man spricht von der bedeutung der löhne für die angebotsseite und für die nachfrageseite des wirtschaftsprozess. was bedutet das?????? kann mir das einer erklären??
Angebotsseite: Anbieter sind Unternehmen, die Waren produzieren oder Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Für sie sind Löhne Kosten. Und diese Kosten müssen sie sich über die Preise (sie kalkulieren) wieder hereinholen. Denn niemand erzielt einen Gewinn, bevor er nicht seine Kosten über die Preise seiner Güter hereingeholt hat. Werden durch die in den Preisen enthaltenen Kosten die Preise zu hoch, ist er nicht mehr konkurrenzfähig.
Für die Nachfrageseite sind Löhne Einkommen. Sie bestimmen seinen Lebensstandard und zu einem Teil sicher auch sein Wohlbefinden. Ist sein Lohn sehr niedrig,darbt er dahin und ist unzufrieden. Aber faire und ordentliche Löhne kommen den Unternehmen auch wieder zu gute, weil vom Verbraucher dann mehr konsumiert wird

Je nachdem ob von Nachfrage/Angebot der Arbeitnehmer oder der Waren die Rede ist.
@1.: Je mehr Arbeitslose, desto geringer (theoretisch) die Löhne, was die Wirtschaft einbremst.
@2.:Je höher die Löhne, desto höher der Absatz an den Waren, was die Wirtschaft stärkt.
...aber auch die Wirtschaft schwächt durch höhere Löhne. Deshalb wirst Du wenig Politiker finden, die grundsätzlich für höhere Löhne sind, weil die deutsche Wirtschaft sich ja in der globalisierten Welt behaupten will! und muss?
Auch wenn Du die letzten ca 20 Jahre anschaust, dass sanken die Löhne kontinuierlich. Argument dafür war immer der Erhalt des Arbeitsplatzes überhaupt.
Riverplatense am 8. November 2009 10:28 Deshalb will ich ja auch zentralisierte Planwirtschaft haben. In ein, zwei Staaten, die sich gegen die Raubtier-kapitalistische Welt durchsetzen müssen, ist es schwer. Würde die ganze Welt mitmachen, könnten wir ein schönes Leben haben. Klingt naiv, könnte man aber umfangreich darlegen.
Wenn Du Dich gegen den Raubtier-Kapitalismus wendest, hast Du fast die ganze Welt auf Deiner Seite. Alle Länder mit ihren Regierungen wollen den Kapitalismus für ihren Nutzen einspannen. D. h. den "Gier-", "Raubtier-", "Heuschrecken-", "Neo-", "Turbo-"Kapitalismus will keiner. Allen wollen ihn zähmen. D. h., Du bist in "guter" Gesellschaft. Ob dies allerdings zu einem schönen Leben führt, wage ich zu bezweifeln! Vielleicht ist das auch gar nicht das Ziel des "gezähmten" Kapitalismus.
Deine Idee dafür heißt Planwirtschaft, auch noch zentralisiert. Dass dies geht und deshalb auch nicht naiv ist, hat die Existenz des Ostblocks unter Führung der Sowjetunion ca 70 Jahre lange bewiesen. Er war sowohl ökonomisch als auch militärisch der Gegenpol des Westens und konnte zumindest militärisch im "Rüstungswettlauf" mithalten, was auch nur ging auf einer guten ökonomischen Basis.
Riverplatense am 9. November 2009 14:54 Für den Umstand, dass der Kapitalismus nur unter dem Mitwirken fast aller Staaten gerettet werden konnte, ist die Absicht, ihn zu überwinden, nicht eben ausgeprägt...
Ja, ja, zum Kapitalismus gehört der Staat mit seiner Gewalt dazu wie die Faust aufs Auge bzw. wie die Peitsche zum Pferd.
Du kannst den Staat deshalb nicht gegen den Kapitalismus in Anschlag bringen!
Ich denke, Du hast mit "faire Löhne" den sich ausschließenden Gegensatz, den Du vorher als 2 Standpunkte geschildert hast, zugedeckt. Kein Unternehmen zahlt ohne irgendeinen Zwang höhere Löhne, da diese Erhöhung ihren Gewinn schmälert.