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Logopädie - wer hat Erfahrungen?

gefragt von JustinJustin am 04.10.2007 um 14:54 Uhr

Unser 4-jähriger Enkel ist in seiner Sprachentwicklung ziemlich zurück und auch all unsere persönlichen Bemühungen blieben ohne Erfolg. Jetzt hat der Kinderarzt doch zu einem logopädischen Unterricht geraten und unsere Tochter hat eine Logopädin in ihrer Nähe ausfindig gemacht, die in ihren Unterricht auch eine Therapie mit Pferden einfließen lässt. Davon habe ich noch nie gehört. Weiss jemand Näheres?


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clou66
beantwortet von clou66 am 4. Oktober 2007 15:01
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Gefunden unter: http://bonavox.at/TherapiePferdesprach.htm

Logopädische Therapie, unterstützt durch Arbeit mit bzw. auf dem Pferd.

Die Mitwirkung von Pferden im therapeutischen Bereich ist generell nicht gänzlich neu – Hippotherapie etwa oder Behindertenreiten nehmen erfolgreich die Hilfe von Pferden in Anspruch. Ein völliges Novum jedoch ist sie auf stimm- und sprachtherapeutischem Gebiet. In Österreich wird diese Form der Hilfe zur eigenständigen kommunikativen und sozialen Kompetenz bisher nirgendwo angewandt. Das bonavox®-Projekt für stimm- und sprachtherapeutische Arbeit mit Pferden verbindet fundierte klassische logopädische Therapie mit dem Kontakt des Patienten zum Pferd: Dessen Bewegungsmuster, dessen Vitalität und Sensibilität sowie dessen Angebot und Herausforderung zu feinfühliger Kommunikation ermöglichen dem Patienten Entwicklungsschritte, die ohne die Hilfe dieses partnerschaftlichen Lebewesens so nicht möglich wären. Denn dieser Kontakt zwischen Mensch und Pferd zielt nicht auf die reiterliche Ausbildung, sondern auf die individuelle Förderung des Menschen in seinen zu schwach entwickelten Fähigkeiten. Das Thema dieser Arbeit ist also nicht das Reiten, sondern die Kommunikation zwischen Kind und Pferd. Die Pferde selbst werden meist nur geführt, im Schritt bewegt oder gestriegelt. Im Umgang mit dem Pferd und durch die emotionale Kontaktaufnahme zu ihm wird der Mensch mit allen Sinnen ganzheitlich gefördert: körperlich, emotional, geistig und schließlich auch sozial. Dieser Arbeitsansatz ist zielführend vor allem bei Sprachentwicklungsverzögerung Myofunktionellen Störungen Stottern / Poltern Stimmstörungen Atemstörungen

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 4. Oktober 2007 15:07

Pferde sind einfach "in" und bringen viel Geld in die Kassen. Junge Mütter erinnern sich gerne an ihre "Pferdezeit" und akzeptieren diese Ausgaben. Ein junger Hund würde das gleiche tun und ganz ohne Tier gehen die meisten Sprachstörungen auch weg! Ein erfahrener Logopäde ist da viel wichtiger -- und vorallem einer, der dem Kind sympatisch ist!

Kommentar von Simple_avatar4smallclou66 am 4. Oktober 2007 15:12

..seh ich ja auch so, meine Tochter ist auch bei einer Logopädin ohne Pferde, habe halt im Netz recherchiert und bin auf diese Seite gestoßen. Manche Kinder öffnen sich eher wenn sie mit Tieren zu tun haben.

Kommentar von Simple_avatar4smallJustin am 4. Oktober 2007 18:46

Deine Ausführungen gefallen mir, das Arbeiten in dieser Sparte mit Pferden macht für mich damit auch Sinn!


xxzaraxx
beantwortet von xxzaraxx am 4. Oktober 2007 17:23
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arbeite seit vielen jahren mit kindern.Zu beobachten ist,dass seit einigen Jahren viele kinder nicht nur migranten kinder wie zunächst vermutet in der Sprachentwicklung zuruck sind.Die Ursachen sind von verschiedener Natur.Früher wurde oft behauptet,dass sich dass sprechen irgendwann einstellen wird.Jedoch ist anzumerken,dass diese Kinder es sehr schwer haben dass richtige sprechen zu lernen,auch mit therapie.Logopäden raten so früh wie möglich.Je nach Art der Störung.Viele Kinder die Defizite in der Sprache haben,weisen auch störungen in anderen Bereichen auf wie zb in der Wahrnehmung,feinmotorik.Auch fällt es diesen Kindern schwer kontakte zu anderen kindern zu knüpfen.Je nach schwere des Sprachdefizites kann es angebracht sein die Therapie mit reiten zu ergänzen.Ich finde vertrauen zum behandelnden Therapeuten sehr wichtig.Nur so kann es Funktionieren.Meines wissens nach bezahlen einige Krankenkassen Therapeutisches reiten.Dies sollte man im vorfeld abklären.


Kajjo
beantwortet von Kajjo am 4. Oktober 2007 14:57
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Das mit den Pferden ist Quatsch -- der Enkel hat Probleme mit dem Sprechen und ist nicht andersweitig behindert, oder?

Für einfache Sprachfehler (bestimmte Konsonanten z.B.) reichen meist ein paar Stunden bei einem erfahrenen Logopäden. Schwere Sprachstörungen wie starkes Stottern sind teilweise nur schwierig zu behandeln.

Falls es eine Kostenfrage mit den Pferden ist: Hände weg, ist Unfug.

Am besten die Logopädin/den Logopäden nach Sympathie aussuchen und schauen, daß der Enkel ihn mag, sonst lieber noch einmal wechseln.

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 4. Oktober 2007 15:01

Nun mal nicht so pferdefeindlich - ist schließlich einfacher und preiswerter als Delphintherapie! Viele Kinder "tauen" in der Gegenwart von Pferden und Hunden auf, während Erwachsene (noch dazu fremde) ihnen Angst machen.

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 4. Oktober 2007 15:06

Richtig. Aber ein billiger Hund würde es auch tun, Delphine und Pferde kosten einfach verdammt viel und kassieren tut es der Therapeut. Für einfache Sprachstörungen, die bei kleinen Kindern durchaus üblich sind, bedarf es keiner Behindertentherapie, sondern zügiger und erfahrener Logopädie. Heutzutage wird aus jeder Mücke ein elefant gemacht und Kinder mit kleinen Störungen gleich zur Behindertentherapie geschickt. Das ist mehr als Unfug!


mamalale
beantwortet von mamalale am 4. Oktober 2007 16:39
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Hallo Justin, ich würde die Sache auch langsam angehen. Mein Neffe ist auch 4 und spricht mehr schlecht als recht. Das kommt schon noch. Zumal Jungen da - nicht immer, aber meistens - eh etwas länger brauchen (ohne hier jemanden zu Nahe kommen zu wollen). Ich würde natürlich auch zur Logopädin gehen und das ganze so unterstützen. Die Therapie mit den Pferden finde ich gar nicht so schlecht. Gehört habe ich im Zusammenhang mit Sprachstörungen noch nicht, aber die Reitlehrerin meiner Töchter, macht auch heilpädagogisches Reiten für Kinder. Why not! Schadet doch nichts und macht Spass. Ich persönlich würde diese Variante wählen. Mir eine gute Logopädin suchen (wir waren selber ein Jahr mit meiner Tochter bei einer) und jemanden, der HPR (heilp. Reiten) anbietet und das noch unterstützend machen. Ist natürlich alles ein Zeit- und Kostenfaktor. Wie dem auch sei: viel Glück und es wird schon!!!

Kommentar von Simple_avatar4smallJustin am 4. Oktober 2007 18:55

Danke, Deine Einschätzung ist sicherlich richtig und ich habe bisher ähnlich gedacht. Es ist aber auch so, dass man nichts versäumen möchte, um sich im nachhinein keine Vorwürfe machen zu müssen.


SZOMM
beantwortet von SZOMM am 4. Oktober 2007 15:13
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Hallo Justin,

zunächst erstmal: RUHIG BLEIBEN, nicht auf Panik kommen ...

Oftmals ist es bei Kindern bis zur Einschulung so, daß die Sprachentwicklung sehr unterschiedlich einsetzt und sich nicht permanent, sonder bei einigen Kindern in "Schüben" entwickelt. Wenn der Junge sonst aufgeweckt ist und versteht, was man von ihm will ist kein Grund zur Beunruhigung vorhanden. Manche Kinder blockieren unbewusst ihre Sprachliche Ausdrucksfähigkeit, um sich vor Verantwortung und Gehorsam zu drücken. Sie spüren ganz genau, das dies mit dem Sprechen zusammenhängt. Also erstmal genau beobachten den Kleinen ... wie er sonst so agiert und reagiert.

Die Wirksamkeit des Einsatzes von Tieren bei der logopädische Arbeit ist positiv und wissenschaftlich bewiesen, da hat Kajjo unrecht. Bzgl. der Kosten hat er Recht. Sicher wird ein(e) verantwortungsvolle(r) Logopäd(in)e erst einmal begutachten, ob in diesem Fall der Einsatz eines Tieres sinnvoll ist. Du kannst dir ja vorab erstmal einen persönlichen Eindruck verschaffen !

Viel Erfolg wünscht Pèdà


Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 4. Oktober 2007 15:30

Meines Wissen ist der Tieransatz bur bei richtigen Behinderungen (starkes Stottern, gehemmtes Sprechen, Kommunikationsprobleme) erwiesen und keineswegs bei normalen Sprechstörungen! Zweitens können dazu viele Tiere herangezogen werde, von Meerschweinchen bis Hunden. Ausgerechnet Pferde zu nehmen, ist wirklich absurd -- die teuereste Lösung ohne besondere Vorteile.

Kommentar von Simple_avatar4smallJustin am 4. Oktober 2007 18:49

Danke für Deine Beruhigung! Stutzig macht uns nur, dass dieser kleine Junge der einzige in der gesamten Familie ist, der einfach nicht richtig sprechen "will". Ich würde es schon bald mit einer Verhaltensstörung vergleichen. Wie dem auch sei, bis jetzt hat der Kinderarzt meine Tochter auch nur beruhigt und wollte erst einmal abwarten, aber jetzt hält er eine entsprechende Therapie für sinnvoll.


anonym
beantwortet von Denise71 am 20. Mai 2008 21:42
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Liebe Hilde Marie, Ich machte selbe Erfahrungen mit unserem Sohn (heute 5Jahre alt). Er fing spät anzufangen zu sprechen. Dann fing mit ca. 2 1/2 - 3 Jahren an zu stottern. Ich machte etliche Stunden Ergo- / Physiotherapie und Logopädie bis ich schlussendlich vor ca 2 Monaten mit ihm in eine Craniosacral-Therapie ging. Nach einer Sitzung spricht er heute praktisch einwandfrei. Er hatte "Stressymptome" aufgrund seiner Geburt, welche die Therapeutin nun ausgeglichen hatte. Wäre sicher auch noch eine Möglichkeit auszuprobieren.


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