Frage von heiisayed, 34

Liebesgeschichte, kennt ihr gute?

Habt ihr welche?

Antwort
von magaline, 12

https://www.liebeskosmos.de/liebesgeschichten/schoene.html

https://www.liebeskosmos.de/liebesgeschichten.html

Kuck mal da vielleicht findest du eine die du gut findest!

Vorsichtig steckte ich meinen Kopf durch das halb geöffnete Fenster:
Tatsächlich, der Wind, der meine Wangen umspielte, war mild. Hellgraue
Wolkenschleier verdeckten jedoch die Sonne, deren Strahlen nur
vereinzelt durchbrachen. Ich packte trotzdem meine Sonnenbrille in den
Rucksack und verließ in Vorfreude auf den schönen Samstag die Wohnung.
Der Frühling war diesmal so spät dran, dass ich keine Sekunde verpassen
wollte.

Das Straßencafé am Marktplatz war um diese Zeit nicht mal zur
Hälfte besetzt. Ich suchte mir einen Tisch draußen direkt am Eingang
aus, um den Platz gut überblicken zu können. Die meisten Obst- und
Gemüsestände waren schon aufgebaut und die ersten Einkaufsbummler
flanierten an den eigentümlichen Holzbuden vorbei.

Versonnen beobachtete ich die schöne Szenerie, als jemand neben mir rief: "Was darf ich dir bringen?"

Der linkische Kellner schien neu hier zu sein. Dieses
verschmitzte Grinsen und der verwuschelte Out-of-Bed-Look wären mir
sicher sonst schon aufgefallen. Etwas unbeholfen stellte er das
Serviertablett auf dem Bistrotisch ab. Dabei übersah er meine
Handtasche, die nun herunterfiel. Peinlich berührt hob er sie auf, hielt
sie aber so ungeschickt, dass sich der gesamte Inhalt scheppernd auf
das Kopfsteinpflaster ergoss.

Ich hatte Mühe, nicht laut loszulachen. Stattdessen half ich dem
im Gesicht knallrot angelaufenen Kellner beim Aufklauben meiner
Schlüssel und all den vielen Dingen, die sich eben in so einer
Handtasche befinden. Als er mir das Etui der Sonnenbrille reichte,
berührte er wie versehentlich meinen Unterarm. Ich war wie elektrisiert.
Was war denn das? Auch er hielt erstaunt inne. Ich hatte das Gefühl,
als wäre ich für einige Sekunden aus der Zeit gefallen. Mit ihm.

Eine Woche später saß ich wieder bei frühlingshaften 20° C auf
der Terrasse meines Stammcafés. Ich ertappte mich dabei, dass ich mich
nach dem tollpatschigen Kellner umsah. Plötzlich drang ein lautes
Scheppern aus dem Innern des Cafés nach draußen. Ich musste grinsen. Als
der Kellner mir kurz darauf ungefragt einen Cappuccino servierte, hielt
ich vorsichtshalber den Tisch fest.

Dann nahm ich mir ein Herz: "Darf ich dich heute Abend zu einem Cocktail in der Green Bar einladen?"

Der Caipirinha schmeckte ausgezeichnet. Durch die offene Tür
wehte ein Wind den Duft von Ginster in die Bar. Ich sah nervös auf die
Uhr: Meine Verabredung war schon fast 30 Minuten überfällig! Tausend
Gedanken gingen mir durch den Kopf. Vielleicht war ich im Café doch zu
forsch zu ihm gewesen? Oder liegt es daran, dass ich um einige Jahre
älter bin als er? Nachdenklich nippte ich an meinem Cocktail. Von
draußen hörte man nun die Sirene eines Krankenwagens, flackerndes
Blaulicht erhellte den Eingangsbereich der Bar.

Mit ein paar anderen Gästen der Bar trat ich neugierig vor die
Tür. In etwa 10 m Entfernung standen Kranken- und Polizeiwagen. Auf dem
Boden konnte man ein zerbeultes Fahrrad erkennen. Zwei Sanitäter hievten
einen Mann mit einer blutenden Stirne auf ihre Bahre. Ich erstarrte
schockiert: Das ist doch der Kellner! Besorgt lief ich hinüber. Die
Sanis waren gerade dabei, die Bahre in den Krankenwagen zu schieben
Ich rief hektisch "Halt!" und blieb neben der Trage stehen.

Der Kellner erkannte mich sofort und grinste mich breit an.

"Du siehst, ich bin nicht nur beim Servieren ungeschickt."

Die Sanitäter schoben die Bahre nun in den Krankenwagen. Ich gab
mich als Freundin des Verletzten aus und durfte mich hinten zu ihm
setzen. Während der Fahrt ins Krankenhaus passierte es wieder: Eine
Spannung lag in der Luft, die elektrisierend wirkte. Und irgendwie
fielen wir erneut aus der Zeit, als wir uns stumm anblickten und ich
seine Hand hielt.

Ein paar Tage später stellte Benny meinen Cappuccino auf den Bistrotisch - ohne etwas umzuschmeißen.

Ich lächelte ihm anerkennend zu. "Bleibt‘s bei heute Abend? Um 20 Uhr bei mir?"

Benny nickte. Das Pflaster auf seiner Stirn ließ ihn irgendwie
verwegen aussehen. Plötzlich beugte er sich zu mir herunter und küsste
mich rasch auf den Mund.

"So lange wollte ich nicht warten", rief er und verschwand schnell im Innern des Cafés.

Ich aber atmete tief durch und genoss den späten Frühling mit Haut und Haar.

Antwort
von magaline, 8

Evas Herz pumpt bis zum Anschlag auf der Rückbank. Wie sehr hatte sich ihr Leben in den vergangenen Monaten geändert.

Die letzten Wochen nach dem Abschluss von der Universität waren
ein einziges Chaos, die Jobsuche eine Katastrophe und alle ihre Freunde
haben die Stadt verlassen. Ihre Jugendliebe hatte sie nicht einmal in
seine Planung mit eingeschlossen, als er kurzerhand ein Stellenangebot
von einer Kanzlei in Berlin annahm. Nach Wochen des Selbstmitleids war
es Zeit für Veränderungen. Sie kündigte ihr Zimmer und packte ihren
großen Rucksack mit ein paar Klamotten und Campingutensilien. Den Rest
ihrer Habe verteilte sie zwischen Müllsäcken und drei Umzugskartons, die
sie bei ihrem Bruder unterstellte.

Ein früherer Mitbewohner hatte ein Heft mit den „Schönsten
Wanderwegen Deutschlands“ zurückgelassen. Da Eva weder ein festes Ziel
hatte, noch unter Zeitdruck stand, suchte sie nach einem Startpunkt für
ihr neues Leben. Nur wenige Kilometer von ihrer Heimatstadt verlief die
"Route der deutschen Einheit“.

Protestierend lieferte ihr Bruder sie in der Nähe der Strecke ab
und Eva schlug ihren Weg Richtung Westen ein. Selbst die Schmerzen in
den Füßen trübten Evas Freiheitsgefühl nicht. Am Abend des fünften Tages
sah sie zum ersten Mal einen anderen Wanderer. Er grüßte sie
freundlich, als er sich ins Unterholz aufmachte, wahrscheinlich um einen
Zeltplatz zu suchen. Eva lief noch eine gute halbe Stunde weiter. Was
sie am allerwenigsten wollte, war Gesellschaft in der aufregendsten
Phase ihres neuen Lebens.

Am nächsten Tag sah sie fast keine Menschenseele, doch gerade, als
sie einen kleinen Bachlauf gefunden hatte, an dem sie ihr Zelt
aufschlug, raschelte es im Gebüsch. Das Geräusch machte sie nervös und
sie zog ihr kleines Taschenmesser, das früher immer an ihrem
Schlüsselbund baumelte. „Wer immer du bist, verschwinde, ich bin
bewaffnet.“ Das Geräusch stoppte abrupt. Einige Minuten später hörte sie
wieder einige Hölzer brechen, doch bevor sie ihre Drohung wiederholen
konnte, schimmerte etwas Weißes zwischen den Ästen her. Eine Boxershorts
aufgespießt an einem dünnen Ast, schwenkte in ihre Richtung. „Ich komme
in Frieden“, ertönte eine männliche Stimme, die schnell in Lachen
umschlug als der Blick auf Eva und ihre „Waffe“ fiel.

Auch Eva konnte nicht mehr Ernst bleiben beim Anblick der improvisierten Friedensflagge.

„Hey, ich bin Jan, wir haben uns gestern schon gesehen, wollte
dich nicht stören, aber ich brauche ein Lager, an dem ich meine
Wasserreserven wieder auffüllen kann. Hast du was gegen Gesellschaft.“

Eigentlich schon, dachte sie, aber nickte. Es wäre nicht fair, jemanden nach einem ganzen Tag laufen weiterzuschicken.

Nach einer Stunde des Schweigens und Präparierens stellten beide
ihren Wasserkessel ins Feuer und holten ihr Pulveressen hervor.

„Scheint als hätten wir den gleichen Geschmack“, bemerkte Eva, als sie Jans Kartoffelpüreegericht erspähte.

Es stellte sich heraus, dass sie mehr Gemeinsamkeiten hatten.
Neben Essen und Trekking gab es noch die gleiche Leidenschaft für Reisen
und Fotografieren. Sie redeten bis spät in die Nacht.

Da keiner die Zweisamkeit beenden wollte, zogen sie am nächsten
Morgen zusammen los. Jan wohnte in der Mitte des Einheitsweges und hatte
letztes Jahr den Weg von Aachen bis zu seinem Ort gelaufen und nun
wanderte er die Osthälfte. Eva erzählte, dass sie gerade offiziell
heimatlos war. Ihre plötzlichen Schmetterlinge im Bauch verdrängten den
Wunsch des alleine Laufens. Auch er machte keinerlei Anstalten, die
Situation zu ändern.

Als sie nach einigen Tagen seine Heimatstadt erreichten, wirkte
die Einladung, Eva könne sich ein paar Tage bei ihm wie zu Hause fühlen,
für beide völlig natürlich. Die erste Nacht bei ihm war auch die erste
Nacht, in der sie sich küssten.

Dieser erste Tag ist nun sieben Monate her. Vor drei Monaten kam
sein Antrag. Als der Wagen vor dem Rathaus hält, wartet er schon mit
einem Lächeln. In Festtagskleidung und ihren Wanderschuhen schreiten sie
zum Eingangstor.

Antwort
von Zemraime, 11

Geschichte oder Gedichte?

Joachim Ringelnatz „Ich habe dich so lieb"

Antwort
von sternchen1006, 12

Persönliche ja :)

Antwort
von Omnivore08, 7

Zwei Menschen treffen sich auf der Straße.

Fragt die der Mann die Frau: "Bock zu heiraten?"

Sagt die Frau: "och klar, hab grad nix vor"

Sie lebten bis ans ende ihrerer Tage glücklich zusammen.

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