Moinmoin! Ich habe in diesem Jahr von Januar-März regulär gearbeitet und brav meine Steuern abgeführt. Von März-November war ich dann Zivildienstleistender und habe folglich auch nix gezahlt. Monat Dezember war dann Arbeitslosengeld. Meine Frage nun: Kann ich da trotzdem meinen Lohnsteuerjahresausgleich mit sämtlichen Pauschalen (z.B. Werbungskosten) einreichen, werden die Pauschalen dann evtl. nur anteilig angerechnet, oder schließt die kurze Einzahlungszeit den Ausgleich aus? Vielen Dank schon mal für eine Antwort!
der Guitarhead

du solltest eine komplette Steuererklärung einreichen und dir die bereits gezahlte Lohnsteuer zurückholen, auf alle Pauschalen, wie z.B: Werbungskosten gibt es keine anteilige Berechnung..

Alles einreichen. Da kannst du nur plus machen!
Super! Na dann vielen Danke und ein frohes Fest :D

Vergiß nicht Dein AL-Geld mit anzugeben, da kriegst du eine Bescheinigung vom AA. Das sind spg. Lohnersatzleistungen die mit anzugeben sind.
Du musst sogar eine ESt-Erklärung machen, da du Arbeitslosengeld 1 (nehme ich an) bekommen hast, und somit Einkünfte erzielt hast, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen.
Diese Einkünfte müssen evtl. versteuert werden, wenn du sonstige Einkünfte (Arbeitslohn) hast. Es kommt natürlich auf deine weiteren Einkünfte und Werbungskosten/Sonderausgaben an. Es kann dir passieren, dass du nicht die gesamte Steuer zurückbekommst sondern nur einen Teil.
Hey! Vielen, vielen Dank für die schnelle Antwort! Jetzt noch eine Anschlussfrage... könnte ich eventuell irgendwelche steuerlichen Nachteile durch Abgabe der Steuererklärung erleiden... also quasi irgendwelche Nachzahlungen? Eigentlich nicht, oder?
Nein, Nachzahlungen entstehen nicht. Da das Finanzamt grundsätzlich davon ausgeht, dass Du das ganze Jahr arbeiten wirst, ist die Steuerprogression (Steuersatz) anfangs höher, schließlich wird der Steuersatz anhand der Jahreseinkünfte bemessen, somit wird dein Monatseinkommen von vornhereit auf das ganze Jahr hochgerechnet.
Wenn Du aber nur drei Monate gearbeitet hast, wirst Du definitiv zu viel Steuern gezahlt haben, da sich nun hinterher herausgestellt hat, dass Du durch die niedrigeren Jahreseinkünfte eigentlich einen niedrigeren Steuersatz bekommen müsstest.