträge und Fragen eingeht. Es erweckt zudem, durch die Art und weise diverser Kommentare und Fragen bei mir den Eindruck als wollte man mich mit einem sog. Totschlagargument..ähh..totschlagen?!

Ich halte das, für keine ausreichende Grundlage, um mich damit weiter zu befassen.

Trotzdem kurz zu Deiner Antwort.  Dein Ausgangspunkt ist scheinbar entweder schwarz oder weiß... meine Beiträge aber werfen die Fragen die Du stellst überhaupt nicht auf. Von meiner Seite aus kann ich Dir also leider keine Antwort geben aber es gibt durchaus Konzepte die laut Experten durchaus machbar sind. In der Schweiz wurde bereits über ein Grundeinkommen abgestimmt und auch in Deutschland werden Konzepte diskutiert.

lg

Antwort
von Frikadello, 69

Ich denke Lohne tut es sich nicht, aber den ganzen Tag nix zu tun lohnt sich noch weniger, Für den Staat lohnt es sich auf jeden fall denn er braucht ja die Steuern.

Ein Zwang zur Arbeit besteht zwar nicht, aber wenn du z.B Harz 4 beziehen willst, musst du dem Amt nachweisen das du bemühst eine Arbeit aufzunehmen.

Kommentar von auaauamehr ,

Danke für die Antwort:) 

Sind das denn genug Steuern die der Staat einnimmt oder lässt sich damit nicht mal der Schaden ausgleichen? 

Wenn man nicht arbeitet bedeutet es ja nicht nix tun! 

Die Eltern zu Pflegen sich um Seine Kinder kümmern und zeit mit Freunden und Familie verbringen wäre doch sehr sinnvoll und ein echter zuwachs an Lebensqualität für alle beteiligten?! Oder verstehe ich was nicht..

Kommentar von Frikadello ,

Naja damit du Zeit mit deinen Freunden verbringen kannst dürften die ja auch nicht Arbeiten oder? Und wenn niemand Arbeitet funktioniert das System nicht. Dann kannst du nirgends mehr Einkaufen den es Arbeitet auch niemand in deinem Supermarkt deines Vertrauens. Und welches Geld willst du ausgeben wenn niemand in der Bank arbeitet?

Ob der Staat der genug einimmt kann ich dir nicht sagen. Aber er wird nicht damit aufhören uns das Geld aus der Tasche zu ziehen =)

Kommentar von auaauamehr ,

Richtig was Du sagst! Dennoch.. 2 Wochen die eigenen Kinder nicht sehen weil bis 22.00 gearbeitet wird ist, meiner Ansicht nach irgendwie zu viel verlangt. Das ist ein total verschwendetes Leben in meinen Augen.

Mir ist ja klar, dass gearbeitet werden muss und ich will sie ja auch nicht gänzlich abschaffen. Ich sehe da halt eine Wahnsinns Ungerechtigkeit und kann nicht verstehen, wieso so oft verlangt wird, dass jemand arbeitet obwohl es unglaublich viele Schwierigkeiten mit sich bringt..hach

Finde es schon fast gemein wenn jemand kritisiert wird weil er oder sie nicht bereit ist einen Job anzunehmen der mehr Probleme macht als er nützt..und wieso sich so viele diesen Vorwürfen beugen.

lg

Antwort
von BTyker99, 17

Meine ganz persönliche Meinung ist, dass es sich für die meisten Menschen tatsächlich nicht lohnt:

Häufig wird argumentiert, dass man nur noch so-und-so viele Jahre arbeiten muss, und dann in der Rentenzeit alles nachholt, was man im Leben verpasst hat. In letzter Zeit sind in meinem Umfeld mehrere z.T. junge Personen relativ spontan gestorben (Krebs, Unfall, ect), daher finde ich diese Argumentation nicht besonders sinnvoll. Selbst wenn man es bis zur Rente schafft, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man das Leben dann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr genießen kann.

In Fall von schlecht bezahlter Arbeit in deinem beschriebenen Fall, wäre es für den betroffenen Menschen sicherlich sinnvoller, von Alg2 zu leben und dafür mehr Erfolge im privaten Leben zu haben, z.B. in dem man den Kindern beim aufwachsen zusieht. Es ist auch klar, dass unser Arbeitssystem nicht mehr lange aufrecht erhalten werden kann, da durch Automatisierung extrem viele Jobs wegfallen werden (google: "Automatisch arbeitslos Telepolis"), daher finde ich diese Art von Erwerbsarbeit fast als altmodisch ;-)

Ich selbst habe auch eher negative Erfahrungen gemacht: Mit meinem recht guten Diplom-Abschluss habe ich erst nach einem 3/4 einen Job gefunden, der sich wie ein Praktikanten-Job anfühlte, nur mit Mindestlohn bezahlt wurde und ziehmlich weit von meiner Heimat entfernt war. Da ich sonst nichts gefunden hatte, dachte ich, ich könnte ihn so als Sprungbrett für einen besseren Job verwenden, und zumindest Berufserfahrung sammeln. Aber länger als 2 Monate habe ich es da nicht ausgehalten, da ich dabei sicherlich krank geworden wäre, und somit nur "Lehrgeld" bezahlt.

Mitlerweile habe ich mich selbstständig gemacht, aber zumindest in der aktuellen Phase geht der größte Teil meines Verdienstes für die Krankenkasse drauf... wenn ich keine Rücklagen hätte, wäre das also nicht möglich. Immerhin fühle ich mich dabei besser.

Bedenken solltest du aber auch, dass Arbeit heutzutage noch wichtig ist, für den gesellschaftlichen Standpunkt. Wenn man (zumindest als Mann) eine Familie gründen möchte, oder sich überhaupt eine Beziehung wünscht, ist es als "Arbeitssuchender" meiner Meinung nach schwieriger, eine Frau zu finden.

Kommentar von auaauamehr ,

Finde es klasse, dass Du das so siehst bzw. erkennst und dich damit auch wohler fühlst. Viel Erfolg mit Deiner Selbstständigkeit;)

lg

Antwort
von NewKemroy, 31

Nein. Es lohnt sich nicht zu arbeiten. Allerdings, wie schon von anderen gesagt, - es geht nicht anders.

Es geht nicht anders, innerhalb des derzeitigen Systems. Doch macht sich jemand Gedanken über ein besseres?

Kommentar von auaauamehr ,

hi danke für die Antwort.

Wieso geht es anders eigentlich nicht? Das hat mir noch Keiner richtig erklären können (heul heul). Vor allem verstehe chnicht wieso es nicht anders gehen soll, wo doch viele der Meinung sind, dass es sich nicht lohnt.

Wenn sich die Arbeit nicht lohnt weil allein die Folgen wie Umweltverschmutzung, Krankheit und das Risiko von Arbeitslosigkeit den Nutzen bei weitem übersteigen..muss man sich doch fragen, was uns antreibt so etwas zu verlangen. 

Und das ist noch längst nicht alles..die freiwerdende Arbeitskraft könnte der Gesellschaft in vielen Bereichen von großem Nutzen sein. Im Bereich der Pflege und Erziehung zB. steckt doch unfassbares Einsparpotenzial..zudem finde ich es eh bedenklich, wenn unsere Kinder, vom Kleinkindalter an, durch den Staat erzogen werden und das wir unsere eigenen Eltern in Pflegeheime stecken, weil wir keine Zeit haben und das Leben mit arbeiten verbringen müssen, damit wir uns Pflegeheime und Tagesmütter leisten können...ich verstehe es nicht tut mir leid..

Ich denke mittlerweile, es ist eine Frage der Einstellung und den Menschen sind die Menschen scheichegal. 

lg

Kommentar von NewKemroy ,

Wieso geht es anders eigentlich nicht?

Hi. Weil die geldpolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so gestrickt sind, dass es so laufen muss.

Um etwas grundlegend positiv zu verändern muss man eben an diese äußeren Rahmenbedingungen ran. Es nützt nichts einfach mal das Gehalt der Altenpflegerin per Dekret zu verdoppeln, weil dann fehlt das Geld wieder anderswo. Rahmenbedingungen verändern hieße z.B. die Knappheit des Geldes insgesamt zu beseitigen. Das sind aber so grundlegende Veränderungen, dass sie sich viele gar nicht vorstellen können. Andere wiederum halten die bisherige Wirtschaftsordnung für gottgegeben. Und sicherlich gibt es auch Leute, für die keines von beiden zutrifft, die aber so sehr Angst haben sich von der sozialen Marktwirtschaft zu Gunsten eines besseren Modells zu verabschieden, dass sie nicht daran rühren wollen.

was uns antreibt so etwas zu verlangen.

Die Überglorifizierung der Arbeit, die Calvinistische Arbeits-Ethik, kein Versager sein zu wollen, der sich seit dem Nationalsozialismus immer noch haltende Grundsatz, "Arbeit macht frei"  und der Wunsch nicht vom Staat abhängig bzw. Sozialschmarotzer sein zu wollen.

Ich denke mittlerweile, es ist eine Frage der Einstellung und den Menschen sind die Menschen scheichegal. 

Das ist wohl so. Und ich glaube auch dass hierin der Grund liegt, warum sich sobald daran nicht ändern wird.

Wie sieht es denn bei Dir aus, könntest Du Dir vorstellen eine Partei zu gründen, um für eine Verbesserung auf diesem Gebiet zu kämpfen?


Kommentar von auaauamehr ,

Schön das Du es so gut auf den Punkt bringst zudem meine ich, zu erkennen das Du die Möglichkeit einer Veränderung nicht ausschließt:)

Nein das könnte ich mir nicht vorstellen. Das liegt zu einen daran, dass ich nicht der Typ dafür bin. Das können andere deutlich besser. Ein weiterer Punkt ist..ich bin skeptisch ob das ein wirksamer weg ist, die Politik dafür zu gebrauchen. Es ist gut Politik und Politiker zu haben aber es hat auch seine Tücken wie den Lobbyismus. Eine große Werbekampanie würde ich dagegen für sehr wirkungsvoll und unterstützenswert halten;)

Die von Dir oben schon genannten Gründe sind in meinen Augen hauptsächlich verantwortlich für die vorherschende Situation und für eine Veränderung ist eine Veränderung in der Denkweise de Menschen notwendig. Das bedarf in meinen Augen einer Entwicklung und die wird wohl eine Zeit lang brauchen.

Ich gehe daher einen anderen Weg. Ich passe die Arbeit meinem Leben an - nicht umgekehrt, ich will ein Vorbild sein und versuche, möglichst nicht auf kosten anderer aber doch in der Gemeinschaft selbstbestimmt und Frei zu leben. Natürlich gelingt mir das nicht immer aber, das ist auch nicht schlimm denn ich bin Mensch und nicht das Ideal. Ehrenamtlich bin ich seit 20 Jahren tätig und habe dadurch neben vielen Eindrücken, Anerkennung und Erfolg auch die Möglichkeit etwas von mir weiterzugeben. Ich habe viel Zeit mich mit den Dingen zu befassen aber ich war deshalb nich automatisch faul. Ich bin zB. in vielen Ländern gewesen, habe einiges gesehen und vielleicht auch gelernt mehrere Blickwinkel einzunehmen. Nach meiner Ausbildung und ein paar Gesellenjahren kamen die Reisen, Beziehungen, Menschen, wg-Leben und Selbstversorgerkommune in Spanien... irgendwann der zweite Bildungsweg und heute studiere ich, an einer großen Universität..aus Spaß ohne Leistungsdruck. Ich habe eine Familenartige Beziehung in der ich Verantwortung übenehme und kann sagen, das mir mein Leben ziemlich gut gefällt weil es, mit all seinen Kompromissen, genau das ist was ich will. Ich glaube fest daran, durch anders Leben vormachen langfristig etwas zu verändern. Auch wenn mir bewusst ist das ich nur einen Winzigen Einfluss habe..steter Tropfen.. blöd ist nur, das vielen die Möglichkeit dazu fehlt und ich muss, halt fairerweise sagen, dass ich keine eigenen Kinder habe. Auch sonst hatte ich relativ wenige Pflichten und ganz bestimmt eine große Menge Glück im Leben. Interessanterweise!.. Bin ich, seit 20 Jahren niemandem! auf der Tasche gelegen.. wurde aber sehr oft und scharf kritisiert/ausgeschlossen/nicht für voll genommen usw., weil ich nicht bzw. nur wenig arbeite. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und weiß um die fehlenden Argumente.. bin nicht böse.

Uii ist etwas lang geworden...

Kommentar von NewKemroy ,

Oh, Werbekampagnen gibt es schon seit 15 Jahren. Dann können wir ja die Beine hochlegen  ;-)

Von der Aufmachung gefällt mir dieser Clip besonders:

https://www.youtube.com/watch?v=k3VbT7dhyCc

Vom Inhalt und pädagogischem Wert her, ist dies mein Favorit:

https://www.youtube.com/watch?v=lS0fgaktHMs

Antwort
von Gerneso, 40

Den Grundstein für einen interessanten und abwechslungsreichen Job mit gutem Gehalt legt man bereits in der Jugend.

Offenbar kennst Du nur Menschen mit schlechter Qualifikation die zu miesen Jobs führt.

Orientiere Dich einfach mal an den erfolgreichen Menschen.

Kommentar von auaauamehr ,

Das Problem was ich dabei sehe ist das es schlicht nicht möglich ist, allen Menschen eine Arbeit zu bieten, die interessant und abwechslungsreich ist. Selbst wenn man selbst nicht direkt betroffen ist, weil einem ein guter Grundstein gesetzt wurde! Bleiben doch millionen von Menschen in einer ziemlich üblen Lage. Und sich da einfach herauszunehmen finde ich im Grundsatz schon falsch.

Es geht nicht um die, die ich kenne.. sondern um die Situation von millionen deutschen.

lg

Kommentar von Gerneso ,

Jeder hat die Möglichkeiten auf einen tollen Job. Da viele aber sowieso die Voraussetzungen hierfür nicht schaffen, müssen die halt nehmen was ihrer geringen Qualifikation entspricht.

Aber wer einen interessanten und abwechslungsreichen Job haben möchte und auch hierfür die Voraussetzungen schafft bekommt den auch!

Kommentar von auaauamehr ,

Das musst Du mir mal erklären bitte.

Wenn jeder einen tollen Job haben kann..wer macht denn dann die ganze andere Arbeit? und wo kommen denn auf einmal die ganzen tollen Jobs her? 

Ernsthaft, ich verstehe nicht wie das funktionieren soll und ichhabe denVerdacht, dass das immer nur behauptet wird ohne dabei die Realität zu berücksichtigen. Kann das sein?

lg

Kommentar von Gerneso ,

Ganz einfach. "Die ganze andere Arbeit" machen die Leute, die keine Lust hatten mehr aus ihrem Leben zu machen.

Davon gibt es ja reichlich und wenn sie gesund sind ist arbeiten zumutbar.

Sie bekommen dann eben nur eine Stelle wo geringe Qualifikation ausreichend ist.

Dass sie nur gering qualifiziert sind haben sie ja bewusst so entschieden.

Kommentar von auaauamehr ,

Also doch nicht für jeden! Na wieso sagst du das denn nicht gleich?

Ich finde Du machst es Dir sehr einfach. 

1. Dieser Grundstein und die bewusste Entscheidung von der Du da sprichst sind doch (nachgewiesenermaßen) Dinge die eben nicht unbedingt in der eigenen Hand liegen.

2. Es geht, wie schon geschrieben.. um millionen betroffene, die ihr Leben zu großen Teilen ihrem Job widmen müssen. Ohne, dass sie einen Vorteil davon haben. Das sie sich in einer Zwangslage befinden und aus dieser nicht entkommen können ignorierst du einfach. 

Ist es denn für Dich erstrebenswert,dass die Menschen ausgebeutet werden..oder wie darf ich Dein Rumgedruxe verstehen?

lg

Kommentar von Gerneso ,

JEDER hat es selbst in der Hand ob er das kostenlose Bildungsprogramm in Deutschland nutzt oder ob die Schule für ihn umsonst war, weil er sich entschieden hat nicht mitzuarbeiten und somit auch die Leistung schlecht bewertet wurde.

Damit bleibt es dabei dass jeder der WILL auch alle Möglichkeiten hat. Wer nicht will eben nicht.

Kommentar von auaauamehr ,

Naja das sehen Leute vom Fach aber ganz anders..

Allein welcher Erziehung man ausgesetzt ist spielt eine entscheidende Rolle und ich finde es auch zu viel zB. von einem Grundschüler, ein Bewusstsein darüber zu verlangen..find ich irgendwie nicht normal.

Wenn nun alle eine gute Qualifikation besitzen und dadurch alle einen tollen Job haben...wer bitte macht die restliche Arbeit? Kann es sein, dass das nicht funktioniert? Evtl. bin ich auch zu doof..bitte erkläre mir wie das geht.

lg

Kommentar von NewKemroy ,

Das hieße ja, nur Menschen, die seit ihrer Jugend "always on top" sind und über eine erfolgreiche und ununterbrochene Bildungs- und Erwerbsbiographie verfügen haben Anrecht auf GUTE ARBEIT.

Das ist aber eine ziemlich menschenverachtende Sichtweise, finde ich.

Kommentar von Gerneso ,

Einige wenige schaffen es auch über den zweiten Bildungsweg. Aber es sind tatsächlich nur wenige Ausnahmen die es sehr stark wollen und damit das Ruder nochmal rum reißen.

Die meisten Leistungsverweigerer in der Jugend schimpfen später auf den Staat statt ihre eigene Faulheit. Ist ja auch einfacher anderen die Schuld am eigenen Versagen zu geben.

Kommentar von auaauamehr ,

Verstehe ich dich richtig? Kinder und Jugendliche sollen, von sich aus ein Bewusstsein dafür entwickeln, sich dann aus freien Stücken diesen Stress antun..der sie sehr oft sogar Krank macht? Und wers nicht packt hat halt Pech und muss sein Leben hergeben? Krasse Einstellung.. 

Man ich bin grade unfassbar froh, das ich nicht dein Sohn bin..

Kommentar von auaauamehr ,

Ich bin echt von den Socken.. 

Kommentar von Gerneso ,

Es gibt kein Land auf der Welt wo Geringqualifizierte top bezahlte Jobs bekommen.

Kommentar von auaauamehr ,

Wer redet den von top Bezahlung und was hat das mit meiner Frage zu tun? Soll das ein Argument sein? 

Lassen wir es gut sein ..ich mein schon klar wenn der klügere immer nachgibt dann gewinnen die..anderen..

Lieben Gruß 

Kommentar von Gerneso ,

Du hast doch behauptet Arbeit bedeutet ein anstrengender Job ohne Spaß und man kann kaum vom Gehalt leben.

Antwort
von LoveRuhrpott, 55

Wir sind die Sklaven des 20 Jahrhunderts...ob ich es überhaupt bis zur Rente schaffe?? Und Dan das Geld für meine Krankheiten oder ähnliches brauche?!An statt man Dan Ruhe hätte geht alles für die Medizin und  Krankenhausaufenthalte drauf. Und dazu kommt der Monatliche Hungerlohn für den man fast täglich aktiv sein muss.  

Kommentar von auaauamehr ,

Sehe ich auch so..und Rente soll sie ja privat vorsorgen..

Antwort
von Parthuraxx, 25


Ist es denn überhaupt vertretbar darauf zu bestehen, dass jemand arbeitet?

Nein niemals und wird es nie. 

Arbeiten ist meiner Meinung nach ein System und ein System soll bzw. hat immer ein bestimmtes Endergebnis.

Das geht sehr weit und viele belächeln das nur doch wenn du einfach nur arbeiten gehst führst du meiner Meinung nach ein Leben ohne zu Leben. 

Ich möchte dir auch nichts in den Kopf setzen denn eins bleibt immer gleich ohne Geld hast du auch kein Leben, finde deinen Weg. Aber mit den Gedanken bist du schon gut dabei. 

Was glaubst du wie viele Menschen nur dumm zuhause hocken und sich nie fragen: "was mache ich hier eigentlich?" Da kommt dann das Fernsehn ins Spiel.

Ja ich bin schon so ein kleiner Verschwörungs Theoretiker :D Aber die Fakten liegen auf der Hand man muss nur mal danach suchen.

PS: Schön das es diese Menschen noch gibt. Danke.

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