Im Fernsehen sieht man hin und wieder Bilder von Leuten, die plötzlich in Ohnmacht fallen. Die kippen (meist nach vorne) um, wie ein Baum, den man fällt. Da sie ja dann bewusstlos sind, können sie sich weder abrollen, noch mit den Händen irgendwie abfangen. Müssten die dabei nicht volle Latte mit dem Gesicht auf den Boden knallen und sich heftige Verletzungen holen?
Seltsamerweise hab ich in dem Zusammenhang noch nie direkt von Kopfverletzungen, Knochenbrüchen, Gehirnerschütterungen o.ä. gehört.
Wie kommts? Wäre doch eigentlich eine ziemlich "wahrscheinliche" (also häufige) Begleiterscheinung, oder?
Oder besitzt der Mensch einen "Instinkt" oder Schutzmechanismus, dass er trotz Ohnmacht dann meist "glücklich" fällt?
(Bin zum Glück selbst noch nie aus dem Stand in Ohnmacht gefallen.)

müssten leute die aus dem stand in ohnmacht fallen nicht eher nach unten in sich zusammensacken? also nicht so dass man geradeaus nach vorne steif umkippt sondern die kraft aus den beinen is und man einfach so zusammen sackt und ich denk mal dass es so unwahscheinlicher ist sich stark zu verletzen
Fallen kann man lernen. Es gibt extra Stunt-Schulen (eine ist in Hamburg). Außerdem werden die Szenen oft zusammengeschnitten. Du siehst den Menschen fallen, aber nicht das Aufschlagen. Der Mensch ist einfach auf eine Matte gefallen. Erst in der nächsten Szene siehst Du den Menschen dann auf dem Boden liegen und da ist die Matte dann nicht mehr vorhanden.
IchBinSoooLieb am 2. August 2009 10:14 du hast verstanden, worum es dem fragesteller geht.
Nachtflug am 2. August 2009 10:16 Wirklich?
Ich bin selber "erst" 2 mal bewusstlos gewesen,kann mich aber nur an das eine mal erinnern. Mein Arzt meinte,das es in Zukunft häufiger passieren könnte,dass ich in Ohnmacht falle... Aber egal! Also so wie in Filmen ist das alles natürlich nicht! Man kippt auch nicht so hart wie ein Baum einfach zu irgendeiner seite um sondern bricht eher in sich zusammen. Der Bewusstlose hat beim Aufprall (zum Glück) keine schmerzen! Als ich das letzte mal bewusstlos war, bin ich in der Schule um eine Ecke gerannt,mit einem Jungen und einem Mädchen zusammen geknallt und dann bewusstlos geworden. Bin dann wohl mit dem Kopf zuerst auf dem Boden aufgeprallt. Der "Unfall" ist jetzt schon 2 Jahre her... Immernoch merke ich etliche Folgen. Wie du siehst, kann es sehr,sehr schmerzhaft sein,bewusstlos zu sein.

Daß Menschen nach vorn über - oder auch nach rückwärts - umfallen, ist eine Erscheinung des Filmes und in Zusammenhang mit Bewußtlosigkeiten unwahrscheinlich. Tatsächlich versagen zuerst die Beinmuskeln, weshalb die Knie wegknicken und die betreffende Person "wie ein Sack Kartoffeln" in sich zusammenfällt. Damit sind die Knie am Verletzungsgefährdetsten. Dieser Mechanismus ist durchaus von der Natur gewollt, und macht Sinn, damit der Kopf bestmöglich geschützt wird. In Film und Fernsehen ist unter dem Kameraniveau eine Matratze, weshalb die Personen dort "wie Zaunlatten umfallen".

Ich spreche ebenfalls aus Erfahrung! Hallo erstma! Wo ich in Ohnmacht gefallen vor drei Jahren war das bin ich direkt auf die Knie gefallen! Das hatte ich daran gemerkt das mir die Knie wehtaten! Ansonsten wusste ich nicht mehr das ich umgekippt bin! Ein paar Tge hatte ich da blaue Flecke, aber ansonsten hatte ich keinen Schaden davon getragen! hat mich wohl mein Klassenlehrer gut aufgefangen haben denn sonst hätte mir der Kopf oder die Hände auch wehtun müssen wenn ich dort volle Kanne auf den Pflasterweg knalle! War bei einen Schulausflug!Gruß!

Das ist eben Fernsehen- keine Wirklichkeit. Wenn ein Mensch einen Herzanfall hat und dabei ohnmächtig wird, sackt er in sich zusammen. Dabei kann er sich verletzen, muß es aber nicht. Fernsehen hat eben mit der Wirklichkeit fast nichts zu tun- ist aber so schön dramatisch!

spreche aus Erfahrung. Bin mit der Hand gegen die Tür gefallen und habe mir den Zeigefinger gebrochen. Komplizierter Bruch, OP, 3 Monate Gipsschiene. Also kann es schon ganz bös ausgehen.
apriket am 2. August 2009 10:26 Unter einem Komplizierten Bruch verseht der Mediziner eine Knochenfraktur, bei welcher der Knochen aufgrund einer zusätzlichen Weichteilverletzung frei liegt. Ein solcher Bruch liegt also immer dann vor, wenn von außen der blanke Knochen zu sehen ist. Kompliziert, weil die Gefahr der Infektion als ernster Komplikation bei Knochenbrüchen in so einem Fall besonders groß ist. Kompliziert meint also nicht, dass der Knochen in viele Teile zersplittert ist, wie viele Laien glauben.
ja, ich denke sie verletzen sich auch, wenn sie nicht aufgefangen werden, Fernsehen hat eben mit Realität wenig zu tun

ich glaube, dass die meisten "Ohnmachtsanfälle" theatralische Inszenierungen sind.
es geht in der Frage aber um reale Ohnmachten und nicht um inszenierte
apriket am 2. August 2009 10:33 Ohnmachtsanfälle im engeren Sinne gehören zum Krankheitbild der Hysterie. Sie sind immer auf Wikung auf das soziale Umfeld des Betroffenen gerichtete Inszenierungen. Sie sind von echter Bewußtlosigkeit zu unterscheiden, die körperliche Ursachen (Herzrhythmusstörungen, Epilepsie etc.) hat.

kommt ja drauf an ob man sofort weg ist (keine reflexe) und hinfällt- da kanns schon heftig werden, oder ob's "langsamer" geht. Was man im fernsehen sieht (doku oder film?) sollte man eh nicht glauben..

Das geschieht sogar ganz häufig. Es gibt sogar Personen, die sich tödliche Verletzungen zuziehen oder gar so unschön fallen, dass die abnorme Lage die Todesfolge erbringt. ( Verlegung der Atemwege, Fall ins Wasser )
apriket am 2. August 2009 10:19 In diesen Fällen spricht man aber in der Medizin nicht von Ohnmacht, sondern von Synkope oder Bewußtloigkeit.
Tigertears am 2. August 2009 10:35 Oder Orthostase. Ist folglich die Bewusstlosigkeit - nur eben eine kurze.

leute die in ohnmacht fallen, fallen um wie ein sack kartoffeln. Verletzen tun sie sich nur an den Gegenständen die in unmittelbarer Nähe sind.
So wird das sein. Die Muskeln werden ja nicht angespannt.
Ja, zuerst geben die Kniee nach.
Ja, zuerst geben die Kniee nach.