Frage von HansHans1, 12

literarisches Leben im 18. Jahrhundert?

Hey, Kann mir jemand diesen Satz erläutern : Das wachsende Lesebedürfnis des Bürgertums deutet darauf hin, dass es in den Dichtungen und Schriften der Zeit ihm gemäße Ausdrucksformen und Gedanken fand.

Meiner Meinung nach bedeutet es, dass die Bürger sich mit den Dichtungen identifizieren konnten.

Danke im Voraus

Hans

Expertenantwort
von achwiegutdass, Community-Experte für Sprache, 7

Das wachsende Lesebedürfnis des Bürgertums hängt eigentlich zunächst mit dem wachsenden Bildungsniveau zusammen (immer mehr Menschen können lesen, mehr Frauen als früher haben Zugang zur Lektüre).

Das führt dann auch dazu, dass ihm neue Lesemöglichkeiten angeboten werden - zunächst mal rein materiell: da die Bücher noch relativ teuer und nicht leicht zugänglich sind, entstehen Lesezirkel (wo allerdings fast nur Zeitschriften gelesen werden), Lesegesellschaften, Lesebibliotheken und dann auch Lesekabinette.

Dises Einrichtungen fördern den gesellschaftlcihen Austausch und damit auch die Verbreitung von Literatur, vor allem moralischer Art (Aufklärung), aber auch Romane (Frauen als Lesepublikum).

Insofern kann man sagen, dass dieses Publikum "in den Dichtungen und Schriften der Zeit ihm gemäße Ausdrucksformen und Gedanken fand".

Aber die andere Perspektive stimmt auch: das Publikum wird durch die neue Literatur gebildet, Geschmacksänderungen werden deutlich erkennbar (zB Liebesromane, die die geltenden moralischen Normen überspielen).

Antwort
von andreasolar, 6

So sehe ich das auch. 

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