Frage von roromoloko, 51

Löslichkeitsprodukt - Konzentration der Produkte?

A + B ---> C

Für das Löslichkeitsprodukt gilt:

L_p = c(A) * c(B)

c(A) = c(B)

L_p = c^2(A)

wurzel(L_p) = c(A)

Im Buch steht jetzt, dass die Konzentration von C gleich der Konzentration von A ist, aber ist es nicht doppelt so groß? Am Beispiel

Ca(+) + CO3(-) --> CaCO3

Dann müsste die Konzentration doch die Summe der Edukte sein? Wo liegt der Denkfehler?

Antwort
von SchumiFan91, 35

Die beiden Ionen verbinden sich zu EINEM Salz-Teilchen. Aus 1 mol Ca(2+) und 1 mol CO3(2-) wird auch wieder nur 1 mol CaCO3. Und da die Konzentration direkt proportional zur Stoffmenge in mol ist, bleibt die Konzentration konstant.

Kommentar von roromoloko ,

Ach ok dankeschön! :)

Kommentar von ThomasJNewton ,

Wie heißt es so schön, und das hab ich mir nicht ausgedacht:

Schuster, bleib bei deinem Leisten.

Da können sich meine "Gäste" mal ausruhen.

Kommentar von SchumiFan91 ,

Sorry, mir fällt mein Fehler nun auch auf. War wohl in diesem Moment mit dem Tippen schneller als mit dem Denken. Kann ja mal passieren. Aber danke für den Hinweis.

Kommentar von roromoloko ,

Wo denn?

Kommentar von SchumiFan91 ,

Mein Gedankengang war, dass, wenn man äquimolare Mengen an Ca(2+) und CO3(2-) hat, dass sich dann daraus aufgrund des niedrigen Löslichkeitsprodukts von CaCO3 (Kalk) die maximale Menge Salz bildet. D.h. um das MWG dafür zu erfüllen, fällt so viel Salz unter Verbrauch von Ca(2+) und CO3(2-) aus, bis das geforderte Löslichkeitsprodukt [Ca(2+)] • [CO3(2-)] erfüllt wird. Und da Kalk einfach schwerlöslich ist, bleiben am Ende eben kaum Ionen in der Lösung übrig. Nur aufgrund der Schwerlöslichkeit von Kalk, kann man annähernd annehmen, dass wenn man je 1 mol an Ca(2+) und CO3(2-) in Lösung gibt, dass man nach Einstellung des Gleichgewichts ungefähr 1mol CaCO3 erhalten hat. Da deine Frage sich ja allgemein auf Löslichkeitsprodukte bezog, ist meine Antwort keine allgemeingültige Aussage, sondern nur für schwerlösliche Salze richtig.

Antwort
von ThomasJNewton, 23

Der Chemie kann man sich nicht über Rechenvorschriften annähern.

"c(A) = c(B)"  - Nein! - oder nicht generell!

Und mit E- oder Produkten hat das nun mal überhaupt nichts zu tun.

Wenn du Salz ins Wasser kippst und Nudeln darin kochst, sind gesalzene Nudeln das Produkt.

Und wenn du nicht weißt, dass es "Ca(+)" nicht gibt, solltest du den Umstieg auf "Feste Nahrung" noch mal überdenken.

Kommentar von roromoloko ,

"sorry" meine 2+

Expertenantwort
von TomRichter, Community-Experte für Chemie, 18

> Wo liegt der Denkfehler?

Hauptsächlich wohl darin, dass Du die Reaktionsgleichung
   Ca(++) + CO3(--) --> CaCO3

mit einer mathematischen Gleichung verwechselst. Ist aber was anderes:

Die Stoffe links reagieren miteinander, dabei nimmt ihre Konzentration ab. Sie bilden den oder die Stoffe der rechten Seite, deren Konzentration nimmt dabei zu.

Vermutlich zweiter Denkfehler:

> c(A) = c(B)

Blind abgeschrieben? Oder verstanden, wann das gilt - und wann nicht?

Kommentar von roromoloko ,

Nicht genau abgeschrieben, aber so gelernt im Zusammenhang mit dem Löslichkeitsprodukt in einem Gleichgewicht .. Wann gilt es den nicht?

Kommentar von TomRichter ,

Erkläre, wie diese Gleichung zustande kommt.

Dann findest Du vermutlich selber einige Fälle, in denen sie nicht gilt. Eine Sorte Fälle wäre Calciumchlorid.

Kommentar von roromoloko ,

Bei Fällungsreaktionen müsste das gelten.. Der Term unten wurde dann mit 1 mol/l beschrieben. Ansonsten sind die Konzentrationen nur gleich, wenn die Stoffmengen gleich sind. Denke aber nicht, dass sie darauf hinaus wollten..?

Kommentar von TomRichter ,

Bei einer Fällungsreaktion gebe ich zu dem in der Lösung vorhandenen oder vermuteten Sulfat einen Überschuss an Bariumnitrat. c(Ba++) >> c(SO4--)

Beim Auflösen von CaCl2 in reinem Wasser ist

c(Ca++) = 1/2 * c(Cl-)

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