Frage von IrgeindeinWesen, 42

Live USB in Virtualbox?

Ich möchte gerne ein Betriebssystem (Linux) auf einem USB-Stick in der Virtualbox (unter einer anderen Distribution) nutzen. Ist es besser, wenn ich es so bei einer Live USB im persistenten Modus belasse oder kann ich das Betriebssystem auch auf dem USB-Stick installieren? Ich habe nämlich bislang noch überhaupt keine Erfahrungen mit Virtualbox...

Antwort
von Pherto, 20

Üblicherweise wird das Betriebsystem bei virtuellen Maschinen in eine Festplattendatei installiert. Diese kann sich auch auf einem USB-Stick befinden. Der Pfad zu dieser wird in der Konfiguration der jeweiligen Maschine festgelegt. Ein Start des Betriebsystems ist dann selbstverständlich nur bei verbundenem Stick möglich. (und dieser den gleichen Laufwerksbuchstaben zugewiesen bekommen hat, sich also in der selben Schnittstelle befindet) Um das Betriebsystem auf der virtuellen Festplatte auf dem Datenträger auch an anderen Rechnern starten zu können, muss auf diesem Virtual Box (oder eine andere Virtualisierungslösung, wenn beim Format der Festplatte nicht ein eigenes von VB wie ".vdi" , sondern etwa das verbreitetere ".vhd" genutzt wurde.) laufen. Sofern das virtuelle System nur an einem Computer genutzt werden soll und das Speichermedium nur portabel zum Zwecke der physischen Sicherung vor Zugriff sein soll, könntest du besser auf eine lokale Installation ausweichen und die (virtuelle) Festplatte ggf. mit zum Beispiel VeraCrypt verschlüsseln.

Eine andere Variante wäre, dass du dir Portable Virtual Box holst und dieses zusammen mit den Festplattendateien und virtuellen Maschinen auf dem Stick hast. Zur Verwendung an einem anderen Computer muss Virtual Box bei der ersten Ausführung auf diesem mit Administratorrechten gestartet werden, damit die notwendigen Treiber der virtuellen Hardware installiert werden können. Dadurch ist eine Verwendung des virtuellen Systems beispielsweise nicht an öffentlichen Computern in Internetcafés möglich.
Installationsanleitung: http://www.vbox.me/

Ich weiß zwar nicht, was du mit einem virtualisierten Linux auf einem USB-Stick bezwecken möchtest, aber wenn du das Betriebsystem nicht richtig installierst, kannst du mit diesem nicht produktiv arbeiten.

Es gibt allerdings durchaus Szenarien in denen es sinnvoll und gewünscht ist, wenn sich die Daten nicht ändern lassen bzw. Änderungen nach jeder Sitzung verworfen werden. Etwa wenn man sich eine vom Produktivsystem abgeschottete Umgebung schaffen möchte, in der man etwa unbesorgt seine Bankgeschäfte erledigen kann. (vgl. dazu heise.de/ct/projekte/Sicheres-Online-Banking-mit-Bankix-284099.html)

Wenn du ein Betriebssystem von einem USB-Stick starten willst, solltest du einen schnelleren Datenträger verwenden, sonst macht das Ganze wenig(er) Spaß.

Antwort
von mnlwrnr, 15

So geht es: Sie benötigen folgende Dinge:

1. Den Plopexec Bootmanager. Hier der Download: https://download.plop.at/plopkexec/plopkexec.iso

2. Stecken Sie den usb stick mit Linux ein und starten sie ihre erstellte virtuelle Maschine von der Virtualbox. Gehen Sie auf Geräte, dann auf USB und wählen Sie den USB-Stick auf dem ihr Linux drauf ist. Gehen Sie wieder auf Geräte optische Laufwerke und wählen sie die vorher heruntergeladene ISO plopexec.iso aus. Starten Sie die virtuelle Maschine neu. Es erscheint der plopexec boot manager. Es erscheinen auch die Booteinträge vom usb stick. Einfach auswählen. Jetzt wird in der Virtualbox vom usb stick gebootet. 

Um den USB-Stick zu erstellen empfehle ich das Programm Unetbootin. Damit kann man bootfähige USB-Sticks erstellen. https://unetbootin.github.io/

Antwort
von gonzo1233, 13

Wenn du Virtualbox nutzt, ist der Umweg über einen USB Stift in keinem Fall nötig; Linux kann in Virtualbox (auch mehrmals und verschiedene nebeneinander) direkt installiert werden.

Um unsichere Universalrechner mit Win in eine sichere Festung zu verwandeln ist ein USB-Linux eine wahre Erlösung, einfach anstecken und davon booten - schon sind alle Programme von Linux nutzbar (Office, Chat, Browser, Mail, MP3, Media....). Der Stift kann an jedem Rechner angesteckt werden, für den Betrieb der hochwertigen Betriebssysteme wird natürlich kein Key und kein Virenscanner benötigt

Mit Mint, Ubuntu und Knoppix habe ich das sehr erfolgreich praktiziert.

So erzeuge ich die USB-Stifte mit Betriebssystem: Interne Platte abstöpseln, von Linux (z.B. Mint) Live-DVD booten, Stift anstecken, Install-Icon am Desktop anklicken, durchklicken - das war's. Irgendwelche "Tools" werden bei Linux nie benötigt.

Wenn Win Probleme bereitet ist das eine geniale Lösung und Verbesserung.

Antwort
von Chrysen2, 5

Ja das geht hier hasste ne Anleitung ist nicht so schwierig.

http://www.howtogeek.com/187721/how-to-boot-from-a-usb-drive-in-virtualbox/

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