Frage von GelRolNiX, 69

Lohnsteuer, mehr arbeiten und weniger verdienen?

Hallo liebe gutefrage Community,

die Frage geht an die Hobby Finanzbeamten unter euch. Ich bin Azubi und verdiene 750€ Brutto /Monat, da ich jedoch sehr hohe Fahrtkosten hab, arbeite ich auch noch nebenbei und verdiene bis zu 200€ netto (Brutto weiß ich nicht genau, aber ich muss nur 3,75% oder so Rente zahlen). Jetzt bietet mir mein Arbeitgeber an für 2 Wochenenden im Dezember an der Saisonarbeit teilzunehmen und dabei 690€ (evtl. sogar ein paar Euro mehr) Brutto zu verdienen. Ich komme meiner Rechnung nach also auf 1440€ Brutto + 200€ netto. Wie viel Steuern müsste ich jetzt zahlen? Lohnt sich es evtl. irgendwo (vorzugsweise im Nebenjob) weniger zu Arbeiten, damit ich nicht auf den Mindestverdienst komme?

Danke schonmal für die Antwort.

Antwort
von ellaluise, 30

Also, dein "nebenbei" scheint als Minijob zu laufen. Das ist kein Problem und es bleibt weiterhin so. Dort fallen nur die Abgaben zur RV an.

In deinem "Hauptjob" könnte dann jetzt Lohnsteuer anfallen. Ganz einfach weil du ein höheres Einkommen hast.  Aber du könntest nach Jahresende eine Einkommensteuererklärung machen und würdest wahrscheinlich gezahlte Lohnsteuer zurück bekommen.

Das Einkommen des Minijobs wird in der Steuererklärung nicht angegeben, dort zahlt der Arbeitgeber die pauschalen Abgaben.

Antwort
von kevin1905, 29

Die Saisonarbeit müsste zwingend über Klasse VI laufen, ergo mit den höchsten Abzügen.

Ferner wärst du dann verpflichtet nächstes Jahr eine Einkommensteuererklärung anzufertigen.

Antwort
von petrapetra64, 5

Nein, das lohnt sich Null und macht wenig Sinn. 

Der Nebenjob läuft ja wohl als Minijob und zählt daher gar nicht mit. Da zu reduzieren macht daher gar keinen Sinn, ausser die Arbeit ist dir zu viel.  Bei 1440 Euro brutto zahlst du zwar Steuern, aber da dein Jahresverdienst gering ist und du zudem noch Fahrtkosten abzusetzen hast, kannst du am Jahresende dann eine Steuererklärung machen und bekommst die gezahlte Steuern dann zurück. Zahlen müsstest du so 78 Euro an Steuern mit Kirchensteuern (ohne Kirche 72 Euro).

Mach den Job, arbeiten lohnt sich immer.

Antwort
von fiwaldi, 28

Vermutlich hast du dann erstmal höhere Abzüge. Das verhältnis Brutto/Netto sieht mieser aus.

Bei den Steuern ist es einfach, die werden pro Jahr ermittelt und spätestens beim Steuerausgleich klingeld die Kasse -- rechtzeitig zum Sommerurlaub,

Rente kannst du später mal abkassieren und die anderen Sozialabgaben sind quasi futsch

Kommentar von siggiRF ,

Kein Steuerausgleich , sondern Einkommensteuererklärung. 

Kommentar von fiwaldi ,

Richtig, 1, setzen! In D hieß es früher Steuerausgleich, in A immer noch

Kommentar von Hefti15 ,

Interessiert mich wirklich... Ich kenne den Lohnsteuerjahresausgleich (D) von früher, als er noch was anderes bedeutet hat.

Aber wann hieß es "Steuerausgleich"?

Kommentar von siola55 ,

Ja genau lieber Hefti15, bis 1990 war dies der "Lohnsteuerjahresausgleich" und ab 1991 umbenannt in "Einkommensteuererklärung" in D, wobei die Arbeitgeber weiterhin intern einen Lohnsteuerjahresausgleich für ihre Mitarbeiter durchführen...

"Steuerausgleich" gibt es finanzamttechnisch nicht, sondern nur als umgangsprachliche Verwendung einzelner Steuerzahler ;-)

Antwort
von Kuestenflieger, 38

In der Jugend beginnt die Altersvorsorge , also arbeite mit Sozialabgaben ! Beim " Lohnsteuerjahresausgleich" , bekommst da viel an Steuern erstattet wg. Werbungskosten = Fahrkosten - Schulmittel !

Aber jeder Rentencent und -monat zählt in 50 Jahren .


Kommentar von siggiRF ,

Ein Arbeitnehmer macht keinen Lohnsteuerjahresausgleich, sondern eine Einkommensteuererklärung. 

Kommentar von fiwaldi ,

Jetzt wird es langweilig, Herr Oberlehrer

Kommentar von siggiRF ,

Des hat nichts mit Oberlehrer zu tun, es sollen halt einfach die richtigen Begriffe verwendet werden. 

Kommentar von kevin1905 ,

Ein Lohnsteuerjahresausgleich ist was anderes, diesen führt der Arbeitgeber durch, geht aber nur bei ganzjährig Beschäftigten.

Ist genau so als ob ich nach einem Hydranten frage bei einem Großbrand und du mir einen Feuerlöscher in die Hand drückst.

Kommentar von Kuestenflieger ,

Also ist die Aussage richtig , nur die ..... lesen die Anführungszeichen nicht .

Nur Beamte haben das beim Landesbesoldungsamt = Anpassung der Lohnsteuer .

Kommentar von Hefti15 ,

Du brauchst hier nicht "die.... lesen die Anführungszeichen nicht" schreiben. Weil deine Aussage wird eben auch nicht mit "" richtig.

Du hast eine Begriff verwendet und zwar in einer uralten Bedeutung, die überholt ist.

Also, werde erwachsen und akzeptiere dies. Mach hier doch nicht andere an, weil du einen Fehler gemacht hast und sie dich darauf hinweisen.

Meine Meinung: nur .... sind unfähig eigene Fehler einzusehen und müssen dann andere anmachen.

Unterirdisch!

Kommentar von Kuestenflieger ,

Bürokratendeutsch beherrschen sie prima !

Es geht trotzdem um die Lohnsteuer des Fragenden ; die regelt die Finanzbehörde bei Berücksichtigung der individuellen Sonderangaben . over.

Kommentar von siola55 ,

Es geht trotzdem um die Lohnsteuer des Fragenden ; die regelt die Finanzbehörde bei Berücksichtigung der individuellen Sonderangaben...

Leider wieder nicht ganz richtig, lieber Küstenflieger: die Lohnsteuer regelt nicht die Finanzbehörde, sondern die Lohnsteuer behält immer noch der Arbeitgeber ein!

Das Finanzamt interessiert sich für alle 7 Einkommensarten, und deshalb auch die Einkommensteuererklärung:

Der Einkommensteuer unterliegen nach § 2 Abs. 1 EStG
  1. Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft,
  2. Einkünfte aus Gewerbebetrieb,
  3. Einkünfte aus selbständiger Arbeit,
  4. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit,
  5. Einkünfte aus Kapitalvermögen,
  6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung,
  7. Sonstige Einkünfte im Sinne des § 22

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