Frage von grubenhirn, 66

Leuchten - mit Wechselstrom betriebene - Glühlampen konstant?

Hallo,

Leuchten - mit Wechselstrom betriebene - Glühlampen konstant?

Oder würde man - mithilfe einer Ultrahochgeschwindigkeitskamera sehen, dass das Licht pulsiert?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TomRichter, Community-Experte für Physik, 50

> mithilfe einer Ultrahochgeschwindigkeitskamera

Nicht gleich übertreiben - die Schwankung erfolgt mit 100 Hz, da würde schon eine 10-fach-Zeitlupe ausreichen, um etwas zu sehen. 

Anders als bei Leuchtstoff- oder Glimmlampen ergibt sich bei der Glühlampe aber kein Hell/Dunkel, sondern nur ein Hell/Nicht_ganz_so_hell

Auch mit Mitteln aus dem Hobbykeller kann man das schon nachweisen. Eine Photodiode, eine Verstärkerschaltung und dazu wahlweise ein Lautsprecher, ein Oszilloskop oder ein PC mit AD/Wandler (zur Not tut es auch die Soundkarte).

Kommentar von grubenhirn ,

Danke für die Aufklärung!

Antwort
von Mikkey, 55

Bei guten Plattenspielern früher gab es zwei Stroboskopscheiben auf dem Plattenteller. Damit konnte man mithilfe der Netzfrequenz die genaue Drehzahl einregulieren.

Leider hat das nur mit Leuchtstofflampen funktioniert, weil Glühlampen keine Helligkeitsschwankungen mit der Netzfrequenz zeigten.

Kommentar von weckmannu ,

deshalb haben die nicht ganz so alten Plattenspieler eine LED, die mit Netzfrequenz den Stroboskopeffekt erzeugt.

Kommentar von Mikkey ,

Die teureren Varianten aus der älteren Zeit haben dafür eine Glimmlampe verwendet.

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektronik & Strom, 36

bei unsren 50 Hertz auf jeden fall. der leuchtfaden ist so "träge" dass er zwischen den einzlnen sinuswellen keine zeit hat zu erlöschen.

mit einem Phtometer, das fast jedes einlene phton misst, z.B. wie man es verwendet, um mittels Laser den Abstand zwischen Mond und erde zu messen, würde man warscheinlich leichte schwankungen sehen. aber sonst eher nicht...

selbst bei foto und videoaufnahmen kann man da nichts ausmachen.

lg, Anna

Kommentar von TomRichter ,

Dass man auf Videos nichts sieht, liegt vor allem daran, dass nur 25 Bilder/s aufgenommen werden, die Helligkeit aber mit 100 Hz schwankt.

Aus eigener Erfahrung: Man muss keine einzelnen Photonen zählen. Eine Photodiode und ein Oszi reichen.

Antwort
von IronofDesert, 66

Wie lange dauert es denn bis die Herdplatte wieder abgekühlt ist?

Bzw hast du mal gesehen wie lange erhitztes Metal glüht?

Was ich damit sagen will? Bei einer Glühbirne wird das Licht durch den glühenden Draht erzeugt. Dieser wird 100 mal die Sekunde mit Strom durchflossen und somit erhitzt (bei 50Hz Netzfrequenz und Sinusform). In diesen Pausen kann er nicht abkühlen. Deshalb wirst du dort keine Blinken sehen wie du es z. b. bei einer Leuchtstoffröhre sehen würdest.

Kommentar von grubenhirn ,

Ah, verstehe. Vielen Dank.

Antwort
von PeterKremsner, 50

Das hängt von der Thermischen Trägheit der Glühwendel ab, aber normal findet man doch kleine Schwingungen im Licht. Es ist aber nicht so dass das Licht komplett abnimmt, es leuchtet nur mal etwas dunkler und dann wieder etwas heller.

Antwort
von unlocker, 52

da der Glühfaden auch träge ist wirst du auch mit einer Hochgeschwindigkeitskamera vermutlich nix feststellen. Halogenlampen leuchten auch noch ganz kurz nach wenn sie ausgeschaltet werden

Antwort
von dompfeifer, 17

Bei Glühlampen ist im Gegensatz zu Leuchtstofflampen die Messung der Helligkeitsschwankungen schon ziemlich schwierig wegen der hohen Temperaturen. Dabei kommt es keinesfalls auf die "Ultrahochgeschwindigkeit" an, sondern auf die winzigen Schwankungen im 50-Hertz-Takt. Das ist die klassische Bildfrequenz unserer TV-Geräte.

Antwort
von fragenschleuder, 46

Ja tun sie, zumindest bei einer Frequenz von üblichen 50HZ

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