Frage von AndreasH98, 72

Lötschaltung erklären?

Hallo Community, derzeit bin ich dabei eine Arbeit für die Schule über eine Schaltung zu schreiben. Jedoch wurde mir eine ziemlich schwere Schaltung zugewiesen. Deshalb wäre meine Frage, ob mir denn jemand kurz erklären könnte, wie bei der Schaltung der Ton erzeugt wird und wieso sie denn so kompliziert aufgebaut ist, denn dies könnte man ja bestimmt auch anders zusammenbauen.

Vielen dank im Vorraus, Lg Andi

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von CryptonNite, 45

Auf der linken Seite ist ein sogenannter "Astabiler Multivibrator" zu sehen, der den Ton erzeugt. Die beiden linken Transistoren werden abwechselnd ein- und ausgeschaltet, was eine Rechteckschwingung erzeugt (mehr oder weniger). Diese Schwingung wird durch die beiden rechten Transistoren verstärkt und am Lautsprecher ausgegeben.

http://www.hobby-bastelecke.de/grundschaltungen/multivibrator.htm

Kommentar von AndreasH98 ,

Vielen Dank für deine Antwort Cryptonnite,

könntest du mir dennoch trotzdem zusätzlich erklären, was dieser "Astabile Multivibrator" in meiner Schaltung bewirkt und wieso er eben in meiner Schaltung verwendet wird? Vielen Dank im vorraus.

Kommentar von CryptonNite ,

Klar.

Der AMV (Astabiler Multivibrator) erzeugt in der Schaltung eine Schwingung, indem die beiden linken Transistoren abwechselnd ein- und ausgeschalten werden (die Frequenz, also die tonhöhe kann man berechnen, ich bin dazu aber gerade zu faul :) ). Diese Schwingung ist die quasi die Tonquelle für den Verstärker mit den beiden rechten Transistoren. Wenn der AMV nicht da wäre, so würdest du nichts hören oder hättest ein Radio (mit sehr dürftigen Eigenschaften). Die beiden rechten Transistoren bilden einen Verstärker.

Kommentar von AndreasH98 ,

Vielen Dank für die Hilfe CryptonNite

Antwort
von weckmannu, 31

Die ersten beiden Transistoren links bilden einen fast symmetrischen einfachen Multivibrator, der zunächst ein Rechtecksignal erzeugt. Die 2 rechts folgenden Transistoren bilden eine Verstärker-Kaskade. Damit wird im Lautsprecher dank der starken Siebung mit den Kondensatoren ein nahezu sinusförmiger Strom mit ausreichender Lautstärke erzeugt.

Kommentar von AndreasH98 ,

Tut mir leid wenn ich dort nochmal nachhaken muss, aber kommt es da wie Sie sagen, dass der Lautsprecher mit einem "nahezu sinusförmigem Strom" versorgt wird, zu einer gleichbleibenden Frequenz des Tones? Natürlich weiß ich, dass die Amplitude einer Sinusfunktion immer gleich bleibt, jedoch mein Lehrer mich gefragt hat wie es denn zu einer immer gleich bleibenden Frequenz des Tones kommt.

Vielen Dank im Vorraus

Kommentar von CryptonNite ,

Die Tonfrequenz legt der Multivibrator fest.

Kommentar von weckmannu ,

Die Frequenz ergibt sich aus den Werten der 2 RC-Glieder im Multivibrator. Wenn die beiden Transistoren jeweils voll durchschalten, werden die Kondensatoren jedesmal beim Kippen der Schaltung die gleichen Lade-/Entlade-Kurven durchlaufen, woraus sich eine konstante Frequenz ergibt. Den Begriff 'gleichbleibend' übersetze ich mal mit 'konstant'.

Antwort
von oetschai, 25

Das mit dem Multivibrator hat CryptonNite ja schon erklärt. Diese Schaltung erzeugt ein "Rechtecksignal" welches einen hohen Anteil an höheren Frequenzen als die Grundfrequenz des MV hat  - wenn du mit "Furier-Zerlegung" noch nichts zu tun hattest, musst du mir das jetzt einfach mal glauben... - Der Klang dieses Rechtecksignals wäre... sagen wir mal... etwas "scharf".

Um einen "weicheren" Klang zu erzeugen, muss man also die höherfrequenten Frequenzanteile irgendwie herausfiltern - und das bewerkstelligen in dieser Verstärkerschaltung (der rechte Teil) die "großen" Kondensatoren.

Es wäre interessant (und lehrreich), die fertige (und hoffentlich funktionierende) Schaltung mal mit einem Oszilloskop zu untersuchen, um zu sehen, wie sich das Ausgangssignal des MV auf seinem Weg durch die Verstärkerstufe verändert.

Kommentar von weckmannu ,

Fourier ist Franzose und schreibt sich deshalb mit o

Kommentar von oetschai ,

Das ist richtig... ist meiner Unkonzentriertheit geschuldet. Abgesehen davon WAR Joseph Fourier Franzose... ;-)

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