Frage von Chianni, 106

Nach 34 Jahren Gehalt muss ich mir Gedanken über Freiberuflichkeit machen. Gibt es jemanden, der mir so in etwa sagen kann, was unterm Strich übrig bleibt?

Seit 6 Monaten beziehe ich ALG I. Da ich in meinem Beruf kaum Chancen habe, noch mal einen Job zu bekommen (zu spezialisiert), habe ich ehrenamtlich als Sprachlehrer angefangen. Nun habe ich tatsächlich ein Jobangebot. Auf Honorarbasis. 25€/UE. Bei 5 UE/Tag komme ich auf ca 2500€ im Monat. Und das nur für die Dauer des Kurses, also 3 Monate lang. Meine Frage ist, ob mir jemand in etwa sagen kann, wieviel davon übrig bleibt, wenn ich alle Pflichtversicherungen gezahlt habe? Ich muss mich ja bei der ARGE abmelden für die 3 Monate und KV, RV und was weiß ich noch selbst bezahlen. Es geht mir nicht um die Einkommensteuer, die wird bei insg 7500€ nicht so hoch ausfallen, sondern um das, was monatlich tatsächlich übrig bleibt. Ich muss auch noch ein studierendes Kind ernähren, dass in einer anderen Stadt lebt und vom Kindergeld allein nicht leben kann. Also gibt es jemanden, der mir so in etwa sagen kann, was unterm Strich übrig bleibt? Danke, Chianni

Antwort
von wolfenstein, 62

Hi Hi, also da es nur für drei Monate ist würde ich es nur bei der KV belassen. Da kommst du ca auf 300-400 Euro. Den Rest braucht man für eine kurze selbstständigkeit nicht soweit ich weiß

Kommentar von Chianni ,

Das geht? Ich hatte mir das auch so gedacht. War aber nicht sicher, ob das erlaubt ist.

Kommentar von wolfenstein ,

Naja Krankenversicherung ist ha Pflicht. Und der Rest ist halt dein Bier wie privat versichert zu sein oder in die Rente ein zu zahlen

Antwort
von brennspiritus, 71

Die größte Hürde wird die Krankenverischerung sein.

Die GKV nimmt dich nämlich sehr wahrscheinlich nicht mehr auf, wenn du da einmal raus bist. Das solltest du dir wirklich sehr gründlich überlegen.

Kommentar von Chianni ,

Ich denke, ich kann weiter in der GKV bleiben? 

Kommentar von brennspiritus ,

du meinst als freiwillig versichertes Mitglied?

Kommentar von Chianni ,

Ja

Kommentar von brennspiritus ,

Das hilft dir aber auch nicht - finanziell gesehen. Da wird man nicht wieder gesetzliches Mitgleid, wenn das Gehalt kleiner wird bzw. wieder staatliche Leistungen bezogen werden.

Kommentar von Chianni ,

Ja, aber das ist doch nicht die Frage. Die Frage ist doch, mit wieviel Abzügen ich zu rechnen habe. KV und RV und was noch?  Wie ich kv bin oder bleibe, kann ich mir doch dann überlegen, wenn ich weiß, ob es sich überhaupt lohnt, den Job anzunehmen.

Kommentar von brennspiritus ,

sonst nic, außer Arbeitslosenversicherung, die ist aber keine Pflicht. Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist zu überlegen.

Kommentar von brennspiritus ,

Rente sind knapp 20 % vom Brutto. Krankenkasse etwa 15 %. Steuern nicht vergessen, die kann man aber prima drücken

Antwort
von Chianni, 48

Also, ich habe mal rumrecherchiert. Und komme auf 19% für die RV, 15% KV und  noch mal um die 2,5% Pflegerversicherung. Vorausgesetzt, ich muss für 3 Monate wirklich für all diese Vs zahlen und es reciht nicht einfach die KV, macht das alles in allem 36,5%. Da bleiben mir von 2500€ ca 1500. Rechne ich da richtig? Muss ich für noch was zahlen? 

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