Frage von Monika1200, 57

Linux Festplatte als externes Laufwerk anschließen-geht das?

Hallo liebe Helfer, ich hab folgende Sache:

Mein Linux - Urlaubs - Laptop ist Schrott und ich möchte aber noch an ein paar Fotos rankommen, die auf der festplatte sind.

Kann ich die Linux - Festplatte einfach ausbauen und mit USB-Adapter als externe Festplatte an einen anderen Rechner anschließen?

?

Antwort
von Linuxhase, 21

Hallo

Mein Linux - Urlaubs - Laptop ist Schrott und ich möchte aber noch an ein paar Fotos rankommen, die auf der festplatte sind.

Wenn Du schreibst "das Laptop ist Schrott", dann willst Du damit also sagen das die Festplatte wohl noch ganz ist!?

Kann ich die Linux - Festplatte einfach ausbauen und mit USB-Adapter als
externe Festplatte an einen anderen Rechner anschließen?

Ja

Natürlich, bedenke aber das Du mit keinem Windows-System an die Daten herankommen kannst.

Dazu müssen die Partitionen, genauer deren Dateisysteme, in das System eingehängt (gemounted) werden. Am schnellsten geht das indem man ein Live-System einer beliebigen GNU/Linux-Distribution benutzt.

Linuxhase

Kommentar von Monika1200 ,

Naja...Bildschirm und Gehäuse sind gebrochen, Festplatte geht vielleicht noch...

Also sollte es ja grundsätzlich gehen...

Vielen Dank!

Kommentar von Linuxhase ,

@Monika1200

Naja...Bildschirm und Gehäuse sind gebrochen, Festplatte geht vielleicht noch...Also sollte es ja grundsätzlich gehen...

Um ganz sicher zu gehen das der Datenträger nicht noch bei der Datenextraktion einen Schaden erleidet ist es ratsam davon ein Abbild zu erzeugen und darin die Datenrettung zu tätigen.

dd if=/dev/sdXX¹ of=/pfad/name.img²

Linuxhase

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  1. Platte mit den Daten, die nicht eingehängt ist
  2. Pfad zu einem Dateisystem das genug freien Platz hat um die erforderliche Menge aufnehmen zu können
Antwort
von Jack63G, 30

Jede aus Laptops , PCs ausgebaute Festplatte lässt sich auch als externes Gerät betreiben....

Das Problem ist das Dateisystem ! Wenn die Festplatte an einen Computer mit Windows angeschlossen wird,  funktioniert das nicht,  weil Windows das Dateisystem nicht kennt.  Schliesst man die Festplatte an ein anderes Linuxsystem an, gibts da i.d.R. keine Probleme. Deshalb verwendet man für externe Datenträger,  wie z.B. USB-Sticks ein Dateisystem (FAT) ,  welches von allen Betiebsystemen bearbeitet werden kann.

Kommentar von GWBln ,

@Jack: du bist nicht auf dem aktuellen Stand:

Deshalb verwendet man für externe Datenträger,  wie z.B. USB-Sticks ein Dateisystem (FAT) ,  welches von allen Betiebsystemen bearbeitet werden kann.

mittlerweile kann m.W. jede Linux-Distibution ALLE (unverschlüsselten) Datei-Systeme von Windows lesen!

Wenn ich mich auf Linux und Windows beschränke (andere Plattformen kenne ich nicht gut genug) macht deine Aussage keinen Sinn!

Will man an Dateien eines defekten Rechners, setzt das voraus, daß die Platte noch zugreifbar und die Dateien nicht verschlüsselt sind.

Wenn es sich um die eigene Platte handelt, sollte man das benötigte Password kennen! Ein weiterer Grund für eine sorgfältige Dokumentation (auf Papier).

Kommentar von Linuxhase ,

@Jack

Deshalb verwendet man für externe Datenträger,  wie z.B. USB-Sticks ein Dateisystem (FAT) ,  welches von allen Betiebsystemen bearbeitet werden kann.

Der Satz wäre so besser gewesen:

Deshalb verwendet man für externe Datenträger,  wie z.B. USB-Sticks ein Dateisystem welches von allen Betriebssystemen bearbeitet werden kann.

also ohne FAT, dann wäre der Einwand von:

@GWBln

ausgeblieben ;-)

mittlerweile kann m.W. jede Linux-Distibution ALLE (unverschlüsselten) Datei-Systeme von Windows lesen!

Naja, ich würde exFAT jetzt nicht zum Austausch von Daten in homogenen Netzwerken verwenden ;-)

Linuxhase

Kommentar von Jack63G ,

Aber sicher doch bin ich auf dem aktuellen Stand,  allerdings bin ich ein sehr konservativer, erfahrener Supporter, welcher die Tücken des Alltags, die Vielfalt der dümmsten Fehler und DAUs sehr genau kennt....

Aktuelle Distributionen haben den Userspace-Treiber ntfs-3g an Bord, aber bei weitem nicht alle ! Dann liegt es immer noch beim Installateur, ob nicht doch ntfs problematisch ist.  Zu guter letzt wird für solche Ausnahmen, solche Datenrettungszwecke oft eine alte Linux-DVD herausgekramt, welche diesen ntfs-3g-Support eben NICHT an Bord hat und da haben wir ein neues Problem...  Dann kommt noch das Problem der Dateisystemrechte und ACLs hinzu, welches bei NTFS ab und an auftreten kann, wenn das Medium mit verschiedenen Windows- und Linuxsystemen wechselweise verwendet wird...

exFAT ist proprietär und problematisch und für Linuxsysteme, besonders für derartige Low-Level-Datenrettungszwecke, dringend zu vermeiden !

FAT-Dateisysteme dagegen sind sehr alte klassische Datesysteme, welche vollständig quelloffen und der Support hierfür in nahezu jedem Betriebsystem intergriert ist.  Obendrein können keine Dateisystemrechte gespeichert werden.  FAT kennt nur Attribute.

Deswegen ist das FAT-Dateisystem im Punkto Kompatiblität für Datenrettungs- und Datentransfer-zwecke immer die erste Wahl !

NTFS wird immer die zweite Wahl bleiben und wird nur dann verwendet, wenn sicher geprüft wurde, dass es das Zielsystem auch unterstützt,  und wenn einen dringende Notwendigkeit besteht, wie z.B. wenn Dateien übertragen werden sollen, die größer als 4096 MBytes sind...

Antwort
von androhecker, 33

Ja, gibt nur ein Problem:

Linux Dateisysteme wie ext3, ext4 oder btrfs werden von Windoof nicht unterstützt, also brauchst du zum Lesen wieder Linux.

Antwort
von LiemaeuLP, 30

Natürlich, wenn die Festplatte noch lebt schon

Expertenantwort
von Bounty1979, Community-Experte für Computer, 27

Klar geht das. Gar kein Problem.

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