Frage von Robert199706, 84

Leuteee ich brauche mal eure Meinungen dazu bin ich jetzt in dem Mietvertrag gefangen?

Hallo, ich habe am 15.03.2016 einen Mietverag unterschrieben für eine Singlewohnung der Vermieter ist Privat und auch gleichzeitig der Eigentümer. Nun ich hatte eine Frist von 14 Tagen, wo ich den Vertrag widerrufen kann. Nun haben wir den 23.04.2016 es ist schon vorbei. Nun habe ich ein Problem. Zum August hin habe ich eine mündliche Zusage in München bekommen für eine Ausbildung und ich werde auch nach München fahren. Dies habe ich erstmal meinen Vermieter gesagt er teilte mir mit, dass ich die gesetzlichen Kündigungen innerhalb von drei Monaten kündigen kann. Daraufhin habe ich Ihn angesprochen und meinte, dass Sie einen erstmalige frist gesetzt haben und ich die Wohnung erst 2019 kündigen darf. Er sagte daraufhin, ja! das haben wir gemacht, damit sowas nicht immer entsteht. Nun lange Rede kurzer Sinn. Er hat gesagt dann kündige Sie, damit ich einen entsprechenden Mieter finden kann. Ich habe zwar mit einer frist von drei Monaten gekündigt aber habe Angst, dass er erst in 6 Monaten einen Mieter findet und ich mich dämlich zahlen kann oder er es mit Absicht macht um mir eins reinzuwürgen was meint ihr leute?

Was wenn er keinen findet???????????????????

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht, 13

Hallo, ich habe am 15.03.2016 einen Mietverag unterschrieben für eine Singlewohnung der Vermieter ist Privat und auch gleichzeitig der Eigentümer. Nun ich hatte eine Frist von 14 Tagen, wo ich den Vertrag widerrufen kann. 

Steht das mit dem Widerrufsrecht im Mietvertrag? Das kann man machen ist aber nicht üblich. Oder glaubst Du einfach nur, das man Mietvertäge widerrufen kann?

Daraufhin habe ich Ihn angesprochen und meinte, dass Sie einen erstmalige frist gesetzt haben und ich die Wohnung erst 2019 kündigen darf.

Was genau steht da Mietvertrag, handelt es sich um einen gegenseitigen Kündigungsverzicht?

 was meint ihr leute?

Kündige erst einmal per Einwurfeinschreiben vorsorglich zum 31. Juli 2016

Dann lasse einen Fachanwalt die Klausel des Mietvertrages bezüglich Kündigung prüfen.

Antwort
von Arya87, 3

Diese Frage ist ohne genauen Wortlaut des Mietvertrages schwer zu beantworten, zumal sie auch etwas wirr formuliert ist. Was steht denn jetzt genau drin? 3-monatige Kündigungsfrist oder Kündigungsverzicht bis 2019?

Wie kann es konkret weitergehen? Kläre mit dem Vermieter, ob er sich auf einen Aufhebungsvertrag einlässt, wenn du Nachmieter suchst bzw. einen passenden findest? Wichtig: er muss nicht zustimmen, er kann. Also schön nett fragen und nicht fordern :)

Ich hab das auch durch. Hier meine Tipps:

Anzeige bei ebay Kleinanzeigen reinstellen. Da sollte drinstehen, wie hoch die Miete ist und zu wann die Wohnung vermietet wird (z.B. ab sofort/ Angabe des Folgemonats o.ä.).

Wenn die Bewerber sich bei dir melden, weis sie am besten gleich darauf hin, dass du für die Nachmietersuche zuständig bist und dass sie am besten gleich zur Besichtigung die für den Vermieter nötigen Unterlagen mitbringen sollen (letzte drei Einkommensbescheide, Mietschuldenfreiheitsbescheinigung, SCHUFA-Auskunft, bei Studenten, Azubis oder anderen evtl. für den Vermieter "kritischen" Leuten möglichst Bürgschaft der Eltern). Das kann man ja nett formulieren, so in die Richtung: Wenn ihr gleich alles mitbringt, dann geht es für alle Seiten schneller und einfacher, falls euch die Wohnung gefällt.

Die vollständigen Unterlagen gibst du dann hübsch geordnet an den Vermieter weiter. Falls du mehrere Bewerber hast, gibst du natürlich die weiter, die dir am vielversprechendsten erscheinen.

Bei mir ging das ganz schnell.

Alles Gute und viel Spaß in München :)

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 33

Nun ich hatte eine Frist von 14 Tagen, wo ich den Vertrag widerrufen kann.

Steht das im Mietvertrag? Es würde mich sehr wundern wenn tatsächlich.

Daraufhin habe ich Ihn angesprochen und meinte, dass Sie einen
erstmalige frist gesetzt haben und ich die Wohnung erst 2019 kündigen
darf.

Und was meint der Mietvertrag?

Befristung oder Kündigungsverzicht?

Bitte den exakten Wortlaut.

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 23

und ich die Wohnung erst 2019 kündigen darf. 

Was steht dazu wörtlich im Mietvertrag?

Antwort
von Jewiberg, 28

Solche Vrrträge mit einer Mindestlaufzeit sind mit Privatpersonen, bzw. Wohnungen unzulässig. Solche Verträge sind nur im gewerblichen Bereich gültig. Damit gelten die Vorschriften des BGB, also 3 Monate Kündigungsfrist.

Kommentar von anitari ,

Solche Vrrträge mit einer Mindestlaufzeit sind mit Privatpersonen, bzw. Wohnungen unzulässig.

Auf welche Rechtsgrundlage stützt Du diese Behauptung?

Eine "Vorschrift" des BGB besagt nämlich das Wohnraummietverträge befristet werden dürfen und ein BGH-Urteil besagt das ein Verzicht auf eine ordentliche Kündigung bis 3 Jahre + 9 Monate zulässig ist. Letzteres entspräche einer sog. Mindestlaufzeit.

Antwort
von TrudiMeier, 29

Nun ich hatte eine Frist von 14 Tagen, wo ich den Vertrag widerrufen kann.

Wer sagt das? Wo steht das?

dass Sie einen erstmalige frist gesetzt haben und ich die Wohnung erst 2019 kündigen darf.

Gegenseitiger Kündigungsverzicht bis 2019? Bitte mal den genauen Wortlaut aus dem Mietvertrag einstellen.

Dies habe ich erstmal meinen Vermieter gesagt er teilte mir mit, dass
ich die gesetzlichen Kündigungen innerhalb von drei Monaten kündigen
kann.

Ist doch sehr nett vom Vermieter. Das muss er nicht machen, wenn du einen Vertrag mit gegenseitigem Kündigungsverzicht unterschrieben hast.

Ich habe zwar mit einer frist von drei Monaten gekündigt aber habe
Angst, dass er erst in 6 Monaten einen Mieter findet und ich mich
dämlich zahlen kann oder er es mit Absicht macht um mir eins
reinzuwürgen

Klar, alle Vermieter sind böse Vermieter. Dein Vermieter ist dir schon ziemlich entgegen gekommen. Es ist nicht das Problem des Vermietes, wenn du einen Mietvertrag mit gegenseitigem Kündigungsverzicht unterschreibst und dir dann auf einmal überlegst nach München zu ziehen. Es ist auch nicht die feine englische Art, seinen Vertrag nicht einhalten zu wollen und dann dem Vermieter unlautere Absichten zu unterstellen. Dein Vermieter könnte auch sagen, dass er auf die Einhaltung des Vertrages besteht.  Dann hängst du bist 2019 im Vertrag und nicht nur möglicherweise, wie du ja befürchtest, 6 Monate.

Antwort
von Zep4r, 52

Die gesetzliche Frist beträgt drei Monate. Hat er in diesem Zeitraum keinen neuen Mieter gefunden, ist es sein Problem. Du kannst es sogar beschleunigen, indem Du selbst auch nach möglichen Mietern suchst. Findest Du jemanden, der Deine Wohnung kurzfristig beziehen würde und der Vermieter ist einverstanden, kann so ein Vertrag auch vor Ende der Frist aufgelöst werden und Du sparst dadurch viel Geld.

Kommentar von anitari ,

Es geht in der Frage ja nicht um die Kündigungsfrist, daran ändert sich ja nichts, sondern wann erstmals gekündigt werden kann.

Antwort
von schleudermaxe, 10

Da kann wirklich etwas nicht stimmen, denn gesetzliche Kündigungen (was soll das sein?) können doch nicht gekündigt werden.

Daß man/frau das kann, sehe ich weder im Gesetz noch in der Literatur.

Viel Glück.

Antwort
von imager761, 37

Deiner Fallschilderung nach vermute ich einen Mietvertrag mit einem beIderseitigen Kündigungsverzicht von 3 Jahren. Der schlösse deine vorfristige ordentliche Kündigung aus, denn ein schützwürdiges Interesse kannst du nicht deswegen geltend machen, weil du in München leben möchtest, um dort eine Ausbildung anfangen zu können :-(

Offenbar ist der VM aber zu Zugeständnissen bereit, wenn er einen Nachmieter fände, der in deinen Mietvertrag eintritt. Also die gleichen Einkommensverhältnisse vorweist, Miethöhe und Mitevertragsinhalte akzeptiert, insbes. den einer Bindung durch dreijährigen Kündigungsverzicht :-O

Da mag man dem VM aussagekräftige Vorschläge schriftlich unterbreiten um damit sogar eine vorfristige Aufhebung herbeiführen zu können :-)

G imager761

Antwort
von Lookser, 42

Lass Dir das Kündigungsdatum doch bestätigen 

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