Problem:Mitarbeiterin (alleinerziehend,2 Kinder), erscheint fast täglich zu spät,hat kurzfristig Arzttermine,erkrankt mehrfach tageweise, Streitigkeiten mit anderen MA weil diese ihre Arbeit erledigen müssen.
Wie kann man ihr helfen ohne gleich "erhebliche" Maßnahmen treffen zu müssen?
Eventuell eine Spätere Arbeitszeit geben. Sie Bitten Ihre Arzttermine etwas früher bekannt zu geben. Sie muss es eigentlich so bald sie den genauen Termin weiß. Gegen die Erkrankungen kann man nichts machen auser den MDK schicken lassen. Denn Mitarbeitern sagen das es sie nichts an geht wenn jemand Krank ist denn dafür sind sie in der Arbeit. Bzw. der Arbeitsplatz der anderen ist Sicher weil ja immer genug Arbeit da ist.

Ich denke, dass sie ihr privates Zeitmanagement (früh genug aufstehen, Kinder fertig machen und zur Schule/KiGa zu bringen und rechtzeitig im Büro sein) zu Hause selber in den Griff kriegen muss.
Sind die "kurzfristigen" Arzttermine denn so plötzlich notwendig oder könnte die sie rechtzeitig planen, um mit der Arbeitszeit nicht in Kollision zu geraten? Hier würde ich z.B. ein freundliches Gespräch mit dem Vorgesetzten empfehlen, ich denke, da führt kein Weg drumherum, wenn sich die Situation nicht bessert. Vielleicht braucht sie das Feedback "von oben", um einzusehen, dass es so nicht geht, also dass die Kollegen permanent darunter leiden.
Und zu dem "häufig krank" - das ist immer heikel, es überhaupt anzusprechen. Man will natürlich auch nichts unterstellen. Ich würde diesen Punkt vielleicht erstmal außen vor lassen, wenn mit ihr über die Arbeitssituation geredet wird. Und beobachten, wie es weiter geht.
BELLA64 am 29. Juni 2008 09:43 Sehr gute Antwort, dafür ein Däumchen :-))
Die Gesamtsituation lässt das Gefühl aufkommen das die Mitarbeiterin wenig motiviert ist und das es immer schlimmer wird. Sie fehlt ständig, führt ihre Arbeit nicht mit der nötigen Sorgfalt aus und der Eindruck von fehlendem Fachwissen entsteht.
Vielleicht wäre ein Ratschlag zur Beratung beim Psychologen angebracht? Weil ihre Probleme mit einer vorherigen Trennung des Lebensgefährten in Verbindung gebracht werden können
Ich danke euch für eure Antworten!
Ringelkatze am 29. Juni 2008 10:00 Hhmm, ok. Wieviel Einfühlungsvermögen besitzt denn ihr Vorgesetzter? Irgendwer muss offensichtlich mit ihr reden, wenn es um die Gesamtmotivation geht.
Ich hatte im Büro auch mal so eine Phase, den Kopf woanders, in der Arbeit geschludert. Ein ernstes Gespräch (bei dem deutlich gemacht wurde, dass man nicht auf mich verzichten wolle, aber eine Änderung musste kommen) hat mich dabei wieder auf die Spur gebracht. Ich bin danach auch mit ganz anderen Augen an die Arbeit herangegangen, sie hat wieder Spaß gemacht.
DAS aber lag eben auch an dem guten Gespräch mit dem Vorgesetzten, der sich einfühlen konnte und mir im positiven Sinne Beine gemacht hat.
Habt Ihr sojemanden im Unternehmen, der ihr in diesem Fall als Gesprächspartner dienen könnte?
Ihr zu raten, zum Psychologen zu gehen, halte ich für kontraproduktiv. Das wirkt so (salopp gesagt) wie "Du funktionierst hier nicht richtig, lass Dich mal heile machen...". Das ist m. E. noch demotivierender. Es ist sicher erfolgversprechender, wenn das Gespräch (bei dem die Ernsthaftigkeit der Arbeitssituation aber auch deutlich gemacht wird) von innen heraus kommt, also vom Unternehmen. FALLS Ihr dazu die Möglichkeit habt.
Ich danke dir für deine tolle Antwort!
Ich denke auch das es wichtig ist erstmal mit ihr persönlich zu reden und in einem vertraulichen Gespräch versuchen zu klären wo die Probleme herkommen und das es eine Veränderung geben muss.
Ringelkatze am 29. Juni 2008 10:41 Ich drücke Euch allen die Daumen :-)
Solltest du der Vorgesetzte sein, muss ich sagen, hast du schon Einfühlungsvermögen bewiesen indem du die Frage gestellt hast. Ich hätte sie schon zur Rede gestellt.
Ich denke, dass sie das Problem lösen muss, und deshalb auch ansprechen.
Der Vorgesetzte kann ihr behilflich sein, aber nur in gewissen Grenzen.
Meine Meinung.
Danke!
:-)
Vielen Dank! :-)