Frage von MaryJane322, 103

Lohnt es sich um meinet- und der Kinderwillen zu kämpfen?

Hallo, ich habe so etwas noch nie gemacht (fragen in einem Forum gestellt) aber ich bin gerade völlig durch den Wind und vielleicht habt ihr ja Tips bzw. Ratschläge für mich. Ich habe mich von meinem Freund nach 7,5 Jahren Beziehung getrennt. Das ist jetzt ein dreiviertel Jahr her. Wir haben ein gemeinsames Kind und eins, was er die ganze Zeit wie sein eigenes behandelt hat. Die Gründe dafür waren im nachhinein von mir betrachtet eher banal. Wahrscheinlich eher Torschlusspanik, da wir heiraten wollten und einige Streitigkeiten mit seiner Familie. Er, ich und auch die Kinder haben sehr unter der Trennung gelitten (am meisten er), aber ich brauchte erst mal etwas Zeit für mich um damit klar zu kommen und alles zu Reflektieren.

Nach einem Monat habe ich ihm einen Brief geschrieben, welchen er wahrscheinlich nie bekommen hatte, zumindest hat er mir das vor ca. 2-3 Monaten gesagt. (Seit dem bin ich total von meinen Gefühlen überrannt, da dieser Brief wahrscheinlich meine letzte Chance gewesen wäre.) Da er damals nicht auf den Brief geantwortet hat, wollte ich ihn auch nicht bedrängen und habe ihn deshalb nicht darauf angesprochen.

3 Monate nach Ende der Beziehung hat er mir erzählt, dass er eine neue Freundin hat. Das hat mich schwer getroffen. Aber ich dachte das vergeht schon, man braucht nur Zeit. Wahrscheinlich um mich abzulenken bin ich dann auch eine neue Beziehung eingegangen und diese tat mir auch echt gut und ich fühlte mich richtig gut. Diese habe ich aber mittlerweile aus Fairness meines neuen Partners gegenüber beendet, da ich bemerkte, dass ich noch sehr oft an meinen Ex-Partner denke, sehr an ihm hänge und unsere Trennung noch lange nicht verarbeitet habe. Ich kann ihn einfach nicht vergessen und aus meinem Leben streichen, da ich ihn noch so sehr liebe.

Was meint ihr, lohnt es sich doch noch zu kämpfen?

Und wenn, wie würdet ihr es angehen? Ich möchte ihn ja auch nicht in die Enge oder noch weiter von mir weg treiben.

Antwort
von KMorgen, 61

Hey :D

Hmm ich persönlich finde, dass du weiter kämpfen solltest da du immer noch liebst und ihr Kinder habt

Wie du schon richtig erkannt hast solltest du ihm keine Gefühle aufzwingen bzw. ihn bedrängen

Eine Taktik? Naja...vlt solltest du mit ihm Kontakt suchen...wie ein Anruf oder eine SMS...einfach mal fragen wie es ihm geht und vlt könnt ihr euch treffen (kannst gerne die Kinder als Grund nehmen xD) und ihm das alles irgendwie erklären, dass es ein Fehler war und nenne ihm einige Gründe vlt das du vor der Heirat Angst hattest

Alles Liebe und viel Glück:)

Kommentar von MaryJane322 ,

Danke! 

Irgendetwas muss ich unternehmen, denn so kann es nicht weitergehen. Obwohl ich mich getrennt hab, kann ich nicht verstehen, dass sich seine Gefühle so schnell ändern bzw. abstellen lassen.

Vielleicht brauche ich auch nur eine klare Ansage seinerseits, um irgendwann damit abschließen zu können.

Kommentar von KMorgen ,

Es gibt einen Männer Psychologen Christian Sanders hier ist ein Link: 

http://christian-sander.net/?gclid=CKjP3JmsrMsCFUKeGwodPQYKDg

Schau mal rein vlt findest du ein paar Antworten :) und ich muss zugeben mein Bauchgefühl sagt mir, dass so etwas gelegentlich auch gespielt ist...mit anderen Worten sie wollen einen zeigen das sie den ehemaligen Panter nicht brauchen, dass ist aber wie gesagt nur ein Gefühl

Kommentar von MaryJane322 ,

Ich denke, dass seine Gefühle nicht ganz weg sind, denn wenn wir über die Vergangenheit reden, (z.b. Trennungsgründe) dann hat auch er Tränen in den Augen. Aber über die Vergangenheit reden bringt auch nichts, es tut nur weh. 

Ich möchte ja eine Zukunft. 

Ich hoffe die Zeit arbeitet für uns und wir finden evtl. Irgendwann wieder zueinander.

Kommentar von realistir ,

tja, du siehst doch, alles was mit euerer Vergangenheit zu tun hat, tut jedem von Euch weh, ist also keine gute Ausgangsbasis.

Hinzu kommt, bei jeder Kleinigkeit von sinngemäßen Störfällen kommt bei Euch Beiden automatisch ein doofes Gefühl hoch. So im Sinne, von ohje, wieder etwas was weh tun könnte und wer ist da wohl sinngemäß Schuld.

All das ist kaum eine Basis für eine Wiederholung solcher Störfälle, wenn die Beteiligten nichts wesentliches dazu gelernt haben und flexibler sind.

Möchtest du in einem Betrieb arbeiten, in dem das Betriebsklima mal arg unschön erlebt wurde. Oder glaubst du, Er hätte Lust zu solcherlei Erfahrungen? Sinngemäß.

Kommentar von MaryJane322 ,

Da hast du recht.  Ich möchte ja auch nicht dort a fangen, wo es aufgehört hat. Eher irgendwann vielleicht einen Neuanfang. 

Ich möchte ihm ja auch sein Glück mit seiner neuen Freundin kaputt machen. Es ist nur so gemeint, ob es sich evtl. auf längere Sicht lohnen würde ihn jetzt noch mal zu zeigen, dass meine gefühlt für ihn so sind.

Kommentar von MaryJane322 ,

Nicht kaputt machen, meinte ich.

Antwort
von Rosalielife, 1

Dein Herz bedrängt dich. Du hast dem bereits nachgegeben und deine neue Beziehung beendet. kompliment, du hast auf deine Gefühle gehört.

Mach einen erneuten Anlauf, schreibe nochmal und versuche, dich mit ihm zu treffen.

Die Kinder sind hier der Kollateralschaden, und die kleinen wissen nicht, wie ihnen geschieht, suchen die Schuld für das Auseinandergehen der Eltern bei sich, ziehen sich zurück und entwickeln unangenehme Verhaltensweisen.

Freilich geht es erst mal um euch. Dränge ihn nicht. Zeige ihm, dass du noch viel empfindest, dass du bereit bist für einen neuen Anfang.

Bei euch muss es stimmen, damit es euch und den Kindern gut geht. Die kinder dürfen nicht als Druckmittel fungieren, sie könnten auch mit einer geklärten Situation umgehen lernen, etwa ein praktiziertes Umgangsrecht, bei dem sich die Partner sachlichfreundlich begegnen und nicht gegenseitig Konkurrenz machen.

Natürlich hast du die Familie im Blick, so wie sie im Bilderbuch steht, Vater, Mutter und zwei Kinder. Dieses Modell kann funktionieren, Kinder erhalten eine Beziehung jedoch nicht aufrecht oder bringen eine dauerhafte Versöhnung zustande. Sie dürfen nicht instrumentalisiert werden, um  einem Elternteil zu "helfen".

aber mach dir klar, dass du auch ohne Partner die Kinder großziehen kannst und dabei dein Leben glücklich gestalten kannst. Finanzielle Dinge etc, lassen sich klären, und du kannst mit anderen Alleinerziehenden Kontakt haben und erkennen, dass auch andere Familienmodelle möglich sind, gelebt werden, erfolgreich sind.

Klammere nicht an Träumen, die sich nicht umsetzen lassen. Überlege, was dir wichtig erscheint, kämpfe um deine Beziehung.

Antwort
von schein22wie, 45

Warum nicht, das Leben ist kurz, und wenn man weiß, was man will, sollte man darum kämpfen - falls es nicht schon zu spät ist. Sein männliches Ego ist sicher verletzt. Wie Du das angehen sollst, kann ich Dir nicht sagen. Das ist abhängig von der Situation, ich würde ihm auf jeden Fall deutlich signalisieren, das Du wieder an ihm interessiert bis und dir der ganze Schlamassel leid tut. Immerhin habt ihr zusammen Kinder. Vielleicht im Interesse der Kinder ein gemeinsamer Urlaub - und dann findet sich der Rest.

Antwort
von Lernresistenz, 58

Wegen der kinder habt ihr ja wahrscheinlich noch regelmäßig Kontakt. Nutze eine Gelegenheit, um ihn nach einm essen oder paar ruhige Minuten zu bitten, weil du mit ihm reden möchtest.
Und dann berichte von deinen Gedanken und Gefühlen.
Nur wenn du es versuchst und direkt mit ihm sprichst, bekommst du Klarheit.
Ich glaube wenn du es nicht zumindest versuchst, wirst du es bereuen

Kommentar von MaryJane322 ,

Wir haben bereits Gespräche geführt,  auch längere. Da ging es aber meist um die Trennung selbst und dessen Gründe. Allerdings fanden diese Gespräche statt, als auch ich noch in meiner neuen Beziehung war. Ich weiß auch nicht wie ich anfangen soll, da ich nicht mehr über die Vergangenheit an sich sprechen möchte, da es zu sehr weh tut. Nicht nur mir, auch er hat da ab und zu Tränen in den Augen. 

Und da er ja evtl. seine Gefühle für mich/uns neu entdecken/wiederfinden soll, wäre eine Frau, welche heult nicht gerade attraktiv.

Ich hoffe die Zeit arbeitet für uns. Allerdings möchte ich mir nicht auch irgendwann vorwerfen, dass ich zu lange gewartet und es nicht versucht habe.

Kommentar von Ottavio ,

Woher willst Du wissen, dass eine Frau, die heult, für einen Mann nicht attraktiv ist ? Ich bin ein Mann, und ich sehe das ganz anders. Es weckt den Beschützerinstinkt. Also warte jetzt nicht mehr, versuche es.

Kommentar von Lernresistenz ,

Aber wenn du ihm deine Gefühle zeigst und dann vielleicht auch weinst, zeigst du ihm damit, wie ernst es dir ist.

Kommentar von MaryJane322 ,

Und wie verletzlich.

Kommentar von Lernresistenz ,

du musst dir klar werden, was du noch für ihn empfindest und ob du dafür bereit bist was zu geben. jemandem seine Gefühle anzuvertrauen, bedeutet immer, verletzlich zu sein... aber möchtest du lieber stark wirken und dich hinterher fragen, was gewesen wäre, wenn du dich ihm anvertraut hättest?

Antwort
von Bethmannchen, 8

Meine Güte, machst du das kompliziert!

Lade ihn zu euch zum Essen ein, und danach geht es mit den Kindern ab in die Natur - Spielplatz, Wald... (je nach dem wie alt die Kinder sind schickst du sie ein bisschen auf Abstand, oder lass sie sich  austoben ;-) und dann redest du mit deinem Freund Tacheles und fasst dich dabei ganz kurz:

Jetzt haben wir es also jeder mit einem anderen Partner versucht, aber das war für mich nicht das richtige. Tatsächlich liebe ich dich immer noch und hätte es gerne wieder so wie früher. Der Streit damals war doch nur Familienkram, aber nicht wirklich zwischen uns beiden. Wollen wir es noch einmal gemeinsam versuchen? Was meist du dazu? - und mehr erst einmal nicht!

Dabei kein darum herum reden, oder weil... ich hab mir überlegt... besser für die Kinder... Es geht erst einmal nur um euch beide. Wenn du bei so einer Gelegenheit nicht offen mit ihm reden kannst, dann brauchst du keine weiteren Bemühungen anzustrengen, dann ist Hopfen und Malz für eine Beziehung verloren und nicht mehr als eine gute Freundschaft möglich. 

Und er kann sich für seine Antwort ein wenig Zeit nehmen, sollte sich aber bis ungefähr Ostern schon entschieden haben. Wenn er nämlich zu lange zaudern muss, hat es auch keinen Zweck. Dann wäre sein Ja nur eine Kompromiss-Antwort und die Beziehung stünde wieder auf wackeligen Füßen.

Und nun geh es mal unkompliziert an

Antwort
von interference, 2

Kämpfe. Sage ihm die volle Wahrheit. So schnell wird er dich nicht vergessen haben. Er erwartet evtl. zu Recht, dass du aktiv wirst. Du hast diesbezüglich nichts mehr zu verlieren. Aber es wäre schade, wenn ihr euch "verpassen" würdet.

Viel Glück!

Antwort
von realistir, 35

Ich sage es mal so, sinngemäß sollte man Frauen wie dich auf dem Mars schießen.

Du quälst nicht nur dich, deine Kinder, sondern auch viele Andere!
Du machtest aus irgendwelchen Gründen eine gute, annehmbare Beziehung kaputt. Hast dann eine neue angefangen und auch die wieder kaputt gemacht. Nun willst du die neue Beziehung von deinem Ex wegen gewisser Eigenheiten und Rücksichtslosigkeiten kaputt machen!

Kannst du nur kaputt machen? Wieso kannst du aus Dingen, die du mal angefangen hast nichts beständiges tun? Und willst aus so veränderbaren Dingen wie Gefühlen und Launen etwas machen, was kaum sinnvoll ist und kaum Bestand haben kann?

Wie gesagt, verschone Andere möglichst von Dir, du machst mehr kaputt als heile. Kommst sinngemäß nicht mal mit dir vernünftig klar, deswegen solltest du möglichst Andere in Ruhe lassen.

Meine derzeitige Betrachtungsweise deiner geschilderten Situationen!

Du kämpfst auch nicht wirklich um deinetwegen und der Kinder wegen, sondern aus purem Egoismus.


Kommentar von MaryJane322 ,

Sicher hast du in gewisser Weise recht. Und es klingt hart und sicher auch fair aus deiner Sicht. 

Ich habe die Beziehung zu meinem Ex Partner nicht leichtfertig beendet. Zu dem Zeitpunkt gab es schon triftige Gründe, welche mir nur nach der Zeit, welche jetzt vergangen ist wahrscheinlich nicht mehr so unlösbar erscheinen. 

Kommentar von realistir ,

ja, es klingt nicht nur hart, es ist es meist auch.

Danke, dass du meine Zeilen nicht fehl-interpretiert hast. Du darfst natürlich so sein wie du bist, und wir haben uns Alle nicht selbst gemacht ;-)

Meine Worte an dich hatten den Sinn, mehr über dich und dein tun nach zu denken, damit solcherlei vergangene Reaktionen möglichst vermieden werden, und weder dein Glück, noch das Anderer gestört -zerstört- wird.

Deine eigene Wortwahl ist gut. Jetzt redest du zwar von nicht mehr so unlösbar gewordenen Dingen, aber doch noch zu einseitig, nur auf deinen Ex bezogen. Diese Überlegungen sind sinngemäß ein Störfall, ein sinngemäßer Gau. -sehe ich derzeit so-

Was spricht gegen eine Wiederbelebung der gerade vorher noch gut funktionierenden Beziehung. Deine Kinder hatten sich an den gewöhnt, wurde von diesem Neuen akzeptiert.

Was also spricht gegen eine Wiederbelebung dieser Erfahrung und "den Versuchen", aus der möglichst -Beziehung, Beteiligung eines Menschen- viel Bestes für alle Beteiligten zu erwirken. Wenn dieser neue besser geeignet wäre als der Ex, ....
Kann ich leider nicht beurteilen.

Ideal ist, wenn ein Mann Kinder auch als das betrachten kann, was sie sind. Noch kleine Erdenbürger denen man helfen sollte auf dem Weg in ein eigenes Leben. Das gelingt, egal ob es eigene Kinder sind oder nicht, wenn man das vernünftig betrachtet.

Denn selbst eigene Kinder führen ab irgendwann ein selbstbestimmtes Leben, wir sollen nur helfen, ihnen dies zu ermöglichen.

Kommentar von MaryJane322 ,

Ich hätte im Moment gern so eine klare Sicht auf die Dinge, wie du.

Ich weiß das ich viele Menschen verletzt und auch viel kaputt gemacht habe, deswegen befinde ich mich wahrscheinlich in diesem Gefühlschaos. Ich mache mir genug Selbstvorwürfe.

Die Trennung hatte damals für mich die Gründe,  dass wir uns sicher gegenseitig nicht mehr so als Partner gesehen haben, eher als eingespieltes Team, was seine Abläufe hat. Dadurch gab es kaum noch Zärtlichkeiten, geschweige denn sexueller Kontakt. Die war aber sicher dem Stress zu verdanken (Arbeit in 3 Schichten, die Kinder, der Hausbau...) Ich persönlich habe mich nicht mehr richtig als geliebte Frau gefühlt. Wir sind natürlich beide daran Schuld, dass keiner den Arasch in der Hose hatte, das anzusprechen.

Weiterhin haben sein Bruder und seine Eltern meinen Sohn auch nie gleichwertig mit unserer gemeinsamen Tochter behandelt. Im Gegenteil,  sein Bruder sagte irgendwann mal, dass er ja nicht zur Familie gehöre.

Und da mein Ex Freund immer versucht es jedem recht zu machen und niemandem vor den Kopf zu stoßen, hatte ich auch immer das Gefühl,  dass er nicht 100%ig hinter uns steht.

In dem Moment der Trennung dachte ich, dass es so nicht weitergehen kann und ich das auch meinem Sohn nicht zumuten muss. Da es durch diese Problematik immer einen ständigen Konkurrenzkampf zwischen den beiden Kindern gab.

Allerdings ist durch die Trennung nur noch alles schlimmer geworden, da sich auch mein Ex Freund nicht mehr wirklich um meinen Sohn kümmern möchte, nur noch um seine Tochter und um die Tochter seiner neuen Freundin. Dies kann ich ihm aber nicht wirklich vorwerfen, da es ja nicht sein leiblicher Sohn ist.

Nun leide ich dadurch noch mehr, weil es meinem Sohn damit wirklich nicht so gut geht. UND ICH BIN SCHULD!!!

Kommentar von realistir ,

nööö, nicht du bist alleine Schuld! Du warst, und bist immer nur eine Beteiligte also sinngemäß eine Variable in einem Zusammhang mit so vielen anderen Variablen, ganz nüchtern betrachtet.

Okay, wenn dein Ex gewisse Probleme mit sich selbst hatte, oder noch hat, warum gab es dann nicht so nüchterne Betrachtungen wie du sie jetzt anstellst? Ich hätte deinen gefragt, willst du wie ein Dilltopp sein, immer wenn jemand die symbolische Peitsche schwinkt, musst du nach der tanzen?

Meine Ex war eine vom Typ, mit dem Kopf durch die Wand. Sie und ihre Kinder grinsten, als sie hörten, warum ich die Möbel rückte.
Ich sagte, aha, Madame hat wieder ihre eigenen Allüren, also helfe ich ihr. Sie fragte natürlich, was soll meine Möbelrückerei. Ich sagte cool, ich mache die Wand frei, damit du eine Chance hast mit dem Kopf da durch zu können. Viel Möbel musste ich danachnicht mehr rücken ;-)

Na du bist gut, du erinerst mich an meine Ex. Obwohl wir durchaus über alles mögliche hätten reden können, hatte sie nie viel über sich, ihre Gedanken, Wünsche, Erwartungen geredet.

Selbst wenn sie Sex wollte, kam sie, fragte was ich so machen würde, jetzt, nachher, morgen! Es kam nie ein, ich hätte Lust auf irgendwas.

Ich verstehe auch dieses sinngemäße mein, dein usw nicht.
Meine Ex hatte bereits Kinder und für mich war es egal, ob meine oder ihre oder die von irgendwer. Kinder sind wie Partner kein Besitz oder sollten wie Besitz behandelt werden.

Kinder sind Lebewesen, wie Tiere, Pflanzen usw und man sollte sich bemühen deren Leben zu würdigen und sinnvoll daran teil zu nehmen, deren Leben oder Entwicklung zum eigenständigen Leben unterstützen.

Was nützen Selbstvorwürfe? Sie konzentrieren einige Dinge nur auf einseitige Perspektiven, helfen nicht wirklich.

Gut, okay, so gut wie ich jetzt vielleicht betrachtet werden kann, war ich natürlich nicht ab Geburt. Ich habe mich entwickeln müssen, einen sinngemäß langen Weg hinter mir.

Früher nervte mich die Katze meiner Bekannten und ich Depp beschimpfte das Tier. Bekannte sagte natürlich nichts, wollte mich nicht gleich wieder vertreiben ;-)

Morgens sagte ich nach einiger Überlegung, eigentlich bin ich ja blöde, nicht deine Katze. Erstens habe ich einen größeren Kopf, könnte sinnvoller überlegen, zweitens will die Katze nur etwas für sie natürliches. Nachts raus, Mäuse jagen, oder Toilette machen usw.

Also gab es Nächte später ein Großkopf, der auf stand, Katze die Terassentür auf machte. Jetzt haben wir eigene Katzen und die lieben mich. Nicht nur weil ich Katzenklappen einbaute. Die verstanden teilweise Rituale, also Verständigungsversuche. Reden können sie nicht, aber lernen, sich bemerkbar zu machen und zu versuchen, uns zu zeigen was sie möchten. Spielen, wohl behütet im Arm schlafen, fressen usw.

Wir versuchen uns wenigstens zu verständigen und geben nicht gleich auf, wenn es aussieht als sei es nicht möglich.

Tja, Menschen können zwar reden usw, tun es aber oft nicht und nicht vernünftig. Viele versuchen es nichtmal ;-)

Kommentar von MaryJane322 ,

Ich denke man lernt aus seinen Fehlern und wächst daran. Zumindest versucht man sich zu bemühen, sie nicht zu wiederholen. Ich würde mich nicht ändern, dass kann ich nicht, weil ich bin wie ich bin. Aber versuchen an mir zu arbeiten. 

Zumindest spreche ich jetzt offener über Probleme und Sachen,  die mich stören und woran man arbeiten sollte. Aus so einer Beziehung lernt man ja auch einiges und versucht gewisse Fehler nicht zu wiederholen. 

Ich denke mir fehlt auch definitiv Lebenserfahrung und vorallem Selbstbewußtsein.  Das ist im laufe der letzten Jahre ganz schön auf der Strecke geblieben. Ich bin auch nicht der Typ,  der alles gleich hinschmeisst,  dass kannte ich vorher auch nicht von mir. Und mein Entschluss war mir so plausibel und jetzt bereue ich es. Wahrscheinlich auch, weil ich sehe, dass mein Ex auch an sich gearbeitet hat und in seiner jetzigen Beziehung versucht einiges anders zu machen. 

Kommentar von realistir ,

Interessante Thesen. Wirst du jetzt Wissenschaftlich ;-)
Du denkst, man lernt aus seinen Fehlern?

Wie funktioniert das, weißt doch, irren ist menschlich. Wie geht das denn auf einmal nicht mehr zu irren und aus Fehlern lernen?

Das ist so ein typisch gesellschaftlicher Blödsinn, hauptsache mal gesagt. Die meisten versuchen nur, die vermeintlichen Fehler nicht zu wiederholen.

Nehmen wir ein anderes symbolisches Beispiel. Irgendjemand bekommt Post vom Finanzamt, oder einer Bank. Man habe Fehler bemerkt, will aufmerksam machen damit solche Fehler vermieden werden. Man bekommt aber immer nur genau die Infos, die im Sinne der Aufpasser sind, und die nicht mal verständlich.

Siehste, du redest ja schon klartext, sagst in Beziehungen lernt man einiges und versucht gewisse Fehler nicht zu wiederholen.

Betrachte das mal viel grundlegender! Das was man lernt, ist sich anzupassen, oder geschickter zu tricksen. Das sind die Kernthemen bei diesem lernen. Sinnvoller lernen geht meist nicht so einfach. Denn jeder Beziehungsbeteiligte hat automatisch persönliche Erwartungen und versucht was fast logisch?

Selbstbewusstsein ist von was abhängig? Vor allem, wenn das meist nicht unterstützt, gefördert, sondern eher gebremst und behindert wird, bei Frauen.

In dem großen Betrieb in dem ich gearbeitet habe, bekamen Frauen ganz selbstverständlich gleiches Geld für gleiche Arbeit. Es gab auch eine schwangerenabteilung, da waren die schwangeren Frauen sinngemäß innerhalb des Betriebes, konnten jederzeit Pause machen und deren Beschäftigung war mehr so im Sinne Anwesenheit. In den oberen Reihen gibt es auch sehr viele Frauen.
Interessant ist, nicht nur das Betriebsklima stimmte seitens gerechtere Beteiligung von Frauen. Auch Ausländer wurden gleich behandelt.

Zurück zum Thema Selbstbewusstsein. Zu oft machen Leute mit vermeindlich wenig sich auch noch selbst abhängig und reden sich mangelndes Selbstbewusstsein selbst ein, oder lassen sich sowas einreden.

Warum kannst du dir also nicht einreden, du hättest viel Selbstbewusstsein? Überleg mal, denke mal mit, wir sind ja unter uns ;-)

Wie funktioniert der Placeboeffekt? Das sind genau genommen, selbsterfüllende positive Gedanken, positiver Glaube!
Und es funktioniert, wird aber zu oft nur mit Medizin in Verbindung gebracht, alle anderen Nutzungsmöglichkeiten werden nicht beacht, nicht genutzt und auch nicht gefördert!

Hat dir sonstwer das so einfach und verständlich erklärt, dir Mut gemacht, sowas persönlich als sinnvolle Förderung zu nutzen?

Denk mal weiter mit. Wie wurden aus z.B. Boris Becker und Steffi Weltmeister im Tennis. Deren Talente wurden entdeckt und vor allem gefördert.

Wie sieht es mit Förderungen in Schulen aus? Fördern die Lehrer die Schüler gemäß deren Talenten oder Fähigkeiten? Nöö, die bekommen das zu hören was sie hören sollten, quer Beet und wer mitkommt, darf in die nächst höhere Klasse wechseln.

Auf privaten Schulen sieht es anders aus. Und zuhause, werden da die Schüler gefördert, oder nur durchs System geschleppt, zum mitmachen aufgefordert?

Und wie sieht es Beziehungsmäßig aus, fördert Frau den Mann und Mann die Frau, oder wird einfach viel voraus gesetzt, erwartet?

Wie läuft die interne Beziehungsförderung ab? Wie gehen zwei Erwachsene miteinander um? Wer fördert wen, wer behindert mehr, wie sieht es bezüglich Selbstbewusstein und -förderung aus? Jemals solche Punkte angesprochen und als Zielvorstellungen versucht heraus zu arbeiten?

Oder läuft das ähnlich wie hier bei einigen fachbezogenen Fragen, wobei dann irgendwelche Banausen argumentieren, da hat man die Finger von zu lassen, weil nicht gelernt? Diese Argumentierer vergessen völlig, auch die die das gelernt haben, wussten es vorher nicht. Also hat man ihnen etwas bei gebracht.

Wieso sollte und dürfte man jemand der/die etwas nicht weiß, das nicht vermitteln, nicht sagen dürfen? Muss man 3 Jahre ein komplexes Thema lernen, zum Beispiel einen Knopf annähen?
Nöö dazu braucht niemand 3 Jahre Lernzeit.

Also, so viele Menschen haben vieles nicht gelernt, nicht mal die Verhältnismäßigkeit mancher ihrer Betrachtungen ;-)

Scheuklappendenken nenne ich sowas, aber Scheuklappendenken wird gefördert, erwartet, damit Mogelpackungen möglich bleiben.

Könnte noch einiges weitere schreiben, aber unten sehe ich nur noch wenige Zeichen hier möglich. Will dir ja keine Vorträge halten, sondern eine Unterhaltung mit dir, einen Austausch an Gedanken usw.

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