Frage von helpme2048, 41

linux thunderbird enigmail nutzen ohne root-rechte?

Hallo, ich bin vor kurzem auf Linux umgestiegen und wollte jetzt endlich mal Enigmail einrichten. Dabei habe ich bemerkt, dass ich damit nur auf meine Schlüssel zugreifen kann, wenn ich Thunderbird mit Root-Rechten starte. Ich habe auch versucht, die Schlüssel von der "Root-Version" von GPG in die "normale" zu kopieren, jedoch fehlen mir dann die nötigen Rechte. Meine Frage ist jetzt: kann man Enigmail mit den normalen Schlüsseln nutzen, ohne Thunderbird jedes mal als Root auszuführen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Linuxhase, 29

Hallo

Dabei habe ich bemerkt, dass ich damit nur auf meine Schlüssel zugreifen kann, wenn ich Thunderbird mit Root-Rechten starte.

Dann hast Du etwas falsch eingestellt bei den Rechten, hast wahrscheinlich die Dateien mit root-Rechten kopiert und deswegen haben sich die Dateirechte geändert. Bei mir geht es (logischerweise) als normaler User.

Linuxhase

Kommentar von helpme2048 ,

Vielen Dank für die Antwort, ich habe es jetzt hinbekommen. Ich hatte wohl am Anfang, bei der Einrichtung von GPG, root-Rechte benutzt, so dass der Besitzer der Schlüsselringe ebenfalls root war.

Expertenantwort
von LemyDanger57, Community-Experte für Linux, 19

Wie Linuxhase schon schrieb, hast Du wohl einen Fehler beim anlegen/kopieren der Datei gemacht. Du musst die Rechte neu vergeben, leider hast Du Dein Betriebssystem nicht genannt (Nein, GNU/Linux ist kein Betriebssystem, es ist ein Kernel [ oder, wenn man es genau nehmen will, gibt es mehrere Kernel], auf welchem die etwa 500 Distributionen basieren), was aber in dem Fall nicht ganz so tragisch ist, da die Rechtevergabe in den verschiedenen Distributionen sich nicht unterscheidet.

Wobei Ubuntu mit seinem "beschnittenen" Root-User einen da schon mal vor Probleme stellt. Trotzdem hier mal eine Anleitung für Ubuntu: http://www.meinubuntu.de/2008/09/08/rechteverwaltung-unter-linux-ubuntu-chmod-ch...

Wenn Du damit nicht klar kommst, kannst Du auch noch mal auf dr Seite ubuntuusers.de in der WIKI den Artikel "Rechte" anschauen.

 

 

Kommentar von helpme2048 ,

Ich benutze Linux Mint, aber ich habe das Problem jetzt dank eurer Hilfe gelöst (siehe Linuxhase). Danke auch für deine Antwort, der Artikel war mir eine große Hilfe.

Kommentar von Linuxhase ,

@LemyDanger57

Nein, GNU/Linux ist kein Betriebssystem, es ist ein Kernel

Linux (also der Kernel) wird zusammen mit GNU (also der Software) zu einer Distribution, einem Betriebssystem.

[ oder, wenn man es genau nehmen will, gibt es mehrere Kernel], auf welchem die etwa 500 Distributionen basieren

Das es mehrere Kernel gibt, logischerweise mehr als  Distributionen, hat doch nichts miteinander zu tun, man unterscheidet ja auch nicht zwischen Windows XP SP1 und Windows XP SP2 oder Windows XP SP3 sondern alles ist eben Windows XP. Ebenso verhält es sich bei den anderen Windows Versionen und auch bei auf GNU und Linux basierten Distributionen.

Wenn man ganz genau wollte ist es ja auch möglich ein openSUSE mit einem Ubuntu Kernel zu booten und umgekehrt. Was wäre das denn für Dich?

Linuxhase

Kommentar von LemyDanger57 ,

Seit wann bezeichnet GNU nur Anwendungssoftware?  Auch der Linux Kernel fällt doch unter GNU, wenn man es jetzt ganz genau nehmen will, eigentlich unter GNU/GPL.

Das es mehrere Kernel gibt, logischerweise mehr als  Distributionen, hat doch nichts miteinander zu tun

Wieso nicht? Wenn es da keine Unterschiede gäbe, bräuchte man doch auch gar keine unterschiedlichen Kernel.

man unterscheidet ja auch nicht zwischenWindows XP SP1 und Windows XP SP2 oder Windows XP SP3 sondern alles ist eben Windows XP. 

Das sehe ich aber etwas anders, es gibt schließlich Software, die bestimmte Service Packs voraussetzt. Gut, SP2 beinhaltet auch SP1 und SP3 die beiden anderen, aber wenn nur SP! installiert ist, läuft Software, die SP3 erwartet, nun mal nicht.

Und ähnlich verhält es sich mit den unterschiedlichen Kerneln, insbesondere mit den unterschiedlichen Versionen eines Kernels.

Wenn man ganz genau wollte ist es ja auch möglich ein openSUSE mit einem Ubuntu Kernel zu booten und umgekehrt.

Bist Du Dir da sicher? Hast Du so etwas schon mal ausprobiert?

Was wäre das denn für Dich?

Ein interessanter Versuch. Aber wäre es dann nicht sinnvoller, sich eine eigene Version zu kompilieren?

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