Muss eine neue Duschabtrennung installieren, in einem neuen Bad, was ist beim Bohren in Fliesen zu beachten?
Du solltest zunächst die von der Duschabtrennung vorgegebenen Löcher grob markieren und an den entsprechenden Stellen die Fliesen mit Klebeband abkleben um beim bohren ein Abplatzen der Fliesen zu vermeiden. Geeignet sind : Gewebeband, Krepp usw.- dann bohren, zunächst ohne "Schlag", durch die Fliese und den Putz (hohe Umdrehung der Bohrmaschine aber wenig Druck). Sobald Du auf dem Mauerwerk bist, Maschine auf "Schlagbohren" umstellen und den Druck erhöhen. Wasserleitungen verlaufen in der Regel übrigens von den Armaturen senkrecht nach unten und/oder nach oben- niemals horizontal. Viel Spaß !!
Um Ärger mit dem Vermieter zu vermeiden sollte man möglichst in den Fugen bohren. Wenn das nicht möglich ist, den Vermieter informieren und um Erlaubnis bitten. Beim Bohren selbst zuvor mit einem Leitungsprüfgerät nach Wasserleitungen und Stromkabeln suchen. Aber Vorsicht die Billigausführungen dieser Geräte sind nicht sehr genau.
Hunley am 23. April 2007 11:57 Normal muß der Vermieter mit Löchern in den Fliesen leben können (solange man keinen Sieb aus den Wänden macht und 38 Handtuchhalter ranbohrt)Man muß beim Auszug die Löcher halt so gut es geht wieder verschließen (Was bei weißen Fließen mit weißem Silikon sehr gut funktioniert)

Die Antwort von ps1954 gibt eigentlich schon fast alles her, aus meiner Erfahrung würde ich lediglich folgende Änderungen / Ergänzungen vorschlagen:
Die geplanten Bohrstellen mit einem Nagel o. ä. "ankörnen" (heißt, eine kleine Vertiefung in der Fliese durch einmaliges "Ein"-schlagen des Nagels verursachen). Das verhindert, daß der Bohrer auf dem Kreppklebeband oder anderen Klebebändern abrutscht.
NIEMALS in den Fugen Bohren, sondern möglichst in der Fliese! Auch wenn jetzt vielleicht die meisten von Euch verdutzt schauen: Bohren in den Fugen verursacht zum Einen immer Beschädigungen an mindestens ZWEI (bis 4) Fliesen und nicht nur an EINER wie bei einem in der Fliese angelegten Bohrloch. Darüber hinaus platzen - trotz Gewebe- oder Kreppband - beim Bohren in der Fuge sehr oft größere Stücke des Fugenmörtels UND der Flesenflanken ab, so daß die dabei möglicherweise entstehenden Schäden am Belag weit größer sind als ein sauber gebohrtes Loch mitten in einer Fliese. Zudem kann es (bei nicht hohlraumfreier Verlegung des Fliesenbelages) durch das Loch in der Fuge zum einsickern von Wasser kommen, was durch den Oberflächenversatz des Fugenmörtels gegenüber dem Fliesenbelag noch begünstigt werden kann. Spätschäden in Form feuchter Wände hinter dem Fliesenbelag könnten dabei die Folge sein.
Die Verwendung von Stahlbohrern für die Fliese halte ich für unsinnig, die HSS Bohrer gehen dabei in aller Regel kaputt (Abstumpfen der Schneidflächen durch quarzhaltige Scherben und glasgranulathaltige Glasuren der Fliesen) und bringen keinerlei Vorteile gegenüber einem guten Steinbohrer.
"Spezielle Fliesenbohrer" für das Bohren einfacher Bohrlöcher in normale Steingutwandfliesen sind Geldschneiderei und lediglich ein Verkaufsgag unseriöser Anbieter. Wer dafür extra Geld ausgibt ist drauf reingefallen.
Sonnige Grüße aus Coesfeld

Für die Fliese nimmt man einen Eisenbohrer (HSS), danach einen Steinbohrer.
ich würde auch vorschlagen: in Fliese zu bohren 1, abkleben 2 anreisen 3 ankörnen 4 ohne Schlag langsame umdrehung bis Fliese durch dann kann mit Schlag weiter gebohrt werden das gelingt immer alles andere sollte man(n) sein lassen.