Libidoverlust während Einnahme von Citalopram - Legt sich das irgendwann oder besser Medikament wechseln?

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3 Antworten

Solcher Art Medikamente brauchen zwischen vier und sechs Wochen um festzustellen ob diese für einen auch passen.

Der Verlust von Erektion oder der Libido ist nicht selten. Bei mir war das genau so. Wenn du nach ungefähr acht Wochen immer noch solche Beschwerden hast, so kannst du das Medikament wechseln.

Ich habe fast ein ganzes Jahr mit unterschiedlichen Medikamenten versucht bis ich endlich eines gefunden habe welche ich keine Nebenwirkungen getragen habe.

Viel Glück

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Lies mal den Beipackzettel, da wird der Libidoverlust explizit aufgeführt. 3 Wochen sind ja auch noch nicht allzu lange, bei manchen Patienten wirkt Citalopram überhaupt nicht.

Jedes Antidepressivum kann solche Probleme hervorrufen, ob ein Wechsel etwas bringt, kann man nicht grundsätzlich sagen, weil jeder Körper anders reagiert. Du solltest dies in erster Linie mit Deinem behandelnden Arzt besprechen, der Dir u. U. etwas anderes verschreibt. Aber rechne auch da mit Nebenwirkungen, wie z. B. Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen etc.

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Kommentar von Tragosso
09.06.2016, 18:52

Das werde ich definitiv tun...Und ich weiß, ich sagte ja mir ist bewusst, dass das eine so häufige Nebenwirkung ist. Aber eventuell lässt sich ja doch noch etwas finden, was bei mir besser wirkt :/

Beim nächsten Termin nehme ich es dann ca. 6 Wochen.

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Nebenwirkungen stellen sich bei Antidepressiva vor allem bei Einnahmebeginn und beim Absetzen ein und verändern sich während der dauerhaften Einnahme tendenziell weniger. Die Wirkungsweise ist der Grund, konkreter der Umstand, dass das Medikament in deinen Hirnstoffwechsel eingreift, im Fall von Citalopram durch die Verhinderung der Wiederaufnahme von Serotonin in die synaptischen Endigungen. Dummerweise bewirkt genau dieses Ansteigen des Serotoninspiegels die Probleme mit der Libido.

Ich bin der Meinung, dass sich das während der Einnahme nicht verändern wird und dass der Zustand nach dem Ausschleichen des Medikamentes auch mehrere Monate bestehen bleiben kann, muss dir aber dazu sagen, dass meine Meinung sehr voreingenommen ist. Ich bin SSRI gegenüber überwiegend stark negativ eingestellt und finde, dass sie nicht den richtigen Behandlungsweg für eine Depression darstellen, eine Heilung vielleicht sogar verhindern.

Ich würde dir dazu raten, das Medikament auszuschleichen und abzusetzen und deinem Problem mit einem systemischen Gesundheitscoaching, einer Gesprächspsychotherapie und/oder einer begleitenden Verhaltenstherapie zuleibe zu rücken.

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Kommentar von Tragosso
09.06.2016, 19:10

Es ist nicht so, dass ich einfach mal Pillen einwerfe und denke dann wird alles gut. Ich habe jahrelange Therapie hinter mir (leider muss ich zwangsweise nun 2 Jahre Pause machen, aufgrund der Kostenübernahme durch die Krankenkasse) und werde betreut. Ich habe die ganzen Jahre über noch nie Medikamente eingenommen, es wurde mir auch nicht vorgeschlagen.

Es ist über die Jahre mit sehr viel Hilfe schon besser geworden, aber ein normaler Alltag ist mir noch immer nicht möglich. Diese Tabletten und die Maßnahme zu einem Psychiater zu gehen war also sozusagen meine letzte Option. Ich dachte einfach, es wäre einen Versuch wert.

Einfach absetzen kann ich das Medikament nun natürlich nicht, aber ich bin ähnlicher Ansicht wie du. (Dass es sich wahrscheinlich nicht bessern wird, wenn es das bisher nicht getan hat) aber das muss ich mit dem Psychiater besprechen.

Ich danke dir für deine Meinung...Gerne nehme ich so etwas jedenfalls auch nicht ein.

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