Frage von Soldat1991, 63

Lieber forensische Psychiatrie als Obdachlosigkeit?

Anfang des Jahres wurde ich arbeitslos und mein Bruder fast zeitgleich. Nachdem meine Übergangsgebührnisse von der Bundeswehr ausgelaufen sind, habe ich einen Arbeitslosengeld II Antrag gestellt und mein Bruder hatte sofort nach Eintreten seiner Arbeitslosigkeit einen Arbeitslosengeld I Antrag gestellt, welcher sich immer noch in Bearbeitung befindet, weil die Agentur für Arbeit nicht versteht, dass er kein eigenes Bankkonto mehr hat. Haben sogar meine Kontodaten in dem Antrag angegeben. Dann war plötzlich ein anderer Sachbearbeiter zuständig, dann war der nächste längerfristig erkrankt und der andere hat den Antrag überhaupt nicht mehr bearbeitet. Eine Untätigkeitsklage wurde beim zuständigen Sozialgericht eingereicht.

Unsere Wohnung weist so erhebliche Mängel auf, welche bei Einzug noch nicht absehbar waren. Undichtes Dach, Schimmelbildung durch eintretendes Wasser, Pilzbefall der Toilette, Balkon ist nicht nutzbar und undichte Fenster. Wir haben diese Mängel dem Vermieter schriftlich mitgeteilt - unter Zeugen haben wir es in dessen Briefkasten eingeworfen und sogar ein Video davon gemacht. Zusätzlich haben wir ihn auch noch darauf angesprochen. Dies geschah auch im Beisein von Zeugen.

Nach schriftlicher Fristsetzung haben wir die Miete erheblich gekürzt und weil unsere Ersparnisse auch irgendwann aufgebraucht waren und wir seit Monaten von 581€ leben (2 Personen), konnten wir die Miete von 470€ auch nicht mehr zahlen. Wir sehen uns auch seit acht Monaten nach günstigeren Wohnungen um, aber entweder sind die Wohnungen zu teuer bzw. liegen über dem Mietspiegel des Jobcenters und somit wird keine Kaution übernommen, sind viel zu weit weg (haben jeweils kein Auto mehr) oder die Vermieter sagen direkt, dass sie keinen Mieter wollen der vom Jobcenter bekommt. Dabei bin ich nicht arbeitsscheu, sondern war langjährig Soldat auf Zeit, bin aber an einer psychischen Erkrankung erkrankt. Mein Bruder ist aufgrund chronischer Rückenbeschwerden krank geschrieben.

Ich war schon vermehrt beim Jobcenter und beim Sozialamt - Jobcenter Mitarbeiter sagte, dass ich mich an den Mietspiegel halten müsste und der Mitarbeiter vom Sozialamt sagte, dass er uns bei Eintritt der Obdachlosigkeit kostenpflichtig in ein sogenanntes Obdachlosenheim stecken würde.

Nur lässt meine psychische Verfassung das gar nicht zu. In diesen Heimen herrscht Drogensucht, Alkoholabhängigkeit, Gewalt und ständig wechselnde Menschen und ich brauche ein stabiles Umfeld und komme mit fremden Menschen inzwischen null klar und ich prophezeie jetzt schon, dass das dort extrem eskalieren wird. Zumal mein Bruder auch zusätzlich an Depressionen erkrankt ist und häufig aggressiv reagiert und gereizt ist.

Das Güteverfahren zwecks Feststellung der Mängel und Aufklärung des Sachverhalts ist am Montag und ich habe schon wirklich überlegt: Wenn es zur Zwangsräumung kommt, Straftaten zu begehen, um dann langjährig erstmal in die forensische Abteilung eines Krankenhauses eingewiesen zu werden.

Antwort
von Bestie10, 35

> Eine Untätigkeitsklage <

wenn sie sich halb so viel um ne Arbeit bemühen täten, wie sie von anderen zu arbeiten fordern, wäre allen geholfen

wo ist die Frage in ihrem Beitrag

Kommentar von Soldat1991 ,

Ich bin vom Jobcenter als erwerbsunfähig eingestuft durch eine antsärztliche Untersuchung festgestellt und mein Bruder als vorübergehend erwerbsunfähig. Leuten wie dir gehört mal ordentlich die F***** poliert - keine Ahnung aber Mund aufmachen.

Kommentar von Bestie10 ,

ordentlich die F***** poliert

sage ich doch

genau der Typ Mensch der hinter so nem Beitrag vermutet wird

genau die soziale Schicht

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