Lohnt es sich einen Anwalt zu nehmen bei einem finanziellen Verlust wegen falschem Gutachten von der Versicherung?

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6 Antworten

Du führst hier zwei verschiedene Dinge auf:

1) Die Reparatur ist 5000 Euro teurer geworden als der Gutachter geschätzt hatte.

2) Der Wertverlust, da es sich jetzt um einen Unfallwagen handelt.

Zu 1) Zuerst wäre einmal zu klären warum die Reparatur so viel teurer geworden ist, als im Gutachten errechnet wurde. Das muss die Werkstatt aber mit der Versicherung klären und nicht mit Dir.

Und was meinst Du mit "war nach der Reparatur erst halb fertig".

Hast Du zusätzliche Arbeiten in Auftrag gegeben die mit dem Unfall nichts zu tun hatten? Diese musst Du dann selber tragen!

Zu 2) Den Wertverlust auf Grund eines Unfalls nennt man "Merkantiler Minderwert". Der merkantile Minderwert kann nur bei Haftpflichtschäden geltend gemacht werden. In der Vollkasko (oder besser in der Kasko allgemein) gibt es dafür keinen Ausgleich. Das ist nun einmal so und ist Bestandteil der Versicherungsbedingungen. Dagegen kannst Du rein gar nichts machen.

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Kommentar von Ninchen0802
23.05.2016, 13:27

Der Gutachter hat das Gutachten falsch berechnet und so wurden aus 20.000€ dann 28.000€ weil er es mit der Werkstatt noch 3 mal neu machen musste. Die Werkstatt sollte dann das Gutachten machen und er zeichnet es nur ab.

Dann wollte ich das Auto abholen und die komplette Seite war noch kaputt. Der Gutachter kam erneut und hat das Gutachten nochmal um 5.000€ erweitert. 

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Hallo,

meine erste Frage: Hast du selber die Werkstatt beauftragt? Wenn ja, hast du denen das Gutachten zukommen lassen? In der Regel kalkuliert der Gutachter die Kosten, die für die Reparatur notwendig sind die er augenscheinlich erkennen kann.

In der Regel muss man die sog. Wertminderung bei einer Vollkaskoversicherung mit einschließen.

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Kommentar von Ninchen0802
23.05.2016, 13:33

Es lief von Anfang an über die Versicherung. Der Gutachter hat mit 20.000€ Gutachten angefangen und ständig was vergessen was die Werkstatt dann noch dem Gutachter gemeldet hat. Zum Schluss waren es 33.000€ Schaden.

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ich verstehe den Ablauf nicht ganz.
Du hast doch das Gutachten bzw das hat doch die Versicherung erstellen lassen.
Erst einmal verstehe ich nicht wie es zu der Summe kommt. Und zum anderen wäre das dann doch ein wirtschaftlicher Totalschaden gewesen ?! Oder irre ich mich da ?

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Kommentar von Ninchen0802
23.05.2016, 13:31

Am Anfang waren es laut Gutachter 20.000€ Schaden. Nachdem er es mit der Werkstatt mehrmals (3 Monate lang) neu berechnet hat, kamen 33.000€ Schaden zustande.  Das wäre ein wirtschaftlicher Totalschaden aber das wusste ich ja erst nach der 3 Reparatur.

Sonst hätte ich das Auto nicht reparieren lassen.

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Kommentar von Rammstein1977
23.05.2016, 16:53

3 Monate lang ?! Es ist so wie NU schrieb.
Kurioser Ablauf.

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Für mich wäre folgendes zu klären:

1. Wer hat den Gutachter beauftragt?

2. War es ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger?

3. Wer hat die Werkstatt beauftragt? Hatte sich die Auswahl der Werkstatt der Versicherer vertraglich ausbedungen?

4. Hat Ihr Kfz-Vertrag GAP-Deckung?

Ich empfehle Ihnen auch vor Beantwortung der Fragen einen Anwalt aufzusuchen.Nach  dem Schadenvolumen werden dessen Kosten von dem Versicherer zu übernehmen sein.

Sie sollten aber auch mit dem Versicherungsvermittler Kontakt aufnehmen und Ihren Vertrag durchgehen.

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Sorry - aber deine Hinweise bezüglich der 3.000 € sind mir nicht verständlich.

Selbst wenn die Reparatur des Wagens 28.000 € kosten würde, muss die Vollkasko-Versicherung nur diese Kosten abzüglich des SB in der Vollkasko zahlen.

Und natürlich wirst du auch im kommenden Jahr zurückgestuft. Ausnahme wäre nur, wenn du im Vertrag einen Rabattretter oder Rabattschutz hättest.

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Bei der Streitsumme würde ich auf jeden Fall einem Anwalt zu Rate ziehen. Der kann Dir genau sagen, was in dem Fall getan werden kann/muss und kann die ganze Gelegenheit für Dich übernehmen.

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