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Lohnen Solar-Anlagen?

gefragt von guenther am 12.02.2007 um 10:07 Uhr

ab wieviel jahren habe ich die anschaffungs und installationskosten raus?

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Energie x 1.520 Solar x 166 Wirtschaftlichkeit x 6

anonym
beantwortet von bert0302 am 4. Januar 2008 23:25
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Hallo,

diesen Artikel habe ich unter meinem Namen Berthold Heber auf folgender Internetseite geschrieben:

http://www.readers-edition.de/2007/06/26/die-effizienz-von-thermischen-solaranla...

Ich arbeite selbst in einer Firma, die Solaranlagen verkauft und installiert. Insgesamt gibt es in unserem Konzern 17 Betriebe. Und ich bin ein leidenschaftlicher Verfechter der Solartechnik. Jedoch bin ich dafür, daß man den Kunden korrekt informiert.

Daher folgende Anmerkungen:

  1. Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung:

Wieviel Energie man bei derartigen Anlagen einspart, hängt ab von:

  • Hygieneverhalten in den Haushalten (je häufiger man badet oder duscht, desto höher der Verbrauch an erwärmten Trinkwasser und damit die Kosten, die man zur Erwärmung braucht. Wer nur einmal in der Woche badet und sich sonst nur am Waschbecken wäscht, der braucht wirklich keine Anlage, denn der braucht nicht viel Warmwasser.
  • Vom Heizverhalten. Je weniger geheizt, desto höher ist der Anteil an Energie, den man zur Erwärmung des Trinkwassers aufbringen muß.
  • Von der tatsächlichen Menge an Heizöl, Gas oder Holz, die man zum Heizen und zur Erwärmung von Trinkwasser benötigt. Je älter die Heizung, desto mehr Energie muß man eben reinstecken. Allerdings sollte man bei einem mit einer 30 Jahre alten Heizung eher empfehlen, zunächst seine Heizung zu modernisieren.
  • Vom Gebiet, in dem man wohnt. Freiburg im Breisgau hat die meisten Sonnenstunden in Deutschlang, daher bringt hier eine Solaranlage wesentlich mehr, als in Gebieten mit viel Nebel
  • Von der Ausrichtung des Daches. Bei Dächern mit Südausrichtung habe ich mehr Ertrag, als bei Dächern mit Südwest, Südost oder West-Ausrichtung.
  • Von der Zahl der Kollektoren. Leider sehe ich immer wieder Anlagen, die nach Westen montiert sind, die aber dennoch nur 4 qm Kollektorfläche haben. Wie die Leute im April, Mai, August und September wirklich etwas von einer Solaranlage haben wollen, ist mir wirklich schleierhaft.

2. Solaranlagen zur Heizungsunterstützung

Hier hängt die Energieeinsparung noch von weiteren Faktoren ab:

  • Von der Dämmung des Hauses. Je besser das Haus gedämmt ist, desto weniger Energie muß man investieren, um die Bude warm zu bekommen. Dann brauche ich auch geringere Vorlauftemperaturen zur Verteilung des Heizungswassers. –
  • Von den Medien, mit denen ich die Heizungswärme Haus verteile. Ohne eine Fußbodenheizung, die ich mit ca. 30-35 Grad Vorlauf fahre bzw. Niedertemperaturheizkörper mit niedrigem Vorlauf kann man das ganze sehr schnell vergessen. Leider behauptet die Industrie und unseriöse Heizungsbauer immer wieder, daß man auch bei gängigen Heizkörpern mit Solaranlagen heizen kann. Wie man mit 12 qm Kollektorfläche von Oktober bis April 55-70 Grad Vorlauftemperatur konstant erzeugen kann ist mir schleierhaft, denn auch die bestgedämmten Pufferspeicher haben einen gewissen Wärmeverlust pro Tag. Ich werde leider von Vorgesetzten immer wieder dazu gedrängt, mehr heizungsunterstützende Solaranlagen zu verkaufen, was ich ablehne, wenn es meinen Kunden nichts bringt.
  • Von der Zahl der Kollektoren. Meiner Meinung braucht man für eine vernünftige Anlage ca. 15-20 qm Fläche. Die Kosten sind allerdings dann schon sehr hoch und ob sich eine Anlage dann in 15 Jahren rechnet ist für mich äußerst fragwürdig.

2. Zu Rainers Fall:

  • Was der Heizungsbauer – ich glaube aus Marl – da gemacht hat, erfüllt für mich den Tatbestand des unlauteren Wettbewerbs. Wie man mit 7,5 qm auch bei Fußbodenheizung heizen können soll, ist für mich schlicht und ergreifend ein Rätsel.
  • Wäre Rainer zu mir gekommen, hätte ich ihm niemals eine solche Anlage verkauft. Er kann mit dieser Zahl von Kollektoren maximal 300-400 Liter Trinkwasser erwärmen, aber mehr auch nicht. Denn er hatte noch andere einschränkende Faktoren wie sein Dach, daß in der Übergangszeit nur eine unzureichende Sonneneinstrahlung zulässt.
  • Rainer hatte wohl in den ersten Jahren falsche Gutachter in seinen Gerichtsverfahren, denn jeder mit einigermaßen Wissen hätte sehen müssen, daß eine solche Anlage bei ihm niemals richtig funktionieren wird.

3. Die Solaranlage meiner Eltern:

Vor 5 Jahren habe ich bei meinen Eltern eine Solaranlage mit 6,15 qm und einem 400 Liter Trinkwasserspeicher eingebaut. Optimale Ausrichtung der Kollektoren nach Süden (mit dem Kompaß ausgerichtet). Meine Eltern können die Heizung von Ende April bis Ende September abschalten und beziehen ihr erwärmtes Trinkwasser rein von der Solaranlage. Sogar an sonnigen Februartagen kommen von der Solaranlage oft 40 Grad in den Trinkwasserspeicher.

  1. Die Solaranlage auf meinem Haus.

Zur Zeit bauen meine Leute bei mir die Heizungsanlage ein. Ich habe einen neuen Ölkessel eingebaut, kombiniert mit einem Holzkessel, der auch einen 500 Liter Pufferspeicher versorgt.

Dazu habe ich auf mein Dach - nach Westen ausgerichtet – eine Solaranlage mit 9 qm angebracht. Davon wird der Trinkwasserspeicher mit 400 Liter versorgt.

Da ich sowieso einen Puffer für den Holzkessel benötige, habe ich gleich einen Pufferspeicher mit Solarregister genommen. Der war auch nicht teurer als einer ohne.

Zwar habe ich keine Fußbodenheizung, aber ich erwarte mir auch in der Übergangszeit und im Winter kaum eine Wirkung von der Solarseite. Da muß der Holzkessel ran. Aber an manchen Tagen im Sommer, an denen es am Abend kälter ist, dürfte ich damit in der Lage sein, mal einen Heizkörper aufzudrehen, ohne daß mein Ölkessel einspringen oder ich den Holzkessel anfeuern muß.

Der Trinkwasserspeicher wurde vor drei Tagen erstmals mit Wasser befüllt und trotz der geringen Sonneneinstrahlung der letzten Tage hatte ich heute abend immer noch 32 Grad im Speicher. Hätte ich den Speicher schon am Freitag gefüllt, wäre die Temperatur wohl bei 40 Grad, denn der Speicher verliert ca. 4 Grad am Tag. 5. Zum Thema persönliche Überzeugung:

In Sachen Solar bin ich ein absoluter Überzeugungstäter. Ich bin von der Solarenergie überzeugt, weil ich nicht nur Energie einsparen will. Mir ist es persönlich egal, ob sich die Anlage in 10, 15, 20 oder 25 Jahren amortisiert hat. Denn mir geht es darum, daß ich damit etwas für die Umwelt tue, denn wir haben die Umwelt nur von unseren Kindern geliehen.

Gerade diese persönliche Überzeugung nutze ich auch in meinen Kundengesprächen. Ich sage meinen Kunden immer wieder, wenn er meint, die Anlage muß sich in 10 Jahren rechnen, braucht er keine Solaranlage. Sich allein vom Kostenargument leiten zu lassen, ist absoluter Unfug.

In den letzten Jahren habe ich mehrere Solarvorträge gehalten. Ich habe eines dabei festgestellt. Die Zuhörer, die danach eine Solaranlage bei mir gekauft haben, waren genauso Überzeugungstäter. Diejenigen, die allein die wirtschaftliche Komponente gesehen haben, haben keine gekauft.

Man darf sich beim Kauf einer Solaranlage – egal ob zur Trinkwasserwärmung oder zur Unterstützung der Raumheizung – nicht nur vom Kostenargument leiten lassen, sondern man muß auch von der Notwendigkeit, etwas für die Umwelt zu tun überzeugt sein.


anonym
beantwortet von battera am 28. Juni 2009 20:50
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Auf alle Fälle lohnt sich eine Solaranlage, vor allem da sie vom Staaat gefördert wird. Es kommt darauf an, ob die Anlage finanziert oder bar bezahlt wird. Die Solarzellen haben eine Lebensdauer von 30-40 Jahren. Meine Frage wie viele qm mit Solarzellen belegt werden. Es müssen zudem noch andere Kriterien berücksichtigt werden, welche Anlage Du möchtest.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 12. Februar 2007 11:16
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Denkst Du hier über Sonnenkollektoren nach oder über Solarzellen?

Kollektoren zum Heizen und Solarzellen zur Stromerzeugung unterscheiden sich erheblich und auch die Wirtschaftlichkeitsberechnung sieht bei beiden sehr unterschiedlich aus.


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