Frage von YourProducer, 48

Linux mint oder ubuntu (parallel zu Windows 10)?

Was ist der Unterschied möchte eins davon erstmal partiell zu Windows 10 nutzen. Was sind die Vor- und Nachteile ?

Antwort
von Kerridis, 13

Mint setzt auf Ubuntu auf (jedenfalls die bekanntere Variante, es gibt auch noch LMDE auf Debian-Basis). Es verwendet inzwischen nicht mehr jedes Ubuntu-Release, sondern nur noch die LTS-Versionen, also die auf Langzeit-Support ausgelegten, stabileren Releases (gerade Frontzahl mit einer 04 für das April-Release dahinter). 

Früher brachte Mint im Gegensatz zu Ubuntu unfreie Multimedia-Codecs mit, inzwischen müssen diese, genau wie bei Ubuntu, über den Paketmanager nachinstalliert werden.

Mint verwendet nicht die Unity-Oberfläche von Ubuntu, sondern als Standard Cinnamon (ein Gnome3-Fork) und Mate (ein Gnome2-Fork). Daneben gibt es auch noch Community-Versionen mit anderen Desktopumgebungen wie z.B. der KDE-Oberfläche. Wer also Unity mag, sollte direkt Ubuntu installieren. Das wäre IMHO auch der einzige Ubuntu-Vorteil, wenn man es denn als Vorteil ansieht. ich persönlich ziehe jede andere Desktop-Umgebung Unity vor, ich finde es einfach umständlich, da es versucht, dem Benutzer aus Vereinfachungsgründen zu viel vorzuschreiben.

Der Paketmanager (bzw. dessen Frontend) ist anders als bei Ubuntu, Pakete werden mit den Nummern 1-5 versehen, anhand derer man die Wichtigkeit, Herkunft, Sicherheit erkennen können soll. Das ist sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil. Es ist übersichtlich, vereinfacht selektives Updaten, kann aber auch dazu führen, dass man bestimmte Updates zu lange links liegen lässt. Dieses Paketmanager-Frontend wurde inzwischen auch von Maui (Ex-Netrunner) übernommen, das auf KDE-Neon und Ubuntu basiert.

Mint hat noch ein paar eigene Tools, wie z.B. ein Backup-Programm.

Probier doch mal beide, Ubuntu und z.B. Mint Cinnamon, als Live-CD/USB aus, dann kannst du dir selbst ein Bild machen. Schließlich hat jeder andere Vorlieben und Ansprüche.

Antwort
von Nemesis900, 26

Sie sind sich sehr ähnlich da Mint auf Ubuntu basiert. Die größten Unterschiede sind die andere Denktopumgebung und das Mint von Anfang an auch nicht offen Codes mitbringt die man bei Ubuntu erst nachinstallieren muss.

Kommentar von Kerridis ,

Das stimmt so leider nicht mehr ganz, Mint bringt inzwischen keine unfreien Codecs mehr mit, da der Entwickler sich auch auf OEM (da können die nicht mitgeliefert werden) konzentriert und nicht zweigleisig fahren möchte.

Antwort
von Linuxhase, 18

Hallo

Linux mint oder ubuntu [....] Was ist der Unterschied

Linux-Mint ist eine Abspaltung (Fork = englisch für Gabel) von Ubuntu, die einige Dinge anders handhaben als Ubuntu und auch einen anderen Desktop, nämlich wiederum Forks von den Desktops Gnome 2 und Gnome 3 verwenden. Das eine nennen die dann Mate und das andere Cinnamon.

"unter der Haube", also in der Konsole, gibt's aber nahezu keine Unterschiede, weshalb Ubuntu Anleitungen auch meist für Linux-Mint und die anderen Forks gültig sind.

möchte eins davon erstmal partiell zu Windows 10 nutzen.

Du meinst doch bestimmt parallel und nicht partiell oder?

Was sind die Vor- und Nachteile ?

Das liegt auch ein wenig im Auge des Betrachters; für mich ist schon der Desktop den Ubuntu verwendet ein Nachteil ;-)

Linuxhase

Kommentar von Kerridis ,

Als Fork würde ich Mint nicht bezeichnen, da es nicht unabhängig von Ubuntu funktioniert, sondern darauf aufbaut. Es ist halt eine Distri auf Ubuntu-Basis.

Kommentar von Linuxhase ,

@Kerridis

Als Fork würde ich Mint nicht bezeichnen

auf Wikipedia steht unter Anderem:

.... Linux Mint wurde im Jahr 2006 aus Ubuntu abgezweigt [....] Häufig, besonders im Bezug auf das Urheberrecht, wird auch von Derivat (lateinisch derivareableiten‘) gesprochen.

und wegen:

da es nicht unabhängig von Ubuntu funktioniert

  • Ist für Dich die Unabhängigkeit vom Mutterprojekt ein Zeichen gegen Fork? - Was ist dann libreOfice?
  • Wie unabhängig ist denn Ubuntu von Debian? - Oder ist schon das existieren eigener Repositorys eine Befreiung von der Gabel?
  • Übrigens, auch openSUSE und Ubuntu haben mal als Forks angefangen.

Ich will ja gar keine Haarspalterei betreiben. Du darfst natürlich Deine ganz eigene Definition von Fork haben ;-)

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Linux_Distribution_Timeline....

Linuxhase

Antwort
von FloTheBrain, 14

Geschmackssache. Linux Mint bedient sich nach meiner Meinung etwas einfacher als Ubuntu. Der Standard-Desktop ist bei Mint klassischer gehalten und ähnlicher zu Windows 7 oder 10.

Antwort
von Muzir, 11

Oder du versuchst Deepin, einfach geniale Desktopoberfläche!

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