Edgar Niklaus am 06.10.2007 um 21:58 Uhr
Angesichts der vielen Fragen hier in GF muss ich mich doch wundern. Da fragen so viele wie man eine Bewerbung oder einen Lebenslauf schreibt. Wird das denn heute nicht mehr in den Schulen gelehrt?
Nö, es ist schon Glückssache wenn die Kinder, gerade aus den niedrigeren Schulformen überhaupt noch schreiben lernen. Alles andere gehört dann schon in den Bereich Luxus. Daran sind allerdings weniger die Schulen schuld, als die Eltern, Freunde, das restliche soziale Umfeld und die Medien, weil sie das Kind hin und herreissen und es so keine Chance mehr hat sich auf einem anderen Wege als über die wohl stärkste Möglichkeit zu definieren, Aggression.
Das alles führt dazu das die Kinder in der Schule nicht mehr aufnahme fähig genug sind die Notwendigkeit von Verfahren zu begreifen.
In der Schule schlecht sein ist eben cool geworden. Oder kenn ihr jemand der damit prallt das er in der Schule super gut war?

Wenn das Wissen dazu schon nicht da ist - Ich finde es besser, wenn die Leute hier dazu konkrete Fragen stellen, als wenn krasse Fehler bei den Bewerbungen einem die mögliche Anstellung kosten.
Bei anderen mag die Schule auch durchaus schon Jahrzehnte her sein.

Bei uns gabs das in der Schule, ich fands und finde es noch immer praktisch

Ich hab es nicht in der Schule gelernt.
Erst auf der Uni, später konkreter mit gekauften Ratgeberbüchern.
Dank dessen übrigens trete ich demnächst einen neuen Job an. Die Investition hat sich gelohnt.
Warste erst also auf der Baumschule und dann auf ne Feld-, Wald-, und Wiesen-Uni?
Conter-admiral-chef-mit-bananenkranz Morty am 14. Oktober 2007 19:26 Ich komme nicht aus Deutschland, guter Mann /gute Frau! Sei froh (und bescheiden), wenn DU das dort gelernt hast...

Ich habe 1989 Abitur gemacht; damals hielt man das für Gymnasiasten für nicht nötig. Bewerbungen schreiben - das war etwas für Realschüler.
So weit ich weiß, hat das jetzt in der 8. Klasse auch im Gymnasium Einzug gehalten.
und bis zur 12. /13. Klasse hat man es dann wieder vergessen ;-)

Man könnte den Eindruck bekommen - aber ich glaube, wer hier Fragen stellt, lässt sich auch sonst gern "bedienen".
Ich doch viel einfacher hier Antworten zu bekommen, als sich selbst mit Suchmaschinen durch tausende Einträge zu wühlen. ;-|
Das Thema "Bewerbung/Lebenslauf" ist Thema im Deutschunterricht des 9. und 10. Schuljahres; gleichzeitig kann es im Fach Wirtschaftslehre und im Informatikuntericht behandelt werden. Die entsprechenden Lehrwerke für das Fach Deutsch (Sprachbücher) behandeln es (meist) ausgiebig über mehrere Seiten. Es dürfte also kein(e) Schüler(in) die allgemeinbildenden Schulen verlassen, ohne mit dem Thema vertraut gemacht worden zu sein. Auch in den Informationsschriften der ARGE (BIZ) sind Muster abgedruckt und erklärt. Ich persönlich verstehe die vielen hier in dieser Plattform gestellten Fragen zu diesem Thema auch nicht, habe aber meist "brav" geantwortet, um zu helfen.

ich hatte das in der achten klasse und zwar ganze 12 deutschstunden plus abschluss arbeit
Biste darauf etwa stolz? Warum hast du dagegen nichts getan?
Ich kann mich nicht daran erinnern, das in der Schule gelernt zu haben.
Aber ich bauchte auch nicht viele Bewerbungen zu schreiben, um meine Stelle zu bekommen.
Darf ich in diesem Fall noch eine Antwort "nachlegen"? 1. Ich behaupte mal, dass das genannte Thema in den Lehrplänen und Richtlinien a l l e r Bundesländer steht (daher ja auch das Thema in den Lehrbüchern!). 2. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Klassenleiter von Abgangsklassen dieses Thema n i c h t im Unterricht behandelt. Zumindest kann er Hinweise geben oder die zahlreichen Infoschriften (ARGE; Bundesministerium für Arbeit; alle kostenlos!!!) verteilen bzw. Internet-Hinweise geben. 3. Sollte es tatsächlich eine Lehrperson geben, die daran nicht denkt: Schüler haben auch Rechte; der Klassensprecher kann den Klassenleiter oder einen Fachlehrer bitten, das Thema im Untericht zu behandeln, z. B. in der Zeit, in der die Klausuren geschrieben worden sind, also vor den Konferenzen und am Ende eines Schuljahres. Dann müsste die Lehrperson schon gewichtige Gründe nennen, die gegen das Thema sprächen. 4. Schließlich haben die Eltern Mitverantwortung. Sie können sich auch an die Schule wenden und zur Behandlung des Themas auffordern. 5. Zu "verstehen" gibt es da nicht viel, auch "stupides Auswendiglernen" ist nicht angesagt. Es geht um formale Dinge, da gibt es genug Muster; es geht um das Trainieren verschiedener Satzmuster zu den 5 oder 6 Punkten des Bewerbungsschreibens, das kann und muss im Unterricht oder als zu korrigierende Hausaufgabe geübt werden. Ein kluger Schüler heftet sich dazu Unterlagen in einer "Bewerbungsmappe" ab, auch die im Unterricht erarbeiteten Dinge, so dass er bei Bedarf darauf zurückgreifen kann. 6. Das Internet bietet eine Fülle von Möglichkeiten, sich auch über dieses Thema zu informieren! FAZIT: Es ist mit Sicherheit nicht unseren Schulen anzulasten, wenn die Kenntnisse über "Bewerbung/Lebenslauf" augenscheinlich so lückenhaft sind, dass hier oder anderswo andauernd nachgefragt wird!

Lernt man denn heute in der Schule nicht mehr wie ein Bewerbung geschrieben wird?
Gerade heute lernt man das in der Schule - ich habe dort selbst viele Traimnings durchgeführt - aber früher war das dort gar kein Thema.
Da es allerdings als "uncool" gilt, in der Schule aufzupassen, mitzuarbeiten oder sich etwas aufzuschreiben, was nicht Thema einer Klassenarbeit zu werden droht, ist davon natürlich meist nichts mehr im Kopf, wenn man es dann mal braucht.
Bei mir war das Thema immer "auf dem Plan" in den Jahrgängen 9 bzw. 10; und ich habe -trotz Missfallens meiner Fachkollegen Deutsch- auch immer dazu eine Klassenarbeit schreiben lassen - mit sehr "heterogenem" Erfolg.
bei uns gabs das in der Schule damals nicht. Würde es überhaupt es nützen? Wenn man es nicht verstanden hat, bringt es auch nichts wenn man 1-2 mal stupide etwas auswendig lernt. So etwas will doch kaum jemand sehen.

man lernt es in der pflichtschule, doch zu dem zeitpunkt interessiert es die kids nicht wirklich, und wenn es dann wichtig wäre, haben sie vermutlich die schulsachen schon weggeworfen.
An Münchner Gymnasien wird es ganz sicher gelehrt und zwar in der 9. Klasse. Musste nämlich die Bewerbung meiner Nichte Korrektur lesen. Ob das generell auf dem Lehrplan steht, weiß ich allerdings nicht.