Frage von Metem, 39

Lohn es sich eine Rentenversicherung ab 40?

Lohnt es sich eine private Rentenversicherung abzuschließen ab 40? Oder ist es sinnvoller In Immobilien als Rente schnell abzuzahlen, mit dem Geld was man in Rentenversicherung stecken würde?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Iceboone, 21

Hallo Metern,

leider ist die Frage doch arg kurz formuliert. Somit auch nur ein paar ganz kurze Gedanken dazu, wenn die Frage noch etwas wächst, kann ich meine Antworten auch noch etwas präzisieren. ;)

Die richtige private Rentenversicherung (Kosten- und Renditeaspekte berücksichtigt) lohnt sich fast immer, da man sie ja auch bis zu einem Alter von 85 Jahren laufen lassen und Entnahmen tätigen kann. Im Gegenzug lohnen sich jedoch die meisten privaten Rentenversicherungen aus Kostengründen selten und das fast nabhängig von der Laufzeit.

Daher müsste hier schon etwas genauer beschrieben werden, welchen Zweck das Werkzeug Rentenversicherung erfüllen soll (was ist wichtig? Steuer, Rente? Kapitalauzahlung? Entnahme vor der Rente, Entnahmen nach der Rente usw.)

Eine Immobilie ist perse nie eine Rente sondern eine Immobilie, auch völlig unabhängig von der Lage. Immobilien binden Kapital und hier stellt sich vor allem die Frage wovon sprichst Du:

Eigengenutzte Immobilie oder fremdgenutzte sprich vermietete Immobillie?

Bei der selbstgenutzten Immobilie ist die Lage völlig irrelevant, da Du ja selbst drin wohnen musst, dies würde nur eine Rolle spielen bei einem potntiellen Verkauf der Immobilie (zumindest um die Betrachtung etwas einfacher zu halten, sei nur dieser Faktor erwähnt). Da würde ich eher überlegen, ob man mit 40 Jahren den gleichen Wohnraum benötigt wie in der Rente (Anzahl Räume wie Kinderzimmer etc. oder Barrierefreiheit).

Es würde jedoch die monatlich regelmäßige Belastung im Rentenalter reduzieren, wobei Rücklagen für Sanierungen oder plötzlich notwendige Reparaturen hier icht vergessen werden dürfen.

Bei der fremdgenutzten Immobilie lässt sich kaum etwas über den Nutzen sagen, wenn man die Steuersituation nicht kennt, aber so pauschal möchte ich darauf hinweisen, dass hier oft nicht berücksichtigt wird, wie viel Arbeit es auch machen kann Vermieter zu sein. Sicher kann man das deligieren und muss es ab einem gewissen Alter vielleicht auch (ist ja eine Frage der Gesundheit, kann ich also mangels Kristallkugel nicht beantworten), aber dies würde wiederum den Nutzen aufgrund von Kosten reduzieren.

Es gibt nicht viele Studien zu dem Thema, aber Immobilien sind unter reinen Renditeaspekten in den meisten Haushalten nicht so günstig. Die Renditen sind nicht so hoch, es wird also nur aufgrund von Steuern und dem Fremdkapitalhebel interessant. Da durch das Darlehen die nicht so hohen Renditen auf ein hohen Betrag zu rechnen sind, kann es interessant sein. Ich kenne in etwa genauso viel positive wie negative Beispiele.

Es sollte in keinem Fall das eizige Standbein sein und in den meisten Haushalten führt eine Immobilie von 250.000 - 300.000 € zu einem riesen "Klumpenrisiko". Man sollte sein Risiko immer streuen und daher kann eine Anlage in Immobilien auch zum Risiko werden, wenn der Anteil am Gesamtvermögen zu groß ist.

Das sind alles nur allgemeine Gedanken, da die Frage wie gesagt sehr unpräzise gestellt war ;)

Ich hoffe ich konnte ein bisschen helfen.

Gruß Volker

Antwort
von MoechteAWissen, 15

Eine private Rentenversicherung hat sich noch NIE für jemanden gelohnt.
Außer für den Produktgeber…

Bitte, Finger weg davon! 

Antwort
von Niklaus, 8

Es ist schon etwas spät um mit der Altersvorsorge anzufangen. Denn Vermögen = Geld x Zeit. Du hast schon viel Zeit verloren. Der Zinseszinseffekt wirkt erst richtig bei langen Laufzeiten. 

Warum stellst du die Frage nicht direkt einem Finanz- oder Versicherungsmakler, der dir die Arbeit übernimmt, der deine Versorgungslücke per Finanzplanungssoftware ermittelt, der über das notwendige Know How verfügt, der dich ordentlich berät und dir hilft die richtige Form der Altersvorsorge zu finden. Selbst wenn du die Lücke kennst, weißt du immer noch nicht, welche Schicht der Altersvorsorge und welcher Baustein daraus für dich der beste ist. Seit 1.1.2005 gilt das Alterseinkünftegesetz. Danach ist die Altersvorsorge in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente) Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente, Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Die Produkte jeder Schicht werden steuerlich anders behandelt und zwar in der Anspar- wie in der Leistungsphase. Auch die Krankenversicherung in der Rentenphase ist höchst unterschiedlich. Deshalb braucht man unterschiedlich hohe Monatsrenten, um die gleiche gewünschte Nettorente zu erhalten. Denn es ist schon ein großer Unterschied, ob ich von dem im Angebot errechneten Betrag noch Krankenversicherung und Steuern bezahlen muss oder nicht. Daraus ergeben sich logischerweise unterschiedlich hohe Aufwendungen in der Einzahlungsphase.

Achtung: Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge (Rentenversicherung Schicht 3) kann man pauschal festlegen. Jede der Versorgungsarten hat unterschiedlich hohe Aufwendungen um die gleiche Nettorente zu erzielen. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein genauer qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Ohne Schichtenvergleich kann man keine Aussage treffen, welche die richtige Altersvorsorge für jemanden ist.

Antwort
von tuedelbuex, 24

Bei der privaten Rentenversicherung wirst Du erst merken, ob es sich gelohnt hat, wenn es zur Auszahlung kommt....ob und welche Steuern und Sozialabgaben dann davon abzuführen sind, ist m.M. heute nicht wirklich absehbar, ebensowenig, welche Rendite tatsächlich herausspringt. Bei einer (abbezahlten) Immobilie würdest Du zumindest dann mietfrei wohnen können (oder Mieteinnahmen) generieren können. Allerdings bin ich kein Experte....daher meine Antwort bitte nur als Anstoß zu weiteren Recherchen verstehen......

Antwort
von kevin1905, 12

Warum ist das eine Oder-Frage?

Man sollte schnellstmöglich von Schulden, die keine Investitionsbeträge sind runterkommen (Eine selbstgenutzte Immobilie ist keine Investition, auch wenn man sich selbst das oft einredet) und im Alter liquide Mittel haben.

Leider ist ein Produktverkauf oder reine Produktberatung in der Altersvorsorge nicht sinnvoll. Ohne deine kompletten Daten (Einkommen, Familienstand, Beruf, freies Kapital, Risikobereitschaf, etc.) zu haben, kann also nicht gesagt werden, was jetzt höhere Priorität hat.

Antwort
von Apolon, 11

@metem,

wenn man das richtige Produkt wählt, kann dies sinnvoll sein.

Dazu müsste man aber weitere Kenntnisse über dich, deine Familie, deinen Beruf, deine bisherigen Altersabsicherungen usw. haben.

Kontaktiere einen Versicherungsvermittler zu dem du Vertrauen hast und lasse dich beraten.

Gruß N.U.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 29

Das kommt natürlich darauf an, was du investieren willst. Grob gerechnet hast du bei 100 € monatlich am Schluss 36.000 € zur Verfügung.

Eine Immobilie bekommst du da höchstens in Form, einer herunter gekommenen Studentenbude.

Kommentar von Metem ,

Wie lange Laufzeit haben Sie gerechnet. Es geht mir eigentlich mehr um Rente die man monatlich dann bekommen würde. Ich bin 40 und könnte ca 200 Euro im Monat einzahlen

Kommentar von DerHans ,

Ich bin von 25 Jahren Einzahlungsdauer ausgegangen. Das lässt sich schnell im Kopf rechnen.

200€ monatlich ist eben das doppelte.

Antwort
von Lexa1, 27

Meine Meinung:

Wenn du einen festen Job hast und relativ gut verdienst, würde ich mir ein Wohneigentum zulegen, wo man auch im Alter einziehen kann, was dann abbezahlt ist, und so an der gesparten Miete eine Art Rente ( zusätzlich ) hat.

Ansonsten lohnt sich eine private Vorsorge immer, aber bei frühzeitigem Abschluss. Da sind bei langer Laufzeit die Zahlungen günstiger.

Antwort
von Ursusmaritimus, 24

Soll die Versicherung ab 40 zahlen oder willst du mit 40 abschließen?

Immobilien können klappen wenn man drei Dinge beachtet, die Lage, die Lage und die Lage.

Kommentar von Metem ,

Mit 40 abschließen

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Dann wäre auch ein offener Immobilienfonds eine Möglichkeit. Möglicherweise besser als eine falsche Immobilie oder eine Rentenversicherung ohne Rendite aber mit Gebühren.

Antwort
von frodobeutlin100, 17

Bei den derzeitigen Zinsen ist die Anlage in "Betongold" sicher sinnvoller ....

Antwort
von nitrilos, 1

da man sie ja auch bis zu einem Alter von 85 Jahren laufen lassen und Entnahmen tätigen kann.

Bis 85, da lacht sich jede Versicherung krumm, da wohl nicht viele V-Nehmer dieses Alter erreichen.

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