Frage von LiemaeuLP, 65

Linux Datenschutz?

Stimmt dass das wirklich keiner einen ausspioniert? Weil wenn man mal so die AGBs von Windows 10 durchliest wird einem ja schlecht...
Also keiner darf meine privaten Dateien sehen?

Antwort
von zocker160, 30

darf ich einfach alle Antworten mal zusammenfassen/vereinfachen:

grundsätzlich gibt es bei Linux keine ABGs, die sich das Recht verschaffen, deine Daten/Nutzungsverhalten auszuspionieren, deshalb würde ich sagen, dass seitens des Systems keine Spionage betrieben wird.

Allerdings besteht halt immernoch das Problem von proprietärer Software, die man installiert, da diese sich durchaus an die Daten ran machen können, da kann aber Linux selber "nichts dafür", wenn man die installiert.

Ich will dazu nur ein Beispiel machen: wenn ich auf mein Linux Skype
installiere, dann schützt mich Linux oder eben die Distro nicht vor
einer Spionage seitens Skype, da ja das Programm spioniert und nicht das
System. (Skype ist da nicht das einzige Programm, z.B. Browser Plugins)

Zuletzt ist natürlich der Schutz vor sog. Dritten, die an die Daten wollen. Da kommt es ganz drauf an wie man seinen PC nutzt und schützt (Firewall, Download von Spyware, Besuch von unguten Webseite im Internet etc.).

Und natürlich auch die Stärke des Passwortes, denn es bringt nix, wenn man die  komplette Festplatte mit dem Passwort "123" verschlüsselt.

Generell kann man schon sagen, dass unter Linux die Daten sicher sind, anderst als mit Cortana und den ganzen Rechten  Videos/Bilder, Ton, Nutzerverhalten, Passwörter, Standort, E-mails etc. pp. aufzunehmen.

(W10 ist ein Danaergeschenk)


Antwort
von SelfEnergy, 39

Das haengt sehr davon ab welche Programme du installierst. Ubuntu bringt z.b. einige Suchdienste vorinstalliert mit mit die dann durchaus fuer diese Suchanfragen mit dem Internet kommunizieren.

Grundsaetzlich ist es aber deutlich einfacher sein Linux diesbezueglich sauber einzurichten.

Habe hier ein Gentoo(eher nicht fuer Einsteiger geeignet) laufen, da kommuniziert nichts im Hintergrund mit dem Internet ausser ntpd und sshd.

Firewall ist imo nur noetig wenn man auch Server-Dienste anbieten will; ansonsten ist es wohl zielfuehrender einfach keine offenen Ports zu haben.

Kommentar von MarkusGenervt ,

Das "Ubuntu-Problem" hast Du nur mit Gnome. Ich nutze KDE und habe keinen Marketplace oder sonst irgend welche Shops im Hintergrund laufen.

Antwort
von BernhardBerlin, 37

Auch unter Linux sollte man sich eine Firewall einrichten, um Cyberkriminelle draußen zu halten.

Aber ansonsten gibt es in der Linux-Welt keinen Big Brother, der in Deinem Rechner herumschnüffelt und wissen will, ob Deine Software auch legal erworben wurde, wie das bei Windoof und den Micro$aft-Produkten der Fall ist.

Antwort
von Linuxhase, 43

Hallo

Stimmt dass das wirklich keiner einen ausspioniert?

Nicht wenn Du das nicht selbst so eingestellt hast.

War jtz nicht auf (illegale) Hacker bezogen sonder "legal", dass es
irgentwo in den AGBs steht das auf persönliche daten für was auch immer
zugegriffen werden kann

Nein es werden unter GNU/Linux keinerlei Daten von Deinem Rechner an irgendwelche PCs, ob innerhalb oder außerhalb Deines Netzwerks, gesendet wenn Du das nicht selbst so eingestellt hast. Keine Erhebungen oder Umfragen die man aufgezwungen bekommt.

Wenn irgendwas raus gelassen wird, dann weil das System falsch konfiguriert wurde oder eine proprietäre Software eine "Türe" öffnet. Aber selbst das könnte man mit einer richtigen Firewall verhindern.

Linuxhase

Antwort
von TeeTier, 39

Zu den anderen Antworten muss ich nochmal sagen, dass die großen Distributionen oft mit Binärblobs vollgestopft sind, deren Funktionsweise niemand genau kennt. :)

Aus diesem Grunde musst du z. B. bei einer Debian-Installation am Anfang ein Häkchen bei "unfreie Erweiterungen" machen.

Eine Distribution, die rigoros darauf verzichtet ist u. a. "gNewSense". Das hat dann den Nachteil, dass viele proprietäre Hardware oder Flash-Plugins nicht laufen (es sei denn, man installiert diese explizit nach), aber dafür gibt es keine ominösen Blobs.

Siehe dazu:

https://en.wikipedia.org/wiki/GNewSense

Es muss also jeder abwägen, wie sehr er Blobs verachtet, oder nicht. :)

Allerdings ist die standardmäßige Spionage wie bei Windows oder Apple faktisch nicht vorhanden. (Mit Ausnahme von Ubuntus Amazon-Ausrutscher ... aber das liegt immer noch meilenweit unter dem Messbaren, verglichen mit Windows & Co)

Schönen Abend noch! ;)

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