Frage von DrKarlMarx, 38

Liegt die Moral des Kapitals begraben in der Logik seines Kreislaufs?

Liegt die Moral des Kapitals begraben in der Logik seines Kreislaufs?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Juli277di, 7

Sehr kluger Gedanke. Fiktives Kapital ist ein Kapital, das keine wirkliche Beziehung zu seinem Wert realisiert, das also zunächst nur daraus besteht, dass es nominell als Geld existiert, weil es aus Geld abgeschöpft wird, durch das die produktive Nutzung eines Eigentums erwartet werden kann, weil es als Einkommenspotenzial eines Eigentumstitels existiert. Es ist Geld, das als reine Spekulationsmasse seinen Wert zu erhalten oder zu vermehren sucht, aber für sich keinen anderen Wert als den eines Titels, eines Wertpapiers hat. Solches Eigentum ist zwar ursprünglich auch durch Arbeit im weitesten Sinn, letztlich durch Wertwachstum entstanden, bevor es als Eigentumstitel rechtswirksam werden kann. Aber es hat in der Regel diese seine substanzielle Herkunft bereits amortisiert, also die Arbeit, die darin eingegangen ist, schon wertmäßig abgetragen und als Warenwert verloren, weil es auf dem Warenmarkt nicht mehr als Warenkörper, also körperlich (bzw. "realwirtschaftlich") absetzbar war (z.B. wegen Überproduktion).

LG

Antwort
von voayager, 9

Könnte zutreffen. Schade, dass du deine Gedanken nicht näher ausgeführt hast, es wäre sinnstiftend gewesen.

Antwort
von zahlenguide, 23

das ist eine frage nach dem system - und natürlich ist immer das system daran schuld, wenn etwas schief läuft. es ist aber eine andere frage, ob man deshalb sich gleich ein ganz anderes system zulegen sollte oder ob man nach fehlern im system sucht und sie soweit es geht korrigiert.

Sozialismus und Kommunismus sind da leider keine alternativen, weil es dann eben andere währungen gibt. so würde ein Ingenieur einfach ein größeres haus verlangen als ein Maler. Und das auch vollkommen zu recht.

Aber mit der Zeit würden sich auch in diesem System Menschen zu viel nehmen und es müsste alle paar Jahrzehnte einen Krieg zwischen oben und unten geben. Und das ist mit unseren modernen Waffen keine gute Idee. Denn Reiche würden alles tun um ihr Leben zu schützen. Krieg war nie die Antwort. Das was wir los werden müssen, ist die Propaganda. Egal, ob es nun militärische, ökonomische, politische, mediale Propaganda ist.

Um es mit Albert Einstein zu sagen: Kein System ist perfekt.

Der Mensch ist nicht perfekt und deshalb kann er auch keine perfekten Systeme erschaffen. Deshalb sind Utopien jeder Art sinnlos.

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 11

Nein.

"Die Moral des Kapitals" hat die feudale Leibeigenschaft beseitigt, ebenso die Reste der Sklaverei, die naturrechtlich begründete Rechtsgleichheit ALLER Menschen fest verankert und universell geltende Menschenrechte proklamiert.

Die Bilanz der parteikommunistischen Verhunzung von Marx kannst du demgegenüber dem "Schwarzbuch Kommunismus" entnehmen oder im Kleinen auf PEGIDA-Demos oder bei Zusammenkünften russischer Hooligans studieren....

Antwort
von quantthomas, 5

Die Moral ist mir zu tief vergraben in schwülstigen Zitaten.

Der Satz -EIGENTUM IST DIEBSTAHL- ist doch eine Spur ehrlicher.

 Der Besitz von Privateigentum ist strafbar, alles gehört dem Staat und alle sind friedlich vereint und glücklich. So lautet doch die Botschaft der Marxisten.

Soweit die Theorie des bärtigen Moralisten, aber bei einer simplen Zahnbürste fangen doch die Probleme schon an.

Was mache ich, wenn sie, also die Bürste frühzeitig abgenutzt ist? Gibt es Ärger, weil ich die Bürste zuviel benutzt, und desshalb die Gemeinschaft geschädigt habe? War das womöglich absichtlich geschehen, quasi eine Zerstörung des Volksvermögens um das System zu untergraben? 

Moral! Dass ist doch zum k.....n! 

Antwort
von thenewnews, 21

Könnte hinkommen!

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