Lernt man heute in der Schule keine Rechtschreibung mehr?

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34 Antworten

Leider kenne ich die Lehrpläne nicht, kann mir aber aus den Antworten erschließen, dass heute weniger streng und nach Gehör gelernt wird. Ich vermute mal, dass das für manche Kinder besonders gut und produktiv ist, weil sie ihr korrektes Rechtschreibverhalten nach und nach erschließen und formen können, während andere Kinder dadurch eher verwirrt werden und sich von Beginn an falsche Schreibweisen einprägen. Dass man während der Schullaufbahn die Regeln für eine korrekte Rechtschreibung lernt, steht außer Frage. Aber wie der richtige Weg dorthin aussieht, kann sich von Schüler zu Schüler unterscheiden. Diktate mögen eine effiziente Überprüfungsmethode sein, aber ob sie sich zur Lehre eignen, bezweifle ich.

Sicher spielt es auch eine große Rolle, ob man das Smartphone benutzt, um Texte zu schreiben, ob man sich im Internet aufhält und so weiter.

Was mir immer wieder auffällt: Es besteht kein Konsens darüber, warum eine gute Rechtschreibung überhaupt wichtig sein soll. Entweder beruft man sich auf Konvention ("das gehört sich einfach so") oder rechtfertigt den Wunsch nach Einhaltung der Rechtschreibregeln mit Scheinzusammenhängen ("zeigt Disziplin und Ordentlichkeit"), die empirisch wahrscheinlich nicht haltbar sind.

Ich erinnere mich auch nicht daran, in der Schule gelernt zu haben, warum eine korrekte Rechtschreibung wichtig ist. Auch weiß ich von anderen Menschen nicht, dass sie derartiges gelernt hätten. Wieso sollte man motiviert sein, eine gute Rechtschreibung zu entwickeln, wenn es ohne auch gut geht? Konventionen kann man verändern, Scheinzusammenhänge widerlegen. Wenn man sich bewirbt, lässt man gegenlesen. 

Übrigens bemerke ich auch bei mir selbst, dass sich lange Aufenthaltszeiten im Internet und allgegenwärtige Konfrontation mit falsch Geschriebenem destruktiv auf meine Fähigkeiten auswirkt. Spätestens, wenn ich handschriftlich Tippfehler mache, werde ich daran erinnert, dass wir "Bewusstkorrektschreiber" den "Rechtschreibregelmissachtern" auch nicht überlegen sind. Das falsch Geschriebene befindet sich aber auch in Werbeanzeigen (Deppenleerzeichen, Bindestrichfehler und teilweise auch Rechtschreibfehler), in Tageszeitungen, auf offiziellen und professionellen Websites und in Blogs.

Langfristig sollte man sich wohl damit abfinden, dass es auch Veränderungen der Sprache gibt, die man persönlich nicht geschmackvoll findet. Wenn wir erreichen wollen, dass alle sich an dieselben Rechtschreibregeln halten, sollten wir uns über die Gründe einig werden und diese ebenfalls unterrichten, denn niemand lernt gerne etwas total Sinnloses.

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Kommentar von OldJan
02.07.2016, 02:20

Ein Grund ist doch recht offensichtlich: Konventionell Geschriebenes ist einfacher zu lesen. Jeder macht es gleich, also kann auch jeder gleichermaßen etwas damit anfangen. Außerdem ist eine Grundordnung im Schreiben denke ich wichtig für Texte mit größeren Feinheiten. Wem schon die einfache Korrektheit schnuppe ist, der wird wohl erst recht keinen Gedanken an Stil oder gar dichterische Höhen verschwenden.

Die „Schreib halt erstmal wie du's hörst, irgendwann merkst du schon, dass es falsch ist und machst es richtig“-Methode halte ich übrigens für Fatal. Es ist ganz klar erwiesen, dass umlernen erheblich schwerer ist als neulernen. Lässt man die Fehler sich erst setzen, ist es unheimlich mühsam, sie wieder rauszukriegen.

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Hallo :)

Dein Bekannter hat durchaus Recht --------> allerdings ist das Problem mMn nicht auf etwa mangelhafte Schulbildung zurückzuführen, sondern auf neue Medien. Nur diese sind dafür verantwortlich, dass gute Rechtschreibung heute nicht mehr so wichtig ist denn früher: Viele junge Leute benutzen heute lediglich digitale Medien bzw. ihre Smartphones, wo es absolut egal ist, wie und ob man richtig schreibt: Der Empfänger versteht ja, was gemeint ist ;)

Da heißt es dann statt "9.00 Uhr Herrn Müller abholen, Frankfurter Straße/Ecke Bäckergeschäft" (ist jetzt 'nen Beispiel): "9.00 her müller abhln frankfrter str ecke bekcergeschäft" oder so in der Art --------> man tipselt einfach was ein, weiß ja im Grunde, um was es geht: Man sollte (bspw.) Herrn Müller um 9.00 Uhr in der Frankfurter Straße an der Ecke abholen, an der sich ein Bäckerladen befindet.

Da kaum noch von Hand geschrieben wird & die Schulen in ihrer Rolle quasi machtlos sind bzw. auf Rechtschreibung oder Kommasetzung zumindest in der Oberstufe doch eher wenig Wert gelegt wird (meine Einschätzung aus meiner Realschulzeit 2001 bis 2007), entstehen dann solche, wie ich sie nenne, "Bequemlichkeitsfehler". Niemand oder nur sehr wenige Leute erwarten in der heutigen Zeit, dass jemand eine schöne Handschrift hat und auch ein leserliches Schriftdeutsch, sodass dann solche Fehler zustande kommen.

In der Grundschule bzw. etwa bis zur 6. Klasse-Realschule "genossen" wir aber einen intensiven Rechtschreibunterricht, gerade unser Lehrer der 4. Klasse war da sehr penibel.

Viele kennen die Rechtschreibregeln sogar, sind aber schlicht zu faul, sie richtig anzuwenden: Es genügt ja bekanntlich, ins Smartphone oder bei Facebook irgendein Gewirr einzutippen & alles außer Kraft zu setzen ;) Ich halte das für bedenklich. Zwar schreibe ich sicherlich auch nicht immer perfekt...

Mein Opa, bei dem ich aufgewachsen bin, hat stark auf gute Rechtschreibung und ein solides Deutsch geachtet... das kommt mir heute zugute. Ich habe auch kein Smartphone & bin nur sehr rudimentärer Nutzer von "Social Networks" --------> und wenn ich dort bin sehe ich keinen Grund, die Rechtschreibregeln zu missachten.

Soweit meine Meinung... ich wünsche 'nen schönen Sonntag :)

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Hallo MarkusKapunkt,

eine sehr interessante Frage, die du da stellst. 

Ich denke, dass es mehrere Ursachen für die teils "katastrophale Rechtschreibung" gibt, die mich manchmal auch mehr als irritiert und nervt.

Ich glaube aber nicht, dass das an mangelnden Diktaten und Lernen mit der Anlauttabelle liegt.

Denn:
genau so haben meine beiden Kinder auch Schreiben gelernt und können sich heute, mit um die 20 Jahren, sehr gut schriftlich und mündlich ausdrücken. Sie hatten in der Grundschule sehr gute Deutschlehrerinnen, die auch mit Eselsbrücken gearbeitet haben, und wir haben ihnen von klein auf viele Bücher vorgelesen und später haben sie viel selbst gelesen
Ich denke, dass das der Schlüssel zur Rechtschreibfähigkeit ist, nicht Diktate schreiben.
[Kontraproduktiv ist das ausschließliche Lesen von Comics und natürlich die Social Media Sprache, die dann als "richtig" übernommen wird.]

Für eine große Verwirrung hat auch bei den älteren Semestern die erste und zweite Rechtschreibreform gesorgt, sodass der Phantasie anscheinend keine Grenzen gesetzt sind. 

Inzwischen wird auch bei den älteren Semestern oft eine grausame Mischung aus "alter" und "neuer" Rechtschreibung zusammen gewürfelt..... die meist den Regeln laut Duden nicht entspricht. 

Wenn ich beispielsweise "Danke im Vorraus" , wie hier bei GF häufig, lese, so schmerzt es eigentlich in meinen Augen, aber da bin ich dann selbst manchmal unsicher, ob das wohl möglich auch korrekt ist.... [Nein, ist es nicht]

Manchmal frage ich mich auch, ob der Genitiv bereits bundesweit abgeschafft wurde (hier im Ruhrgebiet war der Dativ ja schon immer sein Feind), denn selbst in seriösen Berichterstattungen tritt an seine Stelle schon der Dativ..... "Wegen dem starken Unwetter..." [Aua].  

Ansonsten könnte auch insgesamt die vermehrte Verblödung (idiocracy] eine Rolle spielen, beweisen kann man das nicht ;-)
Ein gutes Beispiel wird in dem folgenden Trailor geliefert (sehr lustig):

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Kommentar von nikfreit
12.06.2016, 13:24

Der Trailer ist alles andere als "sehr lustig". Was da lustig verpackt daherkommen will, ist in Wahrheit die alte eugenische Idee, die Menschheit ließe sich qualitativ einteilen und durch Vererbung der Gene qualitativ aufwerten oder abwerten. Der Trailer läßt sich im  wesentlichen auf die Aussage reduzieren: Die ungehemmte Fortpflanzung der "minderwertigen" Vertreter der menschlichen Rasse senkt den Durchschnitts IQ der gesamten Menschheit. 

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Eugenik

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Wie genau der Lehrplan aussieht, ist ja (leider) von Bundesland zu Bundesland durchaus unterschiedlich und teilweise haben die Schulen da auch eine Menge Freiheiten.
Die Methode, die hier schon erwähnt wurde, Schreiben nach Gehör, wurde bei meinem Cousin (der seit 2 Jahren mit der Grundschule fertig ist) auch benutzt.  Dabei bekommen die Schüler eine Anlauttabelle, in der Bilder von Gegenständen sind und daneben der Anlaut steht - also entweder der Anfangsbuchstabe, oder Diphtong (Ei - Bild von Eis)
Die Kinder können damit so schreiben, wie sie es hören bzw. sprechen. In der Schule meines Cousins wurde dabei ganz am Anfang die Rechtschreibung auch erstmal nicht korrigiert. Wenn ein Kind laufen lernt, dann bringt man ihm ja auch nicht gleich als erstes die Schritte für einen Tango bei, sondern ist begeistert, wenn sie drei Schritte schaffen, ohne umzufallen.
Kinder, die autodidaktisch lesen und schreiben lernen, schreiben übrigens auch nach Gehör.
Im Laufe der Schulzeit werden die "Privatschriften" dann langsam an die "Erwachsenenschrift" herangeführt.

Ob man damit besser oder schlechter lernt, halte ich ehrlich gesagt für schwer zu beurteilen. Ja, vielleicht bleibt bei manchen Kindern etwas von der "Privatschrift" hängen und ihre Rechtschreibung ist später mies. Aber wenn man sich ansieht, wieviele Analphabeten das alte System hervorgebracht hat, ist es dann nicht vielleicht doch Zeit für etwas Neues?

Mit selbst geht die grausame Rechtschreibung, die viele Menschen im Internet zeigen auch auf die Nerven, aber ich möchte gerade die älteren Semester auf eine Sache hinweisen: Es ist einfach eine Internet-Unsitte und gerade im englischsprachigen Teil des Netzes, in dem sich viele von uns aufhalten, aber sich schon situationsbedingte "alternative Rechtschreibungen" entwickelt.
Z.B schreibt man 'hooman' statt 'human', wenn man aus der Perspektive eines Tieres schreibt. Sieht brechreizerregend aus, bedeutet aber nicht, dass der Verfasser nicht weiß, wie es richtig geht.
Es hat sich einfach so eingebürgert, dass Rechtschreibung, und ganz besonders Großbuchstaben online stiefmütterlich behandelt werden - aber viele von denen, die mehr oder weniger unleserlichen Dreck posten, sind durchaus auch zu deutlich besserer Rechtschreibung fähig.

Ich persönlich glaube, dass die Zeuchenbegrenzung bei SMS (die sicher nicht von Jugendlichen erfunden wurde) diese Welle losgetreten hat, aber beweisen kann ich es nicht.

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Kommentar von TrudiMeier
12.06.2016, 08:14

Zeuchenbegrenzung

...und manchmal handelt es sich einfach nur um Tippfehler. :-))

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Das ist gut möglich - allerdings ist es auch immer vom Lehrer abhängig.

Mache Lehrer legen mehr, manche weniger Wert darauf. ^^

LG Willibergi

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Kommentar von Paule13579
11.06.2016, 23:52

Manche Lehrer, nicht Mache Lehrer ^^

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Kommentar von Willibergi
12.06.2016, 00:27

Kennst du den Unterschied zwischen Tipp- und Rechtschreibfehlern? ^^

LG Willibergi

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Kommentar von Willibergi
12.06.2016, 00:49

-.-

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Das Elend fing damit an, dass ein paar Herren (vielleicht auch Damen) meinten "Kinder, die schreiben lernen, sollen nach Gehör schreiben".

Einer der größten Schwachsinnsideen seit Einführung des Schulbesuchszwangs.

Diese Praxis produziert Kinder mit Rechtschreibschwäche, weil diese - wenn es darauf ankommt - sich die falsche Schreibweise angewöhnt haben.
Kinder mit Legasthenie sind etwas anderes. Die haben so oder so Probleme mit Lesen und Schreiben.

Ich hatte (entgegen der Empfehlung der Lehrer) meiner Tochter von Anfang angezeigt, wie die Wörter richtig geschrieben werden.

Im Übrigen braucht es keine Schule, um die Rechtschreibung zu lernen - auch die Rechtschreibreform (ich nenne sie Schlechtschreibreform) war unnötig, da sie zum (großen?) Teil unlogische Schlussfolgerungen zieht.

So wurde aus "Quentchen" auf einmal "Quäntchen", weil es angeblich von "Quantum" kommen soll. Quentchen ist aber die Verkleinerungsform von "Quent" einem altdeutschen Gewicht.

Um nur ein Beispiel zu nennen.

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Kommentar von elagtric
22.06.2016, 00:36

---Das Elend fing damit an, dass ein paar Herren (vielleicht auch Damen)
meinten "Kinder, die schreiben lernen, sollen nach Gehör schreiben".---

Dies empfinde ich auch als das Hauptübel. Meine grosse Tochter (9) liest in ihrer Freizeit wirklich Unmengen an Büchern. von Kinderbüchern bis zu Fachbüchern, wenn sie zum Beispiel irgendeine neue Pflanze für sich entdeckt hat. Ich habe als Kind selbst recht viel gelesen, aber sie stellt das alles locker in den Schatten. Trotzdem hat sie eine grottenschlechte Rechtschreibung. Ich bringe das irgendwie nicht so richtig zusammen. Sie liest doch eigentlich tagtäglich, wie die Wörter richtig geschrieben werden. Aber schreiben tut sie wohl wirklich nur nach Gehör ... ich hab eine faustdicke Wut auf diese neue Lehrmethode. Und die Kinder haben eigentlich keine Wahl, dieser leichtfertigen Verdummung zu entgehen. Ich mag aus meinen Kindern keine Akademiker machen, aber ein gutes Deutsch würde ich ihnen schon gerne wünschen.

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«Der Unterricht in der Rechtschreibung ist, wie aller Unterricht, durch die Zeitumstände zunehmend schwieriger geworden. Die Kinder, auch die Landkinder, sind durch die Begleiterscheinungen des heutigen Zivilisationsbetriebes überreizt. Die Motorisierung des Verkehrs, das Radio, die Bildpresse, bald wird es auch das Fernsehen sein — dies alles wirkt ablenkend, zerstreuend, auflösend auf das jugendliche Gemüt und gestaltet die Schularbeit mühsamer als noch vor einem Menschenalter.» (Bündner Schulblatt, 1956)

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Rechtschreibung scheint für Viele ein Problem zu sein, wenn man Texte im Internet liest. Evtl. liegt das an der heutigen Art, schreiben zu lernen. Habe festgestellt, dass Hausaufgaben der Grundschüler, hinsichtlich der Rechtschreibung kaum oder nur oberflächlich kontrolliert werden. Ab und an zeigt mir ein Enkel seine Arbeiten die er in der Schule als Hausaufgabe bekommen hat. 2. Jahr Grundschule. Die Kinder müssen z. B. Sätze mit Wörtern ergänzen. Da passiert es, dass der Satz am Ende keinen Sinn ergibt, weil der Schüler die Wahl unter mehreren Wörtern hat, welche er zur Ergänzung des Satzes verwenden kann. Die Lehrerin vermerkt, dass sie die Seite überprüft hat, die Fehler aber nicht korrigierte. Wenn dann das Wort "Bine" geschreiben wurde, was richtig "Biene" zu schrieben wäre, geht das unkontrolliert durch. Auch wenn mehrere Wörter Fehler enthalten, werden diese kaum oder gar nicht korrigiert. Wie also soll ein Kind Rechtschreibung lernen, wenn all diese Fehler nicht berichtigt werden ? Die Schülerzahl, auch in den unteren Klassen ist zahlenmässig längst nicht mehr so umfangreich als das früher der Fall war. Da sollte es doch für eine Lehrkraft möglich sein, die Arbeiten der Schüler genauer zu überprüfen. Wahrscheinlich trägt dieses Lehrsystem zur Fehlerhaftigkeit bei der Rechtschreibung bei. Mitunter ist es grausam zu lesen, wieviel Fehler bei der Rechtschreibung gemacht werden.

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Ich kann das jetzt leider nicht perfekt beantworten, da wir an meiner Schule eigentlich recht gut unsere Sprache lernen, so sehe ich das zumindest.

In meiner Grundschule jedoch, gab es ein ziemlich bescheuertes System. Die Schüler bekamen Dinge beigebracht und im nächsten Jahr hieß es dann, dass die Hälfte des bereits Erlernten totaler Schwachsinn ist und wir jetzt die richtigen Regeln kennenlernen. Und im nächsten Jahr war es wieder dasselbe.

Immerhin war die weiterführende Schule dann weitaus besser und ich habe mich in Deutsch verbessert (Von 3-4 auf 1-2).

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Ich, mit meinen vollen 16 Jahren auf´m Buckel, musste jede Woche Diktate schreiben in der Grundschule und später auch in der 5-6 schrieben wir Diktate.

Ich weiß nicht, ob sich etwas in 4-5 Jahren geändert hat, ich bezweifle es aber. Man lernt weiterhin die deutsche Rechtchreibung in den Schulen.

LG

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Kommentar von MarkusKapunkt
12.06.2016, 04:15

Bei dir ist sie wohl angekommen. :-)

Kannst du mir mal bitte sagen, aus welcher Gegend du kommst?

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Also es kann sein, dass es nicht überall ganz gleich ist, aber in der Schule an der ich war und mein Bruder auch noch bis vor zwei Jahren, hat man das schon noch relativ gut gelernt und auch jetzt in der Oberstufe haben wir manches davon noch mal kurz wiederholt, das heißt aber noch lange nicht, dass es jeder kann... In meiner Klasse gibt es einige, die trotz allem total viele Fehler haben.. Ich glaube da braucht man auch so ein kleines bisschen Talent dazu, oder sollte viele Bücher lesen.... Ist nur meine Vermutung :)

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Ich hatte erst das Vergnügen echte Arbeiten zu sehen, da ging es um den Quali. Ich kenne ein paar wenige Lehrer und einer davon hat mir ein paar Prüfungsergebnisse gezeigt. Was da abgeliefert wurde, war früher ein fall für die Sonderschule. Grammatik eine echte Katastrophe und die Fragen in manchen Fächern, auch einfache, kaum bis gar nicht richtig beantwortet. Die Kinder sind oft nicht mehr aufnahmefähig, liegt weniger an den Lehrern.

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Nein, die lieben Eltern wollen doch, daß ihre Kinder gut abschließen und dabei ist so ein Zeugs nur hinderlich.

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Kommentar von elagtric
23.06.2016, 00:29

Sarkasmus ?

Ich jedenfalls hätte gerne weltoffene Kinder statt dressierter Auslese.

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Ja, das ist absolut wahr, mein Zwillingsbruder und ich, wir haben das selbst erlebt, in der Grundschule wurde uns nur schreiben wie man spricht beigebracht, also sowas wie Tella oder Wassa war kein Fehler.

Wir haben es dann trotzdem gelernt, bei uns ging wie von selbst, da wir gut lesen konnten und viele Sachbücher gelesen haben in denen es richtig stand.

Aber noch bis in die 7.Klasse hatte einige aus unserer Schule damit Probleme, wir sind auf einem Gymnasium, ich wette auf Real und Haupschulen sieht es noch schlimmer aus

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Kommentar von MarkusKapunkt
12.06.2016, 04:25

Ich will dir jetzt nicht zu nahe treten, aber deine Rechtschreibung, vor allem deine Zeichensetzung, hat trotz deines Besuchs des Gymnasium deutlich lesbare Lücken. 

Die Kommas setzt du sehr unschön an abgeschlossene Satzenden aber vergisst eines nach "ich wette", du benutzt bei "Real- und Hauptschulen" keinen Trennstrich und du hast keinen einzigen Punkt gesetzt.

Offenbar wirkt die schlechte Rechtschreiberziehung auch bei dir nach.

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Manche Menschen sind einfach nur Legastheniker und können nicht besser schreiben bzw. lesen. Dieses sollte man mal in seine Überlegungen mit einbeziehen, wenn man solche Fragen stellt. Von den Antworten hier will ich erst gar nicht reden.

@OceanMan Du kannst zwar schreiben, aber deine Texte haben null Inhalt und Sinn. Wo nichts ist, da kann aber auch nichts herkommen. Armes kleines Menschlein.

Nicht gegen den Fragesteller gerichtet.



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Kommentar von DreiGegengifts
12.06.2016, 09:16

Du kannst zwar schreiben, aber deine Texte haben null Inhalt und Sinn.

Das dachte ich mir auch, als ich die schlechten Argumente las, in denen er sich uns als Intelligenz präsentiert.

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Kommentar von OceanMan
12.06.2016, 18:10

Okay, ich bin also ein armes, kleines Menschlein :)

Nenne mir bitte exakt die Passagen meiner Kommentare, die deiner Meinung nach "null Inhalt und Sinn" haben, damit ich die Gelegenheit bekomme, mich dazu zu äußern.

Herzlichen Dank!

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Ich habe die Rechtschreibung in der Schule auch nicht gelernt, obwohl all das, was Du aufgezählt hast, und vieles darüber hinaus, Teil des Rechtschreibunterrichts war.

Ob wir etwas lernen, hängt nicht davon ab, ob wir dbzgl. In der Schule beleert wurden.

Ich kann Dir Deine Frage nicht beantworten, wollte nur sagen, dass nicht die Unterweisung darüber entscheidet, ob wir etwas lernen, sondern der Umstand, dass wir es tun. Wir müssen schreiben, wenn wir korrekt schreiben können wollen. So wie wir Geige spielen müssen, wenn wir das Instrument beherrschen wollen.

Die Gründe, warum richtig oder falsch geschrieben wird, sind vielfältig. Ich finde die Erregung über mangelnde Rechtschreibung überflüssig. Wir regen und doch auch nicht darüber auf, dass Menschen unterschiedlich gut kochen können, obwohl die Narungsaufnahme noch elementarer als schreiben ist.

Gruß Matti

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Kommentar von Kuhlmann26
12.06.2016, 09:21

Ich weiß, dass in diesem Text Rechtschreibfehler sind. Kommentare, die mich darauf hinweisen sollen, sind überflüssig.

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Man lehrt schon. Ob man aber noch lernt, hängt von den Schülern und deren Einstellung zur Schule ab.

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Kommentar von elagtric
23.06.2016, 00:19

Gegeben : recht intelligente und aufgeweckte Tochter. Weiterhin eine recht "schwierige" Klassenlehrerin. ( Kommentar zu meiner Tochter : "ich sorge dafür, dass Du nicht auf das Gymnasium kommst !" )

So, wie jetzt weiter ?

Jene Klassenlehrerin ist Intimus einer neuen Direktorin, die ich eigentlich garnicht soooo falsch einschätze. Aber meine Tochter hat gegenüber dieser "Respektsperson Klassenlehrerin" mittlerweile echt Schiss, das falsche zu sagen.

Lesekönigin, Klassensprecherin, von allen Mitschülern vollstens akzeptiert und geschätzt, aber trotzdem heidenfroh, wenn sie dieses Jahr aufs Gymnasium wechselt und sich mit der guten Frau nicht mehr auseinandersetzen zu muss ?

Wilhelminischer Gehorsam auch 2016 noch ?

Ist es wirklich so simpel, die Lernfähigkeit von sich selbst und seiner Einstellung zur Schule abhängig zu machen ?

Als Eltern sind wir beide eher "working poor" , entsprechend stolz auf die Anlagen unserer Tochter. Aber ich hätte gerne eine in ihren Anlagen geförderte Tochter, als eine erst knallhart zurechtgestutzte, danach aber umso rücksichtslosere "Karrierefrau"

Habe selbst noch eine "Polytechnische Oberschule" hinter mir und bin eben entsprechend verbittert, wie heute eher dressiert statt gebildet wird.

Mag ein Einzelfall sein, ich glaube es eher weniger.

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Es stimmt in etwa, was du schreibst. Wenn ich mir hier die Rechtschreibung und Grammaitk etlicher Oberschüler ansehe, dann überkommt mich ein ungutes Gefühl. Ich stelle so zudem  fest, dass die Ergebnisse der PISA-Studien auch hier so ihren entsprechenden Niederschlag finden.

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Kommentar von SmartTim98
11.06.2016, 23:35

Man muss ja aber auch nicht auf die Leute gucken, die zur unteren Hälfte der Bildungslandschaft gehören...

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Doch, natürlich lernt man auch heute noch Rechtschreibung. Nicht jeder Lehrer macht Diktate, aber das heißt ja nicht automatisch, dass Rechtschreibung nicht mehr gelehrt und gelernt wird. Dass Kinder und Jugendliche Fehler machen, ist in meinen Augen normal. Sie sind schließlich noch jung und müssen Rechtschreibung nicht perfekt beherrschen. Es gibt auch viele Erwachsene, darunter auch viele ältere Erwachsene, die das nicht tun. Rechtschreibung ist in erster Linie dazu da, sich schriftlich verständigen zu können. 

warum so viele junge Leute hier eine so katastrophale Rechtschreibung haben

"Hier" ist ein ganz schlechter Maßstab. Es ist wohl bekannt, dass viele auf GF nicht auf Rechtschreibung achten. Dies sieht man beispielsweise daran, dass viele einem mit "hab ich aufm Handy geschrieben", "musste schnell gehen" oder "das ist das Internet" antworten, wenn man sie auf Rechtschreibfehler hinweist. Ob diese Leute außerhalb dieser Seite weniger Fehler machen, kann man nicht einschätzen. Es zeigt sich allerdings, dass es viele nicht interessiert, wie sie im Internet schreiben, weil es eben das Internet ist. In meinen Augen ist es da vollkommen egal, wie viele Diktate ein Schüler in seinem Leben geschrieben hat: Im Internet gilt vielfach, dass es keine Rolle spielt, wie du schreibst. Eine Menge User (wenn auch nicht alle!) verkörpern diese Mentalität, übrigens nicht nur im deutschsprachigen Internet, sondern auch auf englischen und anderen Seiten.

Rechtschreibung wird noch gelehrt. Aber sie hat durch das Internet einen anderen Stellenwert bekommen. Ob man das jetzt gut oder schlecht findet, ist eine andere Frage. Mich persönlich stört es nicht, solange ich verstehe, was andere mir sagen wollen. 

PS: Übrigens gab es diese Frage und ähnliche hier schon gefühlte 10'000x. Oben rechts gibt's ein Feld mit der Aufschrift "Suchen". So hättest du dir hunderte von Antworten besorgen können. 

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Denke es wäre noch schlimmer wenn gewisse Handys nicht die Autokorrektur hätte.
Grammatik sowie Satzzeichen sind Mangelhaft

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Kommentar von Willibergi
12.06.2016, 20:10

Ja, Satzzeichen sind grauenhaft - auch in deiner Antwort. ^^

LG Willibergi

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Kommentar von Nemo75
12.06.2016, 20:14

Klugscheißer!

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