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Liefert die niederländische Vereinigung 'Women on Web' Abtreibungspillen auch nach Deutschland?

gefragt von Magoeba am 17.06.2009 um 12:58 Uhr

Meine Nichte ist ungewollt schwanger. Das vetraute sie mir gestern Abend an, nachdem ich nicht locker gelassen hatte- sie kam mir nämlich schon so komisch vor. Sie meinte, sie wolle sich von Women on Web Abtreibungspillen schicken lassen. Das muss eine niederländische Vereinigung sein, kennt die jemand? Verschicken die tatsächlich einfach so Abtreibungspillen? Ich weiß jetzt noch nicht, wie ich mich weiter verhalte, aber ich wüsste erst mal gern, ob das stimmt. Kennt jemand die Organisation und weiß Näheres? Danke vielmals.


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Tikwa
beantwortet von Tikwa am 17. Juni 2009 13:41
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Hallo Moegeba, ich war gerade auf der Internetseite der genannten Organisation. Und ich vermute danach , daß die Aussage Deiner Nichte möglich ist. Ähnliche Aussagen wie Deiner Nichte habe ich auch schon andersweitig gehört. Du weißt nun nicht, wie Du Dich verhalten willst. Ich persönlich würde Dir raten, Deine Nichte auf die Gefahren einer Abtreibung aufmerksam zu machen. Denn eine Abtreibung kann für sie zu einer Verlusterfahrung werden, die sie körperlich und psychisch über Jahre hinweg belasten kann. Auch wenn es gerade so aussieht, als wäre eine Abtreibung die schnellste Lösung, kann es sein, daß dadurch noch neue Probleme hinzukommen. Und eine Abtreibung mit übers Internet bestellte Tabletten kann noch zu mehr Risiken und Nebenwirkungen führen. Mache Deine Nichte in verwandtschaftlicher Weise auf diese Gefahren aufmerksam. Vielleicht kannst Du Dich oder ihr gemeinsam an ausweg-pforzheim.de wenden. Stell Dich auf die Seite Deiner Nichte, wenn sie jetzt ungewollt schwanger ist, ist sie sicher froh um Hilfe die sie bekommen kann. Zeige ihr Alternativen auf, wie ihr Leben auch mit Baby gelingen kann.

Kommentar von Progo am 18. Juni 2009 21:18

Magoeba: >Ich weiß jetzt noch nicht, wie ich mich weiter verhalte, aber ich wüsste erst mal gern, ob das stimmt. - Das könnte stimmen, zutrauen würde ich denen das. Diese Organisation hat nach meinem Wissen auch die Aktionen mit Abtreibungskliniken auf Schiffen vor Landern, in denen das noch verboten ist, durchgeführt.

Was Deine Nichte vor hat ist mit erheblichen Gefahren verbunden. Women on Web geht über Leichen.

Der übliche Weg führt zur Beratungsstelle. Dort erfahrt ihr alles. Frag doch mal bei pro femina, kostenloses Informationstelefon: 08000 60 67 67 Montags bis Freitags zwischen 8.30 und 17.30 Uhr.


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Chickakiss
beantwortet von Chickakiss am 17. Juni 2009 13:00
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ich würds lasssen!!! diese Pillen sind viel zuschädlich für die werdene Mutter! Geht lieber zum Frauenarzt oder Beratungsstelle


anonym
beantwortet von julisonne am 17. Juni 2009 13:01
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In den Niederlanden ist Abtreibung erlaubt. Deutschland aber nicht zulässig. Ich glaub man darf diese Pillen dann hier nicht nehmen. Liefer tun sie vielleicht schon, aber kann sein auch nicht wegen dem Gesetz.

Sie sollte aber nicht abtreiben, das arme Kind darf man doch ned umbringen.


ErsterSchnee
beantwortet von ErsterSchnee am 17. Juni 2009 13:05
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Wenn ihr ihre Gesundheit etwas wert ist, dann sollte sie nicht damit herumexperimentieren. Und wer meint, alt genug zum Poppen zu sein, der muß sich auch mit den Folgen auseinandersetzen. Einfach Pille rein und gut - das ist nicht. Sowas kann echte Probleme mit sich bringen, sie sollte sich auf alle Fälle vorher beraten lassen!


anonym
beantwortet von hexenrw am 17. Juni 2009 12:59
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es gibt hier beratungsstellen pro famila und so


SafiMarie
beantwortet von SafiMarie am 17. Juni 2009 13:00
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ich empfehle, das eher von nem arzt machen zu lassen... aber generell is sowas ziemlich blöd, meiner meinung nach.


schwarzloh
beantwortet von schwarzloh am 17. Juni 2009 13:01
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Finger weg davon . Ab zum Frauenarzt!


ChristlS
beantwortet von ChristlS am 17. Juni 2009 13:04
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Deine Frage interessiert mich auch sehr. Eine sehr junge Kollegin einer meiner Töchter hat diese Abtreibungspille angeblich übers Internet schicken lassen und will jetzt damit abtreiben. Ich hielt das nicht für möglich!

Kommentar von Progo am 18. Juni 2009 21:10

Als Abtreibungspillen kommen Mifegyne und RU486 in Betracht. Diese gehören aber unbedingt in die Hand des Arztes, der genau prüft, ob die erforderlichen Voraussetzungen gegeben sind. Da gibt es nämlich jede Menge Kontraindikationen und diese Mittel funktionieren auch nur in einem abgegrenzten Zeitfenster. Wenn etwas schiefgeht, dann droht ein schwerbehindertes Kind. Deshalb muss in Deutschland jede Frau unterschreiben, dass sie einwilligt, in diesem Fall eine konventionelle Abtreibung vornehmen zu lassen.

Auch unter ärztlicher Aufsicht angewandt gab es in der Vergangenheit schon Todesfälle.

Wenn Women on Web diese Präparate zur Selbstbehandlung vertreibt, dann halte ich das für verantwortungslos. In Deutschland ist das zudem noch verboten.


anonym
beantwortet von annemarie37 am 9. August 2009 21:15
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Women on Waves ist eine sehr seriöse Organisation (im Gegensatz zu den meisten on-line Pillenanbietern). Sie sendet aber die Abtreibungspille nur in Länder, wo sie nicht erhältlich ist. In Deutschland ist ein Abbruch legal möglich bis zur 14. Schwangerschaftswoche (ab 1. Tag der letzten Periode). Bis zum 63. Tag kann er auch in Deutschland mit der Abtreibungsbpille gemacht werden. Danach mit der Absaugmethode. Beide Methoden sind sehr sicher. Ernste körperliche oder psychische Folgen sind selten. Deine Nichte soll sich an einen Frauenarzt oder an eine Pro Familia Beratungsstelle wenden.

Kommentar von Progo am 5. September 2009 11:56

>Women on Waves ist eine sehr seriöse Organisation... - Haha! Sie ist Eure Partnerorganisation und genau so dubios wie Dein (ehemaliger) Verein.


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