Frage von Protoxin, 167

Lichtgeschwindigkeit & Zeit?

Es ist ja bewiesen je schneller sich etwas bewegt um so langsamer vergeht die Zeit für jenes bewegte. So könnte man z.b. in die Zukunft reisen. Allerdings wird es dadurch auch wieder schneller denn Zeit ist maßgeblich für Geschwindigkeit. (X Strecke in X Zeit = X Geschwindigkeit) Somit muss Lichtgeschwindigkeit doch absolut sein sonst würde sich di e Geschwindigkeit doch durch dieses Paradox ins unendliche steigern?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SlowPhil, Community-Experte für Physik, 42

Es ist ja bewiesen je schneller sich etwas bewegt um so langsamer vergeht die Zeit für jenes bewegte.

Die Aussage "die Zeit vergeht langsamer" ist ziemlich schwammig. Es ist ja nicht möglich, als bewegter Beobachter seine Uhr neben die eines unbewegten Beobachters zu halten und ihren Gang direkt zu vergleichen.

Im Übrigen gilt das Relativitätsprinzip, dem zufolge in zwei relativ zueinander geradlinig-gleichförmig bewegten Koordinatensystemen K und K' dieselben Naturgesetze gelten, man also jedes der beiden als ruhend ansehen (und als Bezugssystem verwenden) kann.

Das heißt, es geht nicht etwa einfach die Uhr "des ruhenden Beobachters" (nennen wir ihn B) schneller als die "des (mit v) bewegten" (nennen wir ihn B'), denn es muss möglich sein, B' als ruhend und B als (mit -v) bewegt zu interpretieren, und das bedeutet, dass man die Uhr von B als verlangsamt interpretieren können muss.

--

Im Folgenden werde ich etwas ausholen, um zu erläutern, wie es zu den Schlussfolgerungen der SRT gekommen ist.

Relativitätsprinzip in der klassischen Mechanik

Das Relativitätsprinzip ist fast 3 Jahrhunderte älter als die gleichnamige Theorie, es stammt schon von Galilei. Zunächst einmal gelte K anfangs als ruhend, und K' bewege sich mit (v;0;0) - also in x-Richtung relativ zu K. Gemäß der klassischen Mechanik lässt sich diese Geschwindigkeit von K' mittels der Galilei-Transformation

x' =  x−vt (die anderen Koordinaten bleiben unverändert)

wegtransformieren. Man sagt auch, die Gesetze der klassischen Mechanik sind Galilei-invariant.

Das Lichtgeschwindigkeits-Problem

Im 19. Jhd. sah es aber so aus, als sei das RP nur eingeschränkt respektive näherungsweise gültig; das Problem war, dass die Vakuumlichtgeschwindigkeit c einerseits endlich und andererseits trotzdem nicht einfach eine ganz gewöhnliche Ausbreitungsgeschwindigkeit ist wie etwa die Schallgeschwindigkeit in Luft auch: Da sich Schall nur in Materie ausbreitet und sich deren Bewegungszustand klar feststellen lässt, ist die Nicht-Galileiinvarianz der Schallgeschwindigkeit kein Problem. Im materiefreien Raum gibt es aber keine Materie, der man einen speziellen Bewegungszustand zuordnen könnte. Außerdem geht sie aus den von J.C.Maxwell formulierten Grundgleichungen der Elektrodynamik hervor. Mithin hat sie selbst den Charakter eines Naturgesetzes.

Weltäther und Michelson-Morley-Versuch

Man stellte sich damals vor, dass Lichtwellen sich mit c relativ zu einer Art Supersubstanz namens Weltäther ausbreite, die dann aber auch die gesamte Elektrodynamik dominieren müsste. Würde nun K relativ zum Weltäther ruhen und K' sich wie oben beschrieben relativ zu K bewegen, könnte man K als schlechthin (absolut) ruhend und K' als schlechthin bewegt konstatieren, und zwar anhand von Vergleichen der Lichtgeschwindigkeit in verschiedenen Richtungen. Das hat man (z.B. Michelson/Morley 1887) versucht und ein Nullresultat erhalten.

LET und SRT

Die Fachwelt hielt erst einmal an der Vorstellung von einem 'absolut' ruhenden Äther fest, doch sollte dieser Längen- und auch Zeitmaße derart beeinflussen, dass man Bewegungen relativ zu ihm einfach nicht bemerkt (Lorentzsche Äthertheorie, LET). H.A.Lorentz und H.Poincaré stellten Transformationsgleichungen auf, die dem Rechnung tragen und die Zeit mittransformieren:

x'  = γ(x−cβt)
ct' = γ(ct−βx)

Dabei ist

γ = √{1−β²} und β = v/c, also cβ=v.

Die meisten Physiker bezeichneten t' als "Ortszeit" und unterschieden sie von der im relativ zum Äther als ruhend betrachteten System K geltenden Zeit.

Albert Einstein die Lorentz-Transformationen auf und unterschied nicht mehr zwischen "Ortszeit" und "realer Zeit", sondern konstatierte einfach, dass Zeitspannen und Längen in K und K' unterschiedlich gemessen werden. Er berief sich allein auf das Relativitätsprinzip und leitete aus ihm und dem Impulserhaltungsatz zudem ein Phänomen her, das lange als "relativistischer Massenzuwachs" bezeichnet wurde: Kinetische Energie "wiegt was". Dass Energie zur Masse eines Systems beitragen kann, war nicht mehr völlig neu (Stichwort F.Hasenöhrl), aber Einstein postulierte als erster eine allgemeine Äquivalenz von Masse und Energie.

Eine weitere wichtige Erkenntnis aber war auch die, dass Gleichzeitigkeit relativ ist, d.h., dass in räumlich voneinander entfernte Ereignisse, die in K als gleichzeitig gelten können, in K als nacheinander stattfindend zu interpretieren sind und umgekehrt. Dies geht aus den oben genannten Transformationsgleichungen hervor und ist naturphilosophisch eine harte Nuss. Diverse mit der SRT verbundene Paradoxa löst sie allerdings in Wohlgefallen auf.

Die Lorentz-Transformationen ähneln mathematisch Drehungen. Dies führt zu der Idee, Raum und Zeit zu einer Raumzeit mit der von Minkowski formulierten uneigentlichen Metrik

(c∆τ)² = (c∆t)²−(∆x)² = (c∆τ)² = (c∆t)²−[(∆x)²+(∆y)²+(∆z)²]

zusammenzufassen, in der Lorentz-Transformationen tatsächlich als Drehungen aufgefasst werden. c∆τ ist Lorentz-invariant und stellt die raumzeitliche Weglänge zwischen zwei Ereignissen dar.

In dieser Raumzeit lassen sich Größen wie γc und γv, aber auch solche wie E/c und p oder P/c (P=Leistung) und F zu Vierervektoren zusammenfassen, deren - minkowskisch definierte - Beträge alle Lorentz-invariant sind.

Kommentar von SlowPhil ,

CORRIGIENDUM:

Bei der Definition zu den Lorentz-Transformationen ist mir ein Dreckfehler unterlaufen. Es heißt

γ = 1/√{1−β²} und β = v/c, also cβ=v

Kommentar von NutzlosAlpha ,

Boah bin ich lahm.

Kommentar von SlowPhil ,

Darf ich raten: Du wolltest mich auf meinen Fehler aufmerksam machen?

Kommentar von Niklassmada ,

respekt!

Antwort
von NutzlosAlpha, 29

Hi,

Es ist ja bewiesen je schneller sich etwas bewegt um so langsamer vergeht die Zeit für jenes bewegte.

Nicht ganz. Innerhalb jedes Bezugssystems vergeht die Zeit gleich. Außerhalb aber nicht. Darüber hinaus ist die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum in jedem Bezugssystem konstant.

Allerdings wird es dadurch auch wieder schneller denn Zeit ist
maßgeblich für Geschwindigkeit. (X Strecke in X Zeit = X
Geschwindigkeit)

Nein, ist sie nicht. Diese vereinfachte Formulierung bezieht sich auf niedrige Geschwindigkeiten, wo sie zwar auch falsch, die Abweichung vom realen Wert aber irrelevant ist. Sie beachtet nämlich die Zeitdilatation nicht, die für unterschiedlich schnell bewegte Bezugssysteme gilt.

Somit muss Lichtgeschwindigkeit doch absolut sein sonst würde sich di e
Geschwindigkeit doch durch dieses Paradox ins unendliche steigern?

Entweder der Satz ist genial falsch gewählt oder du hast es verstanden, ohne es selbst zu bemerken. Was sich hier ändert ist allerdings nicht die Geschwindigkeit, die unendlich wird, sondern die Strecke, die mit zunemhmender Geschwindigkeit immer kürzer wird. Es ist also nicht nur die Zeit relativ, sondern auch der Raum.

Für einen bewegten Beobachter ist die Strecke A-B kürzer als für einen unbewegten Beobachter. Das mag komisch erscheinen, jedoch löst sich dieser scheinbare Widerspruch auf, wenn man Raum und Zeit nicht getrennt, sondern als eine Einheit betrachtet (denn dies ist tatsächlich der Fall), der so genannten Raumzeit.

Die Zeit ist eine Dimension, so wie die drei Raumdimensionen Länge, Höhe und Breite. Sie unterscheidet sich von diesen buchstäblich nicht. Jede Dimension besitzt zwei Richtungen: Rechts und Links (Breite), Oben und Unten (Höhe), Vorne und Hinten (Länge) sowie Vergangenheit und Zukunft (Zeit).

Es mag zunächst merkwürdig erscheinen, die Zeit gleichwertig gegenüber den drei Raumdimensionen zu behandeln, aber genau so sollte man es tun, weil es der Realität entspricht. Mathematisch betrachtet ist die Raumzeit somit ein höherdimensionaler Raum.

Jedoch wird die Zeit von uns Menschen anders wahrgenommen als die drei Raumdimensionen. Offensichtlich können wir sie nicht visuell wahrnehmen, die drei Raumdimensionen aber schon. Außerdem scheint die Zeit zu vergehen, während ein räumlich dreidimensionales Objekt (idealerweise ein Würfel) statisch erscheint.

Dies liegt an unserer Wahrnehmung und daran wie die Welt aufgebaut ist. Die Zeit scheint zu fließen, weil wir uns in der Zeit buchstäblich vorwärts bewegen. Und die Geschwindigkeit, mit der wir uns bewegen, ist, man höre und staune, c, die Lichtgeschwindigkeit.

Die Lichtgeschwindigkeit ist nicht einfach nur eine Geschwindigkeit, sie ist die Geschwindigkeit, mit der innerhalb der Raumzeit alles passiert. Während du hier (dort) sitzt und das liest, bist du mit Lichtgeschwindigkeit  in der Raumzeit weitergereist, zum größten Teil entlang der Zeitachse.

Photonen bewegen sich, wie alles andere auch, mit Lichtgeschwindigkeit, allerdings ausschließlich durch den Raum. Deswegen erhielt diese universelle Geschwindigkeit auch ihren Namen. Hier war es schließlich aus unserer Perspektive offensichtlich, denn ein Ding, dass sich durch den Raum bewegt, kann man sehen.

Allerdings wunderte man sich damals noch darüber, dass diese Geschwindigkeit immer gleich bleib, egal von wo man die ankommenden Photonen betrachtete. Das Konzept der Raumzeit war schließlich noch nicht bekannt.

Wie dem auch sei, hat man erkannt, das Raum und Zeit ein Ding sind, und dass es eine universelle Geschwindigkeit gibt, mit der sich alles in diesem Ding bewegt, löst sich deine Eingangsfrage in Wohlgefallen auf.

Man kann die Raumzeit, wie jeden anderen höherdimensionalen Raum als Koordinatensystem betrachten, in dem sich alles mit c = 1 bewegt. Ein unbewegter Beobachter bewegt sich dabei mit c entlang der Zeitachse, ein bewegter Beobachter zum Teil auf einer Raum- und der Zeitachse und Lichtteilchen bewegen sich mit c entlang einer Raumachse.

Die Konsequenz ist offensichtlich: Wenn c immer 1 ist, bleibt für die Bewegung auf der Zeitachse umso weniger übrig, je stärker man sich auf einer Raumachse bewegt. Jemand der sich mit 0,8 c auf der Raumachse, bewegt sich nur mit 0,2 c auf der Zeitachse, jemand der sich aber mit 0,2 c auf der Raumachse bewegt, bewegt sich mit 0,8 c entlang der Zeitachse.

Folglich sind sich die Beobachter in verschiedenen Inertialsystemen nicht mehr darüber einig, wie lange eine Sekunde ist. Zwar ist sich jeder darüber einig, wieviel eine Sekunde in seinem eigenen Bezugssystem ist, aber die Sekunde in einem anderen Bezugssystem hat eine andere Dauer.

Dasselbe gilt dann natürlich auch für den Raum. Für einen bewegten Beobachter wird dieser in Bewegungsrichtung praktisch herangezogen. Zwei verschieden bewegte Beobachter messen verschiedene Abstände. So ist es mit relativistischen Geschwindigkeiten prinzipiell möglich, Strecken von Millionen von Lichtjahren in kurzer Zeit zurückzulegen - weil sie nahe der Lichtgeschwindigkeit plötzlich gar nicht mehr Millionen Lichtjahre lang sind.

Für einen Unbewegten ändert das natürlich nichts. Er sieht immer noch, wie die Strecke Millionen Lichtjahre lang ist, und der Bewegte Millionen von Jahren braucht, um am Ziel anzukommen.

Ich hoffe, das war aufschlussreich. LG, NA

PS: Loool, dein Profilbild ist ja mal voll fies.

Kommentar von SlowPhil ,

Innerhalb jedes Bezugssystems vergeht die Zeit gleich. Außerhalb aber nicht.

Die Formulierung ist unglücklich. Es gibt kein "Außerhalb eines Bezugssystems". Vielmehr ist eine Uhr, die in K als Bezugssystem ruht, in K' als Bezugssystem eine bewegte Uhr und umgekehrt.

Nach der SRT folgt daraus, dass die in K ruhende Uhr langsamer läuft, wenn man K' statt K als Bezugssystem verwendet.

Umgekehrt gilt - ebenfalls nach der SRT - dasselbe.

Die Auflösung dieses scheinbaren Widerspruchs besteht darin, dass das "Jetzt" von K nicht mit dem "Jetzt" von K' übereinstimmt. Anders als im Raum, wo das "Aufgleicherhöhe" sich mit der Vorwärtsrichtung quasi mitdreht, klappt sich allerdings das "Jetzt" in die Gegenrichtung wie bei einem Storchenschnabel (Pantograph), sodass die Richtung, die c symbolisiert, weiterhin den Winkel zwischen dem "Vorwärts" und dem "Jetzt" halbiert.

Kommentar von SlowPhil ,

Was sich hier ändert ist allerdings nicht die Geschwindigkeit, die unendlich wird, sondern die Strecke, die mit zunemhmender Geschwindigkeit immer kürzer wird. Es ist also nicht nur die Zeit relativ, sondern auch der Raum.

Die Strecke wird nicht kürzer. Die Lorentz-Kontraktion betrifft dasjenige System, das als das bewegte gilt. Angenommen, ich will von einer Raumstation aus eine andere anfliegen, die relativ zu ihr ruht und konstant eine 8 Lichtstunden (Lh, = 480Lmin) entfernt ist.

Meine Reisegeschwindigkeit ist 0,6c ⇒ 1/γ = √{1−0,36} = 0,8.

Für die Strecke brauche ich natürlich

480Lmin/0,6c = 800 min = 13:20 h

für diese Strecke. Gemäß der SRT brauche ich dafür 640min = 10:40h Eigenzeit.

Soweit der Befund, die objektiven Tatsachen. Es ist nun Interpretationssache, ob ich

(1) mich als Reisenden betrachte und meine geringere Eigenzeit der verlangsamten Zeit an Bord zuschreibe, oder
(2) mein Reisesystem als Ruhesystem benutze; in diesem Fall ist die Zielstation in dem Augenblick, indem mich die erste Station mit 0,6c passiert, nach meinem "Jetzt" nur noch 384Lmin entfernt ist. Diese legt sie in 384Lmin/0,6c = 640 min zurück.

Kommentar von SlowPhil ,

Wenn c immer 1 ist,…

Die Formulierung ist unglücklich. Du meinst: Wenn in der Raumzeit alle Geschwindigkeiten den Betrag c bzw. 1 (je nach Maßsystem) haben…

…bleibt für die Bewegung auf der Zeitachse umso
weniger übrig, je stärker man sich auf einer Raumachse bewegt.

Wenn man die Eigenzeit mit der Koordinatenzeit (in einem gegebenen Koordinatensystem K) vertauscht, ist das korrekt. Diese Sicht hat allerdings Nachteile, auf die ich noch zurückkommen will.

Jemand der sich mit 0,8 c auf der Raumachse, bewegt sich nur mit 0,2 c auf der Zeitachse, jemand der sich aber mit 0,2 c auf der Raumachse bewegt, bewegt sich mit 0,8 c entlang der Zeitachse.

Das ist nun wirklich falsch. Eine Uhr, die sich relativ zu K mit 0,8c durch den Raum bewegt, zeigt noch das 0,6-fache der Zeit an, die eine in K ruhende Uhr anzeigen würde. Nicht die Summe der Geschwindigkeiten selbst (in Einheiten von c), sondern die Summe der Quadrate der Geschwindigkeiten muss 1 ergeben und tut dies auch:

0,8² + 0,6² = 0,64 + 0,36 = 1.

Expertenantwort
von SlowPhil, Community-Experte für Physik, 24

So könnte man z.b. in die Zukunft reisen.

Das tun wir andauernd, nämlich - wenn wir uns als ruhend betrachten - mit der Geschwindigkeit

dt/dτ = 1s(Koordinatenzeit)/s(Eigenzeit).

Bezüglich eines Koordinatensystems K, relativ zu dem wir uns mit v=|v| bewegen, reisen wir mit

dt/dτ = γ = 1/√{1−β²} mit β = v/c

in die Zukunft. Die wird für uns dabei natürlich zur Gegenwart und dann zur Vergangenheit.

Allerdings wird es dadurch auch wieder schneller denn Zeit ist maßgeblich für Geschwindigkeit.

Das ist richtig. Tatsächlich kann man, wenn man seine Eigenzeit zugrunde legt, beliebig schnell durch den Raum (bezüglich K) reisen, nämlich mit γv; dieser Größe ist keine Obergrenze gesetzt.

Dies ist jedoch nicht möglich, ohne dabei gleichzeitig beschleunigt, nämlich mit γ, in die Zukunft zu reisen, und der Quotient γv/γ ist eben v < c. Betrachten wir uns als ruhend, so müssen wir die Strecke, die sich ein in K ruhendes Objekt relativ zu uns bewegt, als Lorentz-kontrahiert interpretieren, und dies führt dazu, dass auch nach dieser Interpretation die Relativgeschwindigkeit bzw. deren Betrag v < c ist.

Somit muss Lichtgeschwindigkeit doch absolut sein...

Essatte. Wie in der ersten Antwort ausgeführt, folgt der Wert von c aus Naturgesetzen und ist daher wieder ein Naturgesetz. Und Naturgesetze gelten in allen Koordinatensystemen und haben die gleiche Form.

...sonst würde sich di e Geschwindigkeit doch durch dieses Paradox ins unendliche steigern?

Siehe oben. Der Größe γv ist keine Obergrenze gesetzt.

Antwort
von Accountowner08, 4

Du kannst so in die zukunft reisen, oder auch anders: in die Zukunft reist du sowieso. Nur von der Gegenwart in die Vergangenheit reisen, das kannst du nicht. Du kannst aber tw. die Vergangenheit in der Gegenwart sehen (wenn sie weit genug weg ist), kannst sie aber aus der Gegenwart nicht mehr beeinflussen...

Antwort
von grtgrt, 22

Die Aussage

Es ist ja bewiesen je schneller sich etwas bewegt um so langsamer vergeht die Zeit für jenes bewegte.

ist falsch.

Bitte lies https://www.gutefrage.net/frage/warum-gehen-bewegte-uhren-langsamer#answer144635... .

Tatsache ist: Der Beobachter hat lediglich den Eindruck, dass dem bewegten Objekt die Zeit langsamer verginge.

Antwort
von HansH41, 103

"Somit muss Lichtgeschwindigkeit doch absolut sein sonst würde"

Du hast deine Frage schon selbst beantwortet. Die Lichtgeschwindigkeit ist die höchste erreichbare Geschwindigkeit. (zumindest im Makro-Bereich)

Kommentar von ThomasJNewton ,

Da sind gleich 3 Fehler drin.

Kommentar von HansH41 ,

Bitte verbessere mich.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Warum?

Wenn du Fragen zu SRT hast, mache dich erst mal schlau, und stelle bei Problemen hier eine Frage.

Kommentar von HansH41 ,

"Warum"

Weil ich dich für einen höflichen Menschen gehalten habe.

Antwort
von Sharanok, 64

Die Zeit vergeht nur relativ langsamer. Wenn du also in einem Raumschiff dich mit nahezu Lichtgeschwindigkeit bewegst, dann erscheint es für den Beobachter auf der Erde so, als ob die Zeit des Raumschiffs langsamer vergeht. Für den Beobachter im Raumschiff verändert sich das Zeitempfinden allerdings nicht.

Die Formel Strecke/Zeit=Geschwindigkeit gilt noch immer, nämlich für den Beobachter im Raumschiff, der ein "normales" Zeitempfinden besitzt.

Wie der Name der Relativitätstheorie schon sagt, werden relativistische Phänomene betrachtet, also wie sich zwei Bezugssysteme relativ zueinander verhalten.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Niemand hat ein "normales" Zeitempfinden.

Für den Beobchter im Raumschiff vergeht die Zeit auf der Erde langsamer.

Denn es gibt keinen absoluten Bezugspunkt, alles ist relativ, und nichts "normal".

Und jeder wird die selbe Relativgeschwindigkeit messen, weil es keine andere gibt.

Wenn du es wirklich verstanden haben solltest, hast du dich zumindest relativ falsch ausgedrückt.

Kommentar von Protoxin ,

Im Prinzip hab ich das schon verstanden aber wie kann in einer Berechnung Strecke/Zeit = Geschwindigkeit ein Faktor relativ sein und der Rest absolut? Muss nicht entweder alles absolut oder relativ sein?

Kommentar von Sharanok ,

Die Formel s/t=v ist Bestandteil der klassischen Mechanik, welche zu Zeiten Newtons entstand, das heißt, dass sie nur gilt, wenn wir uns mit kleinen Geschwindigkeiten relativ zum Bezugspunkt bewegen (was bei uns auf der Erde der Fall ist, wenn wir z.B. mit einem Auto entlang der Erdkugel fahren). Bei diesen kleinen relativen Geschwindigkeiten werden alle Größen (Strecke, Zeit, Geschwindigkeit) absolut betrachtet, es wird also nicht berücksichtigt, dass die Uhr auf dem einen Bezugssystem schneller oder langsamer zu gehen scheint, da dieser Effekt minimal ist, bei diesen niedrigen relativen Geschwindigkeiten und somit irrelevant.

Antwort
von ThomasJNewton, 49

Du solltest nicht davon schwafeln, dass dies oder das "bewiesen" ist, bevor du es im Ansatz verstanden hast.

Warum heißt es wohl Relativitätstheorie? Weil kein Standpunkt richtiger oder ruhender ist als jeder beliebige andere.

Es gibt keine bewegten oder in Bewegung befindliche Körper, sondern immer nur eine Bewegung zwischen 2 Körpern, von denen keiner ruhiger oder beweglicher ist als der andere.

Wenn ein Raumschiff schnell an der Erde vorbeifliegt, vergeht die Zeit im Raumschiff für einen Beobachter auf der Erde langsamer. Und für einen Beobacher im Raumschiff vergeht die Zeit auf der Erde langsamer. Ist halt relativ!

Die Lichtgeschwindigkeit ist aber absolut, und manchmal meine ich, dass man sie auch Absolutheitstheorie hätte nenen können. Ist aber auch egal, man betont halt mehr die unerwarteten Ergebnisse.

All das kannst du mit Mittelstufenmathematik ausrechnen. Du braucht nicht mehr als Bruchrechnung, Wurzeln, Potenzen und den Satz des Pythagoras.
Mach es, oder lass es bleiben.

Du brauchst als Ansatz nur, dass die Lichtgeschwindigkeit unter allen Umständen konstant ist. Wenn z.B. ein Lichtstahl in einem Raumschiff durch Rauch "sichtbar" gemacht wird, wird ein Mensch im Raumschiff die LG messen, und der Mensch auf der Erde auch, und das auch dann, wenn sich das Raumschiff mit 90 % der LG an der Erde vorbei bewegt.

Und da ist es auch ganz egal, ob Lichtstrahl und Rauch im Raumschiff oder um das Raumschiff sind.

Du kannst auch von der Erde einen Lichtstrahl in das Raumschiff senden, oder umgekehrt.

Alle werden unter allen Bedingungen immer nur eine Lichtgeschwindigkeit messen.

"Könnte" gibt es da nicht. Oder nur für die, die nicht rechnen können oder mögen, und sich lieber irgendwas ausdenken.
Oder für die, die es durch "Nachrichtensender" rausprolen.

Kommentar von Protoxin ,

WIE konnte ich es nur wagen auf einer dafür ausgelegten Seite eine Frage zu stellen die mich beschäftigt ohne vorher schon die exakten Details und die eigentliche Antwort zu kennen? WIE NUR? Asche über mein Haupt.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Du hast deine Frage mit falschen Vorstellungen und Behauptungen verknüpft. Das ist ein typisches Anzeichen von Besserwissern.
Und die Verknüpfung mit Spekulationen ist das Kennzeichen von unbelehrbaren Nochbesserwissern.

Und dass du aus meiner Antwort nur die Kritik, aber nicht die Hinweise herausliest, bestärkt meinen Verdacht.

Google einfach, du wirst Millionen Menschen finden, die es besser wissen, und keinen, der meint, dass Wissen eine Voraussetzung für Besserwissen ist.

Nimm einfach ein paar Blatt Papier, einen Stift und ein Lineal, in einigen Tagen kannst du so die SRT verstehen, indem du sie herleitest.
Mit einer Information, dass die LG konstant ist.

Aber du meckerst lieber. Frohe Ostern!

Kommentar von pflanzengott ,

Aber du meckerst lieber. 

Gemeckert hast du, und nicht er!

Kommentar von SlowPhil ,

Hallo Thomas,
immer cool keepen!😉 Wenn jemand mit falschen Vorstellungen ankommt, ist das nicht ein Grund, sich darüber aufzuregen, sondern diese Vorstellungen nach Möglichkeit zu korrigieren.

Ärgerlich ist nur, wenn jemand mit der Behauptung auftrumpft, Einstein widerlegt zu haben, und dabei ein Konglomerat an falschen Vorstellungen und mit Denkfehlern gespickten "Berechnungen" "argumentiert" und darauf beharrt, wenn man dagegen argumentiert, ums Verrecken nicht einsehen wollend, dass er einen Denkfehler gemacht hat. So etwas stellt sich aber allenfalls im Laufe einer Diskussion heraus.

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