Frage von OGGGnade, 162

Linux und Mac haben ja die gleiche Basis, warum ist Linux dann so viel schlechter?

Haben die sich immer mehr auseinander entwickelt, wobei Apple halt den richtigen Weg eingeschlagen hat?

Expertenantwort
von guenterhalt, Community-Experte für Linux, 45

wobei Apple halt den richtigen Weg eingeschlagen hat?

wofür steht das Fragezeichen? Relativierst du damit die Behauptung, dass Apple den richtigen Weg eingeschlagen hat?

Richtig und Falsch sind doch Begriffe, die in der Politik benutzt werden, um andere zu beleidigen, um sich in den Vordergrund zu rücken. In der Technik ist das keine gute Vorgehensweise.

Wenn du es für den richtigen Weg hältst, viel Geld für Appel-Aktionäre herauszuholen ( siehe dir mal die Preise für Apple-Computer an ), dann mag das sein.   Linux macht das nicht und ist damit für Aktionäre ( mir kommen bei solchen Gedanken immer Tränen ) viel viel schlechter.

Antwort
von Linuxaffiner, 41

Die haben mir neulich auf dem Apple-Server meine Apple-ID geklaut. Nachdem ich von Apple eine Nachricht erhalten habe, dass sich jemand an meiner ID zu schaffen machte, war ich gezwungen, den Service zu kontaktieren.

Was soll ich sagen - der Service war sehr gut, nach einer Stunde am Telefon bekam ich eine neue ID und kann mich wieder einloggen. Gut mein altes Iphone ist jetzt 7 Jahre alt, ich war Jahren nicht mehr auf diesem Server, weil keine neuen Apps mehr auf dem 3G laufen.

Das ist genau der Grund, warum ich smartphone-technisch bei Apple bleiben werde - der 1stündige Anruf hat mir nichts gekostet, und der Mitarbeiter war wirklich kompetent. Ich habe das so eigentlich nicht erwartet.

LA

Antwort
von Linuxhase, 68

Hallo

Linux und Mac haben ja die gleiche Basis, warum ist Linux dann so viel schlechter?

  1. Mac ist gar kein Betriebssystem sondern eine Modellreihe von der Apple Computer Inc. Die Betriebssysteme heißen OS-X und iOS.
  2. Wie kommst Du denn darauf das eines der beiden schlechter oder besser ist und was bedeutet denn besser für Dich?

Es ist ja nicht so das jeder das gleiche gut oder besser findet das ein andere so empfindet! Ich jedenfalls finde ein freies Betriebssystem natürlich besser als eines das proprietär und dazu noch kommerziell ist.

Haben die sich immer mehr auseinander entwickelt

  • Die Basis beider Betriebssysteme ist die, mehr oder weniger gelungene/beabsichtigte, Konformität zum POSSIX Standard, nichts weiter.
  • Während aber der Vater von OS-X und iOS allerdings BSD ist, ist Linux eine komplett eigene Entwicklung in der keine einzige Zeile vom Großvater (Unix) enthalten ist.
  • Beide Systeme wurde auch nicht gleichzeitig entwickelt, Linux ist älter!
  • Die Ziele beider OS waren und sind auch heute noch unterschiedlich, was auch gut so ist, denn deshalb ist GNU/Linux auch so viel mehr im professionellen Einsatz als Apples Betriebssysteme es sind.

Sieh Dir dazu doch mal die Video-Reihe "A World without Linux" an:

https://goo.gl/mzaov3

Linuxhase

Kommentar von Apple99er ,

Haha das wirft die frage auf was du unter professionellem Einsatz verstehst 😂 Als Professioneller server der in der ecke steht vielleicht xD

Kommentar von guenterhalt ,

der in der ecke steht vielleicht

das ist bei mir wirklich so. Wenn man Server als "Dienstleister" übersetzt, dann steht bei mir ein Staubsauge-Roboter in der Regel von Sonnabend bis Donnerstag in der  Ecke herum. Nur Freitags muss er ran. Das wird bestimmt in tausenden "normal verschmutzten Haushalten" ähnlich sein.
Mein Router steht nicht so lange unbenutzt im Keller.

Habe ich jetzt vergessen zu erwähnen , dass in beiden ein Betriebssystem mit Linux-Kernel läuft?
Jetzt kann man immer noch streiten, ob die private Nutzung solcher Geräte als professioneller Einsatz durchgeht.

Das würde, so es das gibt, auch ähnliche Geräte mit einem OS-X-Kernel betreffen.

Kommentar von ChrizZly2030 ,

OSX wird professionell nur für Photoshop und Musikproduktion verwendet. Ganz selten noch fürs Programmieren.

Was verstehst du denn als professionell? Es gibt mehr Dinge die man am PC machen kann als Photoshop und Musikbearbeitung.

Kommentar von Linuxhase ,

@Apple99er

Haha das wirft die frage auf was du unter professionellem Einsatz verstehst

  1. Wenn Du die verlinkten Videos mal ansehen würdest, könntest Du erkennen das Linux von den wichtigsten Systemen der modernen Computerwelt nicht mehr wegzudenken ist.
  2. Selbst Apple und Microsoft benutzen Linux.
  3. Diese Systeme verteilen Deine Updates
  4. erlauben Dir den Download einer neuen ISO oder den APPs
  5. es gäbe das Internet überhaupt nicht.
  6. Der Wetterdienst, die Börsen,  alle Banken, dein CD/DVD/BluRay Player, Autoradio,  die Smart Geräte, Heimautomation-Systeme, Satelliten,  Forschungszentren, Filmstudios, Drucker, Monitore, Router, Sky- und Kabelreceiver, SD-Karten incl.Wifi uvm

Als Professioneller server der in der ecke steht vielleicht xD

Wie viele der eben genannten Systeme stehen denn in deinen Ecken oder greifen auf diese Dienste zu, meinst Du das Deine Welt ohne GNU/Linux-Systeme noch so funktionieren würde?

Sei bitte nicht naiv und reduziere Linux alleine auf Server!

Linuxhase

Kommentar von androhecker ,

Mac und professionell, bist ja echt witzig, die meisten IT Firmen nehmen entweder Windows oder Linux wobei ich von Windows auch nicht gerade ein Freund bin. Klar ist Linux vor allem ein Server System, aber genau dadurch ist es so interessant für Developer, Desktop Linux ist nichts als ein Server Linux mit Desktop Environment, dadurch kann ich lokal so ziemlich jeden Server den es gibt zur Software Entwicklung nutzen, das geht mit Mac überhaupt nicht und Windows hat nur ein paar Server, nämlich die in XAMPP.

Kommentar von Christophror ,

Was du hier vergleichst ist lächerlich. Die beiden Betriebsysteme haben vollkommen verschiedene Zielgruppen. Es wäre so als würdest du sagen:,, SUV's sind schlecht, weil ich damit in der Stadt keinen Parkplatz bekomme. Das Auto trifft nicht auf deine Zielgruppe zu!  Genau so ist es bei den Betriebsystemen. Es sind zwei komplett Unterschiedliche Systeme die für komplett andere Bereiche geeignet sind. Linux arbeitet sehr im verborgenen.  In deinem Navi, im W-LAN Router, in deinem NAS Server. Mac OS ist ein Betriebsystem was für Leute ist die einen Computer wollen der einfach läuft. Man drückt auf den Knopf es macht daaaaa und schon geht es los. Fertig!

Kommentar von SiroOne ,

Für mich sind alle Betriebssysteme Fehleranfällig und gleich gut und gleich schlecht, weil sie von Menschen geschrieben werden, die Fehler machen, außerdem kotzt es mich an, das so viele Dienste auf diese Betriebssysteme laufen, das jeder Typ der will Sicherheitslücken findet, die dann den unerfahrenden User zu Falle werden.
So weiter machen bei euren Luxusproblemen.

Kommentar von androhecker ,

Stimmt, das können Desktop Linuxoide auch, nur dass es dieses unglaublich miese Vorurteil gibt, dass Linux total kompliziert ist, was leider überhaupt nicht stimmt. Linux hat die mit Abstand größte Treiberbasis, bestes Beispiel sind HP Drucker: Bei Windows und Mac braucht man unglaublich aufgeblähte Treiber (200mb+) während man auf Linux nur ein einziges Paket namens hplib installieren muss, welches alle HP Drucker unterstützt und um Welten kleiner ist.

Kommentar von androhecker ,

Achso Linuxhase, kleiner Tipp: Schreibe hinter Punkten ein Leerzeichen, sobald da kein Leerzeichen ist interpretiert GF das ganze als Link, Effekt ist dass ich in deiner Antwort vier "Links" sehe.

Kommentar von Linuxhase ,

@androhecker

Schreibe hinter Punkten ein Leerzeichen, sobald da kein Leerzeichen ist interpretiert GF das ganze als Link,

Ich werde sicher nicht anfangen zu plenken nur weil die Software hier stümperhaft programmiert ist.

Effekt ist dass ich in deiner Antwort vier "Links" sehe.

Ich sehe weder im fertigen Beitrag noch in der Vorschau Links die nicht hingehören.

http://www2.pic-upload.de/img/30200229/gf_links.png

Linuxhase

Kommentar von Kerridis ,

In der GF-Android-App werden mit Punkt verbundene Buchstaben als Links dargestellt, im Browser nicht.

Kommentar von Linuxhase ,

@Kerridis

Danke für die Information :-)

Also ist es doch, wie geschrieben, eine stümperhaft programmierte Software von gutefrage.net und ich darf weiter richtig deutsche Rechtschreibung verwenden ;-)

Linuxhase

Kommentar von Kerridis ,

@Linuxhase: Eigentlich ist die Funktion in der App sehr praktisch, da es auf Touchgeräten nach meinem Empfinden schwerer ist, etwas zu markieren und als Link dann im Browser einzufügen. So brauchst du einfach nur raufzutippen. Das ermöglicht eben auch, mehr als einen Link in einer Antwort zu haben. Ich finde das schon durchdacht.

Wobei ich jetzt auch gar nicht wüßte, wo in deiner Antwort ein Buchstabe direkt hinter einem Punkt kam (bei der Aufzählung?). Normalerweise, so von wegen korrekte Rechtschreibung/Interpunktion und so, sollte ja schon hinter einem Satzzeichen immer ein Leerzeichen stehen.

Antwort
von ChrizZly2030, 47

Woran machst du fest, dass Mac besser ist als Linux?

Der Mac ist der Computer, den die Menschen lieben. [...]

Wenn es darum geht: Apple hat ein größeres Budget, da sie von den Nutzern eine Menge Kohle kassieren.

Linux hat weniger Geld, da hinter Linux kein profitorientiertes Unternehmen steckt. Linux gehört jedem und jeder hat die gleichen Rechte an Linux.

Linux hatte keine milliardenschweren Werbekampagnen, wie Apple. Fast niemand kennt Linux.

Aber wieso soll Mac besser sein?

Microsoft und Apple nutzen selbst Linux, da Linux in eben vielen Bereichen besser ist. Microsoft und Apple unterstützen auch Linux seit kurzem immer mehr.

Aber sonst. Linux ist sicherer als OSX, Linux ist stabiler als OSX. Unter Linux ist man freier als unter OSX. usw.

Was findest du an Mac genau besser? Vielleicht kann ich dann besser auf deine Frage eingehen.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Fast niemand kennt Linux.

Bitte? ;-)

Vielleicht haben "wenige" (schwammiger Begriff) Benutzer "unmittelbare Erfahrung" mit dem System, aber kennen (zumindest "schonmal davon gehört haben") dürfte es vermutlich fast jeder, der schonmal einen Computer "in der Hand hatte". ;-)

Kommentar von guenterhalt ,

ganz so abwegig ist das mit "fast niemand kennt Linux" nicht. Ich habe mit vielen kleinen Kindern geredet, die es wirklich nicht kannten, die konnten aber auch noch nicht richtig lesen.

Kommentar von ChrizZly2030 ,

Jemand der seinen PC nur für Office und surfen nutzt und sich beim Elektromarkt einen einfachen PC holt mit Windows vorinstalliert kennt Linux im normalfall nicht.

Kommentar von Linuxhase ,

@ChrizZly2030

Jemand der seinen PC nur für Office und surfen nutzt [....] einen einfachen PC holt mit Windows vorinstalliert

Gerade der wäre mit einem GNU/Linux Betriebssystem schneller und sicherer unterwegs - Ironie des Lebens :-(

Linuxhase

Kommentar von androhecker ,

Naja das ganze ist so, die meisten wissen das Linux irgendwas mit Systemen zu tun hat und eher im professionellen Bereich zum Einsatz kommt, das ist auch das Problem: Alle denken Linux wäre kompliziert, obwohl es das gar nicht ist.

Antwort
von DerDieDasDash, 55

Ich denke nicht, dass Linux schlechter ist. Apple kann die Software optimal auf die Hardware anpassen.. Linux muss eine riesen Palette von verschiedenen Hardwarezusammensetzungen entgegennehmen.

Kommentar von Linuxhase ,

@DerDieDasDash

Apple kann die Software optimal auf die Hardware anpassen.

... weil die Auswahl der Hardware ebenfalls von Apple vorgegeben wird. - Richtig!

Man baue mal eine Grafikkarte ein die nicht von Apple zertifiziert ist → Ergebnis: es gibt keinen Treiber und das Teil arbeitet somit nicht.

Linuxhase

Antwort
von NoHumanBeing, 75

Wer sagt denn, dass "Linux" (welche der unzähligen Varianten überhaupt?) "schlechter" ist? o.O

OSX ist einfacher zu bedienen, "Linux" ist dafür deutlich "flexibler". Mit Linux kannst Du tendenziell sehr viel mehr machen, wenn Du damit umgehen kannst.

Kommentar von OGGGnade ,

Der Mac ist der Computer, den die Menschen lieben. Ein wichtiger Grund dafür ist OS X. Es macht den Mac zum Mac. OS X El Capitan, benannt nach dem Wahrzeichen des Yosemite Nationalparks, baut auf den wegweisenden Features und dem Design von OS X Yosemite auf. Es entwickelt das Erlebnis weiter und verbessert die Performance in vielen kleinen Dingen, die einen großen Unterschied
machen.

Kommentar von Kerridis ,

Toller Fanboy-Werbetext ;). Aber 0 echte Aussage...
Alleine schon "der Computer, den die Menschen lieben"... echt jetzt? Ich möchte damit nicht arbeiten müssen, sorry, da fühle ich mich viel zu eingeschränkt.

Kommentar von guenterhalt ,

El Capitan

ein großer Stein, nicht weg zu bewegen, unveränderlich seit Jahrtausenden... So etwas lieben die Menschen. JeeJeeJee

Kommentar von gerlochi ,

Hätte ich einen Mac, würd ich Manjaro-Linux raufhauen.

Antwort
von Kerridis, 80

Heute ist doch gar nicht Fisch-Freitag und bei Heise sind wir auch nicht...

Deine Frage ist völlig falsch formuliert. Zum einen ist Linux nicht schlechter, sondern anders (flexibler und freier z.B.), zum anderen haben die beiden System *nicht* die gleiche Basis und auseinanderentwickelt haben sie sich schon gar nicht, sondern eher beidseitig aufeinander zu entwickelt. Und ab davon sind die Mäckis erst viel viel vieeeel später auf den unixoiden Zug huckepack aufgesprungen.

Oh und den "richtigen" Weg gibt es nicht. Es gibt nur den für den einzelnen User am besten geeigneten Weg. Und von daher ist für mich Linux das bessere System, weil es mich nicht bevormundet und mir viele Freiheiten und Wahlmöglichkeiten bietet :).

Kommentar von androhecker ,

Die Qual der Wahl des Desktop Environments :)

Antwort
von androhecker, 39

Sorry aber Linux läuft selbst auf seeeehr alten Geräten noch gut und bietet alle Dinge die braucht. Wenn man noch bedenkt dass Linux dem größten Teil des Server Sektors beherrscht ist das sogar ziemlich gut.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Sorry aber Linux läuft selbst auf seeeehr alten Geräten noch gut

Für den Kernel mag das stimmen. Für das "Gesamtsystem" kommt das auch sehr auf die Distribution an.

Ich habe neulich versucht, Fedora 23 auf einem Tower von 2006 (also 10 Jahre alt) laufen zu lassen. Resultat: Schwarzer Bildschirm. Offenbar kein Modul für die Grafikkarte. Ich weiß gar nicht, was für eine drin steckte. Irgendwas zwischen einer Radeon X1 (RV5xx) und einer Radeon HD5 (RV8xx). Jedenfalls kam er damit nicht hoch. Nicht einmal eine Konsole wurde dargestellt.

Zuvor hatte ich das selbe Experiment (also Fedora 23) auch schon einmal auf einem IBM ThinkPad T40 Notebook aus dem Jahre 2003 mit Intel Pentium 4 Prozessor versucht, weil ich das Windows XP auf diesem Gerät ersetzen wollte. (Gibt es ja schon seit Längerem keine Updates mehr für.) Über den Installer kam ich nicht hinaus. Nach jedem Mausklick musste der Installer erst einmal mehrere Minuten lang "überlegen", was er als nächstes tun sollte. Ich war geduldig und klickte mich durch bis zu dem Punkt, wo die Installation weitgehend unbeaufsichtigt läuft, weil er die Dateisysteme anlegt und anschließend Dateien kopiert. Der Vorgang dauerte ab diesem Punkt bestimmt 10 Stunden. Dann fror das System ein.

Auf einem Thinkpad T420 (aus dem Jahre 2011, also "halbwegs aktuelle Hardware") mit Intel SandyBridge-Prozessor läuft dieselbe Distribution (also Fedora 23) vollkommen einwandfrei. So viel zu super Support für alte Hardware. Zumindest bei Systemhardware ist das nicht der Fall. Klar, vermutlich könnte ich irgendeine "low ressources"-Distribution nur mit Shell oder mit sehr abgespeckter Desktopumgebung verwenden und die würde vermutlich auch auf den alten Kisten laufen. Fakt ist aber, dass die wirklich aktuelle Codebasis (ohne viel Zeug, das "backported" ist) auch nicht mehr auf "alten Geräten" (zumindest nicht auf alter Systemhardware) funktioniert.

Was allerdings der Fall ist: "Alte Peripherie", für die einmal ein Kernelmodul entwickelt wurde, wird in der Regel sehr lange (wenn nicht gar "für immer") unterstützt. Wobei unterstützt heißt: Das Modul wird nicht entfernt. Oftmals werden diese Module aber auch nicht mehr gewartet. Ich habe mit einem (relativ aktuellen) Audiointerface, das ich speziell aus dem Grund gekauft hatte, weil ich wusste, dass es unter Linux arbeiten würde (und das ohne proprietäre Treiber) Probleme, sobald ich es mit einer entsprechenden Bibliothek "im Echtzeitmodus" betreiben möchte (für Signalverarbeitung). Ich habe inzwischen einige Updates bekommen, auch Kernel-Updates, und an dem Verhalten dieser Hardwarekomponente hat sich absolut nichts geändert. Ich habe nicht den Eindruck, dass jemand an diesem Modul arbeitet. Das wurde mal entwickelt und seitdem "gammelt es herum". Diese Art von "Support" ist natürlich relativ einfach zu bewerkstelligen, weil es "nur" ein einmaliger Entwicklungsaufwand ist. Wirklich maintained wird der ganze Kram, der dort im Kernel "herumfliegt", meines Erachtens nach nicht.

Aber genug der Kritik. Unter Windoof sähe das ganze nicht viel besser aus (eher im Gegenteil) und nachdem ich Entwickler bin, komme ich ohnehin nicht an Linux vorbei, allein schon wegen den entsprechenden Compiler-Toolchains, für die es einfach keinen brauchbaren Ersatz unter Windows gibt. Klar, es gibt mit MinGW eine Portierung der GCC-Toolchain für Windows, aber das ist allenfalls eine "Behelfslösung" (besser, als gar keine GCC-Toolchain unter Windows zu haben) und kommt nicht gegen eine "native" GCC-Toolchain unter Linux an. Also um's mal klar zu sagen: Ohne "Linux" (und die ganzen "GNU Tools", die dabei sind) "stünden wir ziemlich da". Auch die allermeiste "Windows-Software", die ihr so benutzt, gäbe es ohne diese Tools wohl nicht oder nicht in der Form.

Kommentar von androhecker ,

Ich habe keine Erfahrungen mit Fedora, aber vor allem Ubuntu läuft noch ziemlich gut auf alten Geräten, zB habe ich noch ein altes Netbook mit einem wirklich fürchterlichen Prozessor und ein miesen Graka, Xubuntu lief noch ziemlich gut, nicht vergleichbar mit einem guten Gaming PC aber vollkommen benutztbar. GNome und Unity kann man auf alten Geräten vergessen, XFCE läuft ziemlich gut auf alten Geräten und bietet alles was man braucht, LXDE ist an wirklich für uralte Geräte, ist aber auch ganz ok, habe ich auf meiner RPi 2b. Die Treiber sind unter Debian Distributionen auch ziemlich gut, selbst der alte IR empfänger eines HP Laptops ging noch mit Lirc. Letztendlich ist das ganze Distributionsabhängig, mit Debian hatte ich (im Gegensatz zu Windows oder Mac) noch nie Probleme mit Treibern, das meiste funktioniert von Haus aus, nur die Grafiktreiber von Nvidia... (nicht vorhanden)

Kommentar von Linuxhase ,

@NoHumanBeing

Für den Kernel mag das stimmen. Für das "Gesamtsystem" kommt das auch sehr auf die Distribution an.

Das ist natürlich richtig, weil jeder Ditributor für sich und seine Nutzer selbst festlegt was er unterstützen möchte. Ich sehe das aber bei ~500 Distributionen nicht als Nachteil, es ist ein Zeichen von Freiheit!

auf einem IBM ThinkPad T40 [....] Über den Installer kam ich nicht [....] Der Vorgang dauerte ab diesem Punkt bestimmt 10 Stunden.

Ich habe das gleiche Gerät hier mit 1024MB RAM im Einsatz und darauf Arch-Linux installiert, das dauerte weniger als zwei  Stunden und ist auf dem neusten Stand. - Wie Du oben bereits sagtest, es kommt darauf an was man möchte. Ich komme auch nicht auf die unsinnige Idee openSUSE auf diesem betagten Laptop zu installieren und gar noch KDE benutzen zu wollen, das wäre auch bei 4096mb RAM unsinnig weil dann der Grafikchip das Nadelöhr darstellt.

Fakt ist aber, dass die wirklich aktuelle Codebasis (ohne viel Zeug, das "backported" ist) auch nicht mehr auf "alten Geräten" (zumindest nicht auf alter Systemhardware) funktioniert.

Antix, Vector-Linux oder Puppy laufen da sehr flott und haben die gleichen Kernel die bei den Mainstream Distris benutzt werden.

Das Modul wird nicht entfernt. Oftmals werden diese Module aber auch nicht mehr gewartet.

Warum auch, es macht doch seit Jahren was es soll?

Auch die allermeiste "Windows-Software", die ihr so benutzt, gäbe es ohne diese Tools wohl nicht oder nicht in der Form.

Ich würde das allermeiste durch sehr vieles ersetzen.

Linuxhase

Antwort
von Basti1050, 54

Mit Linux kann man viel mehr machen ausserdem ist die Basis meines Wissens nach Debian

Kommentar von NoHumanBeing ,

Nein. Die Basis von OSX ist überhaupt keine Linux-Distribution, sondern BSD, das widerum auf Unix (aber nicht auf Linux, sondern auf Unix "System V" - gesprochen "system five") basiert.

Kommentar von Basti1050 ,

Oke

Kommentar von NoHumanBeing ,

Hier siehst Du die geschichtliche Entwicklung.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/77/Unix_history-simple.svg

Wenn Du OSX zurückverfolgst, kommst Du auf FreeBSD und NetBSD, die irgendwo von BSD abstammen. Und BSD stammt dann von "UNIX version 5" ab. (Doch nicht von "System V", das ist weiter rechts, habe mich also geirrt. Solaris stammt von "System V" ab.)

Wie auch immer. Es geht letztlich auf Unix zurück.

Linux hingegen ist, wie Du siehst, vollkommen separat.

Man sagt deswegen auch, OSX sei ein "genetisches Unix", weil es tatsächlich von Unix "abstammt". Linux hingegen ist dies nicht. Linux wurde so entwickelt, dass es sich wie Unix verhält, enthält aber keinen Unix-Code. Die gesamte Unix-Funktionalität wurde für Linux von Grund auf neu geschrieben.

Kommentar von gerlochi ,

es geht doch letztlich (fast) alles auf unix zurück :D (außer dos, das selbst microsoft geklaut hat)

Kommentar von Linuxhase ,

@gerlochi

außer dos, das selbst microsoft geklaut hat)

Guckmal:

MS-DOS und PC DOS wurden [....] von [....] Seattle Computer Products [....] entwickelt [....] Später wurde 86-DOS von Microsoft
gekauft [....]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Disk_Operating_System

Die Aussage die hingegen richtig wäre ist "Microsoft hat so gut wie alles in den frühen Jahren hinzugekauft bzw. von Dritten entwickeln lassen" Und das was sie anfänglich selbst entwickelt haben, hat Bill Gates persönlich bei Apple (für die er arbeitete) abgeguckt.

Linuxhase

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