Logisches Denken nicht logisch für mich?

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8 Antworten

Aufgrund der Beschreibung vermute ich, daß du einerseits eine Menge Menschenkenntnis hast, die andere so nicht haben, und daß du andererseits so gestrickt bist, daß du für vieles nicht ausschließt, daß Dinge auch ganz anders sein könnten, als es üblicherweise angenommen wird.

So etwas ist kein Manko. Es führt aber regelmäßig dazu, daß andere, die es vorziehen, mit dem Mainstream zu schwimmen und niemals über den Tellerrand zu schauen, alles das für unvernünftig halten, was nicht in ihren persönlichen Raster paßt. Doch das wäre dann ein Problem der anderen und nicht deins.

Ganz allgemein ist es aber so, daß für Menschen nicht das logisch ist, was wirklich logisch ist, sondern nur das, von dem sie fest glauben, daß es logisch wäre, und für das sie sich zusätzlich Argumente gesammelt haben, die alles stimmig erscheinen lassen.

Weiterhin ist etwas immer nur in einem dazugehörigen Bereich logisch. Es kommt jedoch sehr häufig vor, daß Menschen zwar mit gleichen Vokabeln etwas beschreiben, aber nicht bemerken, daß sie sich dabei gedanklich nicht im selben Bereich befinden. Da redet man dann zwangsläufig aneinander vorbei und kann sich gegenseitig nicht verstehen.

Wenn nun aber tatsächlich (gemäß der gestellten Frage) immer wieder Probleme auftreten, dann hilft da nur abwarten, bis sich irgendwann ein anderer Kommunikationskreis aufgebaut hat, bei dem alles besser zusammenpaßt.

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Ich denke dass das Problem entweder bei deinem Umfeld oder dir liegt. Also dass entweder dein Umfeld oder du selbst nicht so logisch denken wie es/du glaub(s)t.

Um das jedoch Diagnostizieren zu können, bräuchte ich ein ganz konkretes Beispiel. Einen Fall mit dem "logischen" Schluss deines Umfelds und deines eigenen "logischen" Schlusses.

Dass du andere verstehen und ihre Taten nachvollziehen kannst, hat ebenfalls nichts mit einer Krankheit oder ähnlichem zu tun. Es zeigt entweder ein gutes Einfühlvermügen deinerseits und/oder eine ähnliche Denkweise.

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Hallo,

nein, mit Dir ist alles in Ordnung.

Dein Denken kommt nur zu anderen Schlussfolgerungen als andere.

  • Vielleicht, weil Du weniger (vor-)schnell eine Bewertung triffst und damit Denkmöglichkeiten ausschließt.
  • Vielleicht, weil Du einfach offener bist für alternative Denkansätze
  • Vielleicht bist Du auch sensibel was das Wahrnehmen von Kleinigkeiten betrifft und genau was Dein Nachdenken über diese Kleinigkeiten betrifft.

Entscheidend ist nicht, was man denkt, sondern welche Entscheidungen für das Verhalten man trifft. Selbst wenn Massenmörder logische Gründe haben, bleibt es dennoch Unrecht. Ihre Verfehlung bestand aber vielleicht nicht in den Gründen für ihr Handeln sondern in der fehlenden moralischen Kontrolle, dass die Gründe kein unmoralisches bzw. gesetzwidriges Verhalten rechtfertigen.

Es ist die Vernunft, die unser Verhalten bestimmen sollte. Gefühl (Trieb) und Logik können nur Verhaltensrichtungen vorschlagen, der die Vernunft dann entweder folgt (wenn es vernünftig ist, oder ablehnt, wenn es unvernünftig ist.

Alles Gute!

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So ganz verstehe ich dich nicht. Irgendwie vermischst du die Begriffe Logik und Interpretation. Die Logik von Mathematikaufgaben und die Beweggründe von Massenmördern sind ja zwei völlig verschiedene Paar Schuhe, wobei ich im ersten Fall tatsächlich von Logik, im zweiten Fall eher von Empathie sprechen würde.

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Ich glaube nicht, dass das eine Krankheit ist, sondern ein Konflikt, den du in der austragen musst zwischen gesellschaftlich akzeptiert zu werden und trotzdem individuell zu bleiben.

Und wenn man das Problem so formuliert, gibt es sehr viele, die dasselbe Problem haben. Es gehört quasi zu den Grundproblemen eines jeden.

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Ich weiß nicht, was für dich "logisch" bedeutet, aber an sich bedeutet das, aus Grundannahmen (Axiomen) die richtigen Schlüsse zu ziehen. "Richtig" bedeutet hier, dass das Schlüsse sind, die durch die Grundannahmen gestützt werden.

Beispiel:
Grundannahme 1:  Immer wenn es regnet, wird die Straße nass.

Grundannahme 2: Gerade regnet es.

Schluss: Die Straße muss nass sein <- ein völlig logischer Schluss, ergibt sich direkt aus den Grundannahmen.

Und jetzt ein verrücktes Beispiel:

Grundannahme 1: Wenn jemand pinke Sachen trägt, dann hustet irgendwo ein Floh.

Grundannahme 2: Wenn ein Floh hustet, dann wird morgen das Wetter schön.

Grundannahme 3: Florian trägt heute pinke Sachen.

Schluss: Das Wetter wird morgen schön! 
Das ist ein völlig logischer Schluss aus diesen Grundannahmen. Richtig ist er nicht unbedingt, weil Grundannahme 1 und 2 ja beide zweifelhaft sind.

Also: man kann auch mit verrückten Grundannahmen logische Schlüsse ziehen. Natürlich sind das dann letztendlich keine guten Schlüsse, wenn die Grundannahmen schlecht waren, aber sie sind trotzdem logisch.

So gesehen kann selbstverständlich ein Selbstmörder logisch handeln.
Und so gesehen kann, gemessen an deinen Grundannahmen, auch deine Buchinterpretation völlig logisch sein.

Damit bist du höchstwahrscheinlich schon in der Lage, logisch zu denken.  Du machst nur vielleicht andere Grundannahmen als andere.

Und ob die jetzt richtig oder falsch sind, das ist ein anderes Thema. Da müsste man im Einzelfall mal schauen. Aber ich sehe jetzt überhaupt nichts ungewöhnliches an dem, was du erzählst. Es kann ja sein, dass dein Interesse an Mathe nicht so hoch ist, dafür hast du dann andere Stärken.

Dass man die Beweggründe von Mördern verstehen kann, finde ich nicht ungewöhnlich. Kann man ja meist auch irgendwie, auch wenn man dem nicht zustimmen kann (weil die halt andere Grundannahmen haben).

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dann hast du eine individuelle statt eine normative logik

um windows zu schließen, muß man auf start drücken (amerikanische logik)

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Ich glaube, der Gegenüber kann besser feststellen, ob du logisch denkst.

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