Frage von elligr1143, 67

Lohnt es sich, Ärztin zu werden?

Heyy,

ich mache mir in letzter Zeit noch mehr Gedanken, ob ich es wagen soll, Medizin zu studieren, als sonst schon. Den Beruf an sich finde ich traumhaft. Meine einzige Angst: der Weg bis dorthin

Aus meinem Bekannten- und Verwandtenkreis habe ich sowohl positives als auch negatives gehört. (mehr negatives) Anscheinend soll die Anzahl der Studenten, die es schaffen ziemlich gering sein. Ich finde es wirklich schade, sich 12 Semester anzustrengen bis zum Gehtnichtmehr und danach auch noch zu versagen.

Deshalb würde es mir richtig weiterhelfen, wenn alle, die mit dem Medizinstudium schon Erfahrung gemacht haben oder gerade dabei sind, davon ein wenig berichten würden.

LG

Antwort
von LilApple88, 33

Hallo,

also dass wenige Medizinstudenten es tatsächlich schaffen Arzt zu werden, stimmt so nicht. Gerade mal beim ersten Staatsexamen, Physikum, fallen vermehrt Leute durch, wobei das nicht zu vergleichen ist mit den Durchfallquoten anderer Studiengänge. Von denen schaffen es aber die meisten beim zweiten Versuch. Danach ist die Abbrecher- und Durchfallquote tatsächlich sehr gering. Die Angst, nach 12 - 13 Semestern also vor dem Nichts zu stehen, ist unbegründet.

Das Studium als solches ist durchaus machbar. Man benötigt in gewissen Phasen halt immer mal wieder etwas Sitzfleisch und den Ehrgeiz eine Vielzahl an Fakten auswendig zu lernen, aber auch hier sehe ich wesentlich höhere Hürden in anderen Studiengängen. Viel schwieriger ist dagegen das Reinkommen ins Studium, mit einem Abi schlechter als 1,3 darf man inzwischen mit ordentlichen Wartezeiten rechnen, das wird tendenziell auch immer schlimmer.

Zur Frage, ob sich das ganze lohnt, ja das muss jeder für sich beantworten. Ich stehe jetzt am Ende meines Studiums und bereue (bislang ;)) noch nichts. Ich finde, dass sich die Mühen und der lange Weg mit minimalen finanziellen Mitteln durchaus lohnt, um später in einem Job arbeiten zu können, der einem auch wirklich Spaß macht. Und das Schöne in der Medizin ist ja auch, dass man, die Approbation erst mal in der Tasche, eine Vielzahl an teilweise sehr unterschiedlichen Fachrichtungen einschlagen kann, man ist also bei Weitem nicht so festgenagelt wie z.B. mit Lehramt o.ä. In meinen Augen ist der Beruf des Mediziners ein sehr schöner und erfüllender, schlecht bezahlt ist er darüber auch nicht (natürlich sollte das nicht das Hauptkriterium für die Wahl eines Studiums sein, dann wäre nämlich eher zu anderen Fachrichtungen geraten).

Wenn du weitere Fragen haben solltest kannst du gerne noch einmal schreiben.

Viele Grüße

Kommentar von elligr1143 ,

Vielen Dank für Ihre Antwort! 
Hilft mir irgendwie sehr weiter :)

Also ich habe noch einige Fragen: 
Wie war das denn bei Ihnen? War Ihr Abi unter 1,3 oder darüber? 
Würden Sie behaupten, dass Sie fast schon am Ende Ihrer Kraft waren oder hielt es sich in Grenzen, da Sie auch viel gelernt haben?
In welchem Gebiet sind Sie tätig? Würden Sie die Aufnahmeprüfung als gut schaffbar oder eher äußerst schwierig bezeichnen? Haben Sie sich ab und zu gedacht, dass das Studium zu hart sei oder sahen Sie das Ganze eher positiv?

Dankeschön schon im Voraus

Viele Grüße

Kommentar von LilApple88 ,

Kannst gerne du sagen :) Ich hatte damals ein Abi von 1,3 über den zweiten Bildungsweg, und kam auf Anhieb gerade so an meiner Wunschuni rein. Ich fürchte fast, das ist heute noch etwas härter. Es gab im Studium durchaus Phasen, die einen ziemlich gefordert haben, hier insbesondere die Staatsexamina. Aber mit einem guten Zeitplan und etwas Disziplin war das alles gut zu schaffen und im Nachhinein hat man sich viel Stress auch selbst gemacht. Aufnahmeprüfung als solche hatten wir nicht, ich weiß nicht ob du vielleicht den Medizinertest meinst, der an manchen Unis als Bonus gilt, diesen habe ich nicht absolviert, da er an unserer Uni keine Bonuspunkte erbracht hätte. Ich habe im Großen und Ganzen im Studium gelernt, dass man an seinen Anforderungen wächst und dass so ziemlich alles gut schaffbar ist. Nicht zuletzt tauscht man sich ja viel mit Kommilitonen und Freunden aus und das hilft gerade in stressigen Phasen schon ungemein. 

Antwort
von Celina455, 22

Die muss immer bewusst sein das Du eine hohe Verantwortung als Arzt tragen musst

Außerdem muss man für das Studium sehr viel lernen da bleibt für andere Sachen kaum Zeit


Antwort
von FooBar1, 43

Ich würde es einfach probieren. Es ist harte Arbeit aber möglich. Wenn du es wirklich willst kannst du es schaffen

Antwort
von dresanne, 37

Wenn Du in der 8. Klasse bist, ist es wohl ein wenig zu zeitig, sich darüber Gedanken zu machen.

Kommentar von elligr1143 ,

Wie würdest Du das begründen, wenn ich fragen darf?

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