Lohnfortzahlung bei krankheit im 450 € Job?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten



Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall 
Minijobber, die infolge unverschuldeter Krankheit oder einer medizinischen Vorsorge-, bzw.Rehabilitationsmaßnahme arbeitsunfähig sind, haben Anspruch auf Fortzahlung ihres regelmäßigen Verdienstes durch den Arbeitgeber bis zu sechs Wochen. Das Entgelt wird für die Tage fortgezahlt, an denen Arbeitnehmer ohne Arbeitsunfähigkeit zur Arbeitsleistung verpflichtet wären (§§ 3 - 4 Entgeltfortzahlungsgesetz - EFZG).
https://www.minijob-zentrale.de/DE/0\_Home/01\_mj\_im\_gewerblichen\_bereich/20\_arbeitsrecht/node.html




Arbeitgeberversicherung

Minijobber haben Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sowie auf finanzielle Absicherung bei Mutterschaft nach den Regelungen des Mutterschutzgesetzes (MuSchG). Da dies eine Belastung für den Minijob-Arbeitgeber darstellt, hat der Gesetzgeber ein Ausgleichsverfahren für die vom Arbeitgeber zu tragenden Aufwendungen vorgesehen. Aus diesem Grund zahlen Arbeitgeber die Umlage 1 für Aufwendungen bei Krankheit und die Umlage 2 für Aufwendungen bei Mutterschaft.

Die Arbeitgeberversicherung der Knappschaft ist die zuständige Ausgleichskasse für alle Minijobber, unabhängig davon, ob und bei welcher Krankenkasse die Minijobber versichert sind. Alle Informationen zur Arbeitgeberversicherung der Knappschaft finden Sie hier.


https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/12_arbeitgeberversicherung/node.html





Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das sagt die Minijobzentrale dazu:
Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

Minijobber, die infolge unverschuldeter Krankheit oder einer medizinischen Vorsorge-, bzw.
Rehabilitationsmaßnahme arbeitsunfähig sind, haben Anspruch auf
Fortzahlung ihres regelmäßigen Verdienstes durch den Arbeitgeber bis zu
sechs Wochen. Das Entgelt wird für die Tage fortgezahlt, an denen
Arbeitnehmer ohne Arbeitsunfähigkeit zur Arbeitsleistung verpflichtet
wären (§§ 3 - 4 Entgeltfortzahlungsgesetz - EFZG).

Das ist also definitv nicht richtig. Auch diese Schadensforderungen sind gesetzlich nicht in Ordnung. Den Vertrag würde ich so nicht unterschreiben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von NMirR
14.09.2016, 08:17

dann bekommt er den Job nicht, sowas ist üblich bei den Minijobs, genauso wie unbezahlte Überstunden. will man nicht fliegt man

0

Schreiben kann und darf der AG viel in den Vertrag, gibt es wie in diesem Fall eine gesetzliche Regelung, ist die Vertragliche Regelung automatisch unwirksam!
Die getroffenen Regelungen dieses Vertrages sind darüber hinaus asozial.
Du kannst die Zahlung rechtlich durchsetzen, jedoch belastet dies natürlich Euer Verhältnis, daher sicher gut sich gleichzeitig (oder besser VORHER) nach einer Jobalternative umzusehen...

Für die fehlende Lohnzahlung gilt das Selbe!
In einem Betrieb unter den Bedingungen zu arbeiten und kein Geld zu bekommen, bzw. dieses Einklagen zu müssen, ist keine Basis!

Viel Erfolg bei der Jobsuche und dem berechtigten Eintreiben Deiner Forderungen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Normalerweiße zahlt ja die krankenkasse den verdienstausfall des betriebes unteranderem auch dein gehalt doch da das ein nebenjob ist weiß ich nicht ob es da ebenfalls der fall ist

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von binford2000
14.09.2016, 08:07

Die Krankenkasse zahlt nur, wenn der AG die sogenannte Umlage U1 zahlt, dies ist sozusagen eine Art Versicherung für den AG.
Dies tun in der Regel AG mit nicht mehr als 30 Beschäftigten als Pflichtbeitrag, größere Betriebe zahlen diesen U1 nicht zwingend und somit zahlt auch nicht die Krankenkasse....
Selbst mit U1 liegt die Erstattung nur ca. zwischen 40 und 80%, je nach gewählter Umlage- und Beitragshöhe.

Unabhängig davon kann der AG die Erstattung gegenüber dem AN nicht rechtswirksam vertraglich ausschließen!

1
Kommentar von xxeroxx4
14.09.2016, 09:20

Danke für die Info 😁

1
Kommentar von Griesuh
14.09.2016, 09:34

Bei einem Minijob zahlt keine Krankenkasse den Verdienstausfall dem Arbeitgeber zurück Denn Minijobs sind bei der Minijobzentrale u. der Knappschaft anzumelden. Und diese ( Knappschaft) Zahlen dann über die U1 den Verdienstausfall.

Bei dieser sittenwidrigen Zusatzklausel ist davon auszugehen, dass dieser sehr merkwürdige AG den Arbeitnehmer nicht angemeldet hat und somit schwarz arbeiten  läst.

0

Diese Klausel ist komplett gesetzeswidrig.

Geltentes Gesetz darf nicht durch solche Klauseln gebrochen werden.

Und schon gar nicht darf so eine Strafgebühr eingefordert werden.

Denn auch Mininjober haben den rechlichen Anspruch auf Lohnfortzahlung bei AU bis zu 6 Wochen und haben auch bezahlten Urlaubsanspruch auf den gesetzl. Jahresmindesturlaub.

Schaue www.minijob-zentrale.de

Diesem AG würde ich diesen Vertrag um die Ohren hauen.


Unterschreibe diesen Mi..t nur nicht.

Gehe damit sofort zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht, der Anwalt und jedes Gericht werden diesem AG gewaltig auf die Finger hauen.


Welch ein Gauner


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Purzelnina2612
14.09.2016, 08:01

Leider zu Spät.... Ich brauch den Job dringend. Diese Klausel habe ich überlesen ;.( In der Freude das ich den Job damal bekommen habe. Jetzt bin ich die vierte Woche krank und von Ihr kommt Nix.

0

Was möchtest Du wissen?