Liegt meine Konzentrationsschwäche an der Narkose?

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5 Antworten

Ich nehme an es war Inhalationsanästhesie
da wird Sevofloran oder Isofluran verwendet
beide Stoffe schalten dein Bewustsein und zum teil das Schmerzempfinden. Es kann gut sein das eine Gehirnschädigung entstanden ist aber Konzentrationsschwäche eher unwahrscheinlich du kannst auch zur Anästhesist gehen und fragen. Einbildung kann es auch sein. Und wenn du im Pubertät bist dann ist sowas halt normal.
ADHS unwahrscheinlich dagegen hilft Methylphenidat...

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Kommentar von Schlauchmayer
30.06.2016, 13:26

Eine Gehirnschädigung durch eine Vollnarkose wird in der Regel durch Sauerstoffmangel, die sogenannte Hypoxie verursacht. Dazu kann es kommen, wenn es Probleme bei der Beatmung oder während der Narkose zu einen Kreislaufzusammenbruch kommt. Das sind sehr schwere Narkosezwischenfälle und kommen in der Regel nicht vor.

Dass ein Narkosemittel das Gehirm schädigen soll, wäre mir neu. Bisher ist das noch nicht nachgewiesen worden. In der Diskussion ist hingegen der Umstand, dass es bei Vollnarkosen im Kleinkinderalter im spätere Leben zu Beeinträchtigungen der Merkfähigkeit kommen kann. Das sind kognitive Schwächen, die mit eigenen Testverfahren nachgewiesen werden müssen. Von einer "Gehirnschädigung"  kann man hier noch nicht reden.

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Kommentar von Gena221
30.06.2016, 15:57

Ja klar haben Sie recht aber niemand kann viel über Narkosemitteln sagen, auf welchen Wegen verschiedene Körperfunktionen außer Gefecht gesetz werden, ist bis heute eine offene Frage der Wissenschaft. Paar vermuten das es was mit Gamma-Buttersäure sei... Aber wenn ich so nachdenke das starke Opiate und Muskelrelaxanzen oder Hypnotka eingesetzt werden dann kann ich mir vorstellen das es nicht so Gesund ist früher starben auch viele daran. Ich hoffe das es wirklich keine Gehirnschädigungen verursacht aber es ist auch so ne sache auch wie mit dem Impfungen man kann hunderte meinungen hören ...

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Ich denke, mach Dir mal erst keine Sorgen! Ich habe das mal bei meiner Mutter erlebt. Da war sie allerdings schon 83 Jahre alt und lag mit einem Oberschenkelhalsbruch im Krankenhaus. Nach der OP war sie ziemlich verwirrt. Das hielt eine zeitlang an, dann war sie wieder die "Alte"! Die Ärzte sagten damals, dass alte Menschen eine Vollnarkose nicht mehr so gut verkraften...Bei Dir würde ich nicht denken, dass das daran liegt.

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Naja, das dürfte schwer nachzuweisen sein. Da müsstest Du vielleicht erst einmal den 'normalen' Weg gehen. Sprich zum Hausarzt, der kennt ja 'Deine Geschichte', dann mit dem sprechen, mal sehen was er sagt. Und dann muss das sicher durch Untersuchungen abgeklärt werden.  

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Leider habe ich das selbe Problem. Es ist nun schon mehrere Jahre her. Trotzdem habe ich noch immer Gedächtnisstörungen. Das Problem ist, dass dies schwer nachzuweisen ist, ob es die Narkose war. Mit Operationen wird  viel Geld verdient. Damit sich dies auch nicht ändert, will man es auch gar nicht so genau wissen. Die Lobbyisten bringen ganz viel mögliche  Ursachen ins Spiel um ab zu lenken. In den USA streitet man es mittlerweile auch nicht mehr ab, dass Narkosen Hirnschäden verursachen. Die Häufigste sind Gedächtnisstörungen. Ich habe sie direkt nach der OP bemerkt und auch Wortfindungsstörungen. Für mich ist eindeutig die Narkose schuld, die ich in Duisburg im Fahrner KH bekommen habe. Man könnte vieles vermeiden, wenn man nun endlich in allen KH bei einer Narkose das EEG Monitoring anwenden und als Narkosegas Xenon benutzen würde. Aber das kostet Geld welches die KH einsparen wollen. Natürlich können auch Behandlungsfehler die Ursache sein. Dies soll laut einer Studie gar nicht so selten sein. Aber weil dies totgeschwiegen wird, bekommt die Öffentlichkeit nicht viel davon mit. Denn nach wie vor gilt, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Es würde sich etwas ändern, wenn sich plötzlich alle Menschen nicht mehr operieren lassen bei denen es nicht um Leben oder Tod geht. Ich hoffe, du hast mehr Glück und die Symptome verschwinden wieder bei dir. Du hast das Recht, eine Kopie des Narkoseprotokolls an zu fordern. Da kann man schon viel sehen und erkennen. Denn freiwillig wird keiner einen Fehler zugeben. Das verbieten die Versicherungen. Durch mein Narkoseprotokoll konnte ich beweisen, dass meine Anästhesistin gelogen hat. LG

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In der Tat kann es nach chirurgischen Eingriffen zu entsprechenden Erscheinungen kommen. Das wird im Fachchargon POCD (Postoperative Cognitive Dysfunktion) genannt und kann sich über Wochen, aber auch Monate hinziehen. In jungen Jahren vergeht das aber wieder.

Gemein ist den Erscheinungen, dass sie ohne entsprechenden Vortest, also vor der OP nicht nachgewiesen werden können.

Die Ursache dafür kann nicht sicher auf die Narkose zurückgeführt werden. Es wird auch gemutmaßt, dass durch die Operation ausgelöste Entzündungsprozesse den Hippocampus, das im Gehirn für die Gedächtnisbildung zuständige Teil schwächen.

Nähere Information findest du in diesem Fachartikel oder durch Googeln nach "POCD".

http://www.anaesth.med.tum.de/system/files/file_attach/Haseneder%202012.pdf

Dagegen tun kannst du vor allem: Verinnerlichen, dass das vorübergehend ist und einfach deinen Alltag leben. Mach dir keinen Kopf.

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