Frage von midorii,

Lohnpfändung! Was kann man machen !

Hallo zusammen!

Heute frage ich mal für einen Bekannten der dringend Rat braucht. Sein Arbeitgeber erhielt heute eine Lohnpfändung für sein Gehalt. Diese bezieht sich auf ca. 4500€! Es ist angeführt das es sich um Mietrückstände handelt.

Nun ist mein Bekannter natürlich verzweifelt und wie man nach seinen Kontoauszücken sieht hat er alle Mieten bis auf die letzten 1 1/2 Monatsmieten überwiesen. Diese 1 1/2 Mieten hat sich der Vermieter von der Kaution abgezogen.

In der Lohnpfändung stehten über 8 Monate Mietrückstand drin, unter anderm auch Mietforderungen in denen das Mietverhältniss garnicht mehr bestand.

Nun habe ich auch gelesen das das Amtsgericht den Schuldner Mahnen muss und dieser eine Frist von 14 Tagen für einen Wiederspruch hat. Mein Bekannter beteuert das er nie so einen Brief erhalten hat.

Kann es sein das man sich einen Titel besorgen kann und einfach nur hofft das ein angeblicher Schuldner den Brief nicht liesst oder aus anderen Gründen nicht erhält und die Frist (14 T) somit nicht einhält und schon ist eine Lohnpfändung durch???

Ich weiss das mein Bekannter viel arbeitet (Koch), mit extrem viel Stress. Und sich nicht gleich um jeden Brief sofort kümmert, aber ich weiss auch das er soeinen Höhen Mahnbescheid NIE ignorieren würde.

Es wäre sehr nett wenn mir jemand sagen kann was mein Bekannter nun machen kann!

Antwort von Nolti,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es kann definitiv nicht sein, dass dein Bekannter den gerichtlichen Mahnbescheid nicht erhalten hat, da dieser grundsätzlich eigenhändig zugestellt wird. Hierüber muss es einen Nachweis mit Unterschrift des Postbeamten geben. Diesen kann dein Bekannter bei Gericht anfordern. Ohne diesen zugestellten Mahnbescheid kann sich niemand einen Titel besorgen. Dein Bekannter sollte einmal mit dem Rechtsanwalt der Gegenseite sprechen oder wenn möglich sich selbst einen Anwalt nehmen. Alles Gute

Antwort von Panikgirl,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn er anhand von Kontoauszügen die Mietzahlungen nachweisen kann, dann kommt er durchaus raus. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass er wirklich bezahlt hat - so einfach bekommt man auch keine Lohnpfändung durch

Kommentar von midorii,

Aber was muss der Vermieter dem Amtsgericht den vorlegen um seinen Anspruch zu beweisen. Soweit ich weiss muss man sich ein Formblatt, welches man an jedem Kiosk bekommt, ausgefüllt bei Gericht einreichen. daraufhin wird der Schuldner Gemahnt und wenn dieser keinen Einspruch einlegt ist die Sache durch. Er hat bezahlt!!! Ich hab die Auszüge gesehen.

Wo muss er den nun hin? Zum verantwortlichen Richter oder irgendwohin zum Gericht. Ich sage gleich das er sich einen Anwalt NICHT leisten kann.

Kommentar von suseundstrolch,

Ab zum Amtsgericht, dort kann er mal nachfragen und eventuell Prozesskostenhilfe beantragen.

Antwort von holsch,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

glaube ich nicht, hast du die auszüge gesehen?

denke mal, das ist alles rechtens

Antwort von Rudi2009,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Vor der Lohnpfändung gibt es ja wohl noch einige Briefe. Was stand denn da so drin?

Antwort von Kullerpfirsich,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Man muß ganz vorne anfangen: Bevor es zu einer Lohnpfändung kommt, geht erst mal ein Schreiben heraus (in der Regel so gar mehrere = Anmahnung), dann erfolgt die Androhung einers Mahnbescheides, dann der Vollzug des Mahnbescheides, sprich: Vollstreckbarer Titel oder Vollstreckung. Dann kommt der Gerichtsvollzieher und dann erst die Lohnpfändung. Du willst mir doch nicht erzählen, daß Dein Kumpel alle Schreiben nicht erhalten (oder gelesen) hat? Jetzt, wo es ihm an den Kragen geht, reagiert er erst!? Wenn ein Brief vom Amt kommt, gilt es als zugestellt, sofern ein Briefkasten da ist oder auch nicht. Interessiert das Gericht nicht. HIer wird ihm die Möglichkeit gegeben, sich zur Sache zu äußern (Widerspruch). Sofern er einen Nachweis hat, daß die Summe nicht gerechtfertigt ist, kann er zum Amtsgericht gehen und sich eine einstweilige Verfügung und Aussetzung der Lohnpfändung holen, wenn er dem Amtspfleger glaubhaft und nachweisbar machen kann, daß alles ein großes Mißverständnis ist und ihm einer übel mitspielen will. Erst dann wird die Pfändung ausgesetzt !

Kommentar von midorii,

was heisst: Wenn ein Brief vom Amt kommt, gilt es als zugestellt, sofern ein Briefkasten da ist oder auch nicht.

Kommentar von walterdealeman,

Das verstehe ich auch nicht. Er muss doch den Erhalt bestätigen, ansonsten gilt das Schreiben als nicht zugestellt.

Antwort von knusperfrau,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn er 8 Monatsmieten im Rückstand ist,muss er doch schon vorher mal Post bekommen haben.Ich meine,bei 4500 Euro Schulden reicht es eben nicht,nur anderthalb Monate nachzuzahlen.Versteh ich nicht,sowas.Worüber wundert er sich?

Kommentar von midorii,

er hat immer gezahlt bis auf die 1 1(2 monatsmieten am ende, die jedoch von der Kaution abgezogen wurden. den rest der kaution hat er ja sogar wiederbekommen. welcher vermieter ist den so dumm und gibt bei angeblichen 4500€ rückstand noch die kaution zurück. KEINER! so und auf einmal 4500€ oder wie.

Antwort von RickyEU,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

einen Titel bekommt man erst, nachdem das Amtsgericht alle Unterlagen geprüft hat. Bevor es zu Lohnpfändung kommt, wird dem Schuldner ein Mahnbescheid zugestellt. Evtl hat dein Bekannter diesen als Werbung empfunden, da er gelb ist und recht dick, und diesen einfach weggeworfen. Zu den Forderungen: er sollte sofort zum AG gehen und gegen den Titel wiedersprechen, natürlich mit den Nachweisen(Mietvertrag, Meldebescheinigung), daß diese nicht gerechtfertigt sind. Dann wird der Titel ruhend gestellt, da es von einem Richter geprüft wird, evtl in einer Verhandlung oder seinem Amtszimmer, ob der Gläubiger falsche Angaben gemacht hat.

Kommentar von knusperfrau,

Oder er hat ihn weggeworfen,aus Feigheit.Solls ja auch geben,sowas.

Kommentar von midorii,

JA solls geben! Ich rede hier aber von einem hart arbeitenden Mann der eine 7 Tagewoche hat und nur einen halben Tag frei in der Woche. von 11 Uhr morgends bis 11 Abends. Es soll vorkommen das solche Menschen nichtmal freibekommen wenn die Mutter in Krankenhaus ist. Nicht jeder hat einen Traumjob und solche Jobs wie mein Bekannter Sie hat gibt es! Auch wenn es schwer zu glauben ist!

Antwort von suseundstrolch,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Der böse Vermieter, grundlos und ohne Vorwarnung einfach den Lohn pfänden wollen.. Sachen gibts.. tztz

Antwort von Antica,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Dein Bekannter soll mit seinen Kontoauszügen sofort(!) zum örtlichen zuständigen Amtsgericht gehen, dort gibts kostenlosen Rechtsbeistand. Damit kann er doch beweisen, dass die Mieten bezahlt wurden. Auch die schriftliche Kündigung des Mietvertrages mitnehmen und überprüfen lassen.

Eine Lohnpfändung auf Verdacht ist nicht möglich.

Antwort von firefox2204,

Dein "Bekannter" soll mit dem Mietvertrag und den Quittungen über die geleisteten Mietzahlungen sofort zum zuständigen Amtsgericht gehen und dieses vorlegen.Dann soll er darauf bestehen das die Kontopfändung umgehend aufgehoben wird.

Antwort von Activist290,

Wenn er doch auf Kontoauszügen beweisen kann das er alles außer 1 1/2 Monate Miete bezahlt hat ist doch gut. Beweise zu haben ist alles. Kann ja auch mal zum Anwalt mit den Beweisen und sich mal beraten lassen. Das diese gelben Briefe mal gern verschwinden (Einschreiben) hatte ich auch mal. Wurde geblitzt, hatte mich dazu geäußert und dann kam nichts mehr. Hatte mich natürlich gefreut und dann kam doch ein Schreiben das mich der Gerichtsvollzieher besuchen würde weil ich meine Strafe nicht bezahle. Das ganze kostete dann anstatt 80€ plötzlich 100€. Da kann man auch nicht gegen angehen. Beamtensturheit. Viel Glück und nicht verrückt machen lassen.

Kommentar von midorii,

Ja solls geben das Briefe verschwinden! Super danke für die Tips.

Kommentar von Activist290,

Kein Tipp. Eine Tatsache und dadurch wird es schwerer aber nicht Unmöglich. Habt doch die Kontoauszüge. In dem Fall Goldwert... Ist der Brief doch nicht so wichtig.

Antwort von Smash,

Er kann einen verspäteten Widerspruch einlegen gemäß § 694 Abs. 2 ZPO. Dann kommt es zu einem Gerichtsverfahren und einem richterlichen Beschluß.

Kommentar von midorii,

Danke für den Tip!

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